• Willkommen im neuen Alpinforum!

    Das Alpinforum ist erfolgreich auf die neue Forensoftware XenForo umgezogen. Benutzerkonten und Foreninhalte wurden übernommen, sodass ihr euch wie gewohnt anmelden könnt.

    Schaut euch gerne um und probiert die neuen Funktionen aus. Solltet ihr Fehler oder Unstimmigkeiten entdecken, meldet sie bitte im entsprechenden Thema.

    Alle Informationen zur Migration und zum neuen Forum findet ihr hier:

    Zur ausführlichen Ankündigung

    Viel Spaß im neuen Alpinforum!

    Euer Alpinforum-Team

Unbekannter Skilift (aufgeklärt: Sils Maria)

Pilatus

Disteghil Sar (7885m)
Ich habe diese Fotos hier erhalten, die wohl beide die gleiche Anlage zeigen. Weiss jemand wo diese Müller-Anlage gestanden haben könnte? Von der Landschaft her würde ich aufs Wallis tippen, eine Idee war mal Gasenried bei Grächen mit St. Niklaus im Tal. Aber ist nur so eine Idee! Vielleicht erkennt jemand das Dorf, ist halt auch schon wieder sicher 30-40 Jahre her seit das Foto gemacht wurde!

skilift_unbekannt_01.jpg

^^ Talstaiton

skilift_unbekannt_02.jpg

^^ Bergstation

skilift_unbekannt_02_b.jpg

^^ Ausschnitt aus dem vorherigen Bild. Dank dem Dorf müsste man es eigentlich identifizieren können.
 
Aufgrund der extremen Steilheit würde ich mal bezweifeln, ob dies ein Schlepplift war. Ich tippe auf eine Einseilpendelbahn für den Gütertransport.
 
Also ein Müller-Skilift ist es sicher ;) Steilheit: Erstens darfst du nicht vergessen dass man hier nur die Bergseitige Umlenkstation, nicht aber den Ausstieg sieht (evtl. wars ein Todpunktausstieg) und früher waren steile Schlepplifte durchaus an der Tagesordnung.
 
Nach einigem Gegenchecken in Google Earth würde ich eher sagen, dass der Ort im Tal nicht St. Niklaus ist. Dort gibt es zwar eine ähnliche Geländestruktur wie auf dem Foto zu sehen, aber ganz richtig passt sie nicht, und vor allem ist die Bebauungsstruktur des heutigen St. Niklaus völlig anders als die auf dem Foto. Selbst wenn ich mir die ergänzende Bebauung von 40 Jahren dazu denke - sie passt nicht. Von der Kombination des Anlagentyps und der Vegetation auf dem Foto her (Lärchen) würde ich auch auf Wallis tippen, wobei es nicht unbedingt Oberwallis sein muss. Kann aber auch südliches Graubünden oder Tessin sein.
 
Es muss einfach ein extrem steiles und enges Tal sein. Im Oberwallis kommt eigentlich nur das in Frage, im Unterwallis habe ich bis jetzt nichts treffendes mehr gefunden?
 
Ich hab nochmals etwas gesucht. Die Kirche mit dem Querschiff ist recht markant. Leider bin ich kein Kirchen Kenner darum ist die suche mühsam. Auch frage ich mich ob nicht evtl. auch Italien in Frage käme.
 
Das passt aber für eine Mülleranlage, und das ist es definitiv, eher schlecht. Dann eher Frankreich?
 
Hallo,
ich habe zwar überhaupt keinen Schimmer, wo das sein könnte, aber ein paar Gedanken zu der Ortsansicht:

Ich glaube nicht, daß es sich um eine Kirche mit Querschiff handelt. Dazu ist das Gebäude zu atypisch. Ich glaube eher, daß der Kirchturm zu einer hinter diesem Gebäude stehenden Kirche gehört.

Auffallend ist, daß in dem Ort etliche ziemlich große Gebäude stehen. Besonders markant ist das vorderste mit großem zum Hang geöffneten Giebel und Anbau "nach rechts", der so etwas wie Balkone aufweist (Hotel?)

Ganz links ist ein eigenartiger langer Bau mit hohen Fenstern/Türen zu sehen (Garage, Werkstatt?)

Das einzige Haus, das für Wallis sprechen könnte, steht direkt hinter dieser Halle - mittig Holz auf der Giebelseite. Ansonsten fehlt mir der typische Baustil - Fundament und Erdgeschoß aus Stein, darüber Holzbauweise - völlig. Ich weiß, daß im Walllis nicht nur so gebaut wird, aber praktisch gar kein derartiges Haus auf einem Bild der 50er/60er wäre eigenartig.

Auffallend sind ebenfalls die Krüppelwalmdächer bei drei Häusern (d.h. nur im oberen Teil abgewalmt: ganz links hinten, das oben bezeichnete "Hotel", das rechteste unverdeckte Haus), was auch nicht dem typischen Walliser Baustil entspricht.

Die Giebel sind zum Fotografen hin offen, der sich demnach wohl an einem Hang im Süden des Ortes aufhält.

Ich weiß, hilft alles nicht wirklich weiter, aber vielleicht kann jemand damit etwas anfangen.
 
Wombat schrieb:
Deine Listen mit Müller Liften bergen keinen Hinweis?

Ich hab nur eine Liste die einen Auszug an Referenzanlagen auflistet. Dort in erster Linie Lifte die zum Zeitpunkt wo die Liste erstellt wurde noch existiert haben (so ca. 2000). Von einer kompletten Referenzliste kann leider nicht die Rede sein. :(

@ gfm49: Danke für die Ausführungen! Demfall nicht Wallis... wo gibt es in den Alpen noch so tiefe Täler?
 
@starli2
Die Bauwerke im Südländischen Stil und die Bäume, Nadelwald mit Lärchen, schränken das Gebiet schon ein.
 
Hallo,
Pilatus schrieb:
@ gfm49: Danke für die Ausführungen! Demfall nicht Wallis... wo gibt es in den Alpen noch so tiefe Täler?
seien wir mal vorsichtig: "Demfall vermutlich nicht Wallis"

Wombat schrieb:
@starli2
Die Bauwerke im Südländischen Stil und die Bäume, Nadelwald mit Lärchen, schränken das Gebiet schon ein.
Ich kann den Baustil nicht unbedingt als südländisch empfinden - am ehesten noch der Kirchturm. Und die Lärchen, wenn ich mir diese Verbreitungskarte anschaue, kommen Wallis, Tessin, Graubünden, praktisch ganz Österreich, die ganze Lombardei und sogar Teile des bayerischen und französischen Alpen in Frage.
 
starli2 schrieb:
Pilatus schrieb:
wo gibt es in den Alpen noch so tiefe Täler?
praktisch in jedem Land. Bist du dir überhaupt sicher, dass es in den Alpen ist? Müller-Lifte gibt's/gab's ja fast überall ...

Ja, ok, tiefe Täler gibt es schon überall, aber nicht so schluchtartige. Täler die sonst so tief runter gehen sind in der Regel viel weiter?! Bleniotal könnte eigentlich noch ganz gut passen von der Topographie her, aber ich habe kein Dorf gefunden bei dem so ein Lawinenkegel (oder wie das in der Fachsprache heisst ;) ) mitten im Dorf landet.

Bist du dir überhaupt sicher, dass es in den Alpen ist? Müller-Lifte gibt's/gab's ja fast überall ...

Das Bild schätze ich so ca. auf Mitte 1970er Jahre, aber der Lift ist auf der Abbildung schon ziemlich alt, den schätze ich auf Baujahr in den 1950ern! Ich denke die Bilder wurden im Rahmen von irgendwelchen Renovationsplanungen o.Ä. gemacht.
Das aussereuropäische Ausland halte ich für wenig Wahrscheindlich. In Nordamerika ist wegen Topographie und noch viel mehr wegen dem total unwahrscheindlich. Das hier ist auch ein Lift den ich nicht einordnen kann, aber der ist m.E. ziemlich klar in Nordamerika (Ostkanada?). Das ist Landschaftlich schon ganz anderst und auch BC das ja viel alpiner ist hat trotzdem keine solchen Täler und Dörfer.
mf9w9qyiys.jpg

y9ehh2q1iu.jpg


Neuseeland hatte auch schon früh Müller-Lifte, aber ich glaube das müssen wir hier nicht diskutieren. Auch Südamerika ist extrem unwahrscheindlich.

Also zurück nach Europa. Hier ist mir bekannt dass Müller gerade im Französischen Grenzgebiet extrem viele ESL und Skilifte baute, und das schon in den 1950er Jahre (z.B. 3x ESL in Les Contamines; mehrere SL, SB und 1x KSB in les Gets, aber auch in den Vogesen wie z.b. in Le Markstein).
Italien könnte man natürlich in betracht ziehen, aber generell sind mir in Italien nur ganz, ganz wenige Schweizer Bahnen bekannt (z.B. der Gletscherlift auf der Marmolada). Generell scheinen die Italiener viel mehr als die Franzosen schon sehr früh viele eigene Seilbahnfabrikanten gehabt zu haben. Von dem hier wäre das Tessin ja keine schlechte Idee. Aber die Vegetation? Zumindest im südlichen Tessin hätte man charakteristische Kanstanienwälder die irgendwie ganz anderst aussehen als der Wald hier. So ganz ausschliessen mag ich das Wallis bzw. die angrenzenden französischen Hochalpen noch nicht.
 
seien wir mal vorsichtig: "Demfall vermutlich nicht Wallis"

Ok ;) Klar hat es nicht viele sol Holzhäuser, aber wenn ich mir da so Gebäude im Wallis aus den 1950er Jahren anschaue, dann hat man damals auch schon nicht mehr so gebaut :)

Wallis, Tessin, Graubünden, praktisch ganz Österreich, die ganze Lombardei und sogar Teile des bayerischen und französischen Alpen

Österreich würde ich jetzt mal ausschliessen. Dort sind mir weder Müllerlifte bekannt noch ist es sehr wahrscheindlich, Italien habe ich wie gesagt ebenfalls zweifel. In Bayern muss mir zuerst mal einer solch eine Landschaft zeigen. ;)
 
Das Blenio Tal schliesse ich mittlerweile auch aus. Da geht der Wald zum Talgrund hin in eine Laubmischwald über. Auf dem Foto ist aber zu erkennen das bis unten Nadelwald ist.
 
Hallo,
Pilatus schrieb:
starli2 schrieb:
Pilatus schrieb:
wo gibt es in den Alpen noch so tiefe Täler?
praktisch in jedem Land. Bist du dir überhaupt sicher, dass es in den Alpen ist? Müller-Lifte gibt's/gab's ja fast überall ...

Ja, ok, tiefe Täler gibt es schon überall, aber nicht so schluchtartige. Täler die sonst so tief runter gehen sind in der Regel viel weiter?!
ist das Tal denn wirklich so eng? Die Aufnahme "Talstation" gibt dafür gar nichts her. Die Aufnahme von oben zweigt zwar einen steilen Gegenhang (immerhin mit Lawinenstrich). Den Lifthang sieht man nicht. Wenn er wirklich sehr steil ist (wofür einiges spricht), dann trifft er unten aber weit unterhalb der durch die Abbruchkante bedingten Sichtlinie aufs Tal - dann kann das Tal ganz schön breit sein!
 
Zurück
Oben