Courmayeur (IT) | Italotrash am Fuße des Mont Blanc | 17.12.2023
Wie immer im Dezember wollte ich auch dieses Jahr mit einem 2-Tagestrip meine Skisaison starten.
Mein ursprüngliche geplantes Ziel die Via Lattea, sowie ein weiteres Ziel in der Umgebung erschien mir für die lange Anfahrt nicht lohnenswert, da auch am Wochenende nur wenige Lifte dort als offen gemeldet waren. Als Alternative wählte ich das Aostatal mit einen weiteren Ziel am 2. Tag, das ich noch während der Fahrt festlegen wollte.
Die Fahrt aus dem Rhein-Main-Gebiet zu einen Hotel südlich von Genf ging, wie immer an den Adventswochenenden, in gut 5 Stunden problemlos. Am nächsten Morgen ging es weiter nach Courmayeur, dem einzigen der größeren/mittleren Skigebiete im Aostatal, das ich noch nicht besucht hatte, an dem ich aber schon unzählige Male vorbeigefahren bin.
Überzeugt hat mich für meinen Besuch die gute Schneelage oberhalb von 1400m sowie, dass alle Lifte und ca. 85% der Pisten offen sein sollten. Sogar die alte PB Youla aus den sechziger Jahren war offen gemeldet.
Laut Plan war lediglich die Talabfahrt und die Gipfel PB Arp geschlossen.
Später stellte sich aber heraus, dass ich beide dennoch fahren konnte…
Pistenplan Courmyeur: https://www.courmayeur-montblanc.com/app/uploads/2022/09/Skirama-comprensorio.pdf
Gegen 13:30Uhr war ich dann wieder im Tal und habe meinen Skitag in Courmayeur beendet, weil ich noch ein weiteres kleineres Skigebiet im Aostatal anfahren wollte.
Courmayeur hat mir vor allem wegen des hochalpinen Panoramas, dem Mont Blanc unmittelbar gegenüber und wegen seiner alten und interessanten Anlagen gefallen. Die beiden 60er Jahre PBs, die 2 Nascivera 2SBs, die umgebaute Agudio EUB, die zwei alten klassische Tellerschlepplifte sowie zumindest eine alte klassische große PB bieten doch einiges für den interessierten Lifthistoriker.
Das Skigebiet von Courmayeur selbst ist sehr kompakt und konzentriert sich bis auf den Arp / Youla Sektor sowie die zugehörigen Routen und die Talabfahrt vor allem auf 2 Hänge, die jeweils mit vielen Anlagen erschlossen werden. Für einen Tag ist das auf jedenfalls interessant, für längere Aufenthalte haben aber Monterosaski, Cervinia/Zermatt oder La Thuile/ La Rosiere im Aostatal skifahrerisch mehr Abwechselung zu bieten.
Aus dem Sommerbereich in die Schneeberichte verschoben.
31.12.23, 7:00 - bastian-m
Wie immer im Dezember wollte ich auch dieses Jahr mit einem 2-Tagestrip meine Skisaison starten.
Mein ursprüngliche geplantes Ziel die Via Lattea, sowie ein weiteres Ziel in der Umgebung erschien mir für die lange Anfahrt nicht lohnenswert, da auch am Wochenende nur wenige Lifte dort als offen gemeldet waren. Als Alternative wählte ich das Aostatal mit einen weiteren Ziel am 2. Tag, das ich noch während der Fahrt festlegen wollte.
Die Fahrt aus dem Rhein-Main-Gebiet zu einen Hotel südlich von Genf ging, wie immer an den Adventswochenenden, in gut 5 Stunden problemlos. Am nächsten Morgen ging es weiter nach Courmayeur, dem einzigen der größeren/mittleren Skigebiete im Aostatal, das ich noch nicht besucht hatte, an dem ich aber schon unzählige Male vorbeigefahren bin.
Überzeugt hat mich für meinen Besuch die gute Schneelage oberhalb von 1400m sowie, dass alle Lifte und ca. 85% der Pisten offen sein sollten. Sogar die alte PB Youla aus den sechziger Jahren war offen gemeldet.
Laut Plan war lediglich die Talabfahrt und die Gipfel PB Arp geschlossen.
Später stellte sich aber heraus, dass ich beide dennoch fahren konnte…
Pistenplan Courmyeur: https://www.courmayeur-montblanc.com/app/uploads/2022/09/Skirama-comprensorio.pdf
Bei der Anfahrt am Morgen im Tal von Chamonix lag bis kurz vor Chamonix nur sehr wenig Schnee.
In der Höhe an der Aguille du Midi sah es aber nach viel Schnee aus…
Am Brevent ist die PB schon unterwegs.
Tunneldurchfahrt am Mont Blanc.
Südlich des Tunnels war es dann schon gleich viel heller im Vergleich zum schattigen Arve-Tal nördlich des Mont Blancs. Das Seil ist von der PB zur Punta Helbronner die ebenfalls in Courmayeur startet.
Einstieg an der Dolonne EUB, der einzige Zubringer mit Talabfahrt.
Plan Checrouit, an dem 6 Bahnen Enden oder starten, und oben der Colle Checrouit. Von hier starte ich mit der 6KSB Pra Neyron.
Der örtliche Nachwuchs wird vor prächtiger Kulisse instruiert.
Die Pisten unterhalb des Pre de Pascal sind ideal für den Start in den Skitag.
Man gelangt mit der 3SB Dzeleuna dorthin, muss vorher aber erst wieder ein Stück Richtung Plan Checrouit abfahren.
Oben am Pre de Pascal mit Blick zum Col de Checrouit.
Mont Blanc und Zerotta 4KSB.
Col de Checrouit und eine Etage höher die Bergstationen der Youla und Arp PBs, die ich später besuchen will.
Val Veny Zubringer PB.
Von allen Seiten faszinierend: Der Mont Blanc mit seinen vergletscherten Südflanken.
Mittelstation der PB zum Punta Helbronner, wo es Europas höchsten botanischen Garten gibt. Sehr empfehlenswert im Sommer!
Urige Nascivera 2SB Peindent von 1971. Die Sessel wurden mal erneuert, aber die Stationen und Portalstützen sind geblieben.
Ganz östliche Hintenrum-Abfahrt am Pre de Pascal. Komplett leer am Morgen.
Zerotta 4KSB Bergstation und aufgeständerte Piste.
Tolle Carvinpisten zurück ins Hauptgebiet.
Gletschermuränen im Tal, die fast wie Pisten aussehen.
Bergstation der Maison Vielle 2SB. Auch diese Bahn ist von Nascivera und wurde 1975 gebaut.
Carvingpiste Richtung 4KSB Aretu.
Jetzt wird es spannend und trashig: PB Youla aus den frühen sechziger Jahren, gebaut von Ceretti & Tanfani. Heutzutage für 20 Personen plus 1 Kabinenführer, ehemals waren insgesamt 26 erlaubt.
Im Inneren der Station (zwischen PB und EUB).
Warteraum PB Youla. Gut 20min Wartezeit waren angesagt um 11:00 Uhr.
Die Kabine schwebt ein. Mehr Retro geht fast nicht…
PB Youla.
Blick von der Bergstation auf die Trasse.
Danach ging es ohne Wartezeit mit der PB Arp weiter. Auf dem Pistenplan im Tal war sie geschlossen gemeldet. An der Youla Talstation stand: “Funivia Arp: Solo Fiuri Piste / Only Off-Piste”
Kabine der ebenfalls von 1961 bis 1963 von Ceretti & Tanfani gebauten PB. Aktuell für 11 Personen zugelassen (Bahn fährt Führerlos), früher waren mal 15 erlaubt.
Bahn und Berg. Beides herausragend.
Italotrash vom Feinsten.
Noch trashiger geht es kaum.
Panorama nach Westen. Irgendwo hinter den Bergen liegt die Tarentaise.
Panorama nach Nordwesten. Geradeaus in der Mitte startet die Val Veny Off-Piste-Route über den Sattel, zu der auch ein paar wenige Spuren hinführten. Sicherlich aktuell wegen der mauen Schneelage unterhalb 1400 ein mühseliges Unterfangen mit viel Lauferei am Ende.
Panorama nach Süden Richtung La Thuile (rechst hinter dem Berg). Links hinter der Station beginnt die Vallone Arpetta Off-Piste-Route, aber auch hier liegt unten kaum bis gar keine Schnee.
Die einzige vernünftige und von den Liftbediensteten tolerierte Option von hier wieder mit Skiern runterzukommen…
Man sollte hier schon aufpassen… Eisig, schmal und die Netze sind unten noch hochgerollt, so dass sie keine Schutz bieten. Und danach geht es mächtig weit und sehr steil runter…
Start der Abfahrt und Arp Bergstation. Hier würden die Netze sogar noch helfen.
Mega Panormama… aber besser auf die „Piste“ konzentrieren.
Dann wieder Stücke ganz ohne Netz.
Am Ende wird es deutlich flacher und ein schöner Pulverhang belohnt für die Mühen.
Blick zurück. Da in der leichten Senke ist tatsächlich 2 Skifahrer vor mir ein andere Skifahrer unter dem Netz „durchgefallen“. Das war schon haarig aber er hat sich ca. 100 Hm weiter unter ohne Skier wieder aufgerappelt und sein Begleiter ist ihm zu Hilfe geeilt.
„Flaches“ Stück am Ende das direkt in die Youla Piste mündet.
Zwischenstation Youla / Arp.
Tolle schwarze aber gewalzte Youla Piste, die aber um diese Jahreszeit komplett im Schatten liegt.
Wieder im Hauptgebiet angekommen an der 4KSB Bertolini.
Noch mal die geniale PB. Neubaupläne liegen leider schon in der Schublade.
4KSB Gabba mit dem Sektor Youla / Arp rechts darüber.
SL Greye unterhalb des Col des Checrouit neben der EUB.
SL Greye und parallele EUB Checrouit sowie 4KSB Aretu.
Pisten an der EUB.
EUB Checrouit, die noch die komplette Stationstechnik und die Stützen den Agudio Vorgängerbahn verwendet.
Extrem niedrige Kabinen, damit die Technik der Bahn ohne weitere Anpassungen im Stationsumlauf weiterverwendet werden konnten.
Noch mal eine letzte Abfahret mit Mont Blanc Panorama.
Maison Vielle 2SB und Courmayeur im Hintergrund, wo ich jetzt hinwollte. Die gesperrte Talabfahrt war kein Vergnügen. Nur grundpräpariert und durchgehend eisig oder harter festgefrorener Schnee. Hier hat der Regen ganze Arbeit geleistet. Aber besser so, als mit der EUB ins Tal abzufahren.
Im Tal dann zwei einsame Förderbänder, die zwar liefen, aber komplett im Schatten recht weit von Ort entfernt liegen, und noch nicht mal im Pistenplan eingezeichnet sind. Würde mich nicht wundern wenn da heute niemand mit gefahren ist.
Gegen 13:30Uhr war ich dann wieder im Tal und habe meinen Skitag in Courmayeur beendet, weil ich noch ein weiteres kleineres Skigebiet im Aostatal anfahren wollte.
Courmayeur hat mir vor allem wegen des hochalpinen Panoramas, dem Mont Blanc unmittelbar gegenüber und wegen seiner alten und interessanten Anlagen gefallen. Die beiden 60er Jahre PBs, die 2 Nascivera 2SBs, die umgebaute Agudio EUB, die zwei alten klassische Tellerschlepplifte sowie zumindest eine alte klassische große PB bieten doch einiges für den interessierten Lifthistoriker.
Das Skigebiet von Courmayeur selbst ist sehr kompakt und konzentriert sich bis auf den Arp / Youla Sektor sowie die zugehörigen Routen und die Talabfahrt vor allem auf 2 Hänge, die jeweils mit vielen Anlagen erschlossen werden. Für einen Tag ist das auf jedenfalls interessant, für längere Aufenthalte haben aber Monterosaski, Cervinia/Zermatt oder La Thuile/ La Rosiere im Aostatal skifahrerisch mehr Abwechselung zu bieten.
Aus dem Sommerbereich in die Schneeberichte verschoben.
31.12.23, 7:00 - bastian-m
