• Willkommen im neuen Alpinforum!

    Das Alpinforum ist erfolgreich auf die neue Forensoftware XenForo umgezogen. Benutzerkonten und Foreninhalte wurden übernommen, sodass ihr euch wie gewohnt anmelden könnt.

    Schaut euch gerne um und probiert die neuen Funktionen aus. Solltet ihr Fehler oder Unstimmigkeiten entdecken, meldet sie bitte im entsprechenden Thema.

    Alle Informationen zur Migration und zum neuen Forum findet ihr hier:

    Zur ausführlichen Ankündigung

    Viel Spaß im neuen Alpinforum!

    Euer Alpinforum-Team

14.02.2015 Rusutsu. Onsen-Tours startet im frischen Powder

Hokkaido, Japan.
Das Ziel wurde im Team Onsen-Tours lange diskutiert.
Verschiedene andere Optionen waren auch in der Auswahl: Heli-Skiing (egal wo auf der Welt), Kashmir, Kasachstan, Russland,...

Schließlich viel die Wahl aber auf Hokkaido Japan, die enormen durchschnittlichen Schneemengen von bis zu 20m pro Winter, die andere Kultur und die einzigartige Landschaft sollten aber der kleinen nördlichen japanischen Insel schließlich den Vorzug geben. Außerdem war Arienne, eine Freundin von Daniel aus Calgary, Kanada, gerade in Niseko Powderguide und sollte uns das ein oder andere mal als "Local" in Gebiete führen, wo wir alleine bestimmmt nicht unterwegs gewesen wären.
Um das Ende des Berichts gleich abzuschließen. Alles richtig gemacht! :mrgreen:

Zur Vorgeschichte:
Wie immer im Winter ist Fliegen meist günstiger als in den touristisch attraktiven Frühlings- oder Sommermonaten. So gibt es den Lufthansa Direktflug nach Tokio bereits für um die 800€ inklusive Skigepäck und inklusive dem ANA Anschlussflug von Tokio nach Sapporo. Hier hatten wir bereits einen Mietwagen über eine japanische Seite (mit Unterstützung eines Japaners in Deutschland) gebucht, den wir am Flughafen Chitose (Sapporo) entgegennehmen sollten.

Als Stuttgarter freut man sich natürlich über die räumliche Nähe zum Frankfurter Flughafen, die man im Allgäu oder in München nicht so hätte (jaja, die Direktverbindungen aus München nach Japan kannst eh vergessen). Als Faschingsferien-Vielflieger ist die Nähe zum Airport Frankfurt also wichtig.
Abflug am Donnerstag, 18.00 Uhr.

Flugzeit sind 11,5 Stunden nach Tokio, wo wir auch pünktlich ankamen. Der Nachtflug war in der 747-8 sehr entspannt, da wir glücklicherweise sogar viel Platz hatten und schlafen konnten. Die Zeitverschiebung beträgt 8 Stunden. Die Umsteigezeit war mit 1,5 Stunden aber sehr knapp kalkuliert, so dass wir durch das Entgegennehmen des Gepäcks und die neuerlichen Zollkontrollen unseren Flieger nach Sapporo verpasst hätten. Ja, sofern dieser keine Verspätung gehabt hätte. Darüber freuten wir uns natürlich besonders, denn der Grund lag in Sapporo, wo die Maschine her kam und wir gegen Abend zum Einbruch der Dunkelheit ankamen.


Chitose. Die Vorfreude steigt, denn liegt hier auf knapp über 0m schon ordentlich Neuschnee, so kanns nur gut werden morgen in Rusutsu.


Willkommen in Hokkaido. Auf Englisch ist hier nicht viel...

Angekommen am Flughafen Chitose suchten wir die Nissan-Autovermietung. Natürlich war um 18.30 bereits keiner mehr da, man sollte das Telefon benützen was an der Autovermietungstheke stand. Angerufen meinte die Damen auf unsere Frage: Do you speak Englisch? "Nooooo, noooo, noooo, noooo. Trotzdem verstanden sie dann doch irgendwie unseren Namen und holten uns bereits 10 Minuten mit einem 40 Sitzerbus ab. Wir luden schnell unser Gepäck ein und waren 5 Minuten später bei der Autovermietung unweit des Flughafens und erhielten unbürokratisch unseren Rechtslenker. Alles eingeladen ging es bei Schneefall, Schneefahrbahn und vor allem bei Nacht durch Chitose. Unsere Route sollte uns noch knapp zwei Stunden bis nach Lake Toya führen.


Unsere selbst geplante Route... Es geht im Uhrzeigersinn um die Insel! Die km-Angabe stimmte übrigens nicht, durch verschiedene zusätzliche Strecken fuhren wir über 1250km in den 9 Tagen. Quelle: Googlemaps

Gegen 21.00 reisten wir in Lake Toya in unserem ersten Hotel mit Futonbetten an. Im Reiseführer wird empfohlen immer bei Tag anzureisen, die Japaner machten das immer so. Hat uns nicht so ganz gereicht... war aber dann auch kein Problem.


Ankunft im legendären Hotel im japanischen Style: Daiwa Ryokan. Hier waren keine internationalen Gäste, gefiel uns sehr gut.


Das Hotel schon in die Jahre gekommen, aber sehr gepflegt. 30€ pro Person und Nacht (ohne Frühstück) sind aber Top, vor allem hatte es den besten Onsen in Japan, einen Naturonsen der herrlich trübes Wasser hatte.


Auf gehts zum Onsen, noch am ersten Abend nach dem Abendessen gegen 23.00 Uhr. Der Onsen hat praktisch rund um die Uhr offen und ist gleichzeitig die öffentliche und einzige Duschmöglichkeit.


Onsen-Tours auf dem Weg in den Onsen... Herrlich nach so einer langen Reise das 39Grad bzw. 42Grad warme Thermalwasser.

Dann gings ins Bett - was wir erst mal selbst aufstellen musste zuvor, wir konnten aber sehr gut schlafen ;D
 
Guten Morgen Lake Toya. Auf gehts nach Rusutsu.

Die Verständigung mit unserem Herbergsvater war zwar nur mit Händen und Füßen, er verstand nur "Niseko" (das bekannteste Skigebiet Hokkaidos), das nächste Skigebiet "Rusutsu" verstand er nicht. Irgendwann verstand er es dann doch, es wurder aber "Sssutttt" oder so ähnlich ausgesprochen :wink:
Trotzdem war er sehr freundlich und zuvorkommend, wie bis dahin alle Japaner die wir kennenlernen durften, vom Flughafenpersonal bis zur Autovermietung oder im Restaurant.


7.00 Uhr. Onsen-Tours ist schon aufgestanden und checkt die Lage.


Nachdem man die undichten Fenster mit Mühe zur Seite geschoben hatte (gleicher mist was den Isolierungsstandard angeht wie in USA / Kanada) konnte man erst einmal so richtig sehen wo man gelandet war... Aber: Es schneite - und das auf fast 0m Seehöhe - ein gutes Zeichen, dass selbst hier feinster Powder runter kam bei sehr kalten Temperaturen.

Los gehts, zum nächsten Supermarkt ((Hefeteig)-Teilchen kaufen) und zum 7-Eleven (Kaffee) kaufen und Geld ziehen.
Und dann gehts von Lake Toya rauf in Richtung Rusutsu. Viele Skigebiete gibts in Süd-West-Hokkaido zwar nicht, aber kennen tuts trotzdem kaum jemand. Auch von den später kennen gelernten Amerikanern, Australiern und anderen Gästen konnten mit Sssssutttt kaum jemand was anfangen. :rolleyes: :nein:
Dabei ist das Skigebiet unterbewertet, da abgeschieden und unbekannt aber sensationellen Schnee hatte es!
Fahrt 60km, Fahrzeit ca. 60 Minuten. Auf Landstraßen darf man in Japan oft nur 50-60 km/h fahren, Autobahnen kosten ordentlich Maut, so dass wir keine einzige Autobahn gefahren sind. Man sieht sowieso mehr, wenn man nicht durch brettert. Ich fahre gerne langsam ;D


Es reisst bei der Hochfahrt etwas auf, toll so sieht man auch was!


Die Schneemassen nehmen zu am Straßenrand. Über Nacht sind 30cm frischer Powder gefallen unten an der Talstation. Oben waren es locker 40 bis 50cm.


Angekommen am Parkplatz in Rusutsu


Blick in Richtung Berge, morgens war es wenige Minuten sonnig auf der Ostseite von Rusutsu.


Pistenplan von Ssssutttt.


Schön hier, gefällt mir!


2er Sessel sind immer Powderchairs. Aber hier gibts noch andere...


Sanfte weiche Hänge. Perfekt nach einer Anreise von 15 Stunden (nur Flug- und Umsteigezeiten) und einer Zeitverschiebung von 8 Stunden.


Wir hatten Glück. Es hatte in Rusutsu am meisten geschneit über Nacht auf Hokkaido wie wir in unserem Gratis-WiFi abends checken. Alles richtig gemacht.


Fahren in Streuobstwiesen? Herrlich diese Natur hier.


Oha, sogar die Sonne kam für wenige Minuten raus. Also sofort Bilder machen und genießen.

Übirgens. Wir gaben alles die Hänge kaputt zu fahren. Aber es war nicht möglich hier. Einfach zu wenig los, so dass wir selbst um 16.00 noch frischen Schnee fanden

Nach einer guten Stunde wechselten wir auf die Nordseite. Dort sah es relativ flach aus, aber das täuschte. Natürlich erwarteten uns hier nicht die steilen Hänge wi ein Stuben im Lawinengitter oder in Revelstoke oder in Sunshine Village. Aber es machte riesen Spaß.


Schneemassen in Rusutsu


Powderchair :mrgreen: :mrgreen: Bitte fragt mich nicht nach der Liftmarke. In Japan gibts spannenderes als die Schilder zu suchen. Fakt ist. Dieser Lift stand schon ein paar Tage still.


Powderchair in Rusutsu


Dieser fuhr. 2er Sessel. Ich habs gern langsam sagte ich ja schon.


Herrlich, die Pillows überall.


v. l. Busfahrer, Pressestelle, Powderradar


Getränkeautomaten mögen die hier...


Mittagspause. Gezwungener Maßen, denn wir hatten das Mittagessen im Ticket für 4 Euro mitgekauft. Der Voucher war aber über 8 Euro- dafür gabs ein leckeres kleines Menü.


Wie überall in Japan wo wir waren. Das essen sehr lecker, gut bekömmlich und günstig!


Weiter gehts...


Powderalarm!


Weil es einfach besser ist.


Ssssutttt


Wir brauchen keinen Guide... heute zumindest nicht :mrgreen:



Zurück gehts nach Lake Toya. Hier hatten wir zwei Nächte gebucht. Der Tag in Rusutsu war spitze. Ein guter Start in Japan!


Lake Toya


Lake Toya


Lake Toya. Ein nettes Städtchen. Kein einziger Skifahrer außer uns. Kaum Leute zu sehen, aber abends - da waren auf einmal Massen an Japanern für dieses Städtchen zumindest. Denn es war Licherfest :biggrin:


Öffentlicher Fußwasch-Onsen, brauchten wir nicht :ja:


Die Regeln... zum Glück sind die Zahlen für uns lesbar, sonst wäre vieles schwierig gewesen.


Lichterfest, scheinbar für die Japaner sehr interssant. Auch wir erfreuten uns der bunten Lichter.


Sehr viele Lämpchen.


Im Lichtertunnel.


Noch mal Tunnel.


Lichterfest


Viel los hier...


Englisch ist für viele hier schwierig... Deutsch kann sowieso keiner :mrgreen:


Die Speisekarte


Abendessen in einem traditionellen japanischen Lokal. Hier kniet man am Tisch und kann sich selbst am Tisch seine Zutaten grillen. Top!!!


Zum Essen gibt es Sake


Auf dem Heimweg zu unserem Hotel.

Der Schneefall setzt wieder ein... :biggrin: :biggrin:


Weiter zum Skitag zwei in Niseko am 15.02.2015
 
Toll! Hab mich schon gefragt, wann die Berichte zu eurer Tour kommen :)

Da müsste ich mich eigentlich auch mal ransetzen und meine Japan-Restbestände Berichtemäßig aufarbeiten.
 
Ams schrieb:
Toll! Hab mich schon gefragt, wann die Berichte zu eurer Tour kommen :)

Da müsste ich mich eigentlich auch mal ransetzen und meine Japan-Restbestände Berichtemäßig aufarbeiten.


Ich würde mich freuen über deine Berichte. Warst du auf Honshu?
 
Weltklasse!

Da kommt alles wieder hoch! Der Heizlüfter, die Schneemassen links und rechts am Straßenrand, die netten Japaner, die Gemütlichkeit, die Powderchairs, die Vending Machines, die Onsen, die Kuriositäten - ich will wieder hin!

Plane für 2017 einen weiteren Run dort hin - wenn du magst - gerne! Musst aber trinkfest sein - Tokio ist Pflicht! 8)
 
Saugeiler Bericht!
Das würde mich auch mal reizen, obwohl ich mich im Tiefschnee eher schwer tu.

Klasse auch die Beschreibung der Onsen und das ihr eher von Einheimischen genutzte Hotels, Restaurants benutzt habt. So bekommt man auch etwas von Land und Leuten mit...

Sehr, sehr schön zu lesen und zu betrachten...
 
Danke, dieses Jahr gehts erst mal nach Gulmarg, Kashmir. Mal schauen was es dort an Land und Leute zu sehen gibt.
Aber Japan bleibt in hervorragender Erinnerung. Hier passte alles - sogar die sonnigen Tage waren gut für einmalige Erlebnisse auf dem Vulkan!
 
Zurück
Oben