Nach Österreichischen Vorschriften muss der Spleiss mindestens 1300x der Seilnenndurchmesser lang sein. ( DSB 80 ).
Zum Spleissen:
einfache Seile bestehen aus einer Fassereinlage und 6 Litzen zu 7 Drähten.
Im Spleissbereich endet nun immer eine dieser 6 Litzen.
Eine Litze ist um um ca. denn 200 fachen Durchmesser länger als das ganze Seil.
An dem Punkt wo die Enden zusammen treffen werden diese nun anstelle der Fassereinlage in der Mitte des Seiles weitergeführt.
Beispiel: Seil 20mm, 1000m lang
1 Litze hat aber nun die Länge von 1000m + 20mm * 200 = 1004m.
Wobei je 2 Meter am Anfang und am Ende an Stelle der Fassereinlage in der Mitte des Seiles weiter laufen.
Somit hat das Seil im Spleisbereich auch 7 Litzen.
Durch diese Reibung ( 2 Meter Anfang und Ende ) hält das Seil.
Es endet auch immer nur eine der 6 Litzen, 5 sind daneben voll tragfähig.
Da wir nun aber 6 Litzen haben wird dieses Verfahren nun nach der Reihe mit jeder Litze durchgeführt.
Sommit sieht ein Spleis wie folgt aus:
0 Meter: Anfang Litze 1
2 Meter: Knoten Litze 1
4 Meter: Ende Litze 1
4 Meter: Anfang Litze 2
6m: K2
8m: E2
8m: A3
10m: K3
12m: E3
12m: A4
14m: K4
16m: E4
16m: A5
18m: K5
20m: E5
20m: A6
22m: K6
24 Meter: Ende Litze 6
Alles Verstanden
mfg
Herbert