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Sulden (Langenstein, Kanzel und Madritsch) – 18. 4. 2011

Sulden (Langenstein, Kanzel und Madritsch) – 18. 4. 2011


Am 18. 4. war ich bei schönem Wetter zum zweiten Mal in dieser Wintersaison in Sulden, fast ein halbes Jahr nach meinem Skitag dort am 4. 11. 2010.

Sulden befindet sich in der zentralen Ortlergruppe auf über 1800 Metern Seehöhe. Das Skigebiet ist in drei Teilgebiete gegliedert. Das Teilgebiet Langenstein direkt am Fuß der Ortler-Nordwand besteht aus der DSB Langenstein mit 500 Höhenmetern und der 4SB Des Alpes mit 250 Höhenmetern. Gegenüber befindet sich das Teilgebiet Kanzel mit einer DSB (500 Höhenmeter) und einem Teller-SL ( 230 Höhenmeter). Südlich des Ortes im Talschluss führt eine Pendelbahn, die in zwei Sektionen 700 Höhenmeter bewältigt, zum Teilgebiet Madritsch, das aus zwei 4 KSB und einer 4SB besteht. Die 4 KSB Madritsch (300 Höhenmeter) bringt einem von der Bergstation der Seilbahn weiter nach oben. Im obersten Bereich verlaufen dann die 4SB Schöntauf I (300 Höhenmeter)und 4KSB Schöntauf II (430 Höhenmeter) fast parallel, wobei die Bergstation von Schnöntauf II mit 3250 Metern Seehöhe der höchste Punkt des Skigebiets ist.

Link zum Pistenplan

Die Teilgebiete sind zwar nicht optimal miteinander verbunden. Trotzdem kann man ohne Fahrzeugbenutzung alle drei Teilgebiete an einem Tag fahren. Ich habe mein Auto an der Talstation Langenstein abgestellt, bin dann am späten Vormittag zur Kanzel gewechselt. (3 bis 5 Minuten schieben mit Abschnallen an einer Stelle). Von der Kanzel führt ein Verbindungsziehweg zur Talstation der Seilbahn, den ich mittags benutzt habe. Am Ende des Skitags bin ich von der Talstation der Seilbahn wieder auf einem Winterwanderweg mit Schieben zurück zu meinem Auto am Parkplatz bei der Sesselbahn Langenstein.

Bei ausgezeichnetem Wetter erlebte ich einen tollen Skitag . Das Skigebiet war durchaus gut besucht, ohne überfüllt zu sein.

Gut gefallen:
+ Abwechslungsreiches Skigebiet
+ Hochalpine Lage
+ Eindrucksvolles Panorama

Nicht gefallen:
- Die 2-Sektionen-Seilbahn halte ich für einen Schwachpunkt des Skigebietes. Bei wenig Betrieb muss man sowohl an der Talstation als auch an der Mittelstation warten, bis genügend Leute in die Gondel einsteigen und sich eine Fahrt lohnt. Dadurch kann die Auffahrt doch recht lange dauern.




1. Langenstein


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DSB Langenstein oberer Teil


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Piste an der DSB Langenstein


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In der 4SB Des Alpes: Die Anlage ist zwar nicht kuppelbar, hat aber wie alle nicht kuppelbaren Sessellifte in Sulden einen Förderbandeinstieg und ist mit 800 Metern auch nicht allzu lang, so dass sich die Fahrzeit noch im Rahmen hält.
Im Hintergrund ist der Ortler zu sehen. Die Bahn hätte man auch 4KSB Ortler-Nordwand nennen können. Das wäre ein passenderer Name gewesen.


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oberer Teil der Abfahrt an der 4SB Des Alpes. Es gibt 4 verschiedene Abfahrsvarianten an dieser Bahn, wovon eine nicht mehr präpariert war.


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Blick steil hinauf zum Gipfel des Ortlers


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Der Ortler-Hintergrat über der Piste


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Nicht präparierte Abfahrt an der 4SB Des Alpes. Diese Abfahrt hat einen gewissen „Außenrumcharakter“.


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Die steilste der 4 Varianten. Unten ist die Bergstation der DSB Langenstein sowie die K2-Hütte zu sehen.

Insgesamt ist das Teilgebiet Langenstein durchaus abwechslungsreich mit Pisten unterschiedlichen Schwierigkeitsgrades



2. Kanzel


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Die DSB Kanzel


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Schlussstück der Talabfahrt von der Kanzel.


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Mehr Schnee hat es im Talboden. Durch dieses Gelände muss man schieben, wenn man von der Seilbahn wieder zurück zu Kanzel/Langensstein will


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Die Sesselbahn vor der Königsspitze


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Zoom auf die gegenüberliegende Seite zur 4SB Des Alpes. Drei der vier Abfahrtsvarianten sind gut zu erkennen.


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Abfahrt an der Kanzel


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Die Abfahrten an der Kanzel sind leichter und weniger abwechslungsreich als die bei Langenstein


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SL Sulden


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Blick von der Bergstation des SL Sulden auf den Ort. Das Bild erklärt vielleicht die Namensgebung.


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An der Bergstation des SL befindet man sich auf einem Logenplatz zur Besichtigung der drei Bergriesen Ortler, Monte Zebru und ...


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... Königsspitze

Der Bereich Kanzel vor allem wegen des tollen Panoramas einen Abstecher wert. Rein skifahrerisch betrachtet ist es weniger lohnend als die anderen Skigebietsteile in Sulden.



3. Teilgebiet Madritsch oberhalb der Seilbahn

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Von der Bergstation der Seilbahn sieht man sehr gut die zahlreichen Spuren der Tourengeher, welche von der Suldenspitze oder vom Cevedale zurück nach Sulden fahren.


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4KSB Madritsch


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Blick aus der 4KSB Madritsch auf die blaue Abfahrt 1. Leichte Pisten wie diese sind typisch für das Teilgebiet Madritsch.


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Die gleiche Piste von oben


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Bergstation der 4SB Schöntauf I von Schöntauf II aus aufgenommen.
Links davon ist das Madritschjoch, das einen Übergang von Sulden ins Martelltal darstellt. Die Berge dahinter befinden sich schon jenseites des Martelltals.


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oberer Teil der roten Piste 4


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Hinter der Bergstation vom Schöntauf I ist die Piste 1 zu erkennen.


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Königspitze von der roten 8 aus aufgenommen. Die Perspektive hat sich gegenüber dem Standort Kanzel merkbar verändert. Nun ist nicht nur die Nordwand, sondern auch die Ostflanke zu sehen.


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Ortler vom gleichen Standort aus aufgenommen


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Blick von der roten Abfahrt 3 auf die 4KSB Madritsch


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Cevedale vom höchsten Punkt des Skigebietes aufgenommen


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Leichter Zoom auf den Cevedale


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Zoom Richtung Casatihütte. Gut erkennbar sind die Spuren der Skitourengeher


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Einen kurzen Abstecher (2 bis 3 Minuten Aufstieg zu Fuß) machte ich zum Madritschjoch, dem über 3100 Meter hohen Übergang von Martelltal nach Sulden.


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Blick von dort auf das Skigebiet


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Der Monte Zebru hat das Pech, dass er im Schatten von seinen berühmteren Nachbarn Ortler und Königsspitze steht und deshalb zu Unrecht nicht ganz so viel Beachtung findet.


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Das Madritschtal Richtung Martelltal. Vor einigen Jahren gab es Pläne das Skigebiet in diese Richtung zu erweitern. Eine Tourenabfahrt führt hier hinab


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Der schon stark ausgefahrene erste Hang dieser Tourenabfahrt.


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Blick auf die Veneziaspitzen


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Zoom auf die von Tourengehern begangene und befahreneOstflanke der Königsspitze


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Die blaue Außenrumpiste 1a


Im Skigebiet Madritsch mit seinen überwiegend leichten Pisten (auch die roten Pisten haben nur kürzere etwas steilere Abschnitte) fühlen sich Carver und Genussfahrer wohl. Wer es dort oben anspruchsvoller haben will, kann sich im Gelände abseits der Pisten austoben.



4. Abfahrt zur Mittelstation der Seilbahn


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Landschaftlich sehr schön ist die Abfahrt zur Mittelstation, die sich zunächst mittelsteil durch hochalpines Gelände schlängelt.


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Auf diese Abfahrt stoßen die Tourengänger.


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Abfahrt zur Mittelstation weiter unten


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Der untere Teil dieser Abfahrt verläuft flach zur Mittelstation


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Im weiteren Verlauf führt die Abfahrt über eine Brücke über einen Bach.


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Blick zur Mittelstation


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Kabine der Seilbahn


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Blick zur Bergstation
Die Talabfahrt war ab der Mittelstation gesperrt, so dass die Talfahrt mit der Gondel erfolgte. Allerdings handelt es sich dabei nur um einen schmalen Ziehweg. Der obere Teil der Talabfahrt bis zur Mittelstation ist wesentlich schöner, und ich hätte ihn vermutlich öfter als zweimal gefahren, wenn da nicht die Rückkehr mit der Seilbahn wäre, die bei ungünstigem Timing länger dauern könnte.


Interessant ist vielleicht noch der Vergleich der beiden Skitage 18. 4. 2011 und 4. 11. 2010. :
(Ein Bericht vom 4. 11. 2010 existiert von F. Feser)

Am 18. 4. war fast Vollbetrieb. Dadurch ist das Skigebiet wesentlich größer und abwechslungsreicher als Anfang November. Zu diesem Zeitpunkt war logischerweise noch eingeschränkter Skibetrieb auf den Pisten oberhalb der Seilbahn-Bergstation, so dass sich der Skitag damals auf genussvolles Carven auf eher leichten Abfahrten beschränkte. Dies wurde jedoch auf Grund der idealen Pulverschneebedingungen und der wenigen Leute in einer kaum vorstellbaren Perfektion geboten. Vielleicht hat es auch etwas mit der Euphorie am Saisonanfang zu tun, dass ich den 4. 11. trotz des eher einseitigem Angebotes als eines der Saisonhighlight einstufe, während ich den 18. 4. als guten, aber nicht perfekten Skitag einstufe.
Sulden ist jedenfalls sowohl am Saisonanfang als auch gegen Saisonende ein lohnendes Ziel.
 
Danke für die schönen Bilder! Das schaut ja echt noch klasse aus dort und man bekommt nochmals Lust auf das Skifahren... :wink:

Wenn es nur nicht so weit weg wäre...
 
Danke für den schönen Bericht!

Aber irre, wie es sich binnen einer Woche am Langenstein verändert hat; am 10.04. waren die ganzen Kuppen noch schneeweiß...

Gibt es an der Kanzel eigtl. die ominöse Zayabfahrt (also von unten gesehen links vom Schlepper, angeblich über 3 km lang) wirklich? Wir haben die noch nie gefunden...
 
Ob diese Zayabfahrt wirklich existiert oder nur eine Pistenplanlegende ist, kann ich nicht sagen.
Bemerkt habe ich eine Raupenspur nach links weg am Ausstieg des SL Sulden, die zunächst leicht bergauf zu einer kleinen Hütte geht. Ob dieses dort endet oder aber tatsächlich zu einer Piste wird, weiß ich nicht. Bemerkt habe ich jedenfalls nicht, wo diese wieder auf die normale Piste zurückführen soll.
 
Danke für den Bericht.

Wann wurden denn die Sessel der DSB Langenstein erneuert? Die Des Alpes Anlage hätte man meiner Meinung nach auch nocht weiter nach oben, dafür orographisch weiter links gelegen, ziehen können.
 
Martin_D schrieb:
Ob diese Zayabfahrt wirklich existiert oder nur eine Pistenplanlegende ist, kann ich nicht sagen.
Bemerkt habe ich eine Raupenspur nach links weg am Ausstieg des SL Sulden, die zunächst leicht bergauf zu einer kleinen Hütte geht. Ob dieses dort endet oder aber tatsächlich zu einer Piste wird, weiß ich nicht. Bemerkt habe ich jedenfalls nicht, wo diese wieder auf die normale Piste zurückführen soll.

Ja, die Anfangsspur haben wir auch noch gesehen... Das nächste Mal muss ich mal den Liftler dort fragen, aber da wohl auch noch niemand hier im Forum von dieser Abfahrt berichtet hat oder reagiert, denke ich, mit "Legende" liegen wir schon richtig... ;-)
 
Super Bericht, habe mir alles mit Ruhe durchgeschaut und super Fotos zudem!

Einen "kleinen" Fehler habe ich jedoch entdeckt, und zwar liegt Langenstein nicht am Fuße der Nordwand, sondern der Ostwand.
Die Nordwand kennzeichnet sich als durchgängige Eiswand aus, was bei der Ostwand nicht der Fall ist.
 
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