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Lawinen- und Bergunglücke 2025/2026

CrystalMountain

Rigi-Kulm (1797m)
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Sulden am Ortler, Südtirol ITA

Lawinenunglück unter Vertainspitze: Drei Skitourengeher tot, zwei noch vermisst
Die Gruppe war zu fünft unterwegs, als sich unter der Vertainspitze in Sulden eine Lawine löste und drei der fünf Tourengeher tödlich verschüttete. Zwei Tourengeher werden noch vermisst.

In der Ortlergruppe hat sich an der steilen Nordwand unterhalb der Vertainspitze am Nachmittag eine Lawine gelöst und ein Gruppe von Tourengehern unter sich begraben: Drei Skitourengeher starben. Bei den Opfern handelt es sich laut Bergrettung Sulden um eine junge Frau und zwei junge Männer, alle aus Deutschland. Zwei Tourengeher werden noch vermisst, die Suche wurde am Abend abgebrochen und wird morgen forgesetzt.

https://www.rainews.it/tgr/tagesschau/articoli/2025/11/lawinenungluck-unter-vertainspitze-drei-skitourengeher-tot--8306f91f-2872-45bc-ab96-aa151df5f69e.html
 
Das waren sicher Bergsteiger und keine Skitourengeher.

Hier eine Ansicht der Vertainspitze aus der Nähe der Bergstation der Schöntauf-KSB vom Herbst 2016
1 Sulden75.JPG


Der Normalweg verläuft unterhalb des Kammes, der von rechts zum Gipfel führt.
 
wann genau ist die Lawine abgegangen ? Mein Beileid gilt den Angehörigen.
 
Stefan schrieb:
"Drei Tote, zwei Vermisste: Lawinenunglück in Südtirol
Zwei Gruppen wurden im Ortlergebiet von einer Lawine erfasst. Ein Großaufgebot an Einsatzkräften war vor Ort, die Suche soll am Sonntag fortgesetzt werden"

https://www.derstandard.at/story/30...abgang-in-s252dtirol-tot?ref=seite1_entdecken

Leider sind die 2 Vermissten jetzt auch tot aufgefunden worden:
Nach dem Lawinenunglück in Südtirol sind auch die Leichen der beiden noch vermissten Deutschen gefunden worden. Nach Angaben der italienischen Bergwacht handelt es sich um einen Vater und seine 17-jährige Tochter.
https://www.br.de/nachrichten/deutschland-welt/lawine-in-suedtirol-vermisste-deutsche-bergsteiger-tot-gefunden,V1NhgBu
 
Als Laie hätte ich eine Lawine zumindest vor einer Woche kaum für möglich gehalten, weil so wenig Schnee lag. Aber als Skifahrer hab ich wahrscheinlich falsche Vorstellungen von einer Lawine. Kletternd in der Eiswand kann ja schon eine kleine Schneerutsche in einer Rinne auf Blankeis ausreichen.
 
Zu langsam - war vielleicht nicht die Ursache, hätte aber vermutlich später noch zu Problemen geführt.

Wenn man dermaßen aus dem Zeitrahmen fällt, und das betrifft hier ja nicht nur eine einzelne Gruppe, frage ich mich, was die Ursachen dafür waren.
 
Tyrolens schrieb:
Zu langsam - war vielleicht nicht die Ursache, hätte aber vermutlich später noch zu Problemen geführt.

Wenn man dermaßen aus dem Zeitrahmen fällt, und das betrifft hier ja nicht nur eine einzelne Gruppe, frage ich mich, was die Ursachen dafür waren.

Vermutlich eine Verkettung verschiedener ungünstiger Umstände: der Grieselschnee einerseits und andererseits die Tatsache, dass mehrere Seilschaften unterwegs waren, die alle gleichermaßen ziemlich langsam unterwegs waren. Dann denkst du leicht, das sei normal.
 
Die Lawine ging am 1. November gegen 15:50 Uhr ab. Sonnenuntergang war an dem Tag in Sulden um ca. 17:05 Uhr. Gutes Wetter und somit eine lange Dämmerungsphase vorausgesetzt, war es vor Ort um ca. 17:30 Uhr dunkel, also spätestens 1:40 Stunden nach dem Unglück.
Die Grafik der Bildzeitung als einigermaßen korrekt vorausgesetzt, war um 15:50 Uhr keine der beteiligten Seilschaften auch nur in der Nähe des Gipfels der Vertainspitze. Die verunglückte Vater-Tochter-Seilschaft war am weitesten oben, hätte aber auch noch geschätzt eine Stunde bis zum Gipfel benötigt. Die anderen Seilschaften befanden sich deutlich tiefer.
Die Vater-Tochter-Seilschaft hätte vermutlich den Gipfel noch im Restlicht geschafft, hätte den Abstieg über Blockfelder im Höhenbereich jedoch entkräftet im Dunkeln durchführen müssen - Erfolg ist anzuzweifeln.
Die beiden anderen Seilschaften hatten nicht die entfernteste Chance, den Gipfel bei Tageslicht zu erreichen. Ein geplantes Biwak der Beteiligten auf dem Hängegletscher oder am Gipfel kann ich mir nicht vorstellen.
Vermutlich wollten die Seilschaften die Standardtour auf die Vertainspitze über die Nordwand begehen.
Jeder Alpinist mit einer Uhr und mit Verstand hätte Stunden vor dem Unglück bemerkt, dass das sichere Erreichen des Gipfels nicht durchführbar ist und wäre umgekehrt, zumal für den schutzhüttenlosen Abstieg vom Gipfel über 1700 Höhenmeter nach Sulden (bei Tageslicht) nochmals an die 4 Stunden zu veranschlagen sind.
Insofern ist nicht nur der Bergrettung Sulden ein Rätsel, was die Seilschaften dazu bewogen hat, die Tour fortzusetzen, als längst klar war, dass sie auch ohne Lawine nur noch als alpiner Notfall enden konnte.
Vielleicht können die beiden Überlebenden des Unglücks hier zur Klärung beitragen.

[Edit: Korrektur Zeitangaben.]
 
Ich bin die Vertainspitze mal im Dunkeln abgestiegen.ist nicht supergünstig,aber es ging.zumindest über Normalweg und mit Stirnlampe machbar..und sofern man den Weg kennt.also ein absolut sicherer Fall für die Bergrettung wäre das nicht gewesen.aber ich würde nicht zu einer eistour nachmittags aufbrechen,zumindest nicht eine in dem umfang
 
So, wie die Leute heute drauf sind, kann ich mir auch vorstellen, dass die noch den Sonnenuntergang genießen wollten, ev. mit Biwak danach oder eben Abstieg. Wobei, wenn ich das richtig sehe, der Abstieg ewig dauert, wenn man nicht den gleichen Weg wie bergauf nimmt.
 
Nein,der dauert auch nicht ewig..mit geringer Neuschneeauflage mag sich das oben ein wenig verzögern,aber in der Regel kann man durch das Rosimtal in 2 bis 3 Std unten sein.immerhin geht's ja schon bei 1900 los,und nur die ersten 500 hm sind in brösel-und blockgestein.für Leute,die Steileistouren machen,sollte das eigentlich gehen mit ein wenig umsicht.also max 40 min ,bis du unterhalb der Zunge des rosimferners bist.danavh,so ab 2900/3000 Meter,geht's eigentlich sehr einfach auf gut ausgelatschtem weg runter.mitneinen tick Erfahrung und notfalls Stirnlampe geht das alles.auch das stück vom Gipfel bis zur Zunge des ferners.
 
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