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Wurzeralm |02.03.2023 | Unbekanntes Terrain

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Die Wurzeralm in Oberösterreich stellte für mich als Münchenbewohner immer eines der exotischeren Ziele dar, da außerhalb der Tagesausflugsreichweite „irgendwo da hinten“ gelegen. Eigentlich hätte ich mal die Kombi mit Hinterstoder geplant, aber an jenem 02.03.2023 sollte es anders laufen. Aufgrund eines vereinbarten Treffens mit Forenkollegen am Folgetag in Hohentauern ergab sich die ansprechendere Gelegenheit, auf dem Weg dorthin lieber die Kaiserau aufzusuchen. So muss der geplante Skitag in Hinterstoder noch ein anderes Mal stattfinden.

Wegen eines Bahnstreiks (ausnahmsweise ;) war Stau auf der Straße zu befürchten, doch ich startete früh und entkam dem Wahnsinn noch ganz gut. Über die A 99 außen herum und dann auf der A 94 endlos gegen Osten. Vor allem nach Braunau zieht sich die Fahrt durchs oberösterreichische Flachland dahin und Erinnerungen kamen an 2014 auf, als ich diese Strecke schon einmal gefahren war, seinerzeit mit dem Präbichl als Ziel.

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In der Talstation der Standseilbahn ist noch eine Gondel der Vorgängeranlage ausgestellt...

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Die während des Wartens lärmenden Kinder wurden bei Fahrtbeginn ruhig und ich ergatterte auch noch einen Sitzplatz ganz vorne – parallel zur Fahrt nach oben stieg meine Laune ;)

Aber leider lief der Schwarzecklift nicht :( , war ja wieder klar....

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Die Fahrt ist recht interessant – es geht auf Stelzen durch den Wald und zum Teil auch unterirdisch in Richtung Wurzeralm hinauf. Aber im Vergleich zur Auffahrt am Pitztaler Gletscher kann man allenfalls von „Tunnelchen“ sprechen.

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Am Ausstieg oben sieht man den modernen Übungslift Linzerhaus. Na ja... wegen dem da bin ich sicherlich nicht bis nach Oberösterreich hinübergefahren...

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DAS war der Hauptgrund, die lange DSB Frauenkar, welche 1987 eine Vorgängerin von Girak ersetzt hat und nun mehr einer EUB zum Opfer fallen soll, wie man so liest. Lt. Liftworld maß die Vorgängerbahn 2.106 m – die jetzige DSB hingegen nur 1.987 m. Die alte Talstation steht noch direkt hinter der neuen – dann muss wohl die alte Girak noch weiter hinauf gegangen sein?

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Doch zuerst musste ich auf dem Weg zur langen DSB noch die 4SB Gammering passieren – auch diese hat einst eine Girak-DSB ersetzt – seinerzeit 2000. Die Bahn fuhr leider total langsam und ständig gab es Zwischenhalte. Wahrscheinlich, weil der Übungslift daneben nicht lief und Kinder am Förderband Schwierigkeiten hatten.

An der Bergstation fragte ich einen freundlichen Einheimischen wg. der richtigen Route zur DSB und bekam sie beschrieben. Nicht alle Österreicher sind böse Menschen ;) (neulich beim Wandern leider wieder Gegenteiliges erlebt...)

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Die DSB dürfte auf der gleichen Trasse verlaufen sein. Später war hier dann komischerweise wieder gar nichts mehr los – aber vermutlich wegen der Mittagszeit. Einmal fuhr eine Frau mit, die ein finsteres Gesicht machte, aber wider Erwarten nichts sagte.

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Da dachte ich an eine alte Talstation, aber eher nicht...oder?

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Der Junior Jet lief nicht und es war mir irgendwie voll egal.

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Anflug auf die DSB Frauenkar (des oide Glump ;) )... endlich!

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An der Talstation (der alten Girak von 1971), die vor der neuen von 1987 steht, fehlte schon mehr als ein Buchstabe.

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Schnell ran an die Sessel...

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Relikte der alten Bahn...

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Hier beginnt die neue DSB – der Liftler interessierte sich null über mein Geknipse und der Kollege an der Bergstation dto. - so was weiß ich zu schätzen.

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Hocherfreut bergauf...

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Mitten durch den Wald...

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Blick zurück auf das schöne Gelände auf der Wurzeralm oben.

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Interessante Stützen-Kombination

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Die Lage hier oben hatte auch was. Ich war total begeistert von dieser schönen Bahn und sollte dann auch an deren Abfahrt Gefallen finden.

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Blick zurück vom Ausstieg ausgestellt

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Zoom zum Schwarzecklift, der ja leider nicht lief.

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Aber wenigstens diese geniale DSB noch erwischt...

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Jetzt langt es aber... ;)

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Zoom irgendwohin

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Der Pistentraum an der DSB Frauenkar – die weite Anfahrt von München aus hierher hatte sich definitiv gelohnt!

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Später mal am Linzerhauslift.

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Talabfahrt an der Standseilbahn

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Die Mittagspause fiel der Archäologie zum Opfer – aber ich hatte mir ein paar Schokoriegel in der Jacke mitgenommen und im Auto wartete noch ne Thermoskanne Kaffee.

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Schade – den wäre ich natürlich sehr gerne noch gefahren, aber irgendein Lift MUSS IMMER außer Betrieb sein ;)

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Die Standseilbahn direkt neben der Piste.

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Wie man sieht war wenig los. Der Schnee war zwar weich, aber es ging noch ganz gut zu fahren.

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Einen guten Platz bei der Bergfahrt erwicht...

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im Tunnel

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Danach unternahm ich noch eine Genuss-Talabfahrt, stieg wieder in meinen Passat und fuhr weiter in die Kaiserau bei Admont, um dort meinen Skitag fortzusetzen.

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Tolle Bilder, so wie immer halt bei Dir! :D
Bist Du die zweite Talabfahrt (Gameringabfahrt) gar nicht gefahren? Die hat nämlich auch was, da sie ja durch eine liftfreie Geländekammer führt. Oder muss man sagen, "obwohl" sie das tut? :wink:
 
Echt super Bericht, vielen Dank!
Hat doch tatsächlich wer schon 3 Buchstaben von der Frauenkar-DSB als Andenken gefuchst, dann heißt sie halt ab sofort nur mehr SB-Auenkar. :lol:

lg, da TMK
 
gerrit schrieb:
Tolle Bilder, so wie immer halt bei Dir! :D
Bist Du die zweite Talabfahrt (Gameringabfahrt) gar nicht gefahren? Die hat nämlich auch was, da sie ja durch eine liftfreie Geländekammer führt. Oder muss man sagen, "obwohl" sie das tut? :wink:
Danke! Oh, diese Abfahrt habe ich leider verpasst vor lauter DSB-Rauffahren und wieder hinunterheizen. Hätte bestimmt meinem Geschmack entsprochen.
 
Schöner Bericht! Da wollte ich schon ewig mal hinfahren, hab's aber aus beruflichen Gründen noch nicht geschafft. Vielleicht wirds ja diesen Winter noch was :3
In einem Punkt muss ich dich korrigieren:
vovo schrieb:
DAS war der Hauptgrund, die lange DSB Frauenkar, welche 1987 eine Vorgängerin von Girak ersetzt hat und nun mehr einer EUB zum Opfer fallen soll, wie man so liest. Lt. Liftworld maß die Vorgängerbahn 2.106 m – die jetzige DSB hingegen nur 1.987 m. Die alte Talstation steht noch direkt hinter der neuen – dann muss wohl die alte Girak noch weiter hinauf gegangen sein?
Der Eintrag auf Lift-World ist falsch. Ich hab ihn schon vor Jahren richtiggestellt, trotzdem steht wieder der gleiche Mist drin.
Die DSB Frauenkar wurde 1971 von der Fa. de Pretis errichtet - Anlagennummer II/512. Die Länge war fast gleich, die alte Bahn war nur um die paar Meter länger, welche die neue Station weiter vorne steht. Das 1972 nachgerüstete Schutzdach über der Bergstation ist noch 1:1 das gleiche wie bei der alten Bahn, auch diese Position hat sich nicht verändert. Die Technik der alten DSB war fast baugleich mit jener der nicht mehr existierenden DSB Gerlitze II, nur dass hier Giraksessel mit Drehfußrasten anstatt Überkopfbügel zum Einsatz kamen.
Hier ein Ausschnitt aus de Pretis' Referenzliste:
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Die derzeitige Bahn ist übrigens mitnichten 1987m, sondern laut Seilbahnstatistik 2002 nur 1.687m lang. Die neue Bahn ist also 12m kürzer.
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Philipp2 schrieb:
Der Eintrag auf Lift-World ist falsch. Ich hab ihn schon vor Jahren richtiggestellt, trotzdem steht wieder der gleiche Mist drin.
Die DSB Frauenkar wurde 1971 von der Fa. de Pretis errichtet - Anlagennummer II/512. Die Länge war fast gleich, die alte Bahn war nur um die paar Meter länger, welche die neue Station weiter vorne steht. Das 1972 nachgerüstete Schutzdach über der Bergstation ist noch 1:1 das gleiche wie bei der alten Bahn, auch diese Position hat sich nicht verändert. Die Technik der alten DSB war fast baugleich mit jener der nicht mehr existierenden DSB Gerlitze II, nur dass hier Giraksessel mit Drehfußrasten anstatt Überkopfbügel zum Einsatz kamen.
Hier ein Ausschnitt aus de Pretis' Referenzliste
Danke für die interessanten Infos! Vor allem bzgl. der Länge - dann also gleiche Bergstation und nur die paar Meter unten vorm Häusl.
Ungewöhnlich bzw. eher selten, dass eine alte DSB gegen eine modernere DSB und eben nicht durch eine EUB oder KSB getauscht wird. In Buching vor Füssen hat man 1988 eine alte POMA-DSB, die ich noch vom Vorbeifahren kannte, durch eine Leitner-DSB ersetzt. Berühmt in dieser Hinsicht war sicher die Maierl III in Kitzbühel - 1993 oder so wurde eine alte Girak gegen was Moderneres getauscht. (Am Kellerjoch oder Gerlosstein hat man einst in den 80ern übrigens ESL durch ESL ersetzt...)
 
ATV schrieb:
Hatte die Frauenkar Bahn nicht mal einen Zwischenausstieg?

Ja hatte Sie.

Als ich Mitte/ Ende der 90iger dort Skifahren lernte gab es zwei Ausstiege. Den oberen Teil hab ich sehr steil im Gedächtnis.

Ich schau mal ob noch Fotos von damals finde.

Markus
 
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