Jetzt wurde ein Argument angeschnitten, das doch recht interessant ist:
Die grundlegend positive Einstellung auf allen Ebenen zu den Aktivitäten die einem wichtig sind.
Skifahren macht Spass? Habe Jahresabo? Ist fein? Ich freue mich jedes mal drauf?
Ja genau!
Das ist aber lediglich meine eigene persönliche Emotionale Ebene, meine persönliche Perspektive. In aller Freiheit.
Aber: Es eine Perspektive von vielen.
Wir Menschen neigen sodann dazu, die eigenen positiven Perspektiven für uns selber in den Vordergrund zu schieben.
Was ja auch Sinn macht auf den ersten Blick: Nur was ich als gut empfinde, kann ich auch gut ausleben!
Dennoch, Alter und Lebensweg schlagen irgendwann zu, es kommen neue Erfahrungen, neue Eindrücke, neue Freunde etc.
Sodann gesellen sich weitere Perspektiven hinzu. Und ja, diese können auch im krassen Gegensatz zu jenen stehen, die das eigene Tun unter die Sonne des Harmlosen stellen.
So erkunde ich im Sommer Skigletscher, beobachte und dokumentiere. Vom zerquetschten Smartphone mit offener Lithiumbatterie zum Skipass von 1978. (Seids froh, dass ich fast nichts publiziere dazu... *g*).
So kann ich meine Einstellung aus jungen Jahren zum Sommerski nicht "nicht revidieren". Und dennoch fahre ich da auch Ski im Winter.
Manche Dinge tue ich mir nicht an, bspw. Zillertal (alleine die Fahrt im verschandelten Talgrund in der Autokolonne...nö).
Ich habe gelernt, so denke ich, recht gut skizufahren, mit alpinen Gefahren umzugehen. Als Dreikäsehoch-Kind hätte ich mir vielleicht glatt planierte Autobahnpisten gewünscht. Heute langweilen sie mich, emotionsloses runterfahren auf Kunstschnee mit orangenen Polstern links und rechts. Wer tut sich das an? Im Sommer finde ich die Landschaftsbauerei scheusslich. Und dennoch fahre ich Ski.
Ich finde vieles ungut was ich tue. Und dennoch tue ich es. Aber: Ich gestehe mir zu, auch die schwarzen Seiten zu reflektieren und zu recherchieren - was dann ja auch mal wieder spass macht (zB. Scerscen Exploration uvm.).
Wenn ich Ski fahre, dann entweder im Gelände, oder aber in (den immer selteneren) Skigebieten mit Flair, wie Alagna mal war, wie der Glungezer bald nicht mehr sein wird, wie es die Schlick in homöopathischen Dosen noch ist etc.
Ich bin kein Ski-Fanat, daher mache im im Gebirge was gerade je nach Saison, Wetter- und Schneelage am besten geht, am genialsten ist. Und das ist gewiss nicht Skifahren im Oktober auf einem Streifen Industriepiste. Die Kitzler behaupten dazu "ja, wir machen das weil es der Kunde will".
Was ist denn das für eine Einstellung bitte? Würde in der Kirche im Zentrum von Kitzbühel ein grosses MacDonalds eingerichtet, so würden das dort auch die Kunden stürmen, im Ggs. zur morgendliche hl. Messe.
Die Begründung der Kitzbüheler ist niederträchtig, sie symbolisiert die Aufgabe jeglicher Eigenidentität zugunsten eines hochtechnisierten aber letztendlich banalen Kommerzes.
So, jetzt ist es 13:35 - um 13:45 fährt die nächste Bahn Innenstadt-->Hungerburg->Hafelekar. Da kann man doch gleich mal den Innsbrucker Klettersteig gehen, bei blauestem himmel und spätsommerlichen Temperaturen. (Ooops, die Bahn kriege ich nimmer. Nächste halt.)
Komentar von DH87 im Webstandard (glaube nur für Tiroler verstehbar):
Disneyland, mei Hoamat
Einmal mehr blitzt in mir die Vision eines großen Tirols auf. Mei Hoamat!!
Ein riesiges, das ganze Inntal überspannendes goldenes Dachl von der Seegrube bis zum Patscherkofel.
Darunter ein ganzjähriger Christkindlmarkt, der höchstens wenige Tage pausiert
während dem Fussball oder RadWM ist. Natürlich auf Knopfdruck Kunstschnee
bzw. Wenns zu heiss is Theaterschnee um die Kaminwurze und den Karreespeck von der belgischen Mastsau zu bestreuen.
Ein vereinigtes Europa der Dumpinglöhner aller Herren Länder das für Hotliers und Liftbetreiber schuftet.
Gemeinsam mit Bayern und Südtirol ausgebaut zu einer Schischaukel (das "Hannibal-Experience-Premiumressort").
Selbstverständlich sollten flächendeckend die Lehrpläne der Schulen deshalb auf Aussac...