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25.02.2023 | Arosa-Lenzerheide | Freundlicher Vormittag, zäher Nachmittag

25.02.2023 Arosa-Lenzerheide:

Zum Ende der baden-württembergischen Faschingsferien wagte ich mich nun mal wieder zum Skifahren. Aufgrund der Wetterprognosen – die mal wieder nicht so ganz zutrafen – entschied ich mich für Arosa-Lenzerheide, da hier auf der Lenzerheider Seite zumindest ein paar Abfahrten im Wald vorhanden sind. Im Bündnerland ist dies ja generell Mangelware.

Über Nacht gab es am Berg vielleicht 10cm Neuschnee, die ALH-typisch leider nicht am Morgen noch einmal präpariert wurden. So waren sehr große Neuschneehaufen auf hart-eisigem Untergrund die rasche Folge. Schade, dass hier nicht noch einmal, zumindest auf den Hauptabfahrten, frisch präpariert wird. Mir ist klar, dass das auf die Pistenqualität am Nachmittag quasi keinen Einfluss hat, aber für Frühaufsteher würden so immerhin 1-2 schöne Skistunden am Morgen entstehen. Generell musste ich aber auch heute wieder feststellen, dass Neuschnee für mich der ekligste Pistenzustand ist. Dann doch lieber Regen, Eis oder was weiß ich was. In diesem „Winter“ möchte ich da aber mal sehr gerne drüber hinweg sehen. Außerdem hatte ich bislang fast an allen Skitagen immer nur Traumwetter.

Im Skigebiet bin ich heute zunächst von Pradaschier zum Piz Scalottas und zurück gefahren und bin dann auf die andere Talseite gewechselt, wo ich dann alles, außer Rothorn-Gipfel (3 Bahnen warten wollte ich nicht) abgefahren bin. Am Nachmittag ging es dann noch Arosa.
Halbwegs passable Verhältnisse gibt es nur auf den beschneiten Pisten. Aber auch dort kommt an vielen Stellen, wie z.B. der Alp Stätz schon einiges an Braun durch. Es rächt sich halt, dass ALH die doch recht vielen guten Schneiperioden sträflich verpennt hat. Die Naturschneepisten sind entweder alle geschlossen oder in einem teilweise aperen und unpräparierten Zustand geöffnet. Darauf wird aber hingewiesen.

Das Wetter war heute sehr wechselhaft. Insbesondere am Vormittag gab es noch einige sonnige Abschnitte, in denen das Skifahren dann doch viel Spaß machte. Insbesondere am Nachmittag verdichtete sich der Nebel zusehens, sodass es gegen Ende des Skitags zu „Skifahren mit Nullsicht“ endete, was wahrlich kein Spaß war, zumal die Pisten aufgrund des Neuschnees stark verbuckelt waren.

Der Andrang war weniger schlimm, wie gedacht. Nennenswerte Wartezeiten hatte ich nur einmal am Lavoz (ca. 1-2min) und am Obertor (4 Sessel, aber bei der Geschwindigkeit und dem riesigen Sesselabstand dauert das auch lange…). Auf den Hauptpisten herrschte wieder großes Gewusel. Viele Nebenpisten, um dem Gewusel zu umgehen, sind halt weiterhin zu und werden wahrscheinlich auch nicht mehr aufgehen :-(

Gefallen:
:D Mal wieder etwas Winter fürs Auge in Form von verschneiten Tannen
:D Sonnige Phasen bis zum Mittag
:D Kaum Liftwartezeiten
:D GraubündenCard

Nicht gefallen:
:-( Nicht frisch präparierte Pisten
:-( Schnelle Haufenbildung aufgrund von Neuschnee auf hart-eisiger Unterlage
:-( Nullsicht am Nachmittag
:-( Viel los

Daher: :D :D ,5 von :D :D :D :D :D

Bilder:

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Als erster Fahrgast zog ich eine erste Spur auf die dortige Abfahrt an der 4KSB. Die Schneekonsistenz mit dem nassen Neuschnee war mehr als eklig.

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Blick aus dem Stäzerhorn-Sessel auf den Alp-Srätz-Bereich. Im Bereich der Restaurants war die Schneelage schon sehr knapp. Unverständlich, weswegen man im Dezember und Januar so mit der Beschneiung gegeizt hat.

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Bis zur Bergstation Stätzertäli hing „Die Rote“ im Nebel, war aber gut zu fahren. Am breiten Stätzertäli-Hang war die Sicht dann auch gut.

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Im Bereich Lavoz machte ich angesichts der netten Aufhellung gleich eine Wiederholungsfahrt

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Blick auf die Lavoz-Talstation, wo später sehr viel los war

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Pedra-Grossa-Abfahrt

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Ausblick Piz Scalottas

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Dito

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Auf der roten Abfahrt am SL Gertrud kam schon sehr viel Dreck zum Vorschein. Gut, dass ich heute die alten Ski mitgenommen hatte

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Die Abfahrt zur Cumascheals-Sesselbahn war ruhig und gut. Leider heute eher die Ausnahme.

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Die schwarze Abfahrt ab der Cumascheals-Sesselbahn hingegen war unruhig und auch schon mit sehr viel Dreck durchsetzt

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Nach dem Seitenwechsel machte ich am Heimberg-Sessel eine Wiederholungsfahrt. Die dortige Piste war angesichts der recht schlechten Sichtverhältnisse ziemlich gut

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Spätestens ab Motta war man auf dieser Talseite aber am Vormittag zuverlässig über dem Nebel.

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Weiter unten wurde es aber wieder schnell eklig

Die geplante Fahrt aufs Rothorn ließ ich angesichts einer Wartezeit von drei Gondeln bleiben.

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Deshalb befuhr ich die Weisshornmulde „nur“ via Weisshorn-Speed. Die Piste selbst war zwar schon recht verbuckelt, aber dennoch noch gut zu fahren

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Weiterer Verlauf der Weisshornmulde

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Die Piste vom Weisshorn-Speed zum Urdenfürggli war grausig. Neuschneebuckel auf Eis. So macht Skifahren keinen Spaß

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Drüben in Arosa war dann zunächst nur der Hörnli-Bereich nebelfrei, sodass ich 5 Wiederholungen am Hörnli-Sessel machte. Die dortige Piste war noch relativ zu fahrbar.

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Erstmals fuhr ich auch die Verlängerung der 2 ab der Talstation des Hörnli-Sessels zur Talstation des Hörnli-Express. Sicher ist das bei guten Bedingungen eine tolle Abfahrt und auch heute war sie gar nicht mal so schlecht. Man musste bis zum Gasthaus Alpenblick aber höllisch auf größere apere Stellen und Steine aufpassen.

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Blick zur Talstation des Hörnli-Express

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Im Bereich der Carmenna-Hütte war die Sicht wieder recht schlecht und minderte so den Skispaß erheblich

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Blick auf Arosa

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Der Starthang an der Carmenna-Sesselbahn war durchaus herausfordernd

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Gut war dann wieder die rote Abfahrt am Brüggerhorn

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Katastrophal hingegen war dann die Black Diamond. Bis zu diesem Punkt herrschte zu allem Überfluss auch noch Nullsicht. Die Piste war extrem verbuckelt und im Bereich des Steilhangs teilweise aper

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Ebenso katastrophal war die Abfahrt vom Weisshorn-Gipfel zur Carmenna-Hütte

Die Krönung der katastrophalen Pisten war dann jedoch die Talabfahrt auf der Lenzerheider Seite. Der Bereich am Urdenfürggli-Sessel war wider Erwarten noch halbwegs passabel. Im extrem dichten Nebel zwischen Motta und Talstation Weisshorn Speed sah man aber nicht einmal den nächsten Pistenpfosten. Der Pistenzustand war auch schon sehr schlecht, sodass das, was ich da tat, nichts mehr mit Skifahren sondern vielmehr mit einem vorsichtigen vorantasten zu tun hatte. Stellenweise saßen auf der Piste weinende Menschen, die einfach nicht mehr weiter wollten, da sie angesichts der durchaus sehr fordernden Verhältnisse für Körper und Geist überfordert waren. Da viele Personen mit solchen Situationen sicher nicht vertraut sind, kann ich diese Reaktion nachvollziehen, auch wenn sie in der konkreten Situation auf der Piste natürlich keineswegs weiterhilft.

Sobald man den bewaldeten Bereich erreichte, besserte sich die Sicht wieder.

Fazit:
Die Abfahrten in der Sonne machten größtenteils Spaß. Trotz der nervenden Neuschneeverhältnisse war hier ein schönes Skifahren rund um die vielen Buckel möglich. Auch der Andrang war nicht so schlimm, wie erwartet, sodass hier in der Regel keine Probleme hinsichtlich des Füllgrads auftraten.
Sehr nervig war die Nullsicht am Nachmittag, die ein ordentliches Skifahren verunmöglichte. Die Verhältnisse wurden so sehr schwierig und waren in manchen Situationen dann auch kaum mehr fahrbar. Hoffentlich wiederholen sich solche Sichtverhältnisse in den kommenden Tagen nicht noch öfters.
 
Die bayerischen Ferien sind auch vorbei! Wobei ich heute morgen um 4:30 erstmal schockiert war wie viele Holländer sich auf der A99 befinden. Hat sich ab Inntal dann Gottseidank erledigt. Haben die Ferien?!? 70-80% gelbe Kennzeichen.
Witzigerweise war ab Pfunds Richtung Engadin dann jede Menge CZ und SK unterwegs. Seltsame Ströme.

Dass dir mit deinem Fahrstil Neuschnee nicht taugt glaub ich sofort :) leg dir mal ne breite Alternative in Kofferraum. Nach wochenlang Dosenbier (Metapher für Kunstschnee) ist Neuschnee wie ein frisch gezapftes vom Fass :lol: ich genieße jedem cm auch wenn’s schnell zu Haufen wird.

Welche Skigebiete präparieren bei Neuschnee denn morgens nochmal? Mir fallen ad hoc nur Corviglia und mit Abstrichen Tux ein. Schön wäre es allemal wenn das Standard wäre ;)
 
In Laax wird in einem solchen Fall i.d.R. präpariert. Auch in Davos werden zumindest die Hauptabfahrten gemacht.
Engadin hast du ja schon genannt und in Brigels ist das m.W.n. auch der Fall, dass bei Bedarf in der Früh gepistet wird.
 
Ich bin dafür hier eine „Whitelist“ der Skigebiete zu erstellen, die nach nächtlichen Schneefällen früh nochmal präparieren ;)

Im Ernst: das kann die Skigebiets Wahl durchaus beeinflussen.

Gibts denn auch Beispiele aus AT :)
 
Wie wir ja kürzlich gemeinsam feststellen konnten, präpariert Arosa morgens schon nochmal. Nur die Lenzerheide ist da immer oberfaul und unbedingt zu meiden nach nächtlichem Schneefall. Generell würde ich sagen, dass in Graubünden vielerorts nochmal präpariert wird.

In AT gibt es auch Gebiete, die nochmals präparieren. Aber ob es regelmässig so ist? Sölden und Kaunertaler hatte ich mehrfach positiv erlebt. Pitztaler und Hintertux hingegen nie. Die Skiwelt und Penken letzten Dezember teilweise. Ischgl eher nicht, Samnaun eher ja. Aber ich habe kein vollständiges Bild, weder was die Regelmässigkeit, noch die Gebiete betrifft.
 
Wenn du das schon nicht hast ;)

Könnte man ja als Gesellschaft auch als Qualitätsmerkmal bewerben…?!

Wir Frühskifahrer würden das schätzen. Ebenso wie wenn auf Hotel Seiten die Frühstückszeiten angegeben würden, damit man das synchron zum Betriebsbeginn planen könnte schon bei der Buchung und Auswahl.
Ja das sind sie, unsere Probleme :lach:
 
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