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Neues zur Verbindung Sportgastein - Mölltaler Gletscher

Rob

Fichtelberg (1214,6m)
Ich habe Anfang des Jahres noch etwas gelesen uber die Verbindung zwischen den Gasteinertal und den Molltal.
Der Plan stammt aus den 80er Jahren und wird jetzt wieder aufgegriffen: die Erschließung des Gletschers auf dem Schareck. Die Mölltaler möchten auf 3000 Meter ihr Skigebiet erweitern. Die Gasteiner Seite des Gletschers soll für Touristen ebenfalls befahrbar gemacht werden.
Rund 20 Millionen Euro sollen investiert werden und das zukünftige Skigebiet soll mit den modernen Gletscherjets, wie sie auch in Kaprun verwendet wurden, ausgestattet werden. Auch wurden bereits Studien zur Machbarkeit in Auftrag gegeben. Die Gemeinde Bad Gastein steht zudem hinter der Erschließung. Das grosste Problem ist dass es mitten in der Kernzone des Nationalparks Hohe Tauern geplant ist. Befürworter verwiesen zu Kaprun. Sollte nämlich die Stollenbahn, die zur Zeit von der Kärntner Seite auf das Schareck führt, defekt sein, könnte die Abfahrt nach Gastein lebensrettend werden.
Aber ich denke dass es nicht realisiert wird, weil es in einem Nationalpark liegt.
 
Das mit Sportgastein wäre eigentlich ein Topic für "geschlossene Skigebiete" oder noch besser, für "Skigebiete, die nie geöffnet wurden". In den 80er Jahren war ein Pendelbahn von Sportgastein auf das Schareck, 3122 m. in Bau, um das südseitige Gletscherareal (Wurtenkees) zu erschließen, was dann ja 1987 vom Mölltal aus geschah. Leider oder zum Glück (je nach Standpunkt) ging den Gasteinern das Geld aus, und 1992 wurden die paar schon gebauten Masten via Hubschrauber demontiert. Hab davon ein Bild in der Bergsteigerzeitschrift BERGE gesehen.
Ich halte diese Idee für nicht sehr zielführend. Der Gletscher schmilzt dramatisch schnell ab und außerdem ist das Tunnelbahn-Argument gar keins. Wozu gibt es diese 22 km lange Straße bis zur Talstation Eissee-Kabinenbahn? Wenn die ein Problem mit der Tunnelbahn haben, kann man (so lange nicht alles total verschneit ist!) die Straße benutzen. Im Pitztal gibt immerhin so eine Straße nicht.
Wozu gibt es einen Nationalpark, wenn man alles trotzdem zubauen möchte?
 
Laut einem Bericht in Salzburg Heute fordern die Bergbahnen und der Tourismusverband Gastein einen Zugang zu Mölltaler Gletscher.

Dabei würde eine Seilbahn von Sportgastein über das Schareck auf den Gletscher gebaut. Die Pläne existieren anscheinend schon länger und wurden auch vom Betreiber des Mölltaler Gletschers Heinrich Schultz unterstützt.
Da aber der Übergang nach Kärnten in der Kernzone des Nationalparks Hohe Tauern liegt wurde das Projekt von der Salzburger und Kärntern Landesregierung abglehnt.
Laut Anfrage des ORF bei Landeshauptmann Franz Schausberger wird auch eine neuerliche Einreichung abgelehnt, solange sich zwei Stützen in der Kernzone befinden. Wir ein Plan vorgelegt der die Kernzone nicht berührt werde das Projekt nochmal geprüft.
 
Direkt nicht aber wenn die Gasteiner einen "neuen" Plan ausarbeiten könnte es ja in nächster Zeit zu einem Baubeginn kommen. Ich glaub auch das diese Bahn dann an erster Stelle in der Prioritätenliste stehen würde!
 
.. wobei ich ehrlichgesagt den Sinn ("fordern") nicht ganz versteh .. könnte man Sportgastein nicht auch ohne Mölltaller Gletscher noch ein wenig attraktiver ausbauen? Verbindung mit Gastein selbst?
 
starli schrieb:
.. wobei ich ehrlichgesagt den Sinn ("fordern") nicht ganz versteh .. könnte man Sportgastein nicht auch ohne Mölltaller Gletscher noch ein wenig attraktiver ausbauen? Verbindung mit Gastein selbst?

Weiß ich nicht, kenn das Gelände nicht aber nächsten Sommer soll auch Sportgastein eine Beschneiungsanlage bekommen!
 
Aber eine Tunnelbahn würde den Naturschützern sicher nicht passen, da wären plötzlich garantiert irgendwelche besonderen Würmer im Boden.

Und eine PB oder ähnliches soll wahrscheinlich die Vögel irritiern.....


:evil: :evil: :evil: :evil: :evil: :evil: :evil:
 
Also erstens ist das ein Nationalpark. Und als solcher steht ihm 100%iger Schutz zu. Zum Glück. Irgendwo muß ja die ursprüngliche, gewachsene Landschaft erhalten werden...
Es geht auch nicht bloß um zwei Stützen - der Lift, bzw. das Skigebiet darf den Nationalpark überhaupt nicht berühren oder beeinträchtigen.
 
Eben. Dafür ist ein Nationalpark ja da. Diese Haltung "das ist jetzt ein Nationalpark, solange es uns eben passt" würde dann ja doch ein bisschen dem Konzept widersprechen...
 
Also die Kernzone wird ja nicht angerührt! Es war irgendwann mal geplant dort einen Lift zu bauen und wenn die Kernzone des Nationalparks nicht berührt wird könnte über einen Bau nachgedacht werden. Dürfte man in einem Nationalpark überhaupt keine Lifte bauen würden sich manche Schigebiet ganz schön bedanken!
 
Ich kenne kein Skigebiet das einen Lift in einem Nationalpark besitzt. Auch Minschuns und Mölltaler Gletscher liegen nicht im Nationalpark.
Allerdings hat man ja schonmal angefangen mit einer PB aufs Schareck. Sogar die erste Stütze und die Talstation wurden gebaut. Allerdings wieder abgerissen.
 
Meier Michael schrieb:
Ich kenne kein Skigebiet das einen Lift in einem Nationalpark besitzt. Auch Minschuns und Mölltaler Gletscher liegen nicht im Nationalpark.
Allerdings hat man ja schonmal angefangen mit einer PB aufs Schareck. Sogar die erste Stütze und die Talstation wurden gebaut. Allerdings wieder abgerissen.

Heiligenblut, Kals, Weißsee liegt der Wildkogel auch noch im Nationalpark?
 
Meier Michael schrieb:
Ich kenne kein Skigebiet das einen Lift in einem Nationalpark besitzt. Auch Minschuns und Mölltaler Gletscher liegen nicht im Nationalpark.
Allerdings hat man ja schonmal angefangen mit einer PB aufs Schareck. Sogar die erste Stütze und die Talstation wurden gebaut. Allerdings wieder abgerissen.

Heiligenblut, Kals, Weißsee liegt der Wildkogel auch noch im Nationalpark?
 
Die gebiete sind alle ausgenommen aus dem Nationalpark.
npht-karte.gif
 
Nun will Rauris die Schareck-Gletscherbahn
Noch viel dringender als Gastein benötige die Marktgemeinde Rauris eine Seilbahn-Verbindung zum Skigebiet "Mölltaler Gletscher" auf dem Wurtenkees. Das fordert die Rauriser Wirtin und Gemeindevertreterin Frieda Nagl.

Kernzone des Nationalparks im Weg
Das Schareck-Massiv steht im Tauernhauptkamm auf den Gebieten von Bad Gastein (Pongau), Flattach in Kärnten sowie von Rauris im Salzburger Unterpinzgau.

Sowohl in Gastein als auch in Rauris würde die weitere Erschließung des Kärntner Gletschers von Salzburger Seite eine Verletzung der Kernzone des Nationalparks Hohe Tauern bedeuten. Dort oben in Kärnten existieren bereits seit 20 Jahren Lifte.

Ehemalige ÖVP-Politikerin droht Landespartei
Die Wirtin Frieda Nagl aus Rauris, die lange für die ÖVP und nun für eine Namensliste in der Gemeindevertretung sitzt, will das Verbot durch bestehendes Salzburger Landesgesetz nicht zur Kenntnis nehmen.

Die Besitzerin eines Fremdenverkehrsbetriebes stellt dem Landeshauptmann auch gleich die Rute ins Fenster:


"Der Tourismus in Rauris hungert, und da oben geht es bei 1,90 Meter Schnee super zum Skifahren. Ich habe eben wieder zwei Absagen von Reisebussen aus Deutschland, die Lage bei uns ist katastrophal. Wenn der Landeshauptmann nicht zustimmt, dann weiß ich bei den kommenden Wahlen, was ich zu tun habe."


Kapruner Hotelier ebenfalls unter Befürwortern
Der Zugang zum Schareck sei für ganz Salzburg wichtig, sagt der Kapruner Hotelier und ehemalige ÖVP-Landtagsabgeordnete Gottfried Nindl. Er sieht dadurch eine Entlastung für das an vielen Tagen bereits stark überlaufene Kitzsteinhorn:

"Ich verstehe die Bemühungen von Gastein und Rauris voll."

Alpenverein strikt dagegen
Wie berichtet, leistet der Dachverband des Österreichischen Alpenvereins seit zwei Jahrzehnten Widerstand gegen den bestehenden Liftbetrieb auf Kärntner Seite des Schareck.

Falls von Gastein und Rauris nun eine weitere Erschließung folge, dann werde man auch dagegen auftreten, hört man aus der ÖAV-Zentrale Innsbruck.




Schausberger will Weg außerhalb der Kernzone
Landeshauptmann Franz Schausberger (ÖVP) hat Sonntagfrüh als für den Nationalpark zuständiger Mann in der Regierung via ORF Radio Salzburg bekräftigt, er sei prinzipiell gesprächsbereit.

Nur müsste zum Wurtenkees ein Zugang außerhalb der Nationalpark-Schutzzone gefunden werden.



Geografische Fakten zeigen Dilemma
Der Blick auf die Landkarte zeigt Experten, dass dies kaum möglich sei, weil die Kernzone im Gipfelbereich des Schareck bei Gastein über die Nordost, Nord- und Westwände bis an die Landesgrenze zu Kärnten reicht.

Und auf Rauriser Seite existiert auch ein breiter - wenn auch flacherer - Streifen der Kernzone, der vom Naturfeundehaus-Neubau in Kolm Saigurn bis zur Kärntner Landesgrenze auf der Fraganter Scharte reicht.


Angesichts der neuerlichen Diskussionen fragen sich Beobachter - nicht nur im Bundesland Salzburg: Welchen ökonomischen Wert hat der Nationalpark Hohe Tauern - nach 30 Jahren seit seiner Gründung - für die Bevölkerung und für Salzburgs Wirtschaft?
von salzburg.ORF.at
 
Bürgermeister: "Keine zusätzliche Piste geplant.” Auch Rauris meldet sich wieder zu Wort. Nationalpark als Hürde.



BAD GASTEIN (SN, APA). Der schneearme Winterbeginn lässt ein seit Jahrzehnten diskutiertes Thema wieder aufflammen: Das Kärntner Skigebiet auf dem Mölltaler Gletscher soll von Salzburger Seite aus erschlossen werden. Der Bürgermeister von Bad Gastein, Manfred Gruber (SP), kämpft an vorderster Front: "Seit Jahren haben wir Anfang Dezember zu wenig Schnee. Wir brauchen den Gletscher für unseren Tourismus, unser Tal verliert ständig an Arbeitsplätzen." Nach einem Salzburger Regierungsbeschluss ist der Bau einer Liftanlage in der Kernzone des Nationalparks Hohe Tauern aber nicht erlaubt.

Der Zeitpunkt für eine Gletschererschließung von Sportgastein aus sei deshalb günstig, weil "die Mölltaler Gletscherbahnen wegen einer Sicherheitsauflage eine neue Abstiegsmöglichkeit bauen müssen", argumentiert Gruber. "Wir würden deshalb die Gondelbahn zum Nulltarif bekommen." Diese Bahn wäre allerdings nur als reiner Zubringer-Lift gedacht. "Es werden keine zusätzliche Pisten gebaut, wie der Alpenverein und andere Natur- und Umweltschützer befürchten", sagt der Ortschef.

Die Gemeinden Badgastein, Bad Hofgastein und die angeschlossenen Tourismusverbände stünden hinter diesem Projekt. Wenig begeistert zeigt sich allerdings Salzburgs Landeshauptmann Franz Schausberger (VP). Zum Wurtenkess müsste ein Zugang außerhalb der Nationalpark-Schutzzone gefunden werden, betonte Schausberger in einem Interview mit Radio Salzburg.

"Wenn nur zwei Lift-Stützen in der Kernzone stehen, wird nicht gleich der ganze Nationalpark entwertet sein", entgegnet der Bad Gasteiner Bürgermeister. Als Alternative käme zwar auch eine Stollenbahn in Frage, nach der Brandkatastrophe in der Gletscherbahn von Kaprun, wo vor drei Jahren 155 Menschen gestorben sind, "ist diese Lösung auch nicht das Gelbe vom Ei".

Auch aus Rauris wurden immer wieder Stimmen für einen Anschluss zum Mölltaler Gletscher laut. Durch einen alten Goldbergbau-Stollen könnte eine fünf Kilometer lange Querverbindung den kleinen Wintersportort von Kolm-Saigurn aus mit Sportgastein verbinden. Der Österreichische Alpenverein hat sich bisher entschieden gegen neue Erschließungen ausgesprochen. Gruber: "Wir geben nicht auf und hoffen, dass der Landeshauptmann endlich Zeit für ein Gespräch mit uns hat."


Quelle: http://www.salzburg.com/
 
bin eigentlich auch dagegen.

weil es für den skifahrer wie mich nichts bringt. weil wenn ich aufn mölltaler will fahr ich sowieso nach flattach.

einfach von überall her wie die Wilden zubringerbahnen bauen aber keine neuen Pisten bringt nichts außer dass das Gebiet überlaufen wird
:?
 
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