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Ausblick Skisaison 20/21 vs. Corona-Pandemie

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Pistencruiser

Gaislachkogl (3058m)
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Servus, liebe Forengemeinde!

Die nächste Saison scheint noch weit weg doch kommt Sie schneller als uns allen eigentlich lieb sein dürfte.
Das Oktoberfest wurde heute (erwartbar) endgültig abgesagt und damit befinden wir uns schon im Herbst und somit am Beginn der Gletschersaison.
Ich denke uns allen schwant bereits, dass die nächste Skisaison wohl nicht so verlaufen wird wie wir alle das aus der Vergangenheit gewohnt sind und wir uns das wünschen würden.

Mir ist bewusst, dass es gerade jetzt drängendere Probleme zu bewältigen gilt aber da der Schwerpunkt dieses Forums auf Wintersport liegt, kann man das gedanklich ja ruhig schon mal angehen.

Mich beschäftigen in Hinblick auf die Saison dabei folgende Gedanken:
- Saisonkarten: Wie sinnvoll wird die Anschaffung für die nächste Saison sein?
- Reiseverkehr: Wird man wieder ungehindert die Grenzen passieren können?
- Das Virus wird nicht aus der Welt sein: Wie kann eine erneute Verbreitung von den Skigebieten ausgehend verhindert werden.
- Was werden die Konsequenzen bei erneuten lokalen Ausbrüchen in touristischen Hotspots sein?
- Wird man sich überhaupt noch trauen, eine Skiwoche zu buchen, im Wissen darum, dass möglicherweise ganze Orte erneut unter Quarantäne gestellt werden und die Gäste nicht mehr ungehindert abreisen können?
- Welche realistischen Maßnahmen stehen den Betreibern Verfügung, die Saison unter den leider zu erwartenden ungünstigen Umständen zu sichern?

Etc., etc.,...

Und bitte jetzt keine zweite Corona-Diskussion hier lostreten, dafür gibt es den anderen Faden!
Mich interessiert in erste Linie, welche Erwartungen/Befürchtungen darf/muss man für die Saison 20/21 haben?
Welche Szenarien sind erwartbar?
 
- m.E. muss man auch die nächsten Jahre befürchten, dass jederzeit und wesentlich rigoroser=schneller als bisher Hotels oder Dörfer in Quarantäne gesteckt werden und man auch als Tourist dann nicht mehr so einfach wie diesmal ausreisen darf. Nicht nur wg. Covid19.

- Es könnte sein, dass man sich registrieren lassen muss und nur ein bestimmtes Gebiet anfahren darf. Solche oder ähnliche Gedanken spuken derzeit für die Sommeröffnung in AT rum.
 
was mir eigentlich eh schon länger klar war, ist, zumindest bei mir, mit der Info vom Oktoberfest, dann jetzt im Kopf so richtig fixiert.
Das wird noch lange dauern. Wobei das mit dem Oktoberfest konnte eigentlich nicht anders kommen, ist ja eine Höchstrisikoveranstaltung.

Bis zur nächsten Schisaison hat es ja schon noch etwas Zeit (starli vielleicht ausgenommen :wink: ), darum schon noch schwer einzuschätzen.

Meine Prognose für Herbst/Winter: Reiseverkehr, Hotels sowieso, auch Infrastruktur wird soweit wieder funktionieren (muß ja auch, sonst wirtschaftlicher Kollaps).
Vielleicht Einschränkungen, wenn es um enge Menschenansammlungen geht (in unserem Fall z. B. in einer Pendelbahn nur mehr gewisse Personenanzahl).

Rauchen werden momentan die Köpfe bei z. B. den Verantwortlichen für Saisonkarten.
So gut kann sich da die Situation im Laufe des Jahres nicht entspannen, da wird es kräftige Rückgänge geben.
 
Ich denke man wird im Sommer schon sehen in welche Richtung das geht. Als Bergsteiger würde es mich natürlich freuen wenn man im Juni/Juli wieder Tagestouren in AT machen oder übers WE mit Übernachtung in einer kleinen Pension reinfahren kann. Wenn man aber eine Stunde an der Grenze steht weil man irgendeinen Passierschein vorzeigen muss, wird sich das nicht lohnen und allenfalls unter der Woche. Aber so Leute wie ich hauen es nicht raus, man denkt gerade sicherlich v.a. an die deutsche Familie die für 1-2 Wochen ins Hotel geht und hier arbeitet man laut Medienberichten an Maßnahmenplänen.
@starli: Hast Du dahingehend schon was genaueres gehört?

Ansonsten was die Skifahrerei angeht wird die ganze Branche sicherlich gespannt nach Hintertux schauen, wenn die wieder öffnen. Hier im Forum hatten wir ja schon mögliche Schutzmaßnahmen skizziert, die für die breite Masse an Winterurlaubern aber wohl kaum realisierbar ist (keine Gastronomie oder jedenfalls keine Enge in den Hütten etc).

Vielleicht hat sich das Thema bis zum Winter ja auch doch wieder erledigt (Medikamente, Impfstoffe, oder es läuft sich doch tot..). Da ist noch vieles unklar. Ob eine ganz ausfallende Saison (worst case) viele Gebiete durchstehen würden (gerade die kleineren und mittelgroßen) ist natürlich fraglich.
 
Interessante Gedankenspiele aber leider auch mindestens genauso wertbringend wie die Frage: Hat das Skigebiet um die Zeit x ausreichend Schnee und ist das Wetter gut ...
Man wird aus wirtschaflichen Gründen spätestens dann alles daransetzten um ein Skifahren zu ermöglichen (wie bei der Beschneiung auch) aber was wirklich ist...

- Saisonkarten: Wie sinnvoll wird die Anschaffung für die nächste Saison sein?
Hat sich für mich noch nie gelohnt

- Reiseverkehr: Wird man wieder ungehindert die Grenzen passieren können?
Bedingt, ich rechne mit einem stichprobenhaft kontrollierten Nachweis wohin man fährt um ggf. akute Gebiete besser isolieren zu können.

- Das Virus wird nicht aus der Welt sein: Wie kann eine erneute Verbreitung von den Skigebieten ausgehend verhindert werden.
Wie überall, Abstand, ggf. Gondeln nur halb besetzten oder schließen, Mundschutz...

- Was werden die Konsequenzen bei erneuten lokalen Ausbrüchen in touristischen Hotspots sein?
So wie bei Sturm, kann mal ein paar Tage teilweise geschlossen werden.

- Wird man sich überhaupt noch trauen, eine Skiwoche zu buchen, im Wissen darum, dass möglicherweise ganze Orte erneut unter Quarantäne gestellt werden und die Gäste nicht mehr ungehindert abreisen können?
Ich denke, das hier die Hotels/Gastgeber das Risiko übernehmen werden und Buchungen mit 100% Storno anbieten werden. Immer noch besser als wegen dem Risiko keine Vorab-Buchungen und damit keine Planungsgrundlage zu bekommen

- Welche realistischen Maßnahmen stehen den Betreibern Verfügung, die Saison unter den leider zu erwartenden ungünstigen Umständen zu sichern?
Wie in Lech nur eine bestimmte Anzahl Karten ausgeben, bei Schlechtwetter früher schießen, bevor sich alle in die zu knappen Hütten quetschen.
 
Dass man das Oktoberfest absagt macht ja Sinn. Dort kommt ja mittlerweile die ganze Welt zusammen, sitzt eng aufeinander im feuchtwarmen Festzelt, gröhlt und spuckt...Wenn irgendwo eine wirklich krasse Gefahr einer weitreichenden Virenverbreitung besteht dann denke ich als allererstes an diese Veranstaltung. Deswegen begrüße ich die Maßnahme auch. Aber darauf auf den nächsten Skiurlaub vorrauszudenken wage ich noch nicht.
 
Ich vermute ganz stark, das Österreich irgendwie versuchen wird, bereits die Sommersaison einigermaßen durchführen zu können...
Über eine Bereitschaft der Öffnung der Grenze nach Deutschland wurde ja bereits mehrfach berichtet...
https://www.rnd.de/panorama/urlaub-in-osterreich-ohne-sommersaison-steht-tourismusbranche-vor-kollaps-6F7QZFJU5BH77I6EUIYICUCK6M.html
https://www.welt.de/politik/ausland/article207353257/Corona-Krise-Oesterreichische-Ministerin-haelt-Sommertourismus-fuer-moeglich.html

Das frühe Saisonende war offensichtlich ein enormer Kostenfaktor....
https://www.alpinforum.com/forum/posting.php?f=37&mode=reply&t=63758&sid=7c7eba9ac0d6b51c9624eb2396a9f01a
 
Nächste Saison fällt aus. Oder wenn dann maximal mit Masken wie in ÖPNV, da die Maskenpflicht gelten soll bis es einen Impstoff gibt.
 
Momentan ist natürlich viel Kaffeesatzleserei dabei und exakte Aussagen kaum zu treffen. Zumal ja noch nicht einmal die nächsten Wochen vorauszusehen sind. Andererseits fehlt mir gerade die Phantasie, davon auszugehen, ab Herbst wieder fröhlich pfeifend die Ski in den Kofferraum zu schieben und „same procedure as every year“ in die Saison zu starten .
Das Horrorszenario wäre ein erneutes massives Aufploppen in einem der größeren Hotspots und alles geht wieder von vorne los und wäre gelaufen bevor es begonnen hat. Wenn es für ein solches Szenario vorab keinen Algorithmus gibt sehe ich schon schwarz.
Die Wiesn als eine der größten Massenveranstaltungen der Welt sind natürlich nicht auf die Situation in Skigebieten zu übertragen.

Aber um den Rest-Optimismus nicht ganz abzuwürgen habe ich mir schon mal ein paar neue Ski bestellt. Zur Not könnte ich dann jeden Tag in den Keller gehen und sie mir angucken. :biggrin:
 
Ich könnte mir auch vorstellen, dass man Zugangsbeschränkungen einführt, angepasst an die (dann wohl reduzierten) Kapazitäten vor allem der Zubringerbahnen.

Dürfte aber nicht ganz einfach sein, sowas mit Saisonkarten und Skigebietsverbundkarten in Einklang zu bringen :?
 
icedtea schrieb:
Ich könnte mir auch vorstellen, dass man Zugangsbeschränkungen einführt, angepasst an die (dann wohl reduzierten) Kapazitäten vor allem der Zubringerbahnen.

Dürfte aber nicht ganz einfach sein, sowas mit Saisonkarten und Skigebietsverbundkarten in Einklang zu bringen :?
Ich vermute, dass aufgrund von limitierten Kapazitäten der Lifte (z.B. nur 4 Pers. in einer 8er Gondel), also 50% weniger Pers./h, auch die Anzahl der Gäste limitiert wird. In weiterer Folge wird man auch die Nächtigungskapazitäten reduzieren müssen. Das alles bringt nichts, wenn man Saisonkarten und Tagesskipässe an Leute gibt, die nicht vor Ort Urlaub machen. Kurzum: Entweder bucht man einen Skiurlaub vor Ort inkl. Skipass oder wenn nicht, wäre man vom Wintersport ausgeschlossen.
 
Für mich ist diese Frage aktuell viel zu früh. Reine Spekulation. Wir sind ja schon froh, wenn wir wissen, was am 11.5. gilt...

Und da ich die Graubünden-Card, die es neu nur noch als Jahreskarte (Sommer 2020 und Winter 2020/21) gibt, schon im Februar gekauft hatte, muss ich mir die Frage nach der Saisonkarte vorerst auch gar nicht stellen.
 
Ich glaube das jetzt die große Zeit der Einersessel und Tellerschlepper wieder kommen wird.
Besseren Abstand kann man doch nicht einhalten. :D

Nur die 1,5 bis 2m in der Warteschlange da muss man gucken wie man das regelt.

Auf der Piste selbst sollte man ja schon laut FIS-Regeln genug Abstand halten.
 
ski-chrigel schrieb:
Und da ich die Graubünden-Card, die es neu nur noch als Jahreskarte (Sommer 2020 und Winter 2020/21) gibt, schon im Februar gekauft hatte, muss ich mir die Frage nach der Saisonkarte vorerst auch gar nicht stellen.
Bleiben noch deine anderen 2 Saisonkarten, insb. die TSC, die du ja heuer nicht ausgefahren hast ..
 
Genau. Die Frage nach der TSC stellt sich dann erst anfangs Oktober. Bis dahin kann sich noch viel verändern, daher finde ich die Fragestellung zu früh.
Und meine Klewen-Jahreskarte läuft noch bis anfangs November.
 
Pistencruiser schrieb:
.....
Aber um den Rest-Optimismus nicht ganz abzuwürgen habe ich mir schon mal ein paar neue Ski bestellt. Zur Not könnte ich dann jeden Tag in den Keller gehen und sie mir angucken. :biggrin:

Der Vorteil ist ja, das die Skier im Keller nicht schlechter werden.. :biggrin:
und irgend etwas wird bis nächsten Winter sicherlich wieder gehen...

Zudem dürfte es sicherlich ein guter Zeitpunkt sein, über evntuelle Neuinvestitionen nachzudenken... :D
Sobald die Sportgeschäfte wieder öffnen dürfen, wird es sicherlich reihenweise Sonderangebote der Modelle der vergangenen Saison geben... ( oder spätestens dann im nächsten Herbst )
Der normale Ausverkauf zu Saisonende ist ja wegen Corona so gut wie ausgefallen, und bei vielen Sportgeschäften, dürften die Läger mit Winterware aus dieser Saison noch gut gefüllt sein.....
 
Wie hier schon richtig gesagt wurde, alles ist Spekulation.

Zumindest hat Söder mindestens einmal gesagt, dass in Ischgl nicht das Skifahren an sich, sondern die Apres-Ski-Parties das Problem waren. Eigentlich ist die Nähe beim Skifahren in den Fahrbetriebsmitteln auch nicht größer als in öffentlichen Verkehrsmitteln. Von Großkabinenbahnen abgesehen natürlich. Aber dummerweise wird der Ausbruch der Epidemie in Deutschland immer mit den Skiurlauberrückkehrern in Verbindung gebracht werden.

Wie das mit Zugangsbeschränkungen gelöst werden soll, ist mir schleierhaft. Werden die Preise nicht beziehungsweise nur im üblichen Ausmaß erhöht, wird sich ein Skibetrieb mit weitreichenden Zugangsbeschränkungen ein riesiges Verlustgeschäft sein. Werden die Preise drastisch erhöht, um trotzdem die Kosten decken zu können, werden die Skifahrer von den Preisen abgeschreckt.
 
Manche mögen damit spöttisch umgehen, aber gerade in Österreich, speziell in Tirol ist der Skitourismus nicht weniger als systemrelevant. Ganze Täler haben quasi keine andere Einnahmequelle und unzählige Arbeitsplätze und Existenten (Private Vermieter, die das als Altersvorsorge machen) hängen da dran. Daher gehe ich davon aus, dass der schiere wirtschaftliche Druck das erreichen wird, wozu idealistische Freiheitsverfechter alleine zu schwach wären, und der Skitourismus stattfinden wird. Meinetwegen dann mit Maskenpflicht (wobei ich dann wohl immer ganz ausversehen vergessen hätte die Maske auf zu haben :D ), aber einen Ausfall der ganzen Saison kann sich einfach niemand leisten, auch nicht der Möchtegern-Gottkanzler wenn ihm die Steuereinnahmen wegbrechen.

Und wegen den Grenzen nach Deutschland (für mich ist das aber jetzt schon gefühlt eine verbrecherische innerdeutsche Grenze) wird ja aktuell auch verhandelt und gerade in Österreich wird mn dann einsehen müssen, dass aus den gleichen Gründen wie oben nichts anderes als die Öffnung dieser Schandgrenze eine Option ist.

https://rp-online.de/panorama/coron...effnung-der-grenze-fuer-deutsche_aid-50133831
 
Ah, da fordert jemand den Anschluss :naja:
 
MichiMedi schrieb:
Und wegen den Grenzen nach Deutschland (für mich ist das aber jetzt schon gefühlt eine verbrecherische innerdeutsche Grenze) wird ja aktuell auch verhandelt und gerade in Österreich wird mn dann einsehen müssen, dass aus den gleichen Gründen wie oben nichts anderes als die Öffnung dieser Schandgrenze eine Option ist.

Also ganz ehrlich, bisher habe ich über deine provokanten Äußerungen hinweg gelesen. Aber an Hand deines Alters (lt. Profil) weiß ich, dass du diese wirklich innerdeutsche Grenze nicht ansatzweise erlebt hast. Also ziehe hier bitte nicht solche kruden Vergleiche. Danke.
 
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