Ich war heute oben und hatte mir mal den aktuellen Status angeschaut und versucht einige Bilder zu machen. Vorneweg mal, sorry für die Qualität, ist mit der Handykamera aufgenommen worden.
Ich versuche mal einiges zu erläutern, was ich gesehen hatte.
Angefangen hatte ich bei der Bergstation der neuen Hochalpilabahn. Obwohl Sonntag ist, wurde trotzdem kräftig gebaggert. Zwei Bauarbeiter waren oben, einer Stand Rede und Antwort, war ja doch einiges an Publikumsverkehr, obwohl unten bei der Kreuzjochbahn ein "Gesperrt" Schild da stand. Was sich aber festhalten lässt ist, dass die Bergstation echt interessant sein muss. Leider kann man im aktuellen Status nichts erkennen, man sieht nur, dass an der Stelle wirklich viel weg gebaggert wird. Zufällig konnte ich später noch einen Einheimischen ausfragen. Ob er informiert ist, lassen wir mal dahingestellt, aber folgendes waren seine Aussagen:
- Die Bergstation muss (nach einem Kompromiss) in den Hang integriert werden. Das erklärt, warum soviel vom Berg weggenommen wird.
- Eigentlich war ein Restaurant auf der Hochalpila geplant, das wurde aber nicht akzeptiert.
Womit ich mich momentan überhaupt nicht anfreunden kann sind die "wenigen Natureingriffe". Auf den Bildern wird man sehen, dass man einige Hügel eliminiert hatte. Effizient genutzt wird nur die Abtragung bei der Bergstation, womit das grosse Loch gefüllt wird. Ich hatte versucht die genaue Trasse der neuen Piste auszuforschen, aber so wie es aussieht, sind noch nicht alle Markierungen durchgeführt. Ich gehe stark davon aus, dass der Hügel bei der Kreuzjochbahn Bergstation noch abgetragen wird, sonst würde ja ein schieben notwendig sein.
Etwas, was leider auf den Bildern nicht rüber kommt ist der spektakuläre Trassenverlauf sowohl von der Hochalpila, als auch von der Grasjochbahn. Meiner Meinung nach ist die Hochalpila sehr gut gewählt, es wird etwas versetzt zum Kamm die Bahn hochgezogen, somit sollte sie von Lawinen recht gut geschützt sein. Aufgrund der extremen Steigung kann ja nie im Leben eine KSB da hingestellt werden.
Auf dem Weg nach unten vom Kreuzjoch zur Talstation der Hochalpila traf ich noch einen Bauarbeiter, welcher gerade auf dem Weg zur Bergstation war. Er war zu Fuss die Strecke nach oben unterwegs (dauert ungefähr eine Stunde). Er sagte dann, dass er mindestens täglich einmal hoch geht und teilweise sogar zweimal. Fitnessprogramm inklusive.
Die Bergstation der Grasjochbahn (und zugleich die Talstation der Hochalpila) ist sehr "voluminös". Damit meine ich, dass sie echt gross zu werden scheint. Nebenbei möchte ich noch anmerken, dass die Bauarbeiter an dieser Station etwas ihren Spass haben, immerhin können sie die Schirmbar neben ihren Baucontainern nutzen. Hier waren gerade Dachdeckerarbeiten im Gange, damit alle Arbeiter dort oben bleiben können.
Unglaublich interessant scheint der obere Trassenverlauf der Grasjochbahn zu werden. Wie auf den Bildern zu sehen ist, sind teilweise sehr lange Distanzen zwischen den Stützen, welche sehr exponiert sind. Der Bodenabstand ist auf den Fotos nicht ersichtlich, aber ich gehe stark von den ominösen 100m aus, wovon schon öfters gesprochen wurde. Ein Vergleich mit Damüls-Mellau kann man hier nicht scheuen. Die Arbeiten für die Leitungen sind sehr aufwendig, wie mir scheint, denn immerhin stehen massig Schreitbagger und weitere Maschinen überall herum. Man kann immer wieder Grasnarben erkennen, wo die Schreitbagger schon unterwegs waren.
Ich habe auch eine Antwort mitgebracht, warum keine Mittelstation gebaut wird, damit zumindest ein Teil oben für zusätzliche Pisten verwendet wird. Zuerst geht die Strasse nach unten und später wieder hoch. Ich kenne wenig Skifahrer (ausgenommen die Tourengeher), welche gerne hoch gehen.
Der weitere Verlauf der Trasse konnte ich auf dem Weg nach unten nicht gut ausmachen, der Zugang war schwer, ich war spät dran. Ausserdem wird noch ordentlich ausgeholzt. Die Talstation konnte ich nicht mehr festhalten.
Alle Bilder sind in höherer Auflösung auf
Picasa zu finden wo noch ein paar weitere Fotos zu finden sind
Blick vom Kreuzjoch zur Bergstation der Hochalpila
Bergstation der Hochalpila Bahn
Trassenverlauf von der Bergstation aus
Von der Bergstation geht es zur zukünftigen Piste. Rechts unten ist noch ein "Loch", welches mit dem Material von der Bergstation verfüllt wird
Weiter weg von der Bergstation, damit das Loch erkennbar wird
Die Piste geht weiter (Richtung Kreuzjochbahn)
Die alte Grasjochbahn Bergstation
Lifthäuschen und noch zwei der Steher
Ansonsten stehen von der alten Grasjochbahn nur noch die Stützenfundamente. Die Teile wurden schon abtransportiert und liegen bei der Valisera Talstation
Der Trassenverlauf von weiter unten. Wie erwähnt, man kann die Steigung leider nicht erkennen.
Trassenverlauf. Das Bild muss unbedingt in voller Auflösung angeschaut werden
Blick zur Talstation der Hochalpila
Nochmal der Versuch den Trassenverlauf festzuhalten
Blick von der Bergstation der Grasjochbahn auf den oberen Trassenverlauf
Auch die Bauarbeiter haben ihren Spass
Blick auf die grosse Grube, bitte beachtet den Bauarbeiter weiter hinten.
Blick auf die unglaublichen Stützenstandorte oben, wer findet alle?
Hier noch ein weiterer Versuch, das festzuhalten
Diese beiden Stützen sind sehr interessant gelegen. Hier ist der Bodenabstand von der vorderen zur (nicht auf dem Bild sichtbaren) nächsten Richtung Bergstation richtig hoch.
Kurz nach dem Fotos konnte ich diese Markierung ausmachen, worauf 450m stehen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass dies das Spannfeld ist, aber weit ist es auf alle Fälle.
Zu guter Letzt möchte ich noch kurz die Antwort geben, warum es keine Mittelstation geben wird. Hier sieht man, dass weiter unten der Strassenverlauf wieder nach oben geht. Es ist sehr steil hier, da etwas zu versuchen ist sinnlos.