C. Gentil
Großer Müggelberg (115m)
Liebe Seilbahn- und Modellbaufreunde
Nach etwas mehr als drei Jahren Arbeit ist es an der Zeit, mein Modellbauprojekt vorzustellen, welches aber noch lange nicht fertig ist. Anlass dazu sind die ersten erfolgreich verlaufenen Testfahrten auf einer kurzen Versuchsstrecke.
Wer mich kennt, weiss, dass ich mich vorwiegend mit alten Seilbahntypen beschäftige. Und als grosser Fan der mittlerweile fast gänzlich verschwundenen Von Roll VR101-Bahnen ist es eigentlich logisch, dass ich eine solch klassische Sesselbahn zum Vorbild genommen habe.
Die Modell-Sesselbahn ist im Massstab 1:10 gehalten was meiner Meinung nach zum Bauen eine gute Grösse darstellt und auch halbwegs realitätsnahe Fahreigenschaften verspricht. Ausgenommen verschiedener Normteile und käuflichem Zubehör ist fast alles Eigenbau, bestehend aus Messing und Flugzeugsperrholz.
Die Bahn ist kuppelbar ausgeführt. Im Gehäuse der Klemmen sitzt ein kleiner Neodymmagnet, der sich am Stahl-Litzenseil festkrallt. Zur Erhöhung der Reibungskraft und gegen Abrutschen ist die Magnetoberfläche mit feinem Sandpapier beklebt. Dieses Kuppelsystem entspricht zwar nicht dem Vorbild, funktioniert im Modell aber völlig problemlos und ist auch relativ einfach in der Umsetzung.
Da es sich bei meiner Modellseilbahn um eine historische Bahn handelt, verzichte ich soweit möglich auf jeglichen elektronischen Firlefanz. Einziges Zugeständnis sind Kettenförder und elektromagnetisch, über Impulsbausteine betätigte Startapparate, damit die Bahn an allfälligen Ausstellungen auch mal automatisch ohne Mitwirken von Personal betrieben werden kann.
Wie anfänglich erwähnt, ist die Sesselbahn noch lange nicht fertig. Die Antriebsstation muss noch mit dem Kettenförderer und diversen Details ausgestattet werden. Als nächstes folgt dann der Bau der Spannstation und weiteren Messingstützen. Für die Versuchsfahrten habe ich eine einfache provisorische Umlenkstation gebaut, die von den Sesseln aber nicht durchfahren werden kann.
Bis jetzt gebaut wurden: 10 Stück Sessel, 1 Lastbarelle, zusätzlich 1 Reservegehänge (reserviert für später zu bauende Kabine), Antriebsstation, 1 Messingstütze (klassische Von Roll-Bauart), 1 Holzstütze (nach Vorbild Flims von 1945), 4 Stück 4er-Batterien, 3 Stück 6er-Batterien, 2 Stück 8er-Batterien, 2 Stück Niederhaltebatterien, je zwei Stück Ausfahr- und Einfahrniederhalter für die Stationen, zweirilliges Antriebsrad und einrilliges Umlenkrad (beides aus Flugzeugsperrholz), einrilliges Gegenrad (modifiziertes Graugussschwungrad) und eine kleine Holz-Umlenkscheibe für das Spannseil.
Die Versuchsfahrten verliefen sehr erfolgreich. Zwei kleine erwartete Probleme zeigten sich dennoch: Zum Einen beschleunigen die Sessel auf der Startrampe zu stark und erreichen eine höhere Geschwindigkeit als die des Seils, was beim Ankuppeln ein unschönes Abbremsen ergibt. Zum Zweiten rollen die Fahrzeuge nach dem Abkuppeln kaum aus, was auf die geringe Masse zurückzuführen ist. Das Beschleunigen versuche ich mit geeigneten Bremsvorrichtungen in den Griff zu bekommen, während das weitere Ausrollen nach dem Abkuppeln vom Stationsförderer übernommen werden soll. Reifenbeschleuniger und Verzögerer möchte ich aus Vorbildsgründen nicht einbauen, da das Modell wie gesagt eine frühere Epoche dokumentieren soll.
Erste Eindrücke von den Versuchsfahrten gibts hier auf dem kurzen Video. http://www.seilbahn-nostalgie.ch/modell/vr101-modell/VR101-Modell-1.mp4
Und ein etwas ausführlicherer Baubericht mit weiteren Fotos findet Ihr auf meiner Website: http://www.seilbahn-nostalgie.ch/modell.html#Anker06
Vorab schon mal diese paar Fotos:
Nach etwas mehr als drei Jahren Arbeit ist es an der Zeit, mein Modellbauprojekt vorzustellen, welches aber noch lange nicht fertig ist. Anlass dazu sind die ersten erfolgreich verlaufenen Testfahrten auf einer kurzen Versuchsstrecke.
Wer mich kennt, weiss, dass ich mich vorwiegend mit alten Seilbahntypen beschäftige. Und als grosser Fan der mittlerweile fast gänzlich verschwundenen Von Roll VR101-Bahnen ist es eigentlich logisch, dass ich eine solch klassische Sesselbahn zum Vorbild genommen habe.
Die Modell-Sesselbahn ist im Massstab 1:10 gehalten was meiner Meinung nach zum Bauen eine gute Grösse darstellt und auch halbwegs realitätsnahe Fahreigenschaften verspricht. Ausgenommen verschiedener Normteile und käuflichem Zubehör ist fast alles Eigenbau, bestehend aus Messing und Flugzeugsperrholz.
Die Bahn ist kuppelbar ausgeführt. Im Gehäuse der Klemmen sitzt ein kleiner Neodymmagnet, der sich am Stahl-Litzenseil festkrallt. Zur Erhöhung der Reibungskraft und gegen Abrutschen ist die Magnetoberfläche mit feinem Sandpapier beklebt. Dieses Kuppelsystem entspricht zwar nicht dem Vorbild, funktioniert im Modell aber völlig problemlos und ist auch relativ einfach in der Umsetzung.
Da es sich bei meiner Modellseilbahn um eine historische Bahn handelt, verzichte ich soweit möglich auf jeglichen elektronischen Firlefanz. Einziges Zugeständnis sind Kettenförder und elektromagnetisch, über Impulsbausteine betätigte Startapparate, damit die Bahn an allfälligen Ausstellungen auch mal automatisch ohne Mitwirken von Personal betrieben werden kann.
Wie anfänglich erwähnt, ist die Sesselbahn noch lange nicht fertig. Die Antriebsstation muss noch mit dem Kettenförderer und diversen Details ausgestattet werden. Als nächstes folgt dann der Bau der Spannstation und weiteren Messingstützen. Für die Versuchsfahrten habe ich eine einfache provisorische Umlenkstation gebaut, die von den Sesseln aber nicht durchfahren werden kann.
Bis jetzt gebaut wurden: 10 Stück Sessel, 1 Lastbarelle, zusätzlich 1 Reservegehänge (reserviert für später zu bauende Kabine), Antriebsstation, 1 Messingstütze (klassische Von Roll-Bauart), 1 Holzstütze (nach Vorbild Flims von 1945), 4 Stück 4er-Batterien, 3 Stück 6er-Batterien, 2 Stück 8er-Batterien, 2 Stück Niederhaltebatterien, je zwei Stück Ausfahr- und Einfahrniederhalter für die Stationen, zweirilliges Antriebsrad und einrilliges Umlenkrad (beides aus Flugzeugsperrholz), einrilliges Gegenrad (modifiziertes Graugussschwungrad) und eine kleine Holz-Umlenkscheibe für das Spannseil.
Die Versuchsfahrten verliefen sehr erfolgreich. Zwei kleine erwartete Probleme zeigten sich dennoch: Zum Einen beschleunigen die Sessel auf der Startrampe zu stark und erreichen eine höhere Geschwindigkeit als die des Seils, was beim Ankuppeln ein unschönes Abbremsen ergibt. Zum Zweiten rollen die Fahrzeuge nach dem Abkuppeln kaum aus, was auf die geringe Masse zurückzuführen ist. Das Beschleunigen versuche ich mit geeigneten Bremsvorrichtungen in den Griff zu bekommen, während das weitere Ausrollen nach dem Abkuppeln vom Stationsförderer übernommen werden soll. Reifenbeschleuniger und Verzögerer möchte ich aus Vorbildsgründen nicht einbauen, da das Modell wie gesagt eine frühere Epoche dokumentieren soll.
Erste Eindrücke von den Versuchsfahrten gibts hier auf dem kurzen Video. http://www.seilbahn-nostalgie.ch/modell/vr101-modell/VR101-Modell-1.mp4
Und ein etwas ausführlicherer Baubericht mit weiteren Fotos findet Ihr auf meiner Website: http://www.seilbahn-nostalgie.ch/modell.html#Anker06
Vorab schon mal diese paar Fotos:
