Theo
Matterhorn (4478m)
Bein der im 6-Jahres Rhythmus durchgeführten Totalrevision von Laufwerk 2 unserer 150er Pendelbahn wurden auch gleich die beiden Seilköpfe vom oberen und unteren Zugseil frisch gemacht.
Von der Laufwerkrevision selbst habe ich keine Bilder, bin schliesslich zum arbeiten da und nicht als Hoffotograf angestellt.
Da hier im Forum schon öfters die Frage nach der Befestigung der Zugseile bei einem Pendelbahnlaufwerk gestellt wurde und diese nur mit Worten nicht so gut erklärt werden kann habe ich beim Zusammenbau vom unteren Seilkopf dann doch mal die Kamera raus genommen und ein paar Bilder davon gemacht.
Als Zugseil kommt oben und unten jeweils ein 6-litziges 45mm Litzenseil zum Einsatz.
Wenn der Seilkopf weg ist schaut das Ganze so aus.
https://drive.google.com/file/d/1QqpSb-bZsZyYm4jhDQC7dYI-rYDcNFpx/view?usp=sharing
Am Einfachsten wären wohl 6 Löcher im Laufwerkskasten, jeweils eine Litze reinstecken und das ganze mit ein paar M10 Schrauben anziehen.
Blöderweise wiegt eine voll beladene Kabine fast 24t und der Seilzug in der Station selber beträgt auch noch respektable 15t. Da muss bei der Seilbefestigung also schon mit ein bisschen grösserer Kelle angerichtet werden.
Damit unser Seil auch schön brav da bleibt wo es ist haben wir es in der Station mit 60t abgespannt, der 4-fache Sicherheit also.
Das schaut dann so aus.
https://drive.google.com/file/d/1SWJXFQx-URKLowrD1E_2uA99fFTyA1dL/view?usp=sharing
Für den Seilkopf selber braucht es ausser ein paar Kleinigkeiten, wie bei jedem guten Menü, auch ein paar exklusive Zutaten.
Die ganzen Zutaten, Aluminiumdraht fehlt noch, mal auf einen Blick.
https://drive.google.com/file/d/11Jq8ENZUUb5JOfwPpPIJuBWReuuGP9X0/view?usp=sharing
Und los geht’s:
Zuerst werden die 4 Kunststoffteile über den Zylinder gestülpt sodass sie diesen fast komplett verhüllen. Danach wird das Ganze in die Glocke geschoben
Fertig vormontiert schaut dass dann so aus.
https://drive.google.com/file/d/1MagwtnNMVHxomjvScUiCuQMZcT0YJkbd/view?usp=sharing
Aber warum so kompliziert? Ginge das nicht auch mit einem einzigen Bauteil anstatt mit deren 6 und was soll der ganze Kunststoff in der Mitte drin?
Eigentlich ganz einfach. Das Zugseil muss komplett isoliert sein. Ohne diese Kunststoffeinlage in der Mitte würde der Strom vom Zugseil via die Glocke direkt auf das Laufwerk und weiter über die Rollengummis auf die Tragseile geleitet. Fahren könnte man mechanisch gesehen freilich auch so, bloss hätte man dann keine Zugseilüberwachung mehr und ein Seilüberschlag könnte auch nicht mehr erkannt werden.
Nun aber weiter zu unserem Bausatz.
Die vormontierte Glocke wird an einen Kettenzug angehängt, wiegt halt schon locker über 50kg, und das Zugseil wird in unseren keinen Bausatz eingefädelt.
https://drive.google.com/file/d/1sDvsQXoqTxKGpGrDKkftPIspGWOND-Dz/view?usp=sharing
Dann werden der Stern und der mit Aluminiumdraht eingefasste Kegel auf eine Montagehilfe geschraubt und zwischen die besenartig voneinander wegführenden Seillitzen geschoben. Anschliessend werden die Litzen mittels dreier Halbmonde auf dem Stern fixiert. Die ebenfalls erkennbare Bride dien nur als kleine Montagehilfe und kommt nachher wieder weg.
https://drive.google.com/file/d/1JTTLjCXvFkk41DBWL82ftrt0gI_o8_Aq/view?usp=sharing
Das Seil wird nun mittels der Montagehilfe soweit gedreht dass die Litzen fest auf dem Kegel aufliegen und anschliessend werden die Litzen auf der ganzen Länge des Kegels mit Aluminiumdraht eingefasst.
Dieses Korsett muss sehr eng anliegen und darf nirgends locker sein. Die Damen des 19 Jahrhunderts hätte gewiss ihre helle Freude daran, oder dann eben auch nicht.
https://drive.google.com/file/d/1li4foF48G3dt8HjcKaZbC8RzatPou3Sy/view?usp=sharing
Nun ist unser Seilkopf schon fast fertig. Die Glocke kann nun mit einem gehörigen Ruck über den eingefassten Kegel gezogen werden und schon ist das Ganze fest miteinander verbunden und unter Druck.
https://drive.google.com/file/d/1hA9ACdkeTLgFw2tfxWDA-8wpZyuH2MdY/view?usp=sharing
Auf der unteren Seite wird dann noch die auf dem vorderen Bild erkennbare Hülse mit einem Gummidämpfer angeschraubt. Dieser Dämpfer dient dazu die Seilschwingungen abzudämpfen und somit eine Überbelastung des Zugseils immer an derselben Stelle und daraus resultierende Drahtbrüche zu verhindern.
Hinter der Hülse werden dann noch zwei Markierungen auf das Seil geschraubt. Mittels dieser Markierungen wird dann nach der Montage der Glocke am Laufwerk und später jeden Monat kontrollier ob der Seilkopf rutscht. Ein gewisses Rutschen nach der Montage ist unvermeidbar und ist bis, Irrtum vorbehalten, dem gleichen Mass wie der Zugeildurchmesser ist zulässig.
In die beiden runden Öffnungen an der Glocke werden dann noch jeweils ein Metallteil mit eingepresster Buchse angeschraubt.
Jetzt sind wir wieder soweit dass die beiden Seilköpfe jeweils mittels eines Bolzens am Laufwerkkasten befestigt werden können.
Zuletzt noch ein Bild von einem im wahrsten Sinne des Wortes etwas schrägen Vogel.
Keine Ahnung weshalb ich da so schräg in der Landschaft rum stehe, wahrscheinlich weil mich die Arbeit vor Freude fast umgehauen hat.
https://drive.google.com/file/d/1tBCz_SWshWmNnOtA1MLsjr25NMHT-_u3/view?usp=sharing
Von der Laufwerkrevision selbst habe ich keine Bilder, bin schliesslich zum arbeiten da und nicht als Hoffotograf angestellt.
Da hier im Forum schon öfters die Frage nach der Befestigung der Zugseile bei einem Pendelbahnlaufwerk gestellt wurde und diese nur mit Worten nicht so gut erklärt werden kann habe ich beim Zusammenbau vom unteren Seilkopf dann doch mal die Kamera raus genommen und ein paar Bilder davon gemacht.
Als Zugseil kommt oben und unten jeweils ein 6-litziges 45mm Litzenseil zum Einsatz.
Wenn der Seilkopf weg ist schaut das Ganze so aus.
https://drive.google.com/file/d/1QqpSb-bZsZyYm4jhDQC7dYI-rYDcNFpx/view?usp=sharing
Am Einfachsten wären wohl 6 Löcher im Laufwerkskasten, jeweils eine Litze reinstecken und das ganze mit ein paar M10 Schrauben anziehen.
Blöderweise wiegt eine voll beladene Kabine fast 24t und der Seilzug in der Station selber beträgt auch noch respektable 15t. Da muss bei der Seilbefestigung also schon mit ein bisschen grösserer Kelle angerichtet werden.
Damit unser Seil auch schön brav da bleibt wo es ist haben wir es in der Station mit 60t abgespannt, der 4-fache Sicherheit also.
Das schaut dann so aus.
https://drive.google.com/file/d/1SWJXFQx-URKLowrD1E_2uA99fFTyA1dL/view?usp=sharing
Für den Seilkopf selber braucht es ausser ein paar Kleinigkeiten, wie bei jedem guten Menü, auch ein paar exklusive Zutaten.
Die ganzen Zutaten, Aluminiumdraht fehlt noch, mal auf einen Blick.
https://drive.google.com/file/d/11Jq8ENZUUb5JOfwPpPIJuBWReuuGP9X0/view?usp=sharing
Und los geht’s:
Zuerst werden die 4 Kunststoffteile über den Zylinder gestülpt sodass sie diesen fast komplett verhüllen. Danach wird das Ganze in die Glocke geschoben
Fertig vormontiert schaut dass dann so aus.
https://drive.google.com/file/d/1MagwtnNMVHxomjvScUiCuQMZcT0YJkbd/view?usp=sharing
Aber warum so kompliziert? Ginge das nicht auch mit einem einzigen Bauteil anstatt mit deren 6 und was soll der ganze Kunststoff in der Mitte drin?
Eigentlich ganz einfach. Das Zugseil muss komplett isoliert sein. Ohne diese Kunststoffeinlage in der Mitte würde der Strom vom Zugseil via die Glocke direkt auf das Laufwerk und weiter über die Rollengummis auf die Tragseile geleitet. Fahren könnte man mechanisch gesehen freilich auch so, bloss hätte man dann keine Zugseilüberwachung mehr und ein Seilüberschlag könnte auch nicht mehr erkannt werden.
Nun aber weiter zu unserem Bausatz.
Die vormontierte Glocke wird an einen Kettenzug angehängt, wiegt halt schon locker über 50kg, und das Zugseil wird in unseren keinen Bausatz eingefädelt.
https://drive.google.com/file/d/1sDvsQXoqTxKGpGrDKkftPIspGWOND-Dz/view?usp=sharing
Dann werden der Stern und der mit Aluminiumdraht eingefasste Kegel auf eine Montagehilfe geschraubt und zwischen die besenartig voneinander wegführenden Seillitzen geschoben. Anschliessend werden die Litzen mittels dreier Halbmonde auf dem Stern fixiert. Die ebenfalls erkennbare Bride dien nur als kleine Montagehilfe und kommt nachher wieder weg.
https://drive.google.com/file/d/1JTTLjCXvFkk41DBWL82ftrt0gI_o8_Aq/view?usp=sharing
Das Seil wird nun mittels der Montagehilfe soweit gedreht dass die Litzen fest auf dem Kegel aufliegen und anschliessend werden die Litzen auf der ganzen Länge des Kegels mit Aluminiumdraht eingefasst.
Dieses Korsett muss sehr eng anliegen und darf nirgends locker sein. Die Damen des 19 Jahrhunderts hätte gewiss ihre helle Freude daran, oder dann eben auch nicht.
https://drive.google.com/file/d/1li4foF48G3dt8HjcKaZbC8RzatPou3Sy/view?usp=sharing
Nun ist unser Seilkopf schon fast fertig. Die Glocke kann nun mit einem gehörigen Ruck über den eingefassten Kegel gezogen werden und schon ist das Ganze fest miteinander verbunden und unter Druck.
https://drive.google.com/file/d/1hA9ACdkeTLgFw2tfxWDA-8wpZyuH2MdY/view?usp=sharing
Auf der unteren Seite wird dann noch die auf dem vorderen Bild erkennbare Hülse mit einem Gummidämpfer angeschraubt. Dieser Dämpfer dient dazu die Seilschwingungen abzudämpfen und somit eine Überbelastung des Zugseils immer an derselben Stelle und daraus resultierende Drahtbrüche zu verhindern.
Hinter der Hülse werden dann noch zwei Markierungen auf das Seil geschraubt. Mittels dieser Markierungen wird dann nach der Montage der Glocke am Laufwerk und später jeden Monat kontrollier ob der Seilkopf rutscht. Ein gewisses Rutschen nach der Montage ist unvermeidbar und ist bis, Irrtum vorbehalten, dem gleichen Mass wie der Zugeildurchmesser ist zulässig.
In die beiden runden Öffnungen an der Glocke werden dann noch jeweils ein Metallteil mit eingepresster Buchse angeschraubt.
Jetzt sind wir wieder soweit dass die beiden Seilköpfe jeweils mittels eines Bolzens am Laufwerkkasten befestigt werden können.
Zuletzt noch ein Bild von einem im wahrsten Sinne des Wortes etwas schrägen Vogel.
Keine Ahnung weshalb ich da so schräg in der Landschaft rum stehe, wahrscheinlich weil mich die Arbeit vor Freude fast umgehauen hat.
https://drive.google.com/file/d/1tBCz_SWshWmNnOtA1MLsjr25NMHT-_u3/view?usp=sharing