Muckenkogel | 19.07.2012 | Aller guten ESL sind drei | Teil 1
Da der Original-Beitrag von 2012 nicht mehr verfügbar ist, stelle ich hier meinen Teil des Berichts in bearbeiteter Fassung wieder online. Entfernt habe ich die Passagen und Fotolinks des damaligen Co-Autors münchner, der den Gesamtbericht damals in unser beider Namen veröffentlicht hatte.
Im Juli 2012 unternahm ich eine kleine ESL-Safari im östlichen Österreich, um dort mitzunehmen, was zu diesem Zeitpunkt noch seine Runden drehte. Angestachelt durch Beiträge zum ehem. Skigebiet Muckenkogel wurde zunächst dieses Ziel angesteuert. In einem Motel nahe Lilienfeld fand sich eine passende Budget-Absteige, von der aus es am nächsten Morgen in aller Frühe zum ersten Liftstop des Tages ging. Geplant waren drei ESL-Fahrten mit möglichen Ergänzungen. Leider drohte der Wetterdienst am Nachmittag mit Gewittern, was die gute Laune ob des aussichtsreichen Tourtages etwas trübte.
Der erste Blick auf die wuchtige Talstation. Den ersten ESL gab es hier wohl bereits ab 1963, 1994 hat man die Anlage größtenteils neu gebaut.
Die Homepage
www.sessellift-lilienfeld.at klärt über die Öffnungszeiten und Preise auf.
Auch Skifahren konnte man mal am Muckenkogel, die Zeiten sind aber lange vorüber. Zuletzt wurde noch ein kurzer SL als Rückbringer von der Klosteralm betrieben. Inzwischen (2020) ist der ESL nur mehr im Sommer in Betrieb.
Hier gibt es zum Vergleich einen alten Pistenplan.
Ansichtskarten, geschweige denn Fotos aus den Skibetriebstagen habe ich bis heute nicht auftreiben können (Ausnahme ist dieser Prospekt-Scan:
https://www.alpinforum.com/forum/viewtopic.php?f=32&t=42504#p4848199). Auch diese vielversprechend klingende Unterseite der Homepage gibt leider nichts her:
https://www.sessellift-lilienfeld.at/nostalgie
Zurück zum ESL von 1994, ein Girak-Fabrikat.
Die wesentlichen Daten
Am Einstieg: Das frühe Aufstehen hatte sich gelohnt, pünktlich zu Betriebsbeginn stand ich bereit.
Und auf ins 2.000 Meter lange ESL-Vergnügen. Nach der ersten Stütze folgen 19 weitere.
Mit teils beachtlichem Bodenabstand.
Durch den kühlen Morgenwald ging es gemächlich nach oben. Zum Schluss zieht die Anlage nochmal an.
Die Trasse verläuft vollständig im Wald, ist dabei aber abwechslungsreich.
Eine Ministütze der Kategorie 'Kommt mal in meinen Garten'.
Ein Rest des Skibetriebs ist der ehemalige Zwischeneinstieg. Etwas rechts davon stand einmal einer der Skilifte, der den ESL an Spitzentagen entlastete.
Irgendwo dort wird der SL gestanden haben. Aus dem ESL heraus war nichts zu erkennen.
Das Foto ist schief, verwackelt und dunkel, aber die riesige Stütze ist schon beeindruckend. Besonders bei der Talfahrt hat man dadurch einen schönen Blick über die Baumkuppen.
Den Neubau haben nicht alle Stützen überstanden. Auch wurde wohl der Winterausstieg oben entschärft. In schneereichen Wintern musste dieser Bereich laut dem Liftler regelmäßig ausgebuddelt werden.
Nach knapp 20 Minuten Fahrzeit kommt der Ausstieg in Sicht. Genau genommen sind es zwei Ausstiege.
Zunächst ist/war vor der eigentlichen Bergstation an dieser Kuppe der Ausstieg für Skifahrer, bevor es für das Fußvolk noch ein paar Meter nach unten geht.
Die umhauste Station.
Antrieb im Detail
Kleines Fotoshooting der Bergstation, bevor es noch zur kurzen Besichtigung des ehemaligen Skigeländes und zwei von vier abgebauten Skiliften ging.
Hier ist evtl. ein Rest des Verbindungslifts des langen SLs von der Mittelstation aus zu sehen, den ich aber eigentlich weiter rechts am Waldrand vermutet hätte.
Blick auf das Skigelände an der ESL-Bergstation. Über die Wiese verlief die Hauptabfahrt, an der es den besagten Verbindungslift gegeben haben soll. Rechts zweigte dann eine steile Variante ab Richtung ESL-Mittelstation, von wo aus der Verstärkerlift heraufkam. Links gab es zudem ein kurzes Lift-Pisten-Ensemble zur Klosteralm.
Links kam der kurze SL von der Klosteralm herauf, der als letzter Betrieb hatte und
hier noch 2003 geknipst wurde.
Der vierte SL im Gebiet verlief auf der anderen Seite der ESL-Bergstation. Laut den Luftbildern interessantes Gelände, das ich zunächst noch erkunden wollte, mich aufgrund des latenten Zeitdrucks und des drohenden Gewitters am Nachmittag dann aber dagegen entschied. So entstand aber noch diese Höhenaufnahme der ESL-Bergstation.
Das dürfte die Verbindungspiste zum etwas abgelegenen, vierten SL gewesen sein. Die Frage, ob es bis dahin eine reine Schieberei gewesen sei, verneinte der Liftler an der ESL-Station.
Um zur Talfahrt zu gelangen, muss man einmal ums Gebäude rum.
Am Einstieg zur gut 20 minütigen Talfahrt.
Vorbei am Winterausstieg
Und rein in den Stützenwald
Ganz weit unten ist die Talstation erkennbar,
Das übliche Klemmenmotiv
Hier kommt wieder die schier riesige Panoramastütze.
Eine Stütze mit Pendelbahnstützen-OHO-Effekt.
Ehemaliger Zwischeneinstieg aus der anderen Perspektive
Es folgt ein seichtes Trassenstück.
Kurz darauf ist das Vergnügen schon wieder vorbei.
Blick in die Talstation, in der sich laut Homepage ab Mai 2021 wieder die Sessel bewegen sollen.
Letzer Blick auf diese interessante Anlage, bevor es weiterging zum nächsten ESL (
https://www.alpinforum.com/forum/viewtopic.php?f=52&t=44173).