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(Keine) Ruhe vor dem Sturm - Axaner Lizum 25.11.2022

Morgen soll ja die Axamler Lizum samt neuer 10EUR in 2 Sektionen öffnen. Da bot sich das heutig schöne Wetter eigentlich für einen kleine Skitourenexkursion an. Wer die Lizum kennt, weiß dass man in der Vorsaison dort auch ohne Lift immer einige Tourengeher findet. Die waren natürlich präsent, aber zusätzlich gab es heute auch noch eine Eröffnungsfeier mit geladenen Gästen. Als wir gerade am Auffellen waren durften wir aus den Lautsprechern einem Traktat von Franz Hörl anhören wie Seilbahnen ja mit 100% mit Ökostrom betrieben werden und man ja nichts dafür kann wenn Gas zur Stromerzeugung benutzt wird. Ich fühlte mich sofort in einen gewissen Beitragsbaum hier im Forum herein versetzt.

Die neue Talstation vom Parkplatz aus gesehen, samt der der Rede lauschenden Gäste:
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Es gibt ja wie man sieht Rolltreppen, so dass sich der mit dem SUV angereiste Gast nicht schon auf dem Weg zum Skiskport verausgaben muss.

Die Pistenkurve um die Ausfahrt der Bahn wurde dezent mit meterhohen Stützwänden "geländekorrigiert". Viel befahren wird man sie in Zukunft aber nicht mehr, denn die neue Gondelbahn hat jetzt auch einen Eingang von der Piste noch vor der Kurve.

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Die Bergseite der Station hat eigentlich einen schönen minimalistischen Industrie-Chick. Wenn die Gondel nicht wären könnte hier auch Manufaktum produzieren.

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Dem letzten Stück Herrenabfahrt fehlt definitiv noch etwas Schnee für den Skibetrieb. Die meisten die uns Entgegenkommenden schnallen ab und gehen zu Fuß, eine mutige Dame wedelt über den fast steinfreien Bereich am Rand.

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Die im Wald gelegen Karleitenabfahrt sieht schon deutlich besser aus, und das obwohl es hier nur Naturschnee gibt. Sie wurde auch schon sichtlich viel Befahren, fällt aber trotzdem noch eher in die Kategorie "Steinski".

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Oberhalt der Bergstation des Pleisenliftes sieht es dann schon besser aus, auch wenn es für modernen Skibetrieb nicht wirklich reicht, über die überall vorhandenen Gräben kann man eher schlecht carven.

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Der oberer Teil der Herrenabfahrt ist schon recht sauber präperiert, aber wohl so glatt dass alle die über sie aufsteigen wollten recht bald aufgegeben haben. Wir haben lieber einen gut eingespurten weg durchs Gelände gewählt. Von dort sieht man jetzt dass es am Platz der alten Bergstation jetzt recht leer aussieht.

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Oben ist dann ziemlich viel Trubel. Die honorigen Gäste sind wohl inzwischen oben, und es ist alles dabei was das alpin-urbane Tirol auszeichnet. Hochdekorierte Schützenkommandanten, ein Priester der die neue Seilbahn gesegnet hat, und ziemlich viele ältere Herren in braunen Anzügen. Der Geschäftsführer der Axamer Lizum erklärt unterdessen in der Sonne sitzend einer jungen Dame die Welt. Eine Horde Italiener baut Zelte für die morgige Publikumseröffnung auf. Ich genieße währenddessen eine Semmel mit Mailänder Salami und einen wohlverdientes hopfenhaltiges Getränk und lasse die Szenerie auf mich einwirken. Währen Corona wahr es hier definitiv ruhiger :)

Der Einstieg in die Damenabfahrt sieht eigentlich ganz gut aus.

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Aber hinter dem Grat wird es schnell schlechter. Nur leichte Anzeichen von Grundpräperierung, und an vielen Stellen sehr wenig Schnee. Aber die Kanonen arbeiten fleißig damit die Produktion der Tourismusindustrie auch dieses Jahr nicht still stehen muss.

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An Stelle der Talstation des schönen alten Hoadl 1 Sesselliftes steht jetzt eine Skibrücke um die Zufahrt zu Talstation der neuen EUB zu ermöglichen. Aber zumindest mit der aktuellen Schneelage hat die Einfahrt noch einen ordentlichen Gegenanstieg. Snowboarder werden hier wohl immer noch nicht ganz Glücklich werden.

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hch schrieb:
Die neue Talstation vom Parkplatz aus gesehen, samt der der Rede lauschenden Gäste.
...
Die Bergseite der Station hat eigentlich einen schönen minimalistischen Industrie-Chick. Wenn die Gondel nicht wären könnte hier auch Manufaktum produzieren.

Wobei ich die Talstation eigentlich ganz schön finde. Passt zum 60er / 70er Jahre Flair dort oben. Allein beim Hoadlhaus hätten Sie sich bisschen was Besseres einfallen lassen können. Das war jetzt schon ein toller Monolith, und jetzt hat er eine Unwucht an der Seite. Naja.

Ich mag deinen ironisch sarkastischen Unterton btw... ;-)
 
Ich finde die Talstation eigentlich auch nicht schlecht, zumindest von der Parkplatz-Seite. Und die Bergstation hat irgendwie auch was. Erinnert mich an einige ganz frühe KSB Stationen aus den 80ern die auch so einen kleinen Buckel in der Mitte hatten.
 
Und auch wenn ich kein EUB und schon gar kein - ich fahre bis zur Mittelstation ab - Fan bin, aber die Entstachelung der Hänge, in dem man mehrere Lifte zusammennimmt und dadurch wie hier Stützen im zweistelligen Bereich wegnimmt und Berg- und Talstationen wegfallen, das find ich schon eine super Entwicklung (Was für ein Satz! ;-) ) . Das tut den Hängen in der Regel gut. Grad im Sommer, da entspannt mein Auge jede festgeklemmte, stehende Bahn weniger..
 
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