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DDR Schlepplifte Thüringen / Sachsen ( Gürtellifte )

Maelst

Massada (5m)
Wer kann mir etwas über die Technick bzw. den verbleib solcher Anlagen was sagen ?
Es gab mehre solche Anlagen z.B. an Froschwiese in Gehlberg (BSG Lok Mühlhausen ) oder Auf dem Inselsberg gabs glaube ich sogar zwei Lifte dieser Art die auch zu irgendwelchen BSG´s (BSG = Betriebs Sport Gemeinschaft alte DDR Umgangssprache )
gehörten .
Mich interresiert insbesondere das Kuppelsystehm weil es irgenwie ganz anders war wie das Nussknacker Systehm oder alles andere was ich hier im Forum finden konnte . Der Auswurf ging irgenwie Automatisch vielleicht hat ja jemand noch ein Foto ?
Oder wo sind solche Anlagen noch in Betrieb ?
In dem Zusammenhang hätte ich noch eine Frage :
Es gab auch einige Sommerpisten mit einem Plastik Bürstenbelag ;wie haben die funktioniert
( z.b Wurzbach Thür. ) und gibt es sowas noch ?
 
Passt zwar nicht zur Überschrift Thüringen/Sachsen (weil Info aus dem Ostharz), aber zum technischen Thema:

Vielleicht kann bei dieser Gelegenheit auch jemand einstreuen, welches System der Skilift Erdbeerkopf in Schierke benutzt(e) - er existiert immer noch am gleichnamigen Berg oberhalb des Harzortes, mitten im Nationalpark. :-) Wahrscheinlich wird er bis heute für Vereinsrennen des Skiclubs Schierke genutzt (bitte dort direkt nachfragen).

Skilift Erdbeerkopf in Schierke
00_12_31_schierke_skihang_erdbeerkopf_5.jpg


Einen Mattenskihang gibt es nach wie vor in Wernigerode im Zwölfmorgental, betrieben vom Skiklub Wernigerode. Mit dem Winterskihang hat er nichts zu tun. Der Hang verfügte bei meinem (mindestens 5 Jahre zurückliegenden) letzten Besuch ebenfalls über eine Art Nussknackerlift; Details dazu habe ich nicht. Info zum Mattenskihang hier.

Auch am Schierker Schreiberberg, einem kurzen Hang unterhalb der Kirche des Ortes, gab es ab Mitte der 1990er Jahre einen liftbedienten Mattenskihang. 2002 wurden Hang und Lift wieder stillgelegt. Das Angebot war gemessen an den Möglichkeiten Schierkes halt nicht wirklich attraktiv.

Habe vom Schierker Skihang Schreiberberg nur ein Winterbild. Der damalige Betreiber hatte auf seiner nicht mehr existenten Homepage ein Kurzvideo eingestellt, auf dem ein Kind im Sommer den Mattenhang abfährt. Wenn ich es wiederfinde, stelle ich es hier ein.

Skilift Schreiberberg in Schierke im Jahr 2000
00_12_23_schierke_skilift_schreiberberg_2.jpg
 
Danke für den tollen Beitrag , ist ja eigendlich egal ob ausm Harz oder anders wo 100 % Tehmentreffer Vielleicht weiß ja durch dummen zufall wo so eine Anlage nicht mehr gebraucht wird oder abgebaut werden muss ........
 
Am Winter-Skihang im Wernigeröder Zwölfmorgental wurden vom Skiklub Wernigerode bis vor wenigen Jahren 2 Lifte betrieben. Neben dem bis heute betriebenen "Großen Skilift" (VEB Eigenbau?), der zum Winterbeginn 2010/2011 per Spendenaktion ein neues Seil erhalten hat, gab es am selben Hang bis vor kurzem den "Kleinen Skilift", einen Nussknackerlift. Wenn ich es seinerzeit richtig gesehen habe, war an dem einzuhängenden Seilchen eine kurze Holzstange befestigt, die sich der Skifahrer bei der Liftfahrt wie einen Liftteller zwischen die Beine klemmte. Der Lift findet auf den Internetseiten des SK Wernigerode keine Erwähnung mehr und ist auch nicht auf dem "Pistenplan" auf dem Foto der Skilift-Infotafel eingezeichnet. Da es sich um eine für den Skigast nicht ganz ungefährliche Konstruktion handelt, wird er wohl keinen TÜV mehr bekommen haben. Ob er noch da ist und zum Verkauf steht, bleibt beim SK Wernigerode zu erfragen. Gleiches gilt für den Skilift Erdbeerkopf und das Erfragen seines Status beim Skiclub Schierke, der seinen Internetauftritt leider wieder stillgelegt hat (Kontakt bitte selbst ergoogeln).

Hier 5 Bilder vom ehemaligen "Kleinen Skilift" im Wernigeröder Zwölfmorgental:

Hangtotale
03_02_23_wernigerode_zwoelfmorgental_06.jpg


Talstationsgebäude
01_02_25_wernigerode_zwoelfmorgental_21.jpg


Talstation mit Berggasthaus Armeleuteberg (heißt wirklich so! :-) )
03_02_23_wernigerode_zwoelfmorgental_10.jpg


Bergseitige Umlenkrolle
03_02_23_wernigerode_zwoelfmorgental_17.jpg


Stütze fürs rücklaufende Seil am Flutlichtmast
01_02_25_wernigerode_zwoelfmorgental_17.jpg
 
Vielen Dank erstmal für Euer interesse an diesem Thema und die wirklich schönen und interesanten Bilder .
Natürlich war als die Lifte entstanden viel idealismus von nöten . Es gab ja nicht viel
Alternativen der Alpine Skisport war ja in meiner Jugend nicht gefördet vom Staat z.B.gab es in den Läden nicht viel zukaufen was Alpin Ski betraf anfang Mitte der 70 iger gabs ein paar Skistiefel mit Schnallen ! Typ Weißnefels 160 ,- DDR Mark eine Skibindung Typ Trusetahl 45,-DDR Mark , Ski gabs bis anfang der 80 iger gar keine . Meine ersten alpin Ski waren Handgebaut aus Holz mit ,wie revolutionär mit Plastlaufsohle und Stahlkannte , und obengenannten Zubehör ;-) Gebaut hatt Sie mir der Skibauer Kirchner aus Erfurt dafür habe ich zwei Jahre in den Schuhlferien bei Ihm in der Werkstatt gearbeitet offizieller preis für solche ski war zwischen 800,- und 1200,- DDR Mark .
In den Anfang der 80 iger kam dan eine Polnische Bindung dazu ( Salomon Lizens Betta 165,-DDR Mark )Skistiefel von Alpina Plastik+ Schnallen 320 ,- DDR Mark sowie mal für eine kurze Zeit Elan Ski ( 800,- Mark der DDR ) spähter kamen noch Ski von Germina dazu und auch noch Skistöcke Alpin von Germina ( 15 ,- Mark der DDR ) das war alles was es meines Wissens auf dem Alpinen Markt offziell zu Kaufen gab ! ( Durchschnittsverdienst damals 680 - 800 DDR Mark )
Skilifte die man gegen bezahlung nutzen Konnte gab es in meiner umgebung fast Keine ich glaube mich erinnern zukönnen gabs nur 2 im Thüringer Wald Schmiedefeld und Inselsberg in den 70 igern . Angenehm war in dieser Zeit nur das anstehen ,mit den drückenden skistifeln aus weißenfels, am Lift am Inselsberg haben wir an manchem tag 30 - 40 Abfahrten geschaft also 2-3 min war eine riesen schlange ;-)
Daneben gabs aber auch etliche Kleine VEB Eigenbau Lifte um die es hier geht die von den Skiclubs betrieben und in eigenregie gebaut wurden .
Die skihänge konnten auch nicht präpariert werden sondern Neuschnee wurde noch getreten von allen die dawahren ...
Es gab meines wissen keine oder nur wenige Pistenraupen ( Ich kenne Keine aus der Zeit ) Es soll mal ein umgebauter Multicar irgendwo Exestiert haben ,vielleicht gibts ja hier jemand der was darüber weiß .
Ich weise darauf hinn das ich alte zeit nicht wiederhaben möchte ,aber mich interesiert wer sich noch dran erinnert , und mich bei meiner sammlung untestützt MFG
 
Im November 2002 habe ich auf einer Skigruppenreise zum Stubaier Gletscher einen ehemaligen Wintersport-Funktionär aus Thüringen kennengelernt, der in unterhaltsamer Umschreibung genau dies zur Historie des Alpinskisports in der früheren DDR berichtet hat. Hinzuzufügen bleibt, dass die Situation für die Anfänge des Snowboarding in der DDR noch schwieriger war. Snowboards waren überhaupt nicht verfügbar, weshalb Snowboard-Verrückte ihre Boards phantasievoll aus unterschiedlichen Materialien selbst zusammenschusterten. Wer offizieller Wintersport-Kader war, hatte es besser, weil ungefähr ab Beginn der 1980er Jahre im Rahmen des West-Imports Nordischen Wintersportmaterials unter der Hand auch Alpinski-Material mitfloss.

Auch die Pistenpräparation "zu Fuß" wird auf diesem Weg bestätigt; Pistenraupen gab es nicht. Selbst in den Top-Alpinski-Zielen des damaligen Ostblocks in der Niederen Tatra (z.B. Chopok) präparierten die Skigäste nach Schneefall ihre Pisten im Do-it-yourself-Verfahren durch Hangtreten.

Nach dem Wegfall Schierkes als DDR-Wintersportzentrum ab 1952 konzentrierte sich Alpinski in der DDR hauptsächlich aufs Erzgebirge, was sich bis heute in dessen wintersportlicher Infrastruktur wiederspiegelt.
 
Harzwinter schrieb:
Im November 2002 habe ich auf einer Skigruppenreise zum Stubaier Gletscher einen ehemaligen Wintersport-Funktionär aus Thüringen kennengelernt, der in unterhaltsamer Umschreibung genau dies zur Historie des Alpinskisports in der früheren DDR berichtet hat. Hinzuzufügen bleibt, dass die Situation für die Anfänge des Snowboarding in der DDR noch schwieriger war. Snowboards waren überhaupt nicht verfügbar, weshalb Snowboard-Verrückte ihre Boards phantasievoll aus unterschiedlichen Materialien selbst zusammenschusterten. Wer offizieller Wintersport-Kader war, hatte es besser, weil ungefähr ab Beginn der 1980er Jahre im Rahmen des West-Imports Nordischen Wintersportmaterials unter der Hand auch Alpinski-Material mitfloss.

Auch die Pistenpräparation "zu Fuß" wird auf diesem Weg bestätigt; Pistenraupen gab es nicht. Selbst in den Top-Alpinski-Zielen des damaligen Ostblocks in der Niederen Tatra (z.B. Chopok) präparierten die Skigäste nach Schneefall ihre Pisten im Do-it-yourself-Verfahren durch Hangtreten.

Nach dem Wegfall Schierkes als DDR-Wintersportzentrum ab 1952 konzentrierte sich Alpinski in der DDR hauptsächlich aufs Erzgebirge, was sich bis heute in dessen wintersportlicher Infrastruktur wiederspiegelt.

Naja ganz so war das nicht auch in Thüringer Wld gab es Alpinen Siki Sport.
Zenteren wahren Gehlberg , Inselsberg ,Schmiedefeld mit mehreren Liftanlagen ... die schon anfang der 70 iger entstanden sind
Ich kenne den Inselsberg noch als die rechte Piste nur halb Befahrbar war ! erst mitte der 70 iger wurde der Hang ganz ausgeholzt
das es nur auf Erzgebige Konzentriet war stimmt eigentlich gar nicht Es gab sogar Skirennen in Gehlberg dem Inselsberg und in Schmiedefeld ,Das gehörte damals zum Bezirk Erfurt und es wurden viele Rennen gefahren Div Kreis / Bezierksmeisterschaften und meines wissen wurde auch eine DDR Meisterschaft ausgetragen mal in Sachsen und mal Thüringen ..
 
Cool dass es noch jemanden gibt der sich dafür interessiert.

Da ich öfter in der Gegend Inselsberg unterwegs bin hab ich viele der Lifte dort schon umfangreich dokumentiert. Kann auch mal ein paar Bilder posten wenn Interesse besteht. Zu Klemmen / Auskuppelvorgeng kann ich aber leider auch nichts sagen. Würde mich selbst mal interessieren wie das geht. Übrigens gibt es auf dem Inselsberg mindestens drei Lifte dieses Typs, nämlich den vom Skiclub, den neben dem Haupt-SL und einen definitiven LSAP im Unterholz links neben der Stöhr Gaststätte. Sobald ich wieder zu Hause bin stell ich mal ein paar Bilder von dem rein. Außerdem kann ich mich noch an einen nahe der Tanzbuche und einen am Datenberg bei Cabarz erinnern. Obs die noch gibt weis ich aber nicht. Darüber hinaus kann ich ja mal gucken was ich sonst noch so zu dem Thema daheim hab.
lg rapsdiesel
 
Zwei sind mir bekannt von früher ,Im oberen Drittel des Haubt SL rechts , der vom Skiclub Esenach auf der rechten Seite aber der Dritte LSAP keine Ahnung und ich war von 1968 - 1990 regelmäßig dort oben zum Skifahren verwundert aus der wäsch schaut :roll:
Währe schön ein Paar Fotos davon zusehen
 
Also auf der Karte ist der Lift unten in der Mitte eingezeichnet


Bild von der Bushaltestelle am großen Inselsberg aufgenommen, rechts die Gaststätte. Wenn man sich da in die Büsche schlägt kommt man zu dem Lift


Die Bergstation - Nebel sorgt für richtig schön mystische LSAP Stimmung 8)


Stützen im Ausstiegsbereich


Auskuppelvorrichtung, ka wie die funktioniert :?:


Seil verschwindet im Stationsgebäude :ja:


Und nochmal


Von unten


Waldtrasse aufgenommen von etwa der Mitte aus


Blick nach unten im Zoom


An der Talstation - Umlenkscheibe und Abspannung


Einstiegsniederhalter Dingsda ka wie ich das nennen soll. und ka was es macht :roll:


im closeup


von der anderen Seite


erste hohe Stütze. Die rote Stange sieeht aus als wär die um irgendwas zu "betätigen"


gesamter Talstationsbereich


zugehörige Abfahrt, eine schmale Waldschneise
 
Anbei noch ein paar Bilder vom Lift des SC Eisenach auf dem Inselsberg

Bergstation


Auskuppelvorrichtung :?: :!:


Noch mal von der anderen Seite




Bilder von dem anderen komischen Lift neben dem SL:

Talstation


besteht aus ne einfachen vertikalen Rolle


Bergstation


Bei dem Lift von vermeintlichen ein und Auskuppelvorrichtungen keine Spur. vllt ist das dann eher ein Nussknacker
 
So und hier noch ein paar Bilder vom Lift in der Nähe der Tanzuche, Friedrichroda.
Bilder sind anno 2006 und mitm Handy gemacht (topmoderne 1,3 mp Kamera :ja: )

schön breite blaue Piste


Talumlenkung


unterer Trassenteil


Niederhalter mit Flutlicht


Am Ausstieg - Auskuppelstütze :?:


andere Perspektive


Hier gehts definitiv nur ohne Klemme rein



Hoffe ich konnte mit den Bildern ein bissl helfen und hoffe auch dass das Rätsel um die Kuppeltechnik bald gelöst wird :wink:

lg rapsdiesel
 
Danke für die schönen Fotos :D
Es sind alles alte DDR Lifte ohne Gehänge ( Gürtel Lifte ) erstaunlich ist das alle außer der 3 .auf dem Inselberg überlebt haben , den ich auch nicht kannte und leider nie befahren habe und auch nie in betrieb gesehen habe :evil:
Der ausklink mechanismus ist wunderbar bei allen zusehen und das ist verwunderlich das es bei allen unterschiedlich zu fuktioniert , das keiner beim anderen abgeschaut hatt es muss eine mühevolle Bastellei gewesen sein das zu bauen es gab ja keinen Hersteller und die Sportvereine haben das ja selber bauen müssen vileicht meldet sich ja noch ein zeitzeuge der uns dazu was sagen kann jedenfalls sind es die kleinen rollen in verbindung mit den einseitig offen Tragrollen zum Auswerfen
Nun fehlt eigendlich nur noch ein Foto von einer Klemme :( , wenn ich mich recht erinnere waren die auch unterschiedlich daher warscheinlich auch der unterschiedliche auswurf aber sie wahren völlig anders wie das Nussknacker Prinzip auf jedenfall werd ich in Diesem Frühjahr mal auf die suche nach dem Dritten Lift machen auf der Sonnen Seite vom Berg :lol:
 
falls noch Interesse besteht, könnte vielleicht noch etwas dazu beitragen (bin leider erst jetzt hier darauf gestoßen)
 
Wir Interessierte sind immer äußerst schüchtern und trauen ins meist gar nicht zu fragen und zu sagen, bitte, bitte trage bei was du noch bei zu tragen hast. ;)
 
07102011087.jpg
07102011088.jpg
Maelst schrieb:
Danke für die schönen Fotos :D
Es sind alles alte DDR Lifte ohne Gehänge ( Gürtel Lifte ) erstaunlich ist das alle außer der 3 .auf dem Inselberg überlebt haben , den ich auch nicht kannte und leider nie befahren habe und auch nie in betrieb gesehen habe :evil:
Der ausklink mechanismus ist wunderbar bei allen zusehen und das ist verwunderlich das es bei allen unterschiedlich zu fuktioniert , das keiner beim anderen abgeschaut hatt es muss eine mühevolle Bastellei gewesen sein das zu bauen es gab ja keinen Hersteller und die Sportvereine haben das ja selber bauen müssen vileicht meldet sich ja noch ein zeitzeuge der uns dazu was sagen kann jedenfalls sind es die kleinen rollen in verbindung mit den einseitig offen Tragrollen zum Auswerfen
Nun fehlt eigendlich nur noch ein Foto von einer Klemme :( , wenn ich mich recht erinnere waren die auch unterschiedlich daher warscheinlich auch der unterschiedliche auswurf aber sie wahren völlig anders wie das Nussknacker Prinzip auf jedenfall werd ich in Diesem Frühjahr mal auf die suche nach dem Dritten Lift machen auf der Sonnen Seite vom Berg :lol:

Hallo, bin extra hier eingetreten, weil ich gelesen habe, daß sich hier einige Leute für die alten DDR- Lifte interessieren. Ich war von 1965-1990 Aktiver bei der BSG (Betriebssportgemeinschaft) Motor Eisenach, Sektion Ski. Hausberg Inselsberg. War auch als Kind dabei, als der Schlepplift gebaut wurde. Die meisten Teile wurden im Versuchsmusterbau des VEB Automobilwerk Eisenach (Wartburg) gebaut. Da die BSG vom Werk getragen wurde, war das gut möglich. Der Lift ist nahezu unverändert heute noch in Betrieb. Es wurden lediglich (schon Anfang der 70er) einige Änderungen die Sicherheit betreffend umgesetzt. So z.B. ein automatischer Stop, wenn der Ausklinkvorgang an der Bergstation nicht funktioniert. Der sogenannte "Griff" fährt dabei gegen eine drehbar gelagerte geschlitzte Metallplatte, die beim Verdrehen einen Aus- Schalter betätigt. Die Grundform der "Griffe" findet sich bei einigen Griffen in Thüringen wieder. So konnten wir aufgrund entsprechender Vereinbarungen ohne Weiteres den Lift von Post Erfurt in Gehlberg nutzen. Der auch hier im Forum reich bebilderte "alte Lift" am Südhang des Inselsberges gehörte der ZSG Waltershausen und hatte eine etwas abweichende Technik. Während bei unserem Lift ein aktives Entlasten des Schleppseiles und des "Griffes" notwendig ist, um den Ausklinkvorgang zu ermöglichen, hatten die Waltershäuser "Griffe" oben eine Art Steg. Wenn diese "Griffe" unentlastet gegen ein geschlitztes festes Prallblech fuhren, hebelte dieser Steg den "Griff" vom Seil. Nachteil dieser ganzen Technik mit den "Griffen" ist, daß diese besonders in der Frühphase des Liftes öfters an den Rollen der Liftstützen hängenblieben und durchrutschten, besonders bei leichten Personen. Wie habe ich als Kind oft geflucht deswegen.... Durch Optimierung der Griffform und vor allem auch der Rollen wurde das Durchrutschen dann (fast) elimiert. Im Anhang 2 Photos der "Griffe".Das erste Photo zeigt, wie der "Griff" vor dem "Einhaken" gehalten werden muß, das 2. zeigt den Griff "eingehakt (Natürlich ist es "in ECHT" ein Stahlseil, auf dem der "Griff" sitzt).Ich hoffe, daß mein Beitrag einigermaßen interessant war, wenn noch Fragen sind- gerne.
 
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