• Willkommen im neuen Alpinforum!

    Das Alpinforum ist erfolgreich auf die neue Forensoftware XenForo umgezogen. Benutzerkonten und Foreninhalte wurden übernommen, sodass ihr euch wie gewohnt anmelden könnt.

    Schaut euch gerne um und probiert die neuen Funktionen aus. Solltet ihr Fehler oder Unstimmigkeiten entdecken, meldet sie bitte im entsprechenden Thema.

    Alle Informationen zur Migration und zum neuen Forum findet ihr hier:

    Zur ausführlichen Ankündigung

    Viel Spaß im neuen Alpinforum!

    Euer Alpinforum-Team

Chamonix - Courmayeur | Die Gletscher am Mont Blanc im Hitzesommer 2022 | 12./13.08.2022 | Teil 3: Montvers/Mer de Glace

Mitte August habe ich mit meinem Sohn im Rahmen einer kleinen Frankreich-Italien-Schweiz-Tour zwei Tage in Chamonix Halt gemacht. Am ersten Tag wollten wir uns einige Sachen rund um den Mont Blanc auf der nördlichen Seite des Mont Blancs im Tal von Chamonix anschauen, sowie eine Fahrt zur Aguille du Midi unternehmen. Am nächsten Tag wollten wir den Mont Blanc via Courmayeur und Punta Helbronner noch einmal von Süden aus in Angriff nehmen und die Panoramique G-EUB zur AdM fahren, so dass wir die ganze Bergbahnkette über das Mont Blanc Massiv komplett fahren konnten.
Besonders gespannt war ich auf die Gletscher und deren Zustand in diesem extremen Hitzesommer. Viele Berichte hier im Forum ließen schlimmes befürchten. Besonders die Bilder über den katastrophalen Gletscherzustand im hochgelegenen Gletschergebiet von Zermatt waren kein gutes Zeichen hier auch ähnliche Bilder vorzufinden.

Der Tourbericht wird in 5 Teile gegliedert sein und in den nächsten Wochen nach und nach finalisiert:

Teil 1 - Glacier Bossons (12.08.2022)
Teil 2 - Aguile du Midi (12.08.2022)
Teil 3 - Montvers & Mer de Glace (12.08.2022)
Teil 4 - Skyway Monte Bianco & Punta Helbronner (13.08.2022)
Teil 5 - Panoramique G-EUB & Aguille du Midi (13.08.2022)


Teil 1 - Glacier Bossons (12.08.2022)
Da unsere Reservierung für die Fahrt zur AdM erst für 12:30Uhr anberaumt war, wollten wir am Vormittag mit dem Sessellift zum Bossons Gletscher hinauffahren. Diesen Lift habe ich 2008 bereits das erste mal besucht, ich bin bisher aber nie mit ihm gefahren.
An der Bergstation der Sesselbahn und dem kleinen sehr nett gelegenen Restaurant führt ein Weg nach oben zu einer kleinen Aussichtsterrasse, die man nach etwas 10min erreicht und die einem vom Rand der Gletschermoräne einen tollen Ausblick auf den Gletscher bietet, der heutzutage ein ganzes Stück weiter oben endet.
Am Weg zum Aussichtspunkt kommt man an Fundstücken von einem Flugzeugabsturz von 1950 vorbei, die der Gletscher 1983 wider freigegeben hat. Die Lockhead L-749 Constellation Maschine der Air India war damals auf dem Flug Bombay - London mit Zwischenstopps in Cairo und Genf mit 40 Passagieren und 8 Besatzungsmitgliedern vom Radar verschwunden, nachdem sie zuletzt auf einer Höhe von 4700m im Mont Blanc Gebiet geortet wurde.
Und die Geschichte wiederholt sich:
Nur 16 Jahre nach dem ersten Unglück stürzt wieder eine Air India Maschine am Mont Blac ab. Dieses Mal eine Boeing 707 auf dem Flug Bombay - New York via Delhi, Beirut, Genf und London. An Bord waren 106 Passagiere und 11 Besatzungsmitglieder und das Flugzeug ist wieder aus der gleichen Richtung kommend in über 4600m bei schlechter Sicht in den Berg geflogen. Später hat man rekonstruiert, dass das Flugzeug bei eine Flugroute 15m höher und 50m weiter rechts nicht den Berg gestreift hätte und folglich nicht abgestürzt wäre…

P1110688.JPG
Bellevue PB in Les Houches an der wir die vorbestellten Tickets abgeholt haben. Mit der PB bin ich auch noch nicht gefahren. Les Houches ist auch das einzige Skigebiet in Chamonix, das ich noch nie auf Skier besucht habe.

P1110691.JPG
Talstation der 2SB Bossons, die früher bis zum Ende des Gletscher geführt hat. Heute endet der Gletscher deutlich weiter oben.

P1110692.JPG
Links die 2SB und rechts die steile Schanze, deren Auslauf zum Teil noch zum Parken verwendet wurde.

CIMG2905.JPG
2008 bei meinem ersten Besuch an der Bossons SB hatte der Lift noch nette Dächer bei einigen Sesseln. Damals hatte es im August bis zum Gletscherende (ca. 1800m) herunter geschneit.

P1110695.JPG
In der Mitte der SB gab es früher auf einem kurzen Flachsstück eine mittlerweile stillgelegte Mittelstation. Sie wurde wohl vor allem für die Skispringer der danebenliegenden Schanze aber auch für Fußgänger verwendet.

P1110702.JPG
Chalet Buvette du Glacier (1425) mit nettem Blick auf Chamonix oberhalb der SB Bergstation. Bis hierher muss der Gletscher beim Bau der ersten SB in den 50er Jahre noch hinunter gegangen sein. Jetzt endet er oberhalb 1800m.

P1110700a.jpg
Einige der Fundstücke der 1950 abgestürzten Air India Maschine, die der Gletscher 1983 wieder ausgespuckt hat sind auf dem Weg zum oberen Aussichtspunkt zu sehen.

P1110704.JPG
Infos zum Absturz der Air India Lockhead L-749 Constellation im Jahr 1950.

P1110705.JPG
Infos zum Absturz der Air India Boeing 707 im Jahr 1966.

P1110706.JPG
Infos zum Rückgang des Gletschers.

P1110725.JPG
Auch im letzten Jahrhundert gab es noch Wachstumsphasen des Gletschers…

P1110728.JPG
Wachstums und Schrumpfungsphasen im letzten Jahrtausend während der „kleinen Eiszeit“.

P1110729.JPG
Noch mehr Infos.

111440a.jpg
Nach knapp 10 min Wanderung von der Bergstation der 2SB erreicht man den Aussichtspunkt von dem aus man das Gletscherende sehen kann.

111430a.jpg
Aktuelles Gletscherende.

P1110708.JPG
Aktuelles Gletscherende.

P1110709.JPG
Gletscherzunge.

P1110716.JPG
Noch mal eine etwas andere Perspektive.

P1110721.JPG
Von hier kann man auch die alte PB sehen, mit der die AdM einst erschlossen werden sollte, man sich dann aber für eine andere Linienführung entschlossen hat. Darüber sieht man die aktuelle AdM PB.

P1110719.JPG
Seilbahn-Ruinen.

P1110723.JPG
Immer wider tolle Ausblicke auf Chamonix. Leider war es an diesem Morgen noch etwas diesig.

P1110738.JPG
Talfahrt und Strecke der Bosson SB.


Fazit: Netter und lohnende Ausflug mit toller Aussicht auf Chamonix und das zugehörige Tal sowie den Bosson Gletscher für den man ca. 1,5 Stunden einplanen sollte. Auch ein Besuch des sehr idyllisch gelegenen kleinen Restaurants an der Bergstation der 2SB sollte sich lohnen. Wir haben es leider zeitmäßig nicht geschafft.
 
Vielen Dank, schöne Aufnahmen! Wie war es denn in puncto Andrang/Betrieb? Sehr überfüllt? AdM muss man offenbar reservieren - wie lang im voraus?
 
Auch von mir ein Dankeschön fürs Mitnehmen, ich bin schon gespannt auf die Fortsetzungen!
 
Danke für euer Feedback.
Oftmals hat man ja bei den FR Berichten das Gefühl, das es nur wenige interessiert. Aber auch für die wenigen wirklich interessierten schreibe ich gerne den Bericht weiter ;).

grafovich schrieb:
Vielen Dank, schöne Aufnahmen! Wie war es denn in puncto Andrang/Betrieb? Sehr überfüllt? AdM muss man offenbar reservieren - wie lang im voraus?

An der AdM hatten wir im Internet reserviert. Da wir uns erst sehr kurzfristig zu diesem Trip entscheiden hatten, habe ich erst am Tag vor unserem Besuch auf der AdM die Reservierung vorgenommen. Da war der früheste verfügbare Slot dann 12:30Uhr aber das hat gepasst. Die Online Reservierung und die Organisation beim Boarding vor Ort hat perfekt geklappt. Auf Anzeigetafeln sieht mal, welche Kabinennummer wann dran ist und wer sich zum Boarding anstellen darf. Alles war pünktlich und als wir 5 min vor unsere Zeit an der Talstation waren, hieß es wir müssen ein paar Minutenwarten und dann ging es pünktlich los, bzw. wir konnten mit der Reservierung den Anstehbereich betreten und konnten ein paar Minuten später die Kabinen betreten.
Perfekt organisiert und kein Vergleich mit den teils Stunden langen Wartezeiten von früheren Zeiten.
Oben an der AdM hat man dann einen Slot (Zettel) zur Rückfahrt 2 Stunden später bekommen, man konnte aber auch in jede andere Kabine einsteigen wenn noch Platz war.

Auf der Courmayeur Seite ein ähnliches Bild. Da wir dort ja einen Tag später waren, hatten wir somit 2 Tage im Voraus reserviert. Hier waren noch in fast allen Kabinen Plätze frei (und das an einen Samstag direkt vor Ferragosto), wir haben den 9:00 Uhr Slot reserviert.
Handling und Abwicklung waren ebenso perfekt wie in Chamonix.

Die Panoramique G-EUB kann man nicht online reservieren. Wir mussten am Samstag morgen (ca. 9:30 hin) und ca. um 11:00 wieder zurück jeweils etwa 10 min anstehen. Das ist völlig in Ordnung.
Am Tag zuvor Nachmittgs habe ich auch der AdM Seite gesehen, dass man Wartenummern ausgeben hat, da man gut 30 min warten musste. Auch das ist sehr gut organisiert, weil man die Zeit dann mit dem bestaunen des Panoramas anstatt in der Warteschlange verbringen kann.

Am Aufzug an der AdM gab es teilweise Wartezeiten bis zu 40min. Als wir hoch wollten am ersten Tag war 30min Wartezeit angesagt. Als wir dann erst andere Sachen angeschaut hatten und nach einer Stunde wiederkamen war die Schlage komplett verschwunden und wir konnten sofort hoch.
 
Teil 2 - Aguille du Midi (12.08.2022)

Als nächstes Ziel stand die Aguille du Midi auf dem Programm, die einen spektakulären Ausblick auf den Mont Blanc und die umliegenden Gletscher, sowie das Tal von Chamonix bietet.
Hinauf kommt man mit zwei PBs und überwindet dabei ca. 2800Höhenmeter in gerade einmal 25 Minuten. Die 2. Sektion der Aguille du Midi Bahn gehört mit ihrer stützenlosen Ausführung über mehr als 1500Hm in steilstem Gelände sicherlich zu den 3 spektakulärsten PBs in den Alpen.
Seit ich hier 2008 das erste Mal auf der Aguille du Midi war, hat man die Talstation (bereits vor einigen Jahren) grundlegend vergrößert und neu gestaltet.
Am Tag vor unserer Anreise nach Chamonix hatten wir online die Fahrt auf die Aguille du Midi reserviert. Aufgrund der kurzfristigen Buchung hatten wir erst eine Fahrt um 12:30Uhr bekommen.
Die Abwicklung vor Ort war perfekt. Um 12:25Uhr am Einstiegsbereich angekommen, hieß es, dass wir noch ein paar Minuten warten müssen und pünktlich um 12:30Uhr durften wir in den leeren Anstehbereich und von dort in die nächste Kabine, so dass wir gut 10min später bereits an der Mittelstation Plan de l`Aguille ankamen. Dort ging es dann nach dem Umsteigen ohne Wartezeiten auf die Aguille du Midi weiter.
Im Vergleich zur früheren Situation, mit teilweise stundenlangen Wartezeiten (ohne Reservierung) bzw. mit Platznummern, aber schlecht organisierter Anstehsituation, ist die heutige Abwicklung perfekt. Man verliert keine Zeit durch die Reservierung, es gibt kein Gedränge im Anstehbereich, weil immer nur die Passagieren für die nächste Gondel in den Wartebereich reingelassen werden und die reservierten Zeiten penibel eingehalten werden.
Oben an der Aguille du Midi angekommen, war der Ausblick wider einmal atemberaubend. Der Mont Blanc zum Greifen nah, die Gletscher riesig groß und die Abgründe endlos tief.
 

Anhänge

  • P1110741.JPG
    P1110741.JPG
    1,4 MB · Aufrufe: 6.732
  • P1110744.JPG
    P1110744.JPG
    576 KB · Aufrufe: 6.732
  • P1110745.JPG
    P1110745.JPG
    1.009,7 KB · Aufrufe: 6.732
  • P1110751.JPG
    P1110751.JPG
    1,1 MB · Aufrufe: 6.732
  • P1110770.JPG
    P1110770.JPG
    937,2 KB · Aufrufe: 6.734
  • P1110756.JPG
    P1110756.JPG
    1,1 MB · Aufrufe: 6.732
  • P1110757.JPG
    P1110757.JPG
    619,8 KB · Aufrufe: 6.732
  • P1110758.JPG
    P1110758.JPG
    1,1 MB · Aufrufe: 6.732
  • P1110759.JPG
    P1110759.JPG
    1,3 MB · Aufrufe: 6.732
  • P1110760.JPG
    P1110760.JPG
    976,7 KB · Aufrufe: 6.733
  • P1110761.JPG
    P1110761.JPG
    535,9 KB · Aufrufe: 6.733
  • P1110765.JPG
    P1110765.JPG
    1,2 MB · Aufrufe: 6.733
  • P1110767.JPG
    P1110767.JPG
    1,2 MB · Aufrufe: 6.733
  • P1110774.JPG
    P1110774.JPG
    1,1 MB · Aufrufe: 6.733
  • P1110778.JPG
    P1110778.JPG
    823,7 KB · Aufrufe: 6.732
  • P1110783.JPG
    P1110783.JPG
    955,1 KB · Aufrufe: 6.732
  • P1110784.JPG
    P1110784.JPG
    1,1 MB · Aufrufe: 6.732
  • P1110786.JPG
    P1110786.JPG
    915,8 KB · Aufrufe: 6.732
  • P1110787.JPG
    P1110787.JPG
    1.005,4 KB · Aufrufe: 6.732
  • P1110788.JPG
    P1110788.JPG
    1 MB · Aufrufe: 6.732
  • P1110789.JPG
    P1110789.JPG
    1,2 MB · Aufrufe: 6.732
  • P1110790.JPG
    P1110790.JPG
    1,1 MB · Aufrufe: 6.732
  • P1110792.JPG
    P1110792.JPG
    1 MB · Aufrufe: 6.732
  • P1110793.JPG
    P1110793.JPG
    1,1 MB · Aufrufe: 6.732
  • P1110794.JPG
    P1110794.JPG
    1,1 MB · Aufrufe: 6.732
  • P1110795.JPG
    P1110795.JPG
    563,6 KB · Aufrufe: 6.732
  • P1110797.JPG
    P1110797.JPG
    1,1 MB · Aufrufe: 6.732
  • P1110799.JPG
    P1110799.JPG
    1,1 MB · Aufrufe: 6.732
P1110800.JPG
Périades Gletscher im Zoom, bei dem die Schneeschicht teilweise schon deutlich verschwunden ist und das Blankeis herauskommt.

P1110801.JPG
Panorama mit G-EUB und den Gletschern Talèfre (Mitte hinten) Périades (rechts hinten) und Envers du Plan / Vallée Blanche (mittig und rechts vorne).

P1110802.JPG
Aguille Verte mit kleiner Eisspitze, rechts Ausläufer des Talèfre Gletschers. Links hinten zu sehen die Bergstation an der Grands Montets mit kleinem Gletscher am Fuße des Berges. Dahinter noch weiter links ein kleiner Ausläufer des Tour Gletschers.

P1110803.JPG
Einstiegsbereich der G-EUB Panoramique nach Italien mit der wir morgen fahren wollten.

P1110804.JPG
Mont Blanc und Vorgipfel. Dieses mal von der Spitze der AdM aus fotografiert, die wir mit einen Aufzug der uns noch einmal ca. 70Hm höher brachte, erreicht hatten. Dies ist der höchste Punkt in Frankreich und der 2. höchste Punkt in den Alpen, den man mit Seilbahnen und Aufzügen erreichen kann.

20220812.jpg
Ganz oben

P1110805.JPG
Vallée Blanche mit Glacier du Géant und weiteren Gletschern von ganz oben gesehen. Ganz unten sieht man das Ende der „Tube“, wo wir etwa 30 min zuvor waren. Die Ausmaße der Gletscherflächen sind hier noch gewaltig und aufgrund der Höhe liegt hier ab etwa 3400m Höhe noch überall Schnee auf den Gletschern.

P1110807.JPG
Hinter dem kleinen Gipfel in der Mitte ist ca. eine halbe Minute vor Entstehung des Bildes eine Schutt- und Eislawine abgegangen. Man kann noch die Staubwolke der Lawine und den Auslaufbereich der Lawine links mittig unten auf dem großen Gletscher sehen. Der Abgang machte sich durch ein lautes und langes Donnergeräusch wie bei einem Gewitter bemerkbar.

P1110808.JPG
Die Lawinenstelle noch mal im Zoom. Rechts oben der Staub der Lawine.

P1110809.JPG
Vallée Blanche und Glacier de Géant mit Blick nach Italien. Die Vorfreude auf die Überfahrt mit der Panoramique G-EUB machte sich langsam breit…

P1110810.JPG
Tube“, Terrassen und Vorgipfel im unteren Bereich der AdM. Auf den steilen Felsgipfeln rund um die AdM sind fast überall Kletterer unterwegs.

Anhang anzeigen 15
P1110811.JPG
Grand Montets Bergstation (rechts unten), die demnächst abgerissen wird und dahinter ein Ausläufer des Glacier de Tour.

P1110812.JPG
Tiefblicke Richtung Chamonix, dass etwa 2800m tiefer im Tal liegt. Unten die winzige Kabine.

P1110813.JPG
Blick über den Glacier de Bossons ins Skigebiet Les Houches (oben links) und auf das südliche Plateau bei der Bergstation des DMC in Flaine (ganz oben rechts).

P1110815.JPG
Sehr steile 2. Sektion der AdM PB mit den Chamonix im Tal und die Skigebiete Flégère (Mitte links) sowie Grand Montets und Le Tour (oben).

P1110816.JPG
Kabine der PB im steilen Schlussstück der 2. Sektion.

P1110820.JPG
Verbindungsbrücke auf der AdM (wieder im unteren Teil). Links kommt die PB an und rechts startet die G-EUB.

P1110822.JPG
Noch mal die steile PB Trasse.

P1110824.JPG
Reste der nie fertiggestellten ersten PB auf die AdM von oben.

P1110827.JPG
Bergdohlen die es aus eigener Kraft hier hoch geschafft haben.

P1110836.JPG
2. Sektion PB beim Runterfahren am Ende des Steilstücks.

P1110837.JPG
Gegenkabine und oben die noch immer mächtigen Eispanzer am Grat östlich der AdM.

P1110838.JPG
Noch mal die ganze Szenerie.

P1110840.JPG
Die ganze Strecke der PB von der Mittelstation zur AdM. Links unten der Pèlerins Gletscher der noch vor einigen Jahren eine Gletscherverbindung zu der oberen Gletscherzunge hatte.

P1110841.JPG
Blick von der Mittelstation ins östliche Tal von Chamonix. Von hier kann man in gut 2 Stunden Wanderung auf etwa gleichbleibender Höhe zur Bergstation der Montvers Zahnradbahn wandern. Das hätte ich gerne gemacht, aber wir waren dazu leider zu spät dran an diesem Tag.

P1110842.JPG
Plan de L`Aguille an der Mittelstation der PB mit AdM und den Gletschern im Hintergrund. Hinter der Hütte befindet sich die Aguille de Peigne, an der genau an diesen Nachmittag 2 Bergsteigerinnen unter etwas mysteriösen Umständen um Leben kamen:

https://www.alpinforum.com/forum/viewtopic.php?f=35&t=65961&start=325#p5367707

Fazit:
Auch das 3. Mal Aguille du Midi hat mich wieder schwer beeindruckt. Meiner Meinung ist nach ist dies der spektakulärste Punkt der Alpen, den man mit einer Seilbahn erreichen kann.
Die tiefen Abgründe und die ausgesetzte Lage der AdM, die endlos scheinenden Weiten der Gletscher mit ihren riesigen Eismassen, der über allem trohnende höchste Berg der Alpen sowie 2 der genialsten Seilbahnen überhaupt, machen diesen Ort so einzigartig und wundervoll.
Und dies an einem so schönen Tag bei bestem Wetter zu erleben, macht natürlich immer wieder Spaß.
Der Zustand der Gletscher rund um die AdM hat mich dann zumindest optisch doch positiv überrascht, nachdem ich selbst aus Zermatt und dem dortigen Sommerschigebiet traurige und nie dagewesen Bilder von extrem und großflächig ausgeaperten Gletschern aus diesem Sommer im Kopf hatte. Ich hatte ähnliches für die Hochebene des Glacier de Géant und das obere Vallée Blanche (die ja zumindest teilweise eine ähnlichen Höhenlage wie die Gletscher in Zermatt haben) befürchtet. In Realität waren die Gletscher hier aber weit weniger ausgeapert und sahen viel winterlicher aus, als die Szenerie in Zermatt (mal ganz davon abgesehen von weniger tief gelegenen Gletschern wie z. B. Hintertux etc.). Vermutlich liegt das bessere optischen Abschneiden an der großen Dicke der Gletscher rund um den Mont Blanc und die dickere Schneedecke darauf, die zumindest über 3300m dort wohl noch nie komplett abgeschmolzen und ausgeapert war. Schaut man aber auf die weiter unten liegenden und kleineren Gletscher (z. B. rund um die Grand Montets), sieht man auch hier viele ausgeaperte und mit Schutt bedeckte Gletscher, und kann förmlich greifen, wie die Gletscher in diesem extremen Sommer leiden und massiv an Substanz verlieren.
 
Grossen Dank für den Bericht. Ich finde es immer wieder faszinierend wie "anders" das Mont Blanc Massiv aussieht. Sehr schroff, scharfkantig, wahnsinnig hoch...irgendwie "urtümlich" und wild. Gerade im Vergleich mit den Bergen drumherum wie zB nördlich im Walliser Chablais oder Richtung Val de Bagnes.
 
Freut mich, dass es euch gefällt und es geht ja noch weiter...
Der erste Tag ist noch nicht mal vorbei ;) und der zweite Tag folgt auch noch mit der italienischen Seite samt Überfahrt mit der Panoramique G-EUB.

Was die Andersartigkeit der Berge um Chamonix betrifft kann ich nur zustimmen. Am ehesten noch zu vergleichen mit der Monte Rosa Gruppe, an die man aber per Seilbahn nicht so nah herankommt (zumindest nicht in so großer Höhe).
Das Kleinmatterhorn ist dann schon etwas zahmer, weil die direkte Umgebung (bis auf die Abgründe nach Norden und die darunter liegenden Gletscher) weniger steil und schroff sind. Aber dafür hat man dort den Blick auf das beeindruckende Matterhorn.
Was aber Zermatt und die Monterosa Gruppe in keiner Weise abwerten soll. Die Gegend dort ist ein weiteres absolutes Highlight der Alpen.

Auch beim Skifahren in Chamonix spürt und erlebt man diese tolle Landschaft eigentlich in jedem Skigebiet. Sei es weil man direkt mitten drin ist wie im Vallée Blanche oder an der Grand Montets oder weil man die ganze Szenerie vor Augen hat (Brévent/Flégère oder Balme/Tour).
Im letzten Winter konnte ich das wieder mal genießen. Vielleicht schreibe ich da auch noch mal einen Bericht dazu...
 
Ich wollte den Trip jetzt Anfang Oktober machen, leider hat die Panorama Bahn nur noch bis Ende September offen. Und das ist ja schon ein Highlight. Dann nächstes Jahr im Frühjahr. Bin aber schon gespannt auf den Rest des Berichts, vielen Dank einstweilen!
 
Ja, das warten wird sich lohnen :D.
Aber auch die AdM oder die Punta Hebronner ohne Panoramqiue-Bahn sind beeindruckend, aber mit natürlich noch besser.

Der Bericht geht noch heute Abend weiter.
 
Teil 3 - Montvers & Mer du Glace (12.08.2022)

Von der AdM PB ging es mit den Auto in nur 5 Minuten weiter zur Montvers Zahnradbahn, die uns an die gleichnamige Station und zum Mer de Glace bringen sollte.
Diese Bahn bin ich bei meinen zahlreichen Chamonix Besuchen noch nie gefahren, umso größer war die Vorfreude. Da es bereits 15:30 Uhr war, als wir am Bahnhof der Zahnradbahn ankamen, hatte ich die G-EUB zum Mer der Glace schon abgeschrieben, sollte diese doch laut Fahrplan nur bis 16:00 Uhr fahren. Doch es kam anders, da es wohl noch einen Hochsommerfahrplan im Juli/August gibt, der die Bahn erfreulicherweise bis 17:00 Uhr fahren lässt. Und an der Montvers Station gab es noch eine weitere Überraschung in Form einer Baustelle einer neuen EUB…

P1120003.JPG
Am Parkplatz der Montvers Zahnradbahn. Hier hat „Parken am Lift“ noch eine ganz praktische Bedeutung… Müsste eigentlich „Parken im Lift“ heißen.

P1120004.JPG
Einfahrt der Zahnradbahn. Interessanterweise fuhren direkt 2 Bahnen hintereinander in den Bahnhof ein und dann auch wieder auf den Berg hinauf.

P1120007.JPG
Nach ca. 5 min ging es dann schon los. Die Strecke ist abwechslungsreich und bietet unten ein tolles Panorama auf Chamonix und oben dann in die gegenüberliegenden Berge des Tals.

P1120009.JPG
Auf der Strecke gibt es ein paar Tunnel und Arkadenabschnitte, die die Fahrt noch interessanter machen.

P1120010.JPG
Skigebiet Flégère, in dem ich zuletzt 2008 war. Rechts oben ist der Hauptteil des Skigebiets und links der Mitte verbindet eine Verbindungs-PB das Skigebiet mit dem Brévent Teil über die Schlucht

P1120011.JPG
Brévent Gipfel-PB. Man kann sich kaum vorstellen, dass man da auf Skier abfahren kann. Die schwarze Piste führt aber auf dem ersten Drittel hinten rechts um den Berg herum, ehe sie dann rechts der PB im sichtbaren Bereich weiter nach unten verläuft.

P1120012.JPG
Ausweichstelle mit Gegenverkehr.

P1120013.JPG
Immer noch aus der Zahnradbahn: Blick auf den Hauptteil des Flégère Gebietes. Da oben gab es früher sogar mal Sommerschi im Frühsommer. Dieses Jahr jedenfalls nicht mehr. War es auf der Aguille di Midi recht kalt bei Temperaturen nur wenig über dem Gefrierpunkt, war es im Tal heute fast 30Grad Celsius warm.

P1120014.JPG
Am Ende der Strecke biegt die Bahn dann, kurz bevor sie die Bergstation erreicht, nach Süden ins Vallée Blanche ab. Hinter diesen östlichen Bergen liegt die Grand Montets und das zugehörige Skigebiet. Die Bochard EUB endet links hinter der (tiefsten) Doppelscharte mit der Spitze in der Mitte. Von da kann man mit Abseilen auf einer krassen Route im Winter ins Vallée Blanche abfahren.

P1120015.JPG
Noch aus der Zahnradbahn hat man diesen ersten Blick auf das untere Vallée Blanche / Mer de Glace. Rechts die Bergstation Montvers und ein verdächtiger Kran… Links hinter den Bäumen geht die G-EUB ins Tal. Der Kran wurde, wie ich hier auch zum ersten Mal erfahre, für den Bau einer neuen EUB ins Vallée Blanche aufgestellt. Die neue Bahn ersetzt die G-EUB auf neuer Strecke.


Nach dem Aussteigen um etwa 16:00Uhr an der Bergstation hörten wir die Ansagen bzgl. letzter Möglichkeit zu Besuch der Gletschergrotte bei direkter Abfahrt mit der G-EUB. Eigentlich hatten wir damit gar nicht mehr gerechnet, weil laut Plan die G-EUB nur bis 16:00Uhr in Betrieb sein sollte, und die Gletschergrotte bereits um 15:30Uhr schließen würde. Aber im Hochsommer ist der Betrieb und Zugang jeweils eine Stunde verlängert. So nahmen wir dieses Angebot dankend und stiegen direkt in die G-EUB ein.

P1120016.JPG
G-EUB und Vallée Blanche / Mer de Glace.

P1120017.JPG
Erste Stütze an der Bergstation der 34 Jahre alten Bahn.

P1120018.JPG
Strecke der steilen G-EUB. Hier sieht man gut, dass der Mer de Glace Gletscher an dieser Stelle noch vorhanden ist, aber fast komplett an der Oberfläche mit Steinen und Schutt bedeckt ist.

P1120020.JPG
Weiter unten mit Talstation.

P1120023.JPG
Mer de Glace im unteren Vallée Blanche. Auch hier sind die Schutt- und Gesteinsmengen auf dem Gletscher gut sicht- und oftmals auch hörbar. Man hört ein dauerndes „Rieseln“ von kleineren Steinen auf den Gletscher und alle paar Minuten gehen irgendwo größer Brocken mit einem grollenden Geräusch auf den Gletscher ab. Die Route von der Aguille du Midi kommt hinten rechts aus dem Tal und führt auf dem Gletscher bis zur EUB, bzw. bis zur langen Treppe die zur G-EUB führt.

P1120026.JPG
Strecke G-EUB von unten. An den glatt abgeschliffenen Felswänden sieht man gut, dass hier einmal alles vom Gletscher bedeckt war.

P1120027.JPG
Ausstiegsplattform von unten. Bis etwa hierhin musste 1988 der Gletscher beim Bau der Bahn noch gegangen sein.

P1120024.JPG
Heute liegt der Gletscher viel weiter unten, so dass die Treppen zum Gletscher über die Jahre immer weiter verlängert werden mussten. Etwa 200 Höhenmeter muss man über die Treppen noch zurücklegen, etwa die gleich Höhendifferenz, wie die G-EUB auch zurücklegt.

P1120025.JPG
Die endlos Treppen und Stufen im Zoom. Hinten das blaue Loch ist unser Ziel: Die Gletscherhöhle unter dem Mer de Glace.

P1120028.JPG
Abstieg.

P1120029.JPG
Weiter unten. Endlose Treppen und Stufen.

P1120030.JPG
Wüsste man nicht, das hier ein Gletscher drunter ist, würde man es kaum vermuten…
 
P1120031.JPG
Gletscherstand 2015.

P1120032.JPG
Gleiche Höhe. Man kann es kaum glauben wie schnell der Gletscher jährlich dünner wird und Masse verliert.

P1120033.JPG
Gletscherstand 2018. Das letzte Stück des Weges ist dann fast nur noch horizontal.

P1120034.JPG
Eingang zur Gletscherhöhle. Rechts sieht man gut die Größe der Felsbrocken, die hier immer wieder runterkommen.

P1120035.JPG
Die neue EUB wird ihre Talstation noch hinter der Gletschergrotte haben, so dass die Vallée Blanche Abfahrt ca. eine halben Kilometer verkürzt wird (sofern man nicht ganz bis nach Chamonix abfahren kann, was aber nur sehr selten der Fall ist).

P1120036.JPG
Eingang Gletschergrotte. Links ggfs. der Vorgänger der aktuellen Grotte.

P1120043.JPG
Im Innern der Grotte gab es einige Eis-Paläste, Räume und -Tunnel zu sehen.

P1120047.JPG
Ein- und Ausgang

P1120050.JPG
Beim Verlassen der Höhle.

P1120052.JPG
Bagger beim Ausgang der Höhle. Hinten bei dem kleinen gelben Bagger kommt irgendwo die Talstation der neue EUB hin.

P1120053.JPG
Nun wieder alles zurück. 20 min hatten wir noch bis 17:00, um die ganzen Treppen raufzulaufen. Das hat bei schnellem Laufen gerade gereicht. Aber auch nach uns kamen noch einige Besucher aus der Gletscherhöhe an den Bahn an und auch die wurden natürlich noch mitgenommen…

P1120054.JPG
Waagerechter Abschnitt unten.

P1120055.JPG
Uff, da müssen wir jetzt wieder hoch. Diese Höhe und noch ein paar Meter mehr hat der Gletscher in den letzten 34 Jahren seit 1988 an Masse verloren.

P1120056.JPG
Niveau 2005.

P1120057 (2).JPG
Niveau des Gletscher mit der ersten Gletscherhöhle 1990 zwei Jahre nach dem Bau der G-EUB. Krass was da an Masse am Gletscher verloren gegangen ist.

P1120067.JPG
Abschied von der Gletscherbahn. Mal sehen ob ich sie im Winter noch einmal sehen werde, oder erst wiederkomme wenn die neue Bahn schon gebaut ist. Auf jeden Fall will ich die Vallée Blanche Abfahrt, die mir ja nach wie vor fehlt, dringend in den nächsten 2 Jahren mal nachholen.

P1120069.JPG
Bauseilbahn für die neue EUB.

P1120072.JPG
Rendering der neuen Bahn die weiter nach Südosten als die alte Bahn verlaufen wird.

P1120073.JPG
Station neue EUB und Umgestaltung Montvers

P1120078.JPG
Talstation am Mer de Glace.


Mehr Infos und noch mehr Bilder und Pläne zum Bau der neuen EUB habe ich bereits hier gepostet:
Neues in Chamonix-Mont-Blanc

Um 17:30 Uhr ging es dann mit der letzten Zahnradbahn wieder ins Tal hinab.

Fazit: Die Fahrt mit der Zahnradbahn zur Montvers Station ist ein weiteres Highlight in Chamonix, vor allem in Verbindung mit dem mächtigen aber immer kleiner werdenden Mer der Glace Gletscher. Hier kann man den Rückgang der Gletscher ganz nah und in Echtzeit erleben. Die riesigen Schutt- und Gesteinsmengen, die permanent, mal leise und mal mit lauten Getöse auf den Gletscher herunter gehen, sowie der darunter liegende immer noch riesige und langgezogene Gletscher selbst, der im Sommer durch Rinnsale und ganze Bäche an Substanz verliert, sind beeindruckend. Die Gletscherhöhle lässt einen dem Gletscher noch näher kommen bzw. in ihn eintauchen.
Die neue EUB-Baustelle war eine nette Überraschung, wo doch die finale Projektentscheidung erst im Juni, also 2 Monate vor meinen Besuch in Chamonix stattgefunden hat und man nun schon kräftig am Bauen ist. Die neue EUB wird vor allem wegen des Wegfallenden langen Treppenweges den Komfort für Sommer- wie Winterbesucher deutlich erhöhen.
 
Noch ein paar Details zur Route von der Borchard EUB ins Vallée Blanche.

P1120014.JPG
Am Ende der Strecke biegt die Bahn dann, kurz bevor sie die Bergstation erreicht, nach Süden ins Vallée Blanche ab. Hinter diesen östlichen Bergen liegt die Grand Montets und das zugehörige Skigebiet. Die Bochard EUB endet links hinter der (tiefsten) Doppelscharte mit der Spitze in der Mitte. Von da kann man mit Abseilen auf einer krassen Route im Winter ins Vallée Blanche abfahren. Blau eingezeichnet der obere Teil der Abfahrt inkl. Abseilstück.

20220314_093059.jpg
So sieht das im Winter von der anderen Seite aus. Oben mittig die AdM mit dem Start der Vallée Blanche Abfahrt. Rechts im blauen Kreis: Montvers Station mit G-EUB (rot) und Treppen (gelb). Die neue EUB-Talstation wird dann etwas links vom Ende der Treppen hinkommen.
 
Noch ein paar Ergänzungen vom Abend des 1. Tages bevor es dann mit dem 2. Tag in Italien weitergeht.

Als Abschluss des Tages wollten wir, nachdem wir 3 Fahrten an der Sommerrodelbahn am Planards Lift gemacht hatten, noch kurz in Le Tour bei der Baustelle der neuen Charamillon 10EUB vorbeischauen. Die Vorgängeranlage von Montaz bin ich im letzten Winter im März noch gefahren. Damals stand schon die Bergstation der neuen Bahn, sowie die obersten beiden Stützen, da die Bahn in zwei Sommern gebaut und etwas verlängert wird.

P1120084.JPG
Gleichnamiger Gletscher oberhalb Le Tour/Balme.

P1120083.JPG
Gletscherzunge Tour Gletscher. Darunter ein hoher Wasserfall.

P1120087.JPG
Rendering neue 10EUB Charamillon in Le Tour.

P1120091.JPG
Baufortschritt Talstation im August.

P1120097.JPG
Baufortschritt Bergstation.


Mehr Infos und Bilder zum Bau der 10 EUB Charamillon gibt es hier:
Neues in Chamonix-Mont-Blanc

Auf dem Rückweg nach Chamonix kamen wir dann noch in Argentiere vorbei und konnten noch einen Blick auf die Grand Montets und später aus anderer Perspektive auf den mächtigen Bossons Gletscher werfen.

P1120098.JPG
Aktuelle Situation Grand Montets: Die Bergstation und die Stützen stehen noch, das Seil ist weg und die Mittelstation, an der der Brand herrschte ist teilweise abgetragen.

P1120099.JPG
Argentière Gletscher. An diesem Gletscher fährt man weiter oben bei der Außenrum-Gletscherabfahrt entlang, wenn man ganz hoch an die Grand Montets kommt. Aktuell ist das nicht möglich weil die PB nicht mehr fährt.

P1120101.JPG
Bei der Rückkehr nach Chamonix: Immer wieder beindruckender Bossons Gletscher, der so aussieht, als würde er fast in den Ort runter reichen. Dieser Gletscher ist der tiefste Gletscher der Alpen.

P1120102.JPG
Andere Perspektive aber gleicher Gletscher

P1120103.JPG
Nochmal. Rechts unterhalb der Gletscherzunge haben wir heute Morgen unsere Tour gestartet.


Nach einen Abendessen in Chamonix ging es dann in unserer Hotel zurück, das ca. 30 min nördlich von Chamonix lag und. Ein langer und eindrücklicher Tag ging zu Ende.
 
Grandiose Bilder und Informationen zu einer Region, die ich in life nicht kenne. Danke für den super Bericht.
 
Meru schrieb:
Grandiose Bilder und Informationen zu einer Region, die ich in life nicht kenne. Danke für den super Bericht.

Dem möchte ich mich ausdrücklich anschließen :D . Ich weiß den Aufwand sehr zu schätzen und freue mich schon auf die nächsten Teile dieses Berichts.
Irgendwann in den nächsten Jahren muss ich das auch mal "im Original" anschauen, auch wenn der Weg von uns recht weit ist.
 
Wirklich ein toller Bericht aus einer eindrücklichen Ecke. War selber noch nie dort, leider. Die Dimensionen der Berge sind beileibe nicht ohne. Danke fürs Mitnehmen!
 
Auch ich bedanke mich recht herzlich für diese tolle Fotodokumentation. Ich wollt mir das auch schon lange mal ansehen, von mir aus ist das genauso weit wie Südtirol aber alleine scheut man sich das irgendwie :)
 
Die alte Seilbahn auf den Col du Midi (nicht AdM) war in drei Sektionen geplant, wobei die beiden unteren Sektionen "Les Pelerins – La Para" 1924 (rechtzeitig zu den olymischen Spielen, die olymipsche Bobbahn verlief entlang der ersten Sektion) und "La Para – Les Glaciers" 1927 fertig gestellt wurden. Mit dem Bau der dritten Sektion "Les Glaciers - Col du Midi" wurde noch begonnen, im zweiten Weltkrieg wurden die Bauarbeiten aber eingestellt. Die ersten beiden Sektionen wurden 1951 stillgelegt und in weiterer Folge zum Teil abgebrochen. Von der ersten Sektion besteht noch die Talstation mit einer renovierten Gondel, der unterste Streckenteil und auch die Bobbahn sind den Zulaufstrecken des Mont Blanc Tunnels zum Opfer gefallen. Die Mittelstation gibt es ebenfalls noch, genauso einige Stützen des oberen Teils der ersten Sektion und der zweiten Sektion sowie auch die Bergstation der zweiten Sektion. Auf der zweiten Sektion hängen auch noch die Seile, obwohl einige Stützen fehlen, und in den Stationen sind noch die Gondeln vorhanden. Von der Talstation der dritten Sektion sind nur mehr Ruinenteile vorhanden, außerem gibt es noch eine Stütze auf 3020 m Seehöhe. Die Reste der Bergstation am Col du Midi auf 3600 m Seehöhe wurden erst 2017 entfernt. Einen interessanten und sehr ausführlichen Bericht (auf französisch) über diese außergewöhnliche Bahn gibt es auf https://www.remontees-mecaniques.ne...aciers-ceretti-tanfani-dyle-bacalan-3869.html.
 
Zurück
Oben