Statik und allgemein Bauingernieurwesen sind nicht mein Bereich.
Solche Stützen werden i.d.R. nicht durch die Seilbahnhersteller geplant, sondern durch Spezialfirmen, die sich jedoch nicht ausschliesslich mit solchen Bauwerke befassen. Heutzutage werden aufwendige Computersimulationen durchgeführt, irgendwo habe ich glaub ein Link für die beidern Firmen die jeweils die Stützen der Emirates Gondelbahn sowie von der 60-ATW in Brest berechnet haben aufgeführt. Da wird auch das dynamische Verhalten (elastische Deformationen) überprüft.
Auch die Fa., die die Stütze der 120-ATW Eibsee-Zugspitze berechnet hat, ist bekannt für solche Auslegungen (habe den Namen vergessen).
Andererseits werden geotechnische Experten herangezogen (Gründungen/Fundamente). Naturgefahren wie Steinschlag, Erdrutsche, Murggänge, usw. sind ebenfalls Sache von Expertenberichte. Schneebezogene Gefahrenanalysen werden von weiteren spezialisierten Experten durchgeführt. Für die Brandsicherheit (bei Stützen nicht direkt relevant), Gewässerschutz, Umweltschutz allgemein (Umweltverträglichkeitsstudie) sind noch verschiedene weitere Experten am Werk.
Im Rahmen des Plangenehmigungsverfahren sind zahlreiche Berichte von spezialisierten Firmen zu erstellen. Für eine Stütze sind nur gewisse Expertisen notwendig, die benötigen dennoch Zeit und vieles wird man vorort erst gegen Ende Frühling ausführen können (z.B. ggf. Sondierbohrungen falls beim Bau keine gemacht).
Grösstes Problem ist m.E. eher der Zeitrahmen als die technischen Lösungen als solche. Ein keilförmiges genügend hohes und grosses Stahlbetonfundament wäre denkbar sofern dei geotechnischen Verhälntisse es erlauben. Problem ist jedoch die Baubewilligung, da ja die Umweltfanatiker bereits aus reinem Prinzip Einspruch erheben werden und dann verliert man unglaublich viel Zeit und auch Geld. Könnte man 1:1 wiederaufbauen, wäre es nicht so kompliziert, nur sind vermutlich sichtbare Änderungen erforderlich.
Seitens des BAV (Bundesamt für Verkehr) sehe ich kaum Probleme sofern die notwendigen Expertenberichte eingereicht werden.
Wie genau ausgelegt wird, weiss ich nicht, insbes. da in CH die SIA im Bauwesen übermächtig ist. Vermute man kann auch nach den Eurocodes vorgehen, da kenn ich mich jedoch gar nicht aus.