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24.01.2022 | Davos | Grand Tour

24.01.2022 Davos: Madrisa – Parsenn – Jakobshorn – Rinerhorn:

Als krasses Kontrastprogramm zu gestern (https://www.alpinforum.com/forum/viewtopic.php?f=53&t=66448] machte ich heute wieder eine große Skigebietstour durch die 4 Gebiete der DavosKlostersMountains (ohne Schatzalp).
Ungewohnterweise legte ich am frühen Morgen von meiner Unterkunft in Davos Glaris die lange ÖV-Strecke nach Klosters Dorf zurück, wo ich pünktlich mit dem Ortsbus um 08:08 Uhr eintraf.

Die Einzelheiten zu den einzelnen Skigebieten erläutere ich immer vor den jeweiligen Bildern des Skigebiets.

Das Wetter war auch heute wieder wunderbar bei schon fast frühlingshaften Temperaturen, sodass einzelne Pisten leicht sulzig wurden.

Der Andrang hielt sich, mit Ausnahme von Parsenn, stark in Grenzen, sodass ich i.d.R. ohne Anstehen immer ein eigenes Fahrbetriebsmittel erhaschen konnte.

Gefallen:
:D Super Wetter
:D Gefühl des Reisens auf Skiern durch 4 Skigebiete
:D Insgesamt sehr guter Pistenzustand
:D Moderater Andrang, auf Madrisa, Jakobshorn und Rinerhorn sogar sehr leer
:D Keine Liftwartezeiten
:D Gutes und kostenfreies ÖV-System zwischen den Skigebieten
:D GraubündenCard
:D Juonli
:D Juonli
:D Juonli
:D Juonli
…

Nicht gefallen:
:-( Relativ viel Betrieb auf Parsenn
:-( Einzelne Pistenbereiche waren etwas hart-eisig (aber nicht tragisch)

Daher: :D :D :D :D ,75 von :D :D :D :D :D

Bilder:

Madrisa:

Die Madrisabahn startete bereits um 08:10 Uhr in den Tag. Oben erwarteten mich relativ gut präparierte Pisten, die aber in den unteren Bereichen etwas laaxig wurden. Klasse hingegen war der Pistenzustand auf der „Hintenrum-Seite“. Schade, dass ich dort angesichts der umständlichen Anbindung dieser Pisten und unter Anbetracht meiner straffen Marschtabelle keine Zeit für Wiederholungsfahrten hatte.

Andrang? Trotz eines Ortsbusses voller Briten: Null!

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Blick aus der 6KSB Schaffürgli, nachdem es die Sonne gerade rechtzeitig schafft

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In den oberen Bereichen waren die Pisten alle wirklich super. Ganz zu unterst wurden sie dann aber etwas laaxig

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Dies trifft auch auf die Piste am Ex-SL zu

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Für mich stand nun auch eine Erstbefahrung des Madrisalifts an. Landschafltich ist die Anlage wunderschön gelegen, aus skitechnischer Sicht ist die Abfahrt nur so lala. Angesichts der Landschaft für Folgebesuche dennoch ein Muss.

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Leider erreicht man vom Madrisalift „nur“ die rote Abfahrt in Richtung Talabfahrt. Die Abfahrt war aber dennoch genial. Schade, dass man die Abfahrten nur umständlich via DSB und 6KSB wiederholen kann :-(

Pünktlich um 09:52 Uhr treffe ich wieder am Pistenende ein, sodass ich ohne Wartezeit den Ortsbus um 09:55 Uhr zur Gotschnabahn erwische.

Parsenn:

In Klosters Platz erwische ich dann die 10:05 Uhr-Gondel, der Wechsel ist wirklich perfekt, ohne nennenswerte Wartezeit, geglückt.
Die Gotschnabahn fährt ohne Unterbrechung, wird aber bei weitem nicht voll gefüllt.

Oben im Gebiet erlebe ich so etwas wie einen „Kulturschock“. Während auf Madrisa völlige Leere herrschte, war hier nun doch gut Betrieb. Die Pisten wurden daher schon ziemlich verfahren. An den Liften musste man stets einige FBM warten. Insgesamt war der Pistenzustand auf Parsenn härter, als auf der Madrisa

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Ausblick vom Gotschnagrat ins Prättigau, welches auf seiner nördlichen Seite (Südhänge) wieder bereits grün ist

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Zuerst ging es über diese schöne, aber teilweise harte, Piste zur 2KSB Schwarzseealp (für mich heute auch eine Erstbefahrung der Anlage)

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Blick ins Hauptgebiet auf Parsenn rund um die Parsennhütte

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Die Abfahrt am Mähder war super

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An den modernen KSBen war schon deutlich mehr Betrieb, so wie hier am Furka-Zipper. Die Piste war dennoch in einem guten Zustand

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Blick auf die Parsennhütte

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Nun ging es zwei Mal auf den Gipfel. Leider ist der Gipfel, wie ich finde, immer etwas umständlich erreichbar. Bequem geht es in meinen Augen nur über die lange Schiferbahn und dann den direkten Weg im Weissfluhjochhaus zur Gipfelbahn.
Die Gipfel Ost, die hier auch im Bild zu sehen ist, fuhr ich als zweites.

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Als erstes fuhr ich nämlich die wunderbar pulvrige und griffige Gipfel Nord

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Die Abfahrt an der Schiferbahn ging ebenfalls sehr gut, selbst in den unteren, schattigen Bereichen, die ja öfters abgerutscht sind. Der Einstieg an der Mittelstation ist unterbunden.
An der Talstation musste ich beim ersten Mal ca. 2min warten, beim zweiten Mal lediglich 3 Gondeln

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Die Abfahrt am Rapid war in einem etwas besseren Zustand, als die Gegenstücke an den anderen KSBen.
Die anderen Abfahrten waren aber ja keinesfalls schlecht.

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Blick auf die Station Höhenweg

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Start in die schöne Talabfahrt nach Davos, die angesichts der Temperaturen und der Exposition bereits etwas angesulzt war.

Extremst knapp erreichte ich um 12:40 Uhr die Bushaltestelle an der Talstation der Parsennbahn, wo der Bus zur Jakobshornbahn glücklicherweise mit einminütiger Verspätung eintraf.

Jakobshorn:

Leider fuhr mir die Gondel nach der Ankunft an der Jakobshornbahn gerade vor der Nase weg. Da aber auch die Jakobshornbahn durchgehend fuhr, war die Wartezeit bis 12:58 Uhr auch absolut kein Problem.

Am Jakobshorn war nun wieder deutlich weniger los, als auf Parsenn. An den Liften konnte man fast immer durchgehen und auch auf den Pisten traf man nicht immer Menschen.
Angesichts des geringeren Andrangs hielten die Pisten am Jakobshorn auch noch besser, als die auf Parsenn. Dennoch gab es ab und an ein paar härtere Stellen.

Sehr gut gingen heute aber die Schwarze am Bräma-Jet, wie immer Usser Isch und auch Jatz Quattro

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Blick von der pulvrigen schwarzen Abfahrt vom Brämebüel auf Davos

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Auch in weiterer Folge (hier nun mittlerweile rot klassifiziert) blieb die Abfahrt sehr gut.

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Abfahrt vom Bräma-Jet in Richtung Usser Isch mit querender Jakobshornbahn

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Blick vom Usser Isch in Richtung Calvadeler

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Super schwarze Abfahrt am Usser Isch. Die Piste rechts der Abtrennung wäre natürlich noch besser gewesen, war aber gesperrt und wurde – warum auch immer – von einem Bergbahnmitarbeiter oder Skiclubangehörigen „bewacht“

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Schwarze 7 am Usser Isch

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Blick ins Sertigtal

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Blick aus dem Calavadeler-Bubble

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Ausblick von der Bergstation Calvadeler Bubble

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Die Abfahrt zum Jatz-Quattro war heute auch sehr gut und nur zuunterst etwas hart-eisig

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Hauptabfahrt am Calvadeler-Bubble

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Start in die Talabfahrt

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Übungshang am Carjöl

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Blick auf Davos Platz mit der Talstation der Jakobshornbahn.

Überpünktlich um 14:25 Uhr besteige ich den 14:31 Uhr-Zug in Richtung Filisur, um nun noch ans Rinerhorn zu wechseln.

Rinerhorn:

Wie so oft, kommt ja das Beste zum Schluss. Dies trifft auf heute auch voll und ganz zu. Die Pisten am Rinerhorn waren auch bis Betriebsschluss noch in einem perfekten Zustand. Selbst auf den Hauptabfahrten am Juonli konnte man um 16:00 Uhr noch frische Raupenspuren finden. Für mich ein Traum, für die Bergbahnen wahrscheinlich weniger, wobei hier das Geld wahrscheinlich hauptsächlich durch Rodler gemacht wird.

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Der Hang der Hänge am Juonli :D
Nur bei meiner ersten Fahrt verirrten sich Leute ins Bild. Bei allen folgenden Fahrten – und das waren einige – hatte ich hier meinen Privathang

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Ausblick in Richtung Hubelhütte und das dahinterliegende Davos

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Die rote Abfahrt am Hubel war gut zu fahren

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Die Blaue war jedoch etwas griffiger und pulvriger

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Pistenzustand um 15:45 Uhr auf der Trainer-Piste (rechts vom Juonli-Haupthang)

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Auch die Piste auf der von oben gesehen linken Seite vom Juonli war super, wenngleich ich den Haupthang rechts besser fand

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Gerade vor Betriebsschluss um 15:58 Uhr erreichte ich noch den Nüllisch-Lift, sodass ich der Vollständigkeit halber auch diesen Lift noch fahren konnte. Die Piste war hier im oberen Teil überraschend gut.

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Im unteren Bereich war es dann aber etwas laaxig

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Nun ging es dann noch 3 Mal (2 zusätzliche Bergfahrten) auf die Talabfahrt, da die 6EUB netterweise bis 16:30 Uhr läuft, was ich auch vollständig ausgenutzt habe heute.
Wenn man bedenkt, was sich sonst so an Massen, egal zu welcher Saisonzeit, in Sölden, Ischgl, etc. am Abend die Talabfahrten hinterquälen, war dies hier ein regelrechter Traum. Die Abfahrt ist ohnehin schön angelegt und war nach wie vor in einem guten Zustand. Nur je näher man Richtung Talboden kam, desto dunkler wurde es angesichts der fortgeschrittenen Ski-Uhrzeit.

Fazit:
Ein fast perfekter Tag – wäre es auf Parsenn etwas ruhiger gewesen, hätte ich heute bedenkenlos die 5/5 zücken können.
Alle 4 besuchten Skigebiete haben aber zur Zeit sehr gute Skibedingungen vorzuweisen. Die Bergbahnen haben hier aus dem wenigen Schnee das beste gemacht.
Das Rinerhorn zuletzt war heute, wie erhofft, wieder das Tüpfelchen vom i – so ein geiles Skigebiet!
 
Auch hier nochmal explizit vielen Dank für den schönen Bericht. Wobei mir es ja zu stressig wäre so häufig das Skigebiet zu wechseln :lach:
 
Irgendwie kommt mir der straffe Zeitplan sehr bekannt vor ;-)
Werde ich sicher auch ein 3.Mal machen.
 
Tiob schrieb:
Auch hier nochmal explizit vielen Dank für den schönen Bericht. Wobei mir es ja zu stressig wäre so häufig das Skigebiet zu wechseln :lach:

Sicher ist das keine Tour für jeden Tag, aber ab und an ist so eine große Tour mit vielen Gebietswechseln angesichts der riesigen Abwechslung schon cool.

Auf Parsenn war es aber am Montag für mich schon recht stressig...
 
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