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Bruchgefahr Skischuhe / Bindung nach 10 Jahren ?

Eumel153

Großer Müggelberg (115m)
Registriert
17. Aug. 2010
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Hallo,

ich bin heute auf einen Hinweis vom DSV gestoßen. Demnach sollen Schuhe und auch Bindung nach ca. 10 Jahren ersetzt werden.
Die Schuhe sollen wegen entweichender Weichmacher und spröder werdender Schuhe brechen können. Bei der Bindung soll ähnliches gelten. Zudem sollen evtl. die Federn brechen können.

Mein Händler sagt ähnliches und hatte wohl auch schon Fälle.

Jetzt bin ich etwas besorgt, da ich einiges an Kampfgewicht auf die Skier bringe und auch durchaus sportlicher fahre.
Gerade in hartem Einsatz wäre ein Brechen natürlich unschön.

Meine Schuhe sind ca. 15 Jahre alt ( ca. 10 Jahre gefahren), ca. 1 Woche pro Jahr. Sie passen aber immer noch wie angegossen und beim einsteigen höre ich auch kein verdächtiges knacken. Wie man es von sprödem Kunststoff kennt.

Wie groß ist diese Gefahr nun wirklich ? Abseits von Formalitäten. Hat jemand Erfahrung damit ?
 
Das kann keiner sagen.
Früher sind die Tyrolia Diagonal Bindungen oft nach einigen Jahren gebrochen. Andere Bidnungen können Jahrzehnte halten - besonders Metallbindungen.
Aus Vorsicht und zur Umsatzsteigerung kann man mit solchen Pauschalen arbeiten. Genau sagen kann man es aber definitiv nicht. Das ist viel zu spezifisch je nach Produnkt.
Ich persönlich habe bei Stiefeln wenig Bedenken, bin bei Bindungen aber ziemlich vorsichtig.
 
3303 schrieb:
Ich persönlich habe bei Stiefeln wenig Bedenken, bin bei Bindungen aber ziemlich vorsichtig.
Bei meinem Bindungen bin ich auch eher vorsichtig. Sie wurden gerade frisch eingestellt. Es soll sich kaum etwas verändert haben, obwohl die Bindung/Ski inzwischen auch schon 10 Jahre alt sind.

Bei den Stiefeln ging es mir vor allem darum, ob gebrochene Stiefel in der Praxis schon häufiger vorgekommen sind. Hier gibt es ja einige Skifahrer, mit entsprechend vielen Skitagen.

Danke.
 
Was soll denn da am Schuh brechen? Wenn etwas am Schaft oder an der Schale oder sonst wo bricht passiert doch nicht gravierendes. Auch wenn es während der Fahrt passiert.
Am problematischsten wäre es noch, wenn etwas an der Sohle/Zunge bricht, wo der Schuh in der Bindung fixiert ist. Aber da ist der Kunststoff so dick, da kann ich mir nicht vorstellen, dass da etwas komplett bricht.
 
Mt. Cervino schrieb:
Was soll denn da am Schuh brechen?
Wenn man sich vorne in den Schuh reinlehnt, dann ist die Schale rund um das Sprunggelenk schon ordentlich belastet.
Wenn also der Kunsstoff nach Jahren spröde wird, dann könnte ich mir einen Bruch schon vorstellen.

Aber wie gesagt. Ich hatte in den ganzen Jahren noch nie von brechenden Stiefeln gehört. Darum war ich ja auch so erstaunt.

Meistens ist es eher der Innenschuh, der irgendwann abgenutzt ist und das Futter beginnt zu reißen.
Über meine Schale habe ich mir nie Gedanken gemacht.
Bei meinem aktuellen Stiefel nehme ich immer den Innenschuh zum Trocknen raus. Ich hatte nie das Gefühl, dass da etwas spröde wird.
 
Einem Arbeitskollegen sind einmal beim Anstehen am Lift beide Sohlen gebrochen, er bekam plötzlich nasse Füße. Und ein Händler hat einmal berichtet, dass einer seiner Kunden wegen einer gebrochenen Schale gestürzt ist.

Auf der anderen Seite schmeisst man ja auch nicht sein Auto weg, weil es älter als 10 Jahre ist. Da sind auch sehr viele Teile aus Kunststoff.

Es hängt halt vom Kunststoff selbst ab. Manche Kunststoffe werden nach 10 Jahren halt spröde, andere nicht. Deswegen pauschal gleich alle Skischuhe oder Bindungen in Frage zu stellen halte ich für Geschäftemacherei und nicht gerade sehr nachhaltig. Ein Händler sollte schon wissen, welche Serien welcher Hersteller besonders betroffen sind.

Generell gilt halt, dass man Skischuhe nicht gerade auf dem heissen Dachboden übersommern soll. Es ist auch ratsam, auf sichtbare Alterungserscheinungen wie Vergilbung (vor allem bei weißen Schuhen) oder Versprödung bzw. Microrisse zu achten.
 
stehen deine Skischuhe die 51 anderen Wochen im dunklen Keller? Dann würde ich mir keine Sorgen machen. Die Schale wird länger halten als der Innenschuh.
Stehen sie in der Sonne? Dann wären sie wahrscheinlich schon spröde.
UV-Licht ist der größte Feind der Weichmacher.
 
Skischuhe habe ich schon brechen sehen (zum Glück nicht meine). Da war dann die ganze Sohle weg.

Und eine Bindung ist mir schon selbst gebrochen. Unschön. Und ja, die war tatsächlich schon einige Jahre alt und ziemlich gut in Gebrauch - aber 10 Jahre waren es noch nicht.
Bei Metallbindungen (z.B. Look Pivot) habe ich da keine Bedenken, bei Bindungen mit Plastikanteil allerdings schon.
 
valdebagnes schrieb:
stehen deine Skischuhe die 51 anderen Wochen im dunklen Keller? Dann würde ich mir keine Sorgen machen. Die Schale wird länger halten als der Innenschuh.
Stehen sie in der Sonne? Dann wären sie wahrscheinlich schon spröde.
UV-Licht ist der größte Feind der Weichmacher.
Eher bei gleichmäßiger Zimmertemperatur in meiner Schuhtasche, nur abgedeckt wegen Staub.
 
freeriderin schrieb:
Skischuhe habe ich schon brechen sehen (zum Glück nicht meine). Da war dann die ganze Sohle weg.
Auch hier ist die Frage, ob das bei alten Schuhe ein Einzelfall oder kein Einzelfall ist ? Auch die Frage nach der Behandlung der Stiefel stellt sich.
Ich habe z.B. früher Schuhtrockner verwendet. Da ist der Schuh Nachts ganz schon warm geworden. Heute würde ich das nicht mehr machen.
Ich habe jetzt einen Schuhtrocker in Heizlüfterform. Der bläst nur 40 Grad raus. Der läuft auch nicht die ganze Nacht sondern vielleicht 3 Std.

Und eine Bindung ist mir schon selbst gebrochen. Unschön. Und ja, die war tatsächlich schon einige Jahre alt und ziemlich gut in Gebrauch - aber 10 Jahre waren es noch nicht.
Ist die Bindung selbst gebrochen oder ist die Bindung aus der Verankerung im Ski gebrochen ?
Als ich einmal die Montage einer Bindung gesehen habe, war ich schon über die Haltbarkeit verwundert.
Ein paar dünne Schrauben und die halten unter dieser Belastung. Da die Montage manchmal ziemlich rasant erfolgt, würde es mich nicht wundern, wenn nicht alle Schraubengewinde einwandfrei sind.
 
Wegen der Schuhe: kommt sicher nicht allzu häufig vor, aber vereinzelt halt schon. Keine Ahnung, wie hoch die Gefahr wirklich ist.

Die Bindung ist selbst in sich gebrochen. Nicht ausgerissen oder so.
 
Dieses Jahr war ich tatsächlich mit jemanden unterwegs, der aus gewissen Gründen spontan mit uralt-Skischuhen unterwegs war, und bei einem kleinen Drop sind dann beide gebrochen.

Bei Bindungen hatte ich in die vorige Saison 3 Brüche meiner Uralt Marker Duke jeweils beim wechsel in den Augfstiegsmodus. Das waren zwei ähnlich alte Bindungssets die bald in Richtung 10 Jahre gingen. Allerdings extrem viel benutzt und auch verstellt.
 
Persönlich hab ich vor langer Zeit mal bei einem Bekannten gesehen , wie die Schale in 2 Hälften zerbrochen ist.

Das war aber noch im alten Jahrtausend und die Dinger waren "Uralt-Billig-Schlappen".
Wir haben sie auf der Piste mit Gewebeband zusammengeflickt, damit er nicht Barfuß ins Tal musste :lol:
 
Dem Vater einer Freundin hat es mal die Sohle an seinen ca. 20 Jahre alten, vielgefahrenen Schuhen abgerissen. War dann halt wie eine Fehlauslösung der Bindung mit anschließendem Abrutschen ins Tal auf einem Ski.

Das Witzige ist eigentlich, dass er Firmeninhaber mit 300 Angestellten ist und jetzt nicht unbedingt arm :wink: ....aber halt bei gewissen Dingen geizig und verliebt in seinen alten "der tuts doch noch" Schuh.

Dass Bindungen ausreissen kommt öfter vor. Und gerade bei filigranen Tourenbindungen gibts durchaus auch Defekte bei neuerem Zeug.

Ich denke, man muss nicht nach 10 Jahren gleich alles wegschmeißen. Wenn das Material nicht übern Sommer ständig in der Sonne steht und nicht zu hart rangenommen wird, geht das sicher auch länger. Wenn die Bindung statt schwarz nur noch beige ist, würde ich handeln :lol:
 
Es scheint ja nicht so selten zu sein, wie ich erwartet habe.

don pipone schrieb:
Dem Vater einer Freundin hat es mal die Sohle an seinen ca. 20 Jahre alten, vielgefahrenen Schuhen abgerissen. War dann halt wie eine Fehlauslösung der Bindung mit anschließendem Abrutschen ins Tal auf einem Ski.
Bei 80-100 Km/h ist das nicht mehr so witzig. Oder wenn es gerade in einem Ziehweg passiert, mit anschließendem Abflug in die Bäume.
Das ist mir mal als Kind passiert.

Das Witzige ist eigentlich, dass er Firmeninhaber mit 300 Angestellten ist und jetzt nicht unbedingt arm :wink: ....aber halt bei gewissen Dingen geizig und verliebt in seinen alten "der tuts doch noch" Schuh.
Bei mir ist es eher so, dass ich schon seit Jahren nach neuen Ski Ausschau halte aber eigentlich mit meinen Fischer RC4 noch sehr zufrieden bin.
Auch die Schuhe sitzen noch wie angegossen. Das sind meine ersten Schuhe, die ich den 8 Stunden am Tag nicht einmal öffnen muss. Trotz des 120er Flex sitzen sie absolut bequem und trotzdem eng.

Ich habe die Schuhe jetzt mal bei Zimmertemperatur etwas belastet. Erstaunlich elastisch, wie ich feststellen konnte. Obwohl das vermutlich keine Aussage hat.
Brechender Kunststoff kannte ich eher als spröde und unelastisch.
Wobei der Bezug des Innenschuhs ohne langsam ausleiert. Neue Schuhe sind demnächst also ohnehin fällig.
 
Eumel153 schrieb:
Bei 80-100 Km/h ist das nicht mehr so witzig. Oder wenn es gerade in einem Ziehweg passiert, mit anschließendem Abflug in die Bäume.
Das ist mir mal als Kind passiert.

Stimmt. Aber die Gefahr, dass es einem die Bimdung aufhaut ist auf jeden Fall größer, als dass es einem den Schuh zerlegt ( deswegen habe ich meine Bindung auch auf 14-15 bei ca. 95kg Kampfgewicht).

Das reine Alter des Schuh sollte also nicht unbedingt der Hauptgrund zum Tausch sein.
 
don pipone schrieb:
Eumel153 schrieb:
Bei 80-100 Km/h ist das nicht mehr so witzig. Oder wenn es gerade in einem Ziehweg passiert, mit anschließendem Abflug in die Bäume.
Das ist mir mal als Kind passiert.

Stimmt. Aber die Gefahr, dass es einem die Bimdung aufhaut ist auf jeden Fall größer, als dass es einem den Schuh zerlegt ( deswegen habe ich meine Bindung auch auf 14-15 bei ca. 95kg Kampfgewicht).
Ähnliches Kampfgewicht trifft auch auf mich zu. Meinem Service Mann habe ich gesagt, dass er mir die Bindung eher sportlich einstellen soll.
Die hintere Bindung hat er mir auf 10 eingestellt.

Ich bin auch immer sehr penibel beim Schnee Befreien der Sohle. Wenn es geht sogar 2x einsteigen. Bei etwas Schnee unter Sohle ist schon auffällig, dass die Bindung zwar zuschnappt aber ich Zweifel an der richtigen Vorspannung habe.
 
Mt. Cervino schrieb:
Was soll denn da am Schuh brechen? Wenn etwas am Schaft oder an der Schale oder sonst wo bricht passiert doch nicht gravierendes. Auch wenn es während der Fahrt passiert.
Am problematischsten wäre es noch, wenn etwas an der Sohle/Zunge bricht, wo der Schuh in der Bindung fixiert ist. Aber da ist der Kunststoff so dick, da kann ich mir nicht vorstellen, dass da etwas komplett bricht.

Doch, das hatte ich mal. Es war ein ca. 10 Jahre alter recht sportlicher Schuh. Da ist das Stück an der Ferse rausgebrochen und das Stück (ca. 5cm) hing noch an einer schmalen Brücke am Boden dran.

Passiert ist das ganze in einer Liftschlange (bzw. habe ich es dort bemerkt weil ich plötzlich "daneben" stand).
 
Wegen der Schuhe würde ich mir keine gedanken machen. Bindung kommt drauf an welche du hast falls eine Rennbindung hast die wie oben genannt brauchst dir eher keine Gedanken machen. Falls eine Standard hast würde ich die Bindung tauschen.
Falls einen Ski von der Technica Group hast da müssten noch die heutigen Bindungen auf die Platte passen. die Bindungen was bis 12 gehen kosten kein Vermögen.
 
ich fahre nicht ski (sonst SNB) so ich habe andere Bedenken.
Aber....die Frage ist : wenn jemand mit den Ski/Schuhe sportlich fährt (und ich meine nicht wie Ted Ligety, einfach relativ schnell) und etwas mit den Schuhe/Bindungen passiert wie groß ist der Gefahr einer Knieverletzung?

Ich versuche die Protektoren (Helm, Rucken Protektor etc) nach ca 7-8 Jahre immer wechseln und neue kaufen. Ich sehe nicht wieso man nicht so mit den Schuhe/Bindungen machen muss .

Aber das ist meine Meinung
 
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