Lange habe ich überlegt - lage habe ich abgewartet...und entschieden: am Montag Vormittag dann ein Zimmer in einer Pfundser Pension gebucht mit dem Ziel einige mir unbekannte Skigebiete im Unterengadin und am Reschenpass zu erkunden. Lange hatte ich zuvor überlegt, wo ich in dieser Saison eine verkürzte Skiwoche verbringe, um ein paar neue Skigebiete kennen zu lernen. Zur Auswahl standen neben meinem schlussendlich gewähltem Ziel noch das Val d'Anniviers, die Mont Blanc-Region und die Surselva. Bereits einige Wochen zuvor hatte ich nach einem Quartier in einem geeigneten Standort Ausschau gehalten, was sich zum Teil als relativ schwierig oder preislich inadequat erwies. Sierre fürs Vd'A war mir wegen des Frankenkurses zu teuer ebenso Illanz oder Tavanasa. In der Mont Blanc-Region war es schwierig überhaupt etwas zu finden und wenn dann verlangte man teils utopische Summen. Und in Pfunds, wo ich für das Unterengadin und den Reschenpass gesucht habe, hatte ich zum Teil den Eindruck, dass der ganze Ort quasi ausschließlich aus Pensionen zu bestehen schien, was sich schlussendlich auch bewahrheiten sollte. Lange Zeit habe ich diverse Wetterberichte studiert, welche teilweise nahezu konträre Vorhersagen lieferten. Erst als am Montag wirklich jeder Bericht Sonnenschein und Hitzefrühling (gut auf letzteres hätte ich auch verzichten können) vorhergesagt hatte, habe ich in einer netten Pension direkt an der Reschenstraße in Pfunds mein Quartier gebucht. Die Vorfreude stieg, da ich wieder neue Gebiete kennen lernen würde, andererseits allerdings auch den merkwürdig gekleideten Baslern entfliehen könnte, welche sich alljährlich in der Fasnachtswoche leicht auffällig verhalten (diese Aussage enthält aus Rücksicht auf unsere Freunde aus Basel keine negative Wertung). Als ich jedoch dann am Mittwoch morgen um 6 zu meinem ersten Ziel losfuhr und mir ein freundlich gesinnter Mensch entgegenkam und mit seiner Piccoloflöte die halbe Straße aufweckte, war ich froh dieser regional begrenzten Tradition zu entfliehen.
Nun, mein erstes Ziel sollte nicht im Unterengadin liegen, sondern im Prättigau, in einem Skigebiet, welches ich zum letzten Mal vor fünf Jahren besucht habe und welches heute noch zu meinen absoluten Lieblingsgebieten zählt:
Klosters - Madrisa 29.02.2012

Ein Gebiet, in dem Gemütlichkeit herrscht. Ein Gebiet, in dem die Pisten dem Gelände folgen, genial trassiert und nicht überfüllt sind. Ein Gebiet, in dem das Wort KSB ein Fremdwort ist. Ein Gebiet, welches einfach nur genial ist.
Ein herrlicher Tag kündigt sich bereits bei meiner Ankunft an. Schnee gibt es im Prättigau mehr als genug, sollte bis Ostern in jedem Fall reichen. Ich werde dann auch wieder dort sein, allerdings auf Pischa, Madrisa und Rinerhorn verzichten müssen. Schnell das Ticket gelöst und mit der 4EUB auf die Saaser Alp hinaufgefahren...

Im Sl Schaffürgli. Soll irgendwann durch eine 4KSB ersetzt werden. Rechts die geniale Schwarze FIS-Piste
Oberer Teil des sehr langen Doppel-SL. Die rote Standartpiste verläuft natürlich wellig und zählt zu meinen absoluten Lieblingspisten

Auf der schönen blauen außenrum Piste am Schaffügli SL. Rechts die Einfahrt in die FIS-Piste. Morgens war der Schnee noch herrlich pulvrig, gegen Mittag wurde er bei Temperaturen von 10°C auf der Saaser Alp recht schwer

Im unteren Teil der Piste ist die Baumgrenze bereits erreicht

Vor dem Steilhang der roten 1. Unten zu sehen der Anfängerlift Albeina

Oben am Schaffürgli-Lift. Gegen Mittag wurde es etwas diesiger und am Lift etwas voller. Die Pisten blieben jedoch leer und den ganzen Tag in einem super Zustand

Unterhalb der neuen Obersässpiste, welche einen netten Steilhang erschließt

Am Glattegenlift, welcher leider nur am Wochenende läuft. Die Piste, die auch von Schaffürgli-SL erreicht werden kann, war am Nchmittag so aufgeweicht, dass es schon etwas stoppte

Blick auf die Schafcalandapsite mitsamt des Silvretta-Massivs. Im Unterengadin hielten sich tagsüber noch einige Wolkenfelder auf

Piste am SL Madrisa, welche am Nachmittag von einigen Sulzbuckeln durchzogen war.

DSB Zügenhüttli von BMF. Seit sie einen steilen SL erstzt hat, ist die Piste viel frequentierter. Die Talabfahrt Schlappin war am Nachmittag wegen Lawinengefahr geschlossen, sodass ich wieder mit der Gondel ins Tal fahren musste.

Fazit: Immer einen Besuch wert. Einer der besten Skitage der Saison: 6 von 6 Punkten
Dann fuhr ich Richtung Autoverlad Selfranga, um ins Unterengadin zu gelangen. Um 16:20 erwischte ich den Zug gerade noch und war keine 20min später in Zernez angekommen. Dort bot sich mir ein etwas verändertes Landschaftsbild. das Engadin scheint einerseits diese Saison nicht so viel Schnee abbekommen zu haben. Es zeigten sich auf den Hängen schon durchaus einige apere Stellen. Das klima scheint durchaus wärmer und trockener zu sein, da die Baumgrenze etwas höher liegt. Die Ortschaften haben zudem schon einige mediterrane Züge, was mir persönlich sehr gut gefallen hat. Als ich auf dem Weg nach Pfunds an Scuol vorbeikam, war ich etwas geschockt. Entlang der Hautstraße erstreckten sich plötzlich eine Neubauten, welche überhaupt nicht in das mediterran angehauchte Ambiente des Unterengadin passt. Und der Betonklotz der Talstation der Bergbahnen Scuol wirkte auf mich irgendwie abstoßend. Naja, wenn mich morgen das Skigebiet überzeugen kann, dann werde ich über die ersten negativen Eindrücke hinwegsehen können...
Scuol - Tarasp 01.03.2012

Das Frühstück in der Pension war mehr als ausreichend. Beim Frühstück lasse ich mir gerne Zeit und nehme recht viel zu mir, um die Mittagspause so lange wie möglich hinauszögern zu können. Am Nachmittag fahre ich eher weniger und gönne mir ab und zu ein Sonnenbad in einem gemütlichen Liegestuhl. Heute soll es also nach Scuol gehen. Das Gebiet interessiert mich schon länger, hier im Af bekommt es durchweg positive Kritiken. Ein handelt sich um ein Skigebiet, welches Mitte der 1990er zu einem recht modernen Skigebiet ausgebaut wurde. Lediglich die Pisten um Prui und am Campatsch werden noch durch ältere Schlepplifte bedient. Ich finde es wichtig einen Unterschied zwischen Modernisierung und Kaputtmodernisierung zu machen. Die Adelbodener Seite rund um den Silleren ist modernisiert, die Pisten jedoch nicht großartig planiert, selektiv und schön zu fahren. Die Lenker Seite ist meiner Meinung nach kaputtmodernisiert und auf Massentourismus ausgelegt. Leider habe ich auch überwiegend den selben Eindruck von Scuol bekommen. Es gibt wahrlich nette Ecken wie an der Salaniva, am Champatsch, an der Prui oder die Pisten nach Ftan und Sent. Das Zentrum hingegen ist leider vollkommen industrialisiert und auf Völerwanderungen ausgelegt. Darum habe ich diesen Teil nahezu komplett gemieden. Was mir ebenfalls aufgefallen ist - einige Pisten wurden leider nicht frisch präpariert, andere sehr schlecht, sodass meine Freude am Skifahren etwas getrübt wurde. Der Schnee war leider auch bislang der schlechteste der Woche bzw. der schlechteste der Saison.
Morgens an der Bergstation: schon der Schock im Tal: Haufenweise Skigruppen waren anwesend. Ich hoffte, sie würden hauptsächlich an der 6KSB bleiben, was sich zum Glück auch bestätigte. Dennoch war im Gebiet bedeutend mehr los als gestern auf der Madrisa

6KSB Chamanna: erschließt eine breite Anfängerpiste und einen Fun Park mit Rennpiste
Blick in den Kessel von Jonvrai. Die Piste an der KSB Clünas im Vordergrund war grauenhaft präpariert

Pisten an der KSB Salaniva. Diese wirklich nette Piste war ebenso grauenvoll präpariert und leider etwas eisig. Bloß weg hier...

Zurück im Kessel von Jonvrai. Die Pisten an der KSB Mot da Ri waren hingegen wieder sehr gut präpariert, hatten weichen Sulzschnee und erschließen herrlich selektives Gelände
Am höchsten Punkt des Gebietes: Die beiden Champatsch-SLs erschließen nett trassierte Pisten, ähnlich wie auf Madrisa: so gefällt mir das!!

An den beiden Prui-Liften war den ganzen Tag über sehr wenig los und die Pisten bis zum nachmittag hervorragend!

Blick auf Ftan von der sehr schönen Talabfahrt. Die Unterengadiner Ortschaften gefallen mir wirklich sehr gut

In der 4KSB Ftan - Prui: ersetzte vor gar nicht langer Zeit eine Habegger-DSB auf veränderter Trasse. Hat den Vorteil, dass man nun ohne schieeben zu müssen zu den Prui-Liften gelangt

Nachmittags beschloss ich anstatt der Talabfahrt nach Scuol die Traumpiste nach Sent zu fahren. Jene ist herrlich natürlich trassiert und führt fernab aller Lifte durch ein einsames Hochtal

Im unteren Teil ist sie etwas flacher und endet in einem Ziehweg

Auch Sent ist einer dieser wunderschönen Unterengadiner Dörfer

Mit dem Sportbus fuhr ich dann um 16:30 zurück nach Scuol
Fazit: Ein paar wirklich sehr nette Ecken, der Großteil jedoch kaputtmodernisiert. Leider lies auch die Pistenpräparation im Gebiet etwas zu wünschen übrig. 4 von 6 Punkten
Nun, mein erstes Ziel sollte nicht im Unterengadin liegen, sondern im Prättigau, in einem Skigebiet, welches ich zum letzten Mal vor fünf Jahren besucht habe und welches heute noch zu meinen absoluten Lieblingsgebieten zählt:
Klosters - Madrisa 29.02.2012

Ein Gebiet, in dem Gemütlichkeit herrscht. Ein Gebiet, in dem die Pisten dem Gelände folgen, genial trassiert und nicht überfüllt sind. Ein Gebiet, in dem das Wort KSB ein Fremdwort ist. Ein Gebiet, welches einfach nur genial ist.
Ein herrlicher Tag kündigt sich bereits bei meiner Ankunft an. Schnee gibt es im Prättigau mehr als genug, sollte bis Ostern in jedem Fall reichen. Ich werde dann auch wieder dort sein, allerdings auf Pischa, Madrisa und Rinerhorn verzichten müssen. Schnell das Ticket gelöst und mit der 4EUB auf die Saaser Alp hinaufgefahren...

Im Sl Schaffürgli. Soll irgendwann durch eine 4KSB ersetzt werden. Rechts die geniale Schwarze FIS-Piste
Oberer Teil des sehr langen Doppel-SL. Die rote Standartpiste verläuft natürlich wellig und zählt zu meinen absoluten Lieblingspisten

Auf der schönen blauen außenrum Piste am Schaffügli SL. Rechts die Einfahrt in die FIS-Piste. Morgens war der Schnee noch herrlich pulvrig, gegen Mittag wurde er bei Temperaturen von 10°C auf der Saaser Alp recht schwer

Im unteren Teil der Piste ist die Baumgrenze bereits erreicht

Vor dem Steilhang der roten 1. Unten zu sehen der Anfängerlift Albeina

Oben am Schaffürgli-Lift. Gegen Mittag wurde es etwas diesiger und am Lift etwas voller. Die Pisten blieben jedoch leer und den ganzen Tag in einem super Zustand

Unterhalb der neuen Obersässpiste, welche einen netten Steilhang erschließt

Am Glattegenlift, welcher leider nur am Wochenende läuft. Die Piste, die auch von Schaffürgli-SL erreicht werden kann, war am Nchmittag so aufgeweicht, dass es schon etwas stoppte

Blick auf die Schafcalandapsite mitsamt des Silvretta-Massivs. Im Unterengadin hielten sich tagsüber noch einige Wolkenfelder auf

Piste am SL Madrisa, welche am Nachmittag von einigen Sulzbuckeln durchzogen war.

DSB Zügenhüttli von BMF. Seit sie einen steilen SL erstzt hat, ist die Piste viel frequentierter. Die Talabfahrt Schlappin war am Nachmittag wegen Lawinengefahr geschlossen, sodass ich wieder mit der Gondel ins Tal fahren musste.

Fazit: Immer einen Besuch wert. Einer der besten Skitage der Saison: 6 von 6 Punkten
Dann fuhr ich Richtung Autoverlad Selfranga, um ins Unterengadin zu gelangen. Um 16:20 erwischte ich den Zug gerade noch und war keine 20min später in Zernez angekommen. Dort bot sich mir ein etwas verändertes Landschaftsbild. das Engadin scheint einerseits diese Saison nicht so viel Schnee abbekommen zu haben. Es zeigten sich auf den Hängen schon durchaus einige apere Stellen. Das klima scheint durchaus wärmer und trockener zu sein, da die Baumgrenze etwas höher liegt. Die Ortschaften haben zudem schon einige mediterrane Züge, was mir persönlich sehr gut gefallen hat. Als ich auf dem Weg nach Pfunds an Scuol vorbeikam, war ich etwas geschockt. Entlang der Hautstraße erstreckten sich plötzlich eine Neubauten, welche überhaupt nicht in das mediterran angehauchte Ambiente des Unterengadin passt. Und der Betonklotz der Talstation der Bergbahnen Scuol wirkte auf mich irgendwie abstoßend. Naja, wenn mich morgen das Skigebiet überzeugen kann, dann werde ich über die ersten negativen Eindrücke hinwegsehen können...
Scuol - Tarasp 01.03.2012

Das Frühstück in der Pension war mehr als ausreichend. Beim Frühstück lasse ich mir gerne Zeit und nehme recht viel zu mir, um die Mittagspause so lange wie möglich hinauszögern zu können. Am Nachmittag fahre ich eher weniger und gönne mir ab und zu ein Sonnenbad in einem gemütlichen Liegestuhl. Heute soll es also nach Scuol gehen. Das Gebiet interessiert mich schon länger, hier im Af bekommt es durchweg positive Kritiken. Ein handelt sich um ein Skigebiet, welches Mitte der 1990er zu einem recht modernen Skigebiet ausgebaut wurde. Lediglich die Pisten um Prui und am Campatsch werden noch durch ältere Schlepplifte bedient. Ich finde es wichtig einen Unterschied zwischen Modernisierung und Kaputtmodernisierung zu machen. Die Adelbodener Seite rund um den Silleren ist modernisiert, die Pisten jedoch nicht großartig planiert, selektiv und schön zu fahren. Die Lenker Seite ist meiner Meinung nach kaputtmodernisiert und auf Massentourismus ausgelegt. Leider habe ich auch überwiegend den selben Eindruck von Scuol bekommen. Es gibt wahrlich nette Ecken wie an der Salaniva, am Champatsch, an der Prui oder die Pisten nach Ftan und Sent. Das Zentrum hingegen ist leider vollkommen industrialisiert und auf Völerwanderungen ausgelegt. Darum habe ich diesen Teil nahezu komplett gemieden. Was mir ebenfalls aufgefallen ist - einige Pisten wurden leider nicht frisch präpariert, andere sehr schlecht, sodass meine Freude am Skifahren etwas getrübt wurde. Der Schnee war leider auch bislang der schlechteste der Woche bzw. der schlechteste der Saison.
Morgens an der Bergstation: schon der Schock im Tal: Haufenweise Skigruppen waren anwesend. Ich hoffte, sie würden hauptsächlich an der 6KSB bleiben, was sich zum Glück auch bestätigte. Dennoch war im Gebiet bedeutend mehr los als gestern auf der Madrisa

6KSB Chamanna: erschließt eine breite Anfängerpiste und einen Fun Park mit Rennpiste
Blick in den Kessel von Jonvrai. Die Piste an der KSB Clünas im Vordergrund war grauenhaft präpariert

Pisten an der KSB Salaniva. Diese wirklich nette Piste war ebenso grauenvoll präpariert und leider etwas eisig. Bloß weg hier...

Zurück im Kessel von Jonvrai. Die Pisten an der KSB Mot da Ri waren hingegen wieder sehr gut präpariert, hatten weichen Sulzschnee und erschließen herrlich selektives Gelände
Am höchsten Punkt des Gebietes: Die beiden Champatsch-SLs erschließen nett trassierte Pisten, ähnlich wie auf Madrisa: so gefällt mir das!!

An den beiden Prui-Liften war den ganzen Tag über sehr wenig los und die Pisten bis zum nachmittag hervorragend!

Blick auf Ftan von der sehr schönen Talabfahrt. Die Unterengadiner Ortschaften gefallen mir wirklich sehr gut

In der 4KSB Ftan - Prui: ersetzte vor gar nicht langer Zeit eine Habegger-DSB auf veränderter Trasse. Hat den Vorteil, dass man nun ohne schieeben zu müssen zu den Prui-Liften gelangt

Nachmittags beschloss ich anstatt der Talabfahrt nach Scuol die Traumpiste nach Sent zu fahren. Jene ist herrlich natürlich trassiert und führt fernab aller Lifte durch ein einsames Hochtal

Im unteren Teil ist sie etwas flacher und endet in einem Ziehweg

Auch Sent ist einer dieser wunderschönen Unterengadiner Dörfer

Mit dem Sportbus fuhr ich dann um 16:30 zurück nach Scuol
Fazit: Ein paar wirklich sehr nette Ecken, der Großteil jedoch kaputtmodernisiert. Leider lies auch die Pistenpräparation im Gebiet etwas zu wünschen übrig. 4 von 6 Punkten










































