• Willkommen im neuen Alpinforum!

    Das Alpinforum ist erfolgreich auf die neue Forensoftware XenForo umgezogen. Benutzerkonten und Foreninhalte wurden übernommen, sodass ihr euch wie gewohnt anmelden könnt.

    Schaut euch gerne um und probiert die neuen Funktionen aus. Solltet ihr Fehler oder Unstimmigkeiten entdecken, meldet sie bitte im entsprechenden Thema.

    Alle Informationen zur Migration und zum neuen Forum findet ihr hier:

    Zur ausführlichen Ankündigung

    Viel Spaß im neuen Alpinforum!

    Euer Alpinforum-Team

18.11.2018 - Menschenleer Skigebiet Sölden eröffnet

Gestern (So, 18.11.2018) kam ich "wie die Jungfrau zum Kind" zu der zweifelhaften Ehre, das Winterskigebiet von Sölden als Erster für die neue Saison eröffnen und befahren zu dürfen. Interessanterweise - und das war richtig cool - war ich trotz des Wochenendtages bei bestem Wetter als einziger Gast in dieser Skigebietsteil unterwegs. "Menschliche Störfaktoren" waren also 100% ausgeschlossen.

Chronologie dieser kuriosen Erfahrung:

Um 8.15 Uhr war ich am Karleskogel damit fertig, den Trainings-Rennkurs für unser Rennteam zu setzen. Ich hatte meine Sonnenbrille vergessen und fuhr deshalb nochmal zum Parkplatz ab. Mein Auto stand nur wenige Meter von der Station der 8EUB Gletscherexpress entfernt. Ich sah, dass man ausgaragiert hatte und vernahm um 8.25 Uhr das eindeutige akustische Signal, dass der Bahnbwetrieb beginnt. Offizielle Öffnung wäre um 8.30 Uhr. Ich ging spontan durch die Schranke und setzte mich in eine Gondel. An der Gegenstation bestätigte mir der Lift-Mitarbeiter, dass ich der heuer erste und bislang einzige Gast in diesem Skigebietsteil sei. Also befuhr ich die Pisten an Einzeiger- und Seekogelbahn völlig einsam und zog meine einsame Spur in die teilweise frisch gewalzten und teilweise mit einer dünnen Schneeschicht bedeckten Pisten. Das war schon ein merkwürdiges - aber absolut cooles - Gefühl, bei bestem Wetter in einem so bekannten Skigebiet als einziger Gast unterwegs zu sein. Die Stille war grandios. Die Pisten waren ausreichend beschneit, ich konnte keine Steine erkennen und hatte auch keinen "Feindkontakt".

Rein skifahrerisch war der Nutzen dieses Ausflugs überschaubar. Die Pisten an Seekogel und Einzeiger sind nicht so wahnsinng spannend, und die Bahnen liefen nach meinem Empfinden mit verringerter Geschwindigkeit, so dass die Zeit im Lift im Verhältnis zur skifahrerischen Herausforderung eher hoch war. War aber egal. Das Gesamt-Empfinden war genial. Silberbrünnl und Langegg waren noch zu, so dass kein "Gästenachschub" von dieser Seite kam. Nach 30 Minuten machte ich mich auf den Rückweg. Dann kamen mir im Gletscherexpress in den entgegenkommenden Gondeln auch die (nach mir) ersten Ski-Gäste entgegen, die sich auf den Weg ins Winterskigebiet machten, um dieses als ZWEITE zu befahren.

Ich gesellte mich anschließend wieder zu meinem Rennteam am Karleskogel, um dort unserer Trainerin zu assistieren.
 

Anhänge

  • Winter11.JPG
    Winter11.JPG
    122,4 KB · Aufrufe: 3.823
  • Winter12.JPG
    Winter12.JPG
    141,1 KB · Aufrufe: 3.823
  • Winter13.JPG
    Winter13.JPG
    101,3 KB · Aufrufe: 3.823
  • Winter14.JPG
    Winter14.JPG
    150,7 KB · Aufrufe: 3.823
  • Winter15.JPG
    Winter15.JPG
    127,6 KB · Aufrufe: 3.823
  • Winter16.JPG
    Winter16.JPG
    139,2 KB · Aufrufe: 3.823
  • Winter17.JPG
    Winter17.JPG
    112,1 KB · Aufrufe: 3.823
  • Winter18.JPG
    Winter18.JPG
    144,4 KB · Aufrufe: 3.823
Wow, geile Sache! 8)
Das ist dann wohl mal wirklich Privatskigebiet!!!
 
Ich würde ja nicht freiwillig auf die gute Zeit auf den interessanten Pisten verzichten um in den flachen Verbindungsteil zu kommen (am Einzeiger ist nur die obere Hälfte irgendwie interessant). Wenn überhaupt dann erst um 15:30 oder so rüberfahren. Und wie man freiwillig am Seekogel rauffährt - außer um retour zu kommen - verstehe ich gar nicht. Aber gut - lange warst du ja auch nicht in dem Teil. Aber fürs Sölden Publikum allgemein ist es schon okay - die fahren ja auch am Tiefenbachferner die ganze Zeit - nach 2-3 mal dort fahren ist mir das auch zu blöd fürs kurze nette Stück oben ewig rauffahren und unten der ewige Flachteil.
 
extremecarver schrieb:
Ich würde ja nicht freiwillig auf die gute Zeit auf den interessanten Pisten verzichten um in den flachen Verbindungsteil zu kommen (am Einzeiger ist nur die obere Hälfte irgendwie interessant). ...
Schon klar! Abe ich war ja ohnehin nicht zum Skifahren da droben, sondern als Kurssetzer und Trainingsassistent. Gute Zeit auf Pisten war somit ohnehin nicht geplant. Das mit den Verbindungsteil war rein der "Gag" mit der Erstbefahrung/Privatskigebiet - und das hat sich unter diesem Aspekt allemal gelohnt.
Ansonsten musste ich oft genug den Direkthang am Rettenbachferner runter fahren - aus logistischen Gründen; teilweise sogar mit Stangensäcken. Ich kann mich also nicht über zu geringe Oberschenkelbelastung beschweren.
Training war übrigens coole Sache mit finnischer Trainerin mit Weltcup-Erfahrung.
 
Steine gabs im Tagesverlauf noch genug. Nicht unbedingt auf der Piste (nur 1-2 mal ein richtiger Brocken zu sehen), dafür jede Menge kleine in den Zufahrten zu den Sesselliften... Meine Ski haben jetzt einen ordentlichen Gratiskonturschliff erhalten. Sowas hab ich in 6 Tagen Hintertux voe 2 Wochen und über 30 Tagen mit denen letzte Saison nicht erlebt.
 
Chasseral schrieb:
Gestern (So, 18.11.2018) kam ich "wie die Jungfrau zum Kind" zu der zweifelhaften Ehre, das Winterskigebiet von Sölden als Erster für die neue Saison eröffnen und befahren zu dürfen. Interessanterweise - und das war richtig cool - war ich trotz des Wochenendtages bei bestem Wetter als einziger Gast in dieser Skigebietsteil unterwegs. "Menschliche Störfaktoren" waren also 100% ausgeschlossen.

Chronologie dieser kuriosen Erfahrung:

Um 8.15 Uhr war ich am Karleskogel damit fertig, den Trainings-Rennkurs für unser Rennteam zu setzen. Ich hatte meine Sonnenbrille vergessen und fuhr deshalb nochmal zum Parkplatz ab. Mein Auto stand nur wenige Meter von der Station der 8EUB Gletscherexpress entfernt. Ich sah, dass man ausgaragiert hatte und vernahm um 8.25 Uhr das eindeutige akustische Signal, dass der Bahnbwetrieb beginnt. Offizielle Öffnung wäre um 8.30 Uhr. Ich ging spontan durch die Schranke und setzte mich in eine Gondel. An der Gegenstation bestätigte mir der Lift-Mitarbeiter, dass ich der heuer erste und bislang einzige Gast in diesem Skigebietsteil sei. Also befuhr ich die Pisten an Einzeiger- und Seekogelbahn völlig einsam und zog meine einsame Spur in die teilweise frisch gewalzten und teilweise mit einer dünnen Schneeschicht bedeckten Pisten. Das war schon ein merkwürdiges - aber absolut cooles - Gefühl, bei bestem Wetter in einem so bekannten Skigebiet als einziger Gast unterwegs zu sein. Die Stille war grandios. Die Pisten waren ausreichend beschneit, ich konnte keine Steine erkennen und hatte auch keinen "Feindkontakt".

Das kann ich gut nachempfinden, muss traumhaft im wahrsten Sinne des Wortes gewesen sein. So was ähnliches ist mir mal vor ein paar Jahren am Ende der Saison in Hochkönig passiert, wo ich anscheinend der einzige war, der tatsächlich noch Mitte April Skifahren wollte. Am Schwarzeckalmlift musste ich den Liftwart mit einem Schneeball gegen die Scheibe wecken, damit er die Schranke aufmacht. Fast den ganzen Tag alleine unterwegs gewesen, ich kam mir vor wie in so einem 70er Jahre Endzeitfilm oder wie in Will Smith in "I am Legend" auf dem Flugzeugträger :lol:
 
Zurück
Oben