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Gondel am Stubaier Gletscher abgestürzt!

Die erste Sektion läuft, es sind ja zwei unabhängige Anlagen.
Jetzt wäre man um die DSB Gamsgarten doch froh.
Mit dem SL Fernau kommt man zwar auch in Skigebiet, aber nur über die Fernaubahn und den Gaiskarlift.
Eisgratbahn wird dezent voll sein.
 
molotov schrieb:
ziemlich krass...
ne Stunde später und wir wären vielleicht drin gesessen.

Dachte ich mir auch, wollte heute eigentlich auch hin, dann gelassen, Kumpel war da. Heut wars vom betrieb her kein Problem da ja eh kaum was los.

Muss nen technischer Defekt gewesen seien, weil Wind war ja quasi inexistent.

Jack also bis 12 lief die erste Sektion definitiv mal nicht.
 
Wäre das bei der Eisgratbahn passiert, hätte ich die Befürchtung dass diese garnichtmehr in Betrieb gehen würde.

Glück gehabt dass nichts passiert ist! Die Aussage "Im Normalbetrieb wäre das nicht passiert" halte ich aber für sehr zweifelhaft.
 
Hä, was wie? Defekte Schliessschiene? Ja klar.
Ok, eine defekte Schliess- oder Kuppelschiene mag ja der Grund der offensichtlichen Fehlkupplung sein, aber nicht der Grund für einen Gondelabsturz.
Es gibt ja da dann auch noch die einte oder andere Blende sowie eine Klemmkraftmessung.

Was der Satz ( Im Normalbetrieb hätte so etwas nicht passieren können ) zu bedeuten hat, darüber darf auch gerätselt werden.
 
Theo schrieb:
Was der Satz ( Im Normalbetrieb hätte so etwas nicht passieren können ) zu bedeuten hat, darüber darf auch gerätselt werden.

Ich würd den Satz jetzt so biegen: ist ja eine ältere Bahn. Bei denen befindet sich die Klemmkraftprüfung meist nur einmal irgendwo im Umlauf (DMS). Manchmal sogar so, dass beim ausgaragieren die Klemmkraft erst in der nächsten Stationsdurchfahrt gemessen wird, also die Fahrzeuge ohne Klemmkraftmessung auf die Strecke geschickt werden.
Defekte Kuppelschiene ist es definitiv nicht.
 
ATV darf ich es jetzt also so verstehen, dass in der Bergstation keine Klemmkraftüberprüfung vorgenommen wird? Glaube ich nicht, schließlich ist die Bahn für 100% Talfahrt ausgelegt.

Ansonsten gibt es aber trotzdem mehrere Mess und Rückfallsysteme die ein Ausfahren der Kabine verhindern sollten.Vorallem sollte die Kabine tatsächlich im frein Skiraum abgestürzt sein, muss sie mehrere Stützenüberfahrten überlebt haben, denn nach der Ausfahrt aus der BS kommt ja sofort Skipiste.
 
So wie ich ATV verstanden habe gibt es in der Bergstation eine Klemmkraftprüfung, allerdings ist die so positioniert, dass die Kabinen beim ausgaragieren diese nicht durchfahren. Erst bei einer kompletten Stationsdurchfahrt in der Gegenstation kann diese gemessen und eine defekte Klemme erkannt werden.
 
Hoffentlich bekommt die BILD nichts mit. Erste kein Schnee und dann sowas. Die Ösis kriegen ja gar nichts auf die Reihe. :?
 
Theo schrieb:
Hä, was wie? Defekte Schliessschiene? Ja klar.
Wenn dies wirklich die Ursache gewesen wäre müssten andere Kabinen davon logischerweise auch betroffen gewesen sein; deshalb vermute ich viel eher eine defekte Klemme als Absturzgrund die die (falls vorhanden) Stationsausfahrtsklemmkraftprüfung irgendwie überlistet hatte.
Und die Aussage im Statement von Klier, das dies im Regelbetrieb nicht hätte vorkommen können würd ich ehestens noch Grimm´s Märchenbüchern zuordnen wollen.
Da werden bei mir so gewisse Erinnerungen wach - Duncan McPherson schau oba...:rolleyes:
 
kann das sein, dass deswegen in Ischgl die Silvrettabahn zu Betriebsbeginn am Sonntag, also am selben Tag "auf unbestimmte Zeit" nicht lief? Vielleicht selber Typ und aus Vorsicht alles überprüft wurde?

Gruß,
Markman
 
Drahtseil schrieb:
So wie ich ATV verstanden habe gibt es in der Bergstation eine Klemmkraftprüfung, allerdings ist die so positioniert, dass die Kabinen beim ausgaragieren diese nicht durchfahren. Erst bei einer kompletten Stationsdurchfahrt in der Gegenstation kann diese gemessen und eine defekte Klemme erkannt werden.
Ich hab nicht gesagt, dass es bei der Gamsgartenbahn so ist, kenne die Bahn dazu zu wenig, es gibt aber Anlagen bei denen das so ist wie geschildert.
Den Satz in der Zeitung habe ich nun auf diesen Sachverhalt gebogen, damit er passt.

Anders kann ich mir nicht vorstellen wie das im Normalbetrieb nicht passiert wäre.
Kann aber auch sein, dass es Grimms Märchen ist wie Petz sagt.

Aber vielleicht hat jemand ein paar schlauere Fotos auf denen man die Bergstation der Anlage, die Garagierung und vielleicht den Umlauf sehen kann?
 
Bitteschön:
 

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Sofern die Höhenangabe von 2550m stimmt wäre die Gondel in etwa auf halber Strecke im eher Steilen Abschnitt vom Seil gefallen.
Frage: Wie bemerkt der Maschinist/Sicherheitssystem überhaupt einen derartigen Gondelverlust, wenn keine Seilentgleisung vorliegt?

Laut ORF tirol:
„Im Normalbetrieb hätte so etwas nicht passieren können.“ Die Schließschiene sei abgenützt gewesen und ersetzt worden, auch andere Schienen seien jetzt überprüft und manche vorsichtshalber ersetzt worden. „Die Gefahr ist gebannt“, so Klier

Vielmehr haette jedoch sehr wohl eine Ausfahrblende ansprechen müssen, und das ist offenbar nicht geschehen. Was an und für sich schwerer wiegender zu werten wäre, als eine "abgenütze Schliessschiene".
Wobei die eher verstellt war, als "abgenützt". Da laufen doch Nylonrollen drauf.
Zudem: Entweder schliesst eine Kniehebelklemme ganz oder eben garnicht. Die Nylonrollen (oder was immer) haetten sich hier wohl einige Zentimeter in den Stahl eingraben müssen in die Kuppelschiene, um die Klemme nicht zu schliessen.
Lief die Klemme hingegen nicht genau in das Seil ein, so wäre auch das festzustellen gewesen....

Aber wenn es der Klier so wie im ORF wiedergegeben erklärt, wird es die Untersuchungskommission dann auch so feststellen: "Der Endbericht der Unfallkommission wird in den nächsten Tagen erwartet. Bis dahin bleibt die Gamsgarten-Bahn gesperrt."

NB:
Immerhin wurde das Unglück, wenngleich ein Tag später, publik. Im Gegensatz zu den Ötztalern, die die an der hohen Stütze der Schwarze Schneid Bahn abgestürzte Gondel erst mal unter der Zuschauertribüne an der Talstation Parkplatz versteckten und im abendlichen TV-Interview so taten als wäre nichts geschehen, ausser dass die Bahn mit Insassen ein wenig lange still stand (War damals vielleicht eine erfolgreiche Bewerbungsübung für den Bond Film)?

Also Leuteln vom Stubaier Gletscher, machts es richtig mit der Kommunikation, lasst die Bauernschlauheit in der Scheune. Sonst kommt BILD doppelt und dreifach... *g*
 
Was meint ihr zu einem Klemmendefekt (z.B. Bruch eines Bauteiles)?
 
Nur so nebenbei:

Die Doppelmayr DS Klemme - hat eine integrierte Klemmkraftprüfung.
D.h. ein Prüffederpaket drückt gegen das Hauptfederpaket.
Sollte die Klemmkraft nach dem Anklemmen ans Seil zu klein sein bewegt das Prüffederpaket ein Hebelsystem das wiederum einen einen Bruchstab am Ende der Station abbrechen lässt - die Bahn wird abgeschaltet.
 
jack90 schrieb:
Nur so nebenbei:

Die Doppelmayr DS Klemme - hat eine integrierte Klemmkraftprüfung.
D.h. ein Prüffederpaket drückt gegen das Hauptfederpaket.
Sollte die Klemmkraft nach dem Anklemmen ans Seil zu klein sein bewegt das Prüffederpaket ein Hebelsystem das wiederum einen einen Bruchstab am Ende der Station abbrechen lässt - die Bahn wird abgeschaltet.
Auch beim Rückwärts fahren?? DH befindet sich auch auf der Stations Einfahrt eine entsprechende Blende?
Macht zwar betrieblich keinen Sinn, wäre aber beim ausgaragieren für eben solche Fälle sinnvoll.

Wie gesagt, ich versuch nur die Darstellung so zu biegen, dass die Aussage, dass es im Normalbetrieb nicht passiert, stimmt.
 
Genau diesen Gedanken hatte ich jetzt auch.

Die so weit ich weiß gibt es diesen Bruchstab nur beim Vorwärts fahren.
Wobei die Gamsgartenbahn eigentlich vorwärts beschickt und garagiert werden kann, man erkennt die dafür vorhandenen Weichen auf den Bildern oben.

Rückwärtsfahrt wäre aber die sinvollste Erklärung.
 
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