01.11.2019: Kitzbühel – Bichlalm + Resterhöhe:
So spät wie schon lange nicht startete ich in die Skisaison – natürlich leider der denkbar ungünstigste Zeitpunkt, aber leider hatte ich im Oktober aus verschiedenen Gründen keine Zeit.
Für den ersten Skitag entschied ich mich für Kitzbühel, da ich dies bei der Anreiseroute ganz gut einbauen konnte und außerdem nochmal Lust auf einen kleinen Bergspaziergang hatte.
Am Morgen steuerte ich zunächst die DSB Bichlalm an. Die Dame an der Kasse schaute zwar ganz verdutzt, als ich eine TSC kaufen wollte, aber nach etwas hin und her probieren hat sie dann die richtigen Knöpfe gedrückt und mir meine neue Karte ausgehändigt.
Kurz nach 09:00 Uhr fuhr ich dann mit der DSB nach oben. Die Fahrt in diesem Kitzbüheler Teilgebiet war für mich meine Premierenfahrt. Sehr auffällig an der DSB ist der ultralange Sesselabstand. Die Fahrgeschwindigkeit war heute äußerst gering; die Fahrt dauerte so gut 20min – aber man hat ja Zeit.
Oben unternahm ich einen knapp zweistündigen Spaziergang von der Bichlalm über den Stuckkopf und von da wieder über einen anderen Weg zurück. Nach dem stressigen Oktober und der frühen Abfahrt war so ein kurzer Spaziergang sehr gut, um etwas den Kopf frei zu kriegen.
Anschließend fuhr ich an die Resterhöhe, um noch ein paar erste Schwünge der Saison zu ziehen. Gegen 12:45 Uhr stieg ich in Breitmoos in die Gondel. An der Resterhöhe ist heuer ja leider nur noch eine Piste geöffnet. Kitzbühel hat ja generell sein Herbstangebot massiv eingedampft. Ich hoffe, die andauernde Kritik am Vorgehen der Kitzbüheler führt nicht dazu, dass der Herbstbetrieb ganz eingestellt wird. Da der Walde aber dieses Jahr quasi nicht mehr im Herbstbetrieb unterwegs sein wird (die 2-3 Wochen vor dem eigentlichen Saisonstart zähle ich jetzt nicht wirklich; letztes Jahr war da ja Eröffnung im Oktober) bleibt ja nur die eine Piste an der Resterhöhe. Auch wenn die blaue Umfahrung nicht besonders spannend war, war sie dennoch eine willkommene Abwechslung an der 4SB. Dies fällt leider mittlerweile ja auch flach..
Generell erschien mir gefühlt das Schneeband heuer v.a. im unteren Bereich schmaler als sonst und insgesamt auch weniger mächtig als üblich.
Auch wenn ich verstehe, dass die Aktion der Kitzbüheler nicht immer auf Wohlwollen trifft, so fand ich das Angebot in Kitzbühel gerade in den Herbstferien als die einzig sinnvolle Alternative, um dennoch Skifahren zu können. Mit beiden Liften hatte man etwas Abwechslung und der Schnee war meist besser als am Gletscher und weniger los ist eh. Nachdem Kitzbühel aber ja quasi aufgibt, entfällt diese Alternative leider.
Auf der Piste war heute leider ca. 2/3 für Rennteams abgesteckt. Die für den Publikumsskilauf geöffnete Restpiste war daher leider viel zu schmal, um entspannt fahren zu können, insbesondere im unteren Teil. Die 40€, die die Bergbahnen dafür regulär nehmen würden, grenzen eigentlich an Abzocke. Vergleicht man das Angebot mit den Preisen eines vergleichbaren Mittelgebirgsskilift, müsste der Preis bei ca. 20€/Tag legen. Selbst mit dem Zuschlag für erhöhten Aufwand kommt man da aber bei weitem nicht an die 40€ ran, aber TSC sei Dank interessiert mich das ja nicht.
Der Schnee an sich war ganz gut, zwar ziemlich von der harten Sorte, aber dennoch gut griffig. Gegen Ende meiner Stunde, die ich oben verbracht habe, kam aber doch an vielen Stellen Eis durch; auf der Rennstrecke sogar etwas Dreck. Die Schneedecke ist heuer aber auch nicht so dick, wie üblich.
Gefallen:
Gutes Wetter
Netter Bergspaziergang
TSC
Endlich wieder ein paar Schwünge im Schnee gezogen
Premierenfahrt Bichlalm
Nicht gefallen:
Stark reduziertes Herbstskiangebot in Kitzbühel
Viel zu schmale öffentliche Piste an der 4SB
Matteneinstieg an der 4SB
Daher: (für den Skitag)
,5 von

Bilder:
Seitenblick aus der DSB Bichlalm
Auf den Bergen war von früh weg in der Sonne
Blick Richtung Paß Thurn
Zoom zum Kitzbüheler Horn
Zoom zum Hahnenkamm mit dem leider noch nicht verteilten oberen Depot am Waldelift
Blick in Richtung Wörgl
Die Berge sind einfach schön
Blick Richtung Steinberge
Über der Hohen Salve fuhren zwei Heißluftballons
Blick zurück zum Gipfel des Stuckkogels
Blick in Richtung Süden
Der Weg zurück zur Bichlalm war sehr angenehm und gut ausgebaut, während der Hinweg über kleinere Pfade verlief
Zoom zum verbliebenen Schneeband an der Resterhöhe
Zeit für die ersten Schwünge der Saison. Leider stand dafür aber nicht so sonderlich viel Platz zur Verfügung.
Blick ins noch grüne Winterskigebiet
Blick aus dem Lift
Blick zur Talstation des Sessellifts
Blick nach oben. Gerade in diesem Bereich war es sehr schmal
Wieder ein Blick nach oben im untersten Teil, wo die Piste in etwa 50/50 aufgeteilt war
Talstation 4SB Resterkogel
Fazit:
Skitechnisch war das zwar ein sehr mauer Saisonauftakt, aber es ist eh ja erst Herbst und die Bedingungen sind ohnehin überall in Tirol aktuell nicht optimal. Es ist aus meiner Sicht sehr schade, dass Kitzbühel den Herbstbetrieb nur noch halblebig führt, denn gerade auch letztes Jahr zur gleichen Zeit habe ich die damals drei zur Verfügung stehenden Pisten sehr geschätzt als gelungene Alternative zu den überfüllten Gletschern.
Die ganz laute Kritik der Medien an der Aktion der Kitzbüheler kann ich nicht zu 100% nachvollziehen – immerhin ist es ja „wiederverwendeter“ Schnee. Außerdem sieht es ja aktuell am Kaunertaler und Pitztaler Gletscher auch nicht besser aus, nur dass da die Schneebänder halt auf Geröll und nicht auf einer Wiese liegen.
So spät wie schon lange nicht startete ich in die Skisaison – natürlich leider der denkbar ungünstigste Zeitpunkt, aber leider hatte ich im Oktober aus verschiedenen Gründen keine Zeit.
Für den ersten Skitag entschied ich mich für Kitzbühel, da ich dies bei der Anreiseroute ganz gut einbauen konnte und außerdem nochmal Lust auf einen kleinen Bergspaziergang hatte.
Am Morgen steuerte ich zunächst die DSB Bichlalm an. Die Dame an der Kasse schaute zwar ganz verdutzt, als ich eine TSC kaufen wollte, aber nach etwas hin und her probieren hat sie dann die richtigen Knöpfe gedrückt und mir meine neue Karte ausgehändigt.
Kurz nach 09:00 Uhr fuhr ich dann mit der DSB nach oben. Die Fahrt in diesem Kitzbüheler Teilgebiet war für mich meine Premierenfahrt. Sehr auffällig an der DSB ist der ultralange Sesselabstand. Die Fahrgeschwindigkeit war heute äußerst gering; die Fahrt dauerte so gut 20min – aber man hat ja Zeit.
Oben unternahm ich einen knapp zweistündigen Spaziergang von der Bichlalm über den Stuckkopf und von da wieder über einen anderen Weg zurück. Nach dem stressigen Oktober und der frühen Abfahrt war so ein kurzer Spaziergang sehr gut, um etwas den Kopf frei zu kriegen.
Anschließend fuhr ich an die Resterhöhe, um noch ein paar erste Schwünge der Saison zu ziehen. Gegen 12:45 Uhr stieg ich in Breitmoos in die Gondel. An der Resterhöhe ist heuer ja leider nur noch eine Piste geöffnet. Kitzbühel hat ja generell sein Herbstangebot massiv eingedampft. Ich hoffe, die andauernde Kritik am Vorgehen der Kitzbüheler führt nicht dazu, dass der Herbstbetrieb ganz eingestellt wird. Da der Walde aber dieses Jahr quasi nicht mehr im Herbstbetrieb unterwegs sein wird (die 2-3 Wochen vor dem eigentlichen Saisonstart zähle ich jetzt nicht wirklich; letztes Jahr war da ja Eröffnung im Oktober) bleibt ja nur die eine Piste an der Resterhöhe. Auch wenn die blaue Umfahrung nicht besonders spannend war, war sie dennoch eine willkommene Abwechslung an der 4SB. Dies fällt leider mittlerweile ja auch flach..
Generell erschien mir gefühlt das Schneeband heuer v.a. im unteren Bereich schmaler als sonst und insgesamt auch weniger mächtig als üblich.
Auch wenn ich verstehe, dass die Aktion der Kitzbüheler nicht immer auf Wohlwollen trifft, so fand ich das Angebot in Kitzbühel gerade in den Herbstferien als die einzig sinnvolle Alternative, um dennoch Skifahren zu können. Mit beiden Liften hatte man etwas Abwechslung und der Schnee war meist besser als am Gletscher und weniger los ist eh. Nachdem Kitzbühel aber ja quasi aufgibt, entfällt diese Alternative leider.
Auf der Piste war heute leider ca. 2/3 für Rennteams abgesteckt. Die für den Publikumsskilauf geöffnete Restpiste war daher leider viel zu schmal, um entspannt fahren zu können, insbesondere im unteren Teil. Die 40€, die die Bergbahnen dafür regulär nehmen würden, grenzen eigentlich an Abzocke. Vergleicht man das Angebot mit den Preisen eines vergleichbaren Mittelgebirgsskilift, müsste der Preis bei ca. 20€/Tag legen. Selbst mit dem Zuschlag für erhöhten Aufwand kommt man da aber bei weitem nicht an die 40€ ran, aber TSC sei Dank interessiert mich das ja nicht.
Der Schnee an sich war ganz gut, zwar ziemlich von der harten Sorte, aber dennoch gut griffig. Gegen Ende meiner Stunde, die ich oben verbracht habe, kam aber doch an vielen Stellen Eis durch; auf der Rennstrecke sogar etwas Dreck. Die Schneedecke ist heuer aber auch nicht so dick, wie üblich.
Gefallen:
Nicht gefallen:
Daher: (für den Skitag)
Bilder:
Seitenblick aus der DSB Bichlalm
Auf den Bergen war von früh weg in der Sonne
Blick Richtung Paß Thurn
Zoom zum Kitzbüheler Horn
Zoom zum Hahnenkamm mit dem leider noch nicht verteilten oberen Depot am Waldelift
Blick in Richtung Wörgl
Die Berge sind einfach schön
Blick Richtung Steinberge
Über der Hohen Salve fuhren zwei Heißluftballons
Blick zurück zum Gipfel des Stuckkogels
Blick in Richtung Süden
Der Weg zurück zur Bichlalm war sehr angenehm und gut ausgebaut, während der Hinweg über kleinere Pfade verlief
Zoom zum verbliebenen Schneeband an der Resterhöhe
Zeit für die ersten Schwünge der Saison. Leider stand dafür aber nicht so sonderlich viel Platz zur Verfügung.
Blick ins noch grüne Winterskigebiet
Blick aus dem Lift
Blick zur Talstation des Sessellifts
Blick nach oben. Gerade in diesem Bereich war es sehr schmal
Wieder ein Blick nach oben im untersten Teil, wo die Piste in etwa 50/50 aufgeteilt war
Talstation 4SB Resterkogel
Fazit:
Skitechnisch war das zwar ein sehr mauer Saisonauftakt, aber es ist eh ja erst Herbst und die Bedingungen sind ohnehin überall in Tirol aktuell nicht optimal. Es ist aus meiner Sicht sehr schade, dass Kitzbühel den Herbstbetrieb nur noch halblebig führt, denn gerade auch letztes Jahr zur gleichen Zeit habe ich die damals drei zur Verfügung stehenden Pisten sehr geschätzt als gelungene Alternative zu den überfüllten Gletschern.
Die ganz laute Kritik der Medien an der Aktion der Kitzbüheler kann ich nicht zu 100% nachvollziehen – immerhin ist es ja „wiederverwendeter“ Schnee. Außerdem sieht es ja aktuell am Kaunertaler und Pitztaler Gletscher auch nicht besser aus, nur dass da die Schneebänder halt auf Geröll und nicht auf einer Wiese liegen.
