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Spleisen von Seilen/ Endlos Seil

LJL_Houben

Großer Müggelberg (115m)
Registriert
23. Dez. 2002
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Hallo Leute

Hat jemand von euch informationen wie der Ablauf is vom Spleissen und verknoten vom Seil zu einem Endlos Seil? Also eigentlich suche ich eine Anleitung wie ich das machen soll mit Bilder uns. Vielen Dank schon mal für die Antworten.

Gruss

Ludo
:?:
 
Ich hab' nur dass hier! Erklären müssen das die techniker ! ! !
 
starli schrieb:
Auch wenn du den Link schon kennst, der Vollständigkeithalber möchte ich ihn anführen:
http://www.ski-world.net/forum/viewtopic.php?p=11345#11345

Ich habs mal mit ein paar Dräten probiert, hat aber nicht wirklich funktioniert :-)

Tja konnte ich schon, habe sogar eine Beschreibung von dem Hernn bekommen, aberhabe es es trozdem noch nicht so ganz geschnallt. Also hoffe ich auf ein par deutlichere bilder :lol:

Das mit die drähte kann sein. Ich mittlerweile schon dass das Seil 6 litzen hat die um ein kern aus Hanf (nein nicht das zum rauchen :lol: ) gedreht wird. Die Spleissstelle ist 2000x dem durchmesser des Seiles. Also bei 50mm hat der Spleissen einen abstand von 100meter. Da halten die par Centimeter niemals. :wink:

Vielleicht hat jemand ja eine schöne anleitung mit bildern und/oder schematische zeichnungen. Daher nochmals dieses topic.

Gruss

Ludo
 
Hier das hab ich noch. Stammt zwar aus dem jahr 1926 sollte aber immer noch ein wenig was dran sein. :wink:
 
Ja, so hab ich mir das auch (fast) gedacht.. wobei der Text im Detail mir etwas zuuuu kompliziert zum nachvollziehen war ;-)

Gegen ein Filmchen, wo das gut zu sehen ist, hätt ich aber auch nix einzuwenden ... :)
 
Nach Österreichischen Vorschriften muss der Spleiss mindestens 1300x der Seilnenndurchmesser lang sein. ( DSB 80 ).

Zum Spleissen:

einfache Seile bestehen aus einer Fassereinlage und 6 Litzen zu 7 Drähten.

Im Spleissbereich endet nun immer eine dieser 6 Litzen.
Eine Litze ist um um ca. denn 200 fachen Durchmesser länger als das ganze Seil.
An dem Punkt wo die Enden zusammen treffen werden diese nun anstelle der Fassereinlage in der Mitte des Seiles weitergeführt.

Beispiel: Seil 20mm, 1000m lang

1 Litze hat aber nun die Länge von 1000m + 20mm * 200 = 1004m.
Wobei je 2 Meter am Anfang und am Ende an Stelle der Fassereinlage in der Mitte des Seiles weiter laufen.
Somit hat das Seil im Spleisbereich auch 7 Litzen.

Durch diese Reibung ( 2 Meter Anfang und Ende ) hält das Seil.
Es endet auch immer nur eine der 6 Litzen, 5 sind daneben voll tragfähig.

Da wir nun aber 6 Litzen haben wird dieses Verfahren nun nach der Reihe mit jeder Litze durchgeführt.

Sommit sieht ein Spleis wie folgt aus:

0 Meter: Anfang Litze 1
2 Meter: Knoten Litze 1
4 Meter: Ende Litze 1
4 Meter: Anfang Litze 2
6m: K2
8m: E2
8m: A3
10m: K3
12m: E3
12m: A4
14m: K4
16m: E4
16m: A5
18m: K5
20m: E5
20m: A6
22m: K6
24 Meter: Ende Litze 6

Alles Verstanden :wink:

mfg

Herbert
 
Grnöjböphn... Ohje. Also verstanden hab ich das noch nicht ganz :( Halt nochmal 10 Mal durchlesen, dann vielleicht...
 
Also ich hab auch noch nicht alles verstanden.
Aber jetzt weiß ich mehr als vorher.
 
Also das mit dem 1300 fachem habe ich verstanden, in der Praxis wird ja 2000 genommen, aber der rest........BAHNHOF :lol:

Währe vielleicht verständlicher mit bilder, also anleitung für dummies. :loldev:

Oder einen schönen langen film mit viele viele details :twisted:

Gruss

Ludo
 
Hallo zusammen,

hab mal ein Bildchen gemalt :lol:

Bilderklärung:

Im Bild sind 6 Litzen und 4 Knoten zusehen 8O
Im Knoten Gehen Anfang und Ende der Litze in den inneren Bereich des Seiles ( wo normal die Fasereinlage ist ).
Und das nacheinander bei jeder Litze.
Man sieht hier auch im Spleissbereich gibt es 7 Litzen.
5 Litzen ohne Unterbruch und zweimal die gleich knapp vor dem Ende.

mfg

Herbert
 
ms-fk schrieb:
Nach Österreichischen Vorschriften muss der Spleiss mindestens 1300x der Seilnenndurchmesser lang sein. ( DSB 80 ).

Zum Spleissen:

einfache Seile bestehen aus einer Fassereinlage und 6 Litzen zu 7 Drähten.

Im Spleissbereich endet nun immer eine dieser 6 Litzen.
Eine Litze ist um um ca. denn 200 fachen Durchmesser länger als das ganze Seil.
An dem Punkt wo die Enden zusammen treffen werden diese nun anstelle der Fassereinlage in der Mitte des Seiles weitergeführt.

Beispiel: Seil 20mm, 1000m lang

1 Litze hat aber nun die Länge von 1000m + 20mm * 200 = 1004m.
Wobei je 2 Meter am Anfang und am Ende an Stelle der Fassereinlage in der Mitte des Seiles weiter laufen.
Somit hat das Seil im Spleisbereich auch 7 Litzen.

Durch diese Reibung ( 2 Meter Anfang und Ende ) hält das Seil.
Es endet auch immer nur eine der 6 Litzen, 5 sind daneben voll tragfähig.

Da wir nun aber 6 Litzen haben wird dieses Verfahren nun nach der Reihe mit jeder Litze durchgeführt.

Sommit sieht ein Spleis wie folgt aus:

0 Meter: Anfang Litze 1
2 Meter: Knoten Litze 1
4 Meter: Ende Litze 1
4 Meter: Anfang Litze 2
6m: K2
8m: E2
8m: A3
10m: K3
12m: E3
12m: A4
14m: K4
16m: E4
16m: A5
18m: K5
20m: E5
20m: A6
22m: K6
24 Meter: Ende Litze 6

Alles Verstanden :wink:

mfg

Herbert

Ja - ich hab versucht, mir das Ganze bildlich vorzustellen und ich habs kapiert. Danke für die gute Erklärung!
Ist jetzt aber keine Anspielung gegen die, die es noch nicht verstanden haben. Also bitte nicht falsch verstehen! :wink:

Da muss man wohl sicher sehr vorsichtig sein. Ich habe mal gehört, dass man da leicht ein Seil kaputt machen kann, wenn man Mist baut. Kommt das ab und zu echt vor, dass beim spleissen ein Seil zerstört wird? Das wird doch dann sicher sauteuer...
 
Deshalb wird das Seil immer länger bestellt.

Falls es ein Problem gibt kann man noch was abschneiden. :-)
 
Außerdem kann ein Seil auch mehr als einen Spleiß haben.

Z.B. Gaislachkoglbahn hat zwei oder mehr Spleiße.
Weil das Seil so lang und schwer ist, das es nicht auf eine Trommel passt.
 
Ram-Brand schrieb:
Außerdem kann ein Seil auch mehr als einen Spleiß haben.

Z.B. Gaislachkoglbahn hat zwei oder mehr Spleiße.
Weil das Seil so lang und schwer ist, das es nicht auf eine Trommel passt.
Kenne Seile mit 3 Spleissen ( Haldenlift ).
Der Gletscherbus 3 hat auch zwei Spleisse.
Da ist das ganze Seil auch 7,5km lang ( oder 2x ... ).

Mehrere Spleise werden z.B bei neuen Seilen gemacht die eine Schadstelle haben. Da wird ein Reperaturstück eingespleist.

Die Rastkogelbahn hat zwei verschiedene Seile ( Orginal + Reperaturstück andere Machart, Norm ).

Bei den Foto´s von der Schwarzen Schneid ist die Reserve ( für Reperaturen ) gleich im Bahnhof aufgehängt.

mfg

Herbert
 
Werden eigendlich Defekte Stellen immer noch Hartgelötet??
Wie bringt mann denn das Isotop in die Spleisstelle?? Das ist ja nid grad winzig. Schneidet man da die Seele raus??
 
Ich dachte eigentlich, ich hätte es kapiert, aber der Beitrag von ms-fk bringt wieder alles durcheinander :-)

Wie kommts eigentlich, daß man manchmal den Knoten oder sonstwas von der Spleißstelle sieht? Meistens fällt einem das ja nicht auf .... bisher ists mir nur bei der 4SB in See und bei der Murmelebahn am Stubaier aufgefallen...
 
?? Das sieht man doch gar nicht.
 
Doch bei alten fixen Liften sieht man die Knoten noch gut! Die kuppelbaren werden nach einer anderen Methode gespleißt, weiß aber nicht mehr wie die hieß? :?
Es gibt oft Leute die auf das Seil schauen und dann sagen das muß weg weils beschädigt ist, obwohl sie nur den Spleiß gesehen haben!
 
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