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Preise für Liftkarten werden wieder teurer

Jay

Mt. Blanc (4807m)
Die Krone berichtet, wie Boulevard-Zeitungen halt so gerne mal berichten:

Preise für Liftkarten werden wieder teurer
Kurz vor Beginn der Wintersaison haben Österreich Liftbetreiber die Preise wieder ordentlich angehoben. Bundesweit wurden die Tageskarten sowohl für Erwachsene, als auch für Kinder um durchschnittlich vier Prozent teurer. Preise von mehr als 0 Euro pro Tag sind längst keine Seltenheit mehr. Die Begründung: teure Investitionen in die Infrasturktur. Besonders für die Familien wird der Pistenspaß immer mehr zum Luxus . . .

Wenn man sich die Preisliste der meisten Wintersportgebiete etwa einen Monat vor Saisoneröffnung ansieht, wird Folgendes klar: Die Skifahrer müssen auch in diesem Winter wieder tief in die Tasche greifen. Eine Entwicklung weg vom Breitensport, hin zum Luxusvergnügen, die man von Niederösterreich bis nach Vorarlberg beobachten kann.

Während Liftkaiser und Bergbahn-Chefs auch von "nötigen Indexanpassungen" aufgrund "inflationsbedingter Teuerungen" sprechen, hält diese Aussage einem Vergleich nicht stand. Der Großteil der heimischen Skigebiete hat ihre Tarife für Tagespässe um mindestens 1 Euro angehoben. Bei Preisen in der Saison 2003/04 von durchschnittlich 25 Euro eine Steigerung von vier Prozent. Also dem Doppelten der Inflationsrate.

Die Aussage, dass eine Woche Winterurlaub für eine Familie genau so viel kostet wie zwei Wochen Sommerurlaub, gewinnt immer mehr an Wahrheit. Viele Teuerungen werden auch mit den Zauberwörtern "Skischaukel" oder "Sportwelt" verkauft. Es gebe mehr Pisten, was den höheren Preis ja rechtfertigen würde. Doch wer will schon in seinem Urlaubsort ins Auto steigen und kilometerweit fahren, um auf einer anderen Piste hinunterzuschwingen?

Um sich nach dem Pistenspaß auch noch den Hüttenzauber leisten zu können, sollte man die Preise genau vergleichen. Schnäppchenjäger können jedenfalls nach wie vor auf ihre Kosten kommen. Einige Wintersportregionen locken mit Familienangeboten, Gratis-Skipässen für Damen oder über 60-Jährige. Allerdings nur in bestimmten Zeiträumen.
 
Leicht OT aber ich riskiere es trotzdem. Es gehört eigentlich auch zu den steigenden Preisen.

In der Schweiz wurde vor ein paar Tagen in einem Konsumentenmagazin eine Tabelle mit allen möglichen Preisen der Schweizer Skigebiete veröffentlicht. Was ich in der Tabelle jedoch vermisse, sind Angaben über die Kosten der Parkplätze. Ich vermute, dass rund 50 % der Parkplätze gratis sind. Und dann sind da eben die Gebiete, die die Tageskartenpreise belassen haben, jedoch eine Parkplatzgebühr von ein paar Franken eingeführt haben. Und sowas gehört für mich eigentlich auch zum Tageskartenpreis.

Wie ist das in Deutschland und Östereich. Ist das alles gratis, oder wird da auch noch Geld verlangt.
 
unterschiedlich, am fellhorn in oberstdorf zum beispiel gibt es angeblich 4 ¤ parkplatzgebühr, gezahlt hab ich jedoch noch nie (...)

am hochjoch in vorarlberg (montafon, www.peakpark.at) gibt es unterschiedliche systeme:

1. an der zubringerbahn ausserhalb des ortes (die neue 6EUB) ist das Parken kostenlos, große Parkplätze sind vorhanden.

2. an der Zubringerbahn im Ort ("PB Hochjochbahn") kostet das Parken 2¤, allerdings finde ich das hier voll und ganz gerechtfertigt, da das ganze auf sehr beengten Verhältnissen stattfindet, und die Tagesgäste damit ausm Ort draussen gehalten werden soll und auch wird. In der Vorsaison wo nur die Hochjoch PB bahn läuft ist das Parken dort übrigens auch kostenlos.
 
ich hab in Österreich noch nie irgendwo Parkgebühr zahlen müssen und da gabs sogar meistens ein Parkhaus und alles kostenlos- das ist glaub ich eine Schweizer/Deutsche(? - zumindest da um Berchtesgaden rum...) Unsitte. Wir haben früher in der Schweiz teilweise 50Franken Parkgebühr für eine Woche im Parkhaus gezahlt, obwohl 4 Personen einen Skipass gekauft haben. Dafür kannst du ein Tag länger Skifahren!!
 
also in St.Anton müßte man, wollte man im Ort (und nicht an der Nassereinbahn?) parken, zahlen (was besonders am Saisonanfang oder - Ende, wenn die Nassereinbahn nicht geht, blöd ist) ....

Wenn mich nicht alles täuscht, ist auch das Parkhaus in Fulpmes an der Schlick 2000 nicht kostenlos (die parkplätze weiter unten schon, das parkhaus ganz oben nicht - so war es glaub ich mal vor ca. 6 Jahren)

In der Axamer Lizum mußte man früher (vor 15/20 Jahre) zahlen, in den letzten Jahren müssen nur noch Tourengeher bezahlen

Ansonsten ist mir in Österreich auch noch keine Parkplatzgebühr untergekommen.. in der Schweit schaut das aber leider wirklich etwas anders aus ...

In Italien gibts in den Dolomiten ein paar kostenpflichtige Parkplätze, v.a. im Grödnertal ausschließlich, sonst kenn ich das dort auch nicht...
 
Alpin-Forum|LSAP schrieb:
In der Vorsaison wo nur die Hochjoch PB bahn läuft ist das Parken dort übrigens auch kostenlos.

Letztes Jahr im Herbst musste man dort immer zahlen, auch als die Zamagbahn noch nicht lief.


Sonst kenne ich in Österreich Parkplatzgebühren nur in Kitzbühel Hahnenkammbahn. Ähnlich wie in Schruns kann man aber bei der Fleckalmbahn außerhalb des Ortes kostenlos parken.


In der Schweiz kenne ich Parkplatzgebühren von Klosters und Flims.
 
Ich danke für die Rückmeldungen bezüglich der Parkplatzpreise.

Ist offenbar überall das gleiche Problem.

Parkplatzgebühren überhaupt einzukassieren, ist ja für die Betreiber auch nicht gratis. Je nach System frisst das einen Teil wieder weg. Die "Grünen" sind eigentlich klar für diese Gebühren. Den Betreibern ohne Gebühren wird von den "Grünen" vorgeworfen, die Parkplatzgebühr in den Abopreisen zu verstecken. Und dies sein gegenüber den Gasten ohne Auto ungerecht. So bezahlen die Benutzer des ÖV den Autofahrern die Parkplätze mit.
 
Hägar schrieb:
Den Betreibern ohne Gebühren wird von den "Grünen" vorgeworfen, die Parkplatzgebühr in den Abopreisen zu verstecken. Und dies sein gegenüber den Gasten ohne Auto ungerecht. So bezahlen die Benutzer des ÖV den Autofahrern die Parkplätze mit.
Und damit haben die hier im Forum viel geschmähten Grünen sogar recht! Ein Parkplatz ist für den Anbieter auch nicht gratis. Er muss gebaut und unterhalten werden. Der Betrieb ist auch nicht umsonst. Im Winter betrifft das die Schneeräumung und der Lohn der Einweiser.
 
@GMD Da hast du natürlich schon recht. Das teuerste ist in der Regel das Grundstück. Je näher am Ortskern, desto teurer ist das Land.
Auch ist es ein Problem, dass Gäste oder einheimische dann mit dem Auto teilweise nur 100 m weit von Ihrem Hotel / Haus diese Parkplätze belegen, und die sog. Tagestouristen, die dann auf das Auto angewiesen sind, habe keine Parkplätze mehr. Das wort "angewiesen" ist etwas provozierend. Aber es ist nun einmal so. Heute wollen die Leute mit dem Auto bis vor die Eingangstüre eines Fitnesscenter fahren können. Am liebsten noch eine Rolltreppe für rein, und dann zahlen die gleichen Leute Geld, um ein Laufband zu benützen.

Nun bin ich ins OT abgekommen
 
Hmm, wenn man sich überlegt 34,50 € für ne Tageskarte am Stubaiuer = 69 DM!!!!! 8O Wie teuer solls denn noch werden?

Und selbst so ein kleines Schrottgebiet wie das Kellerjoch verlangt 23 €.

Und da wundern die Österreicher sich, warum immer weniger deutsche Skitouristen zu Ihnen kommen. Dazu dann noch die gestiegenen Kosten für Hotel, Essen, Sprit...
 
Af schrieb:
Wie teuer solls denn noch werden?

Du bringst es auf den Punkt. Nun ein paar Worte zu deinem zweifellos sehr tollen Projekt (dein Avatar).
Wenn sich nun die Bahnbauer alle noch solche tolle Stationen bauen würden, die Preise wären noch höher.

Die Rechnung ist "einfach"
Ein Gebiet xy verkauft pro Saision x Tageskarten und y Wochenkarten und z Saisonskipässe.
Die Einnahmen stehen fest, sind jedoch nach von anderen Faktoren (Wetter, Ferienplänen, hat es Schnee) abhängig. Und dann stehen dem die Kosten gegenüber. Anlagen, Unterhalt, Rückstellungen für den Anlageersatz, der Schnee muss nun noch selber gemacht werden. Die Pistenpräparation. Ein Pistefahrzeug kostet so gegen 300'000 Euro, je nach Ausrüstung usw.
Pro "normalen"Tag wird meist ein Tank von 200 Liter Diesel (6-7 Stunden à 25 - 30 Liter) leergefahren. Das sind 4 durchschnittlliche Tankfüllungen eines PKW. Eine Gesellschaft mit 10 Fahrzeugen "verbrennt also pro Saison 120 Tage x 180 Liter x 10 Fahrzeuge = 220'000 Liter Diesel. Dies nur mal so zur Erinnerung.
Das viele Gesellschaften ums überleben kämpfen, ist kein Geheimnis. Das Geld aus der Gemeinde fliesst in der Schweiz auch nur noch spärlich.

Generell ist es so, dass in den Alpen ein gigantisches Wettrüsten (Anlageersatz, Schneeanlagen, Speichersee, Kinderspielparks usw.) im Gang ist. Ich bin gespannt wie das noch weitergeht. Irgendwann geht dann hie und da vermutlich die Luft oder besser gesagt das Geld aus.
 
Hägar schrieb:
Nun ein paar Worte zu deinem zweifellos sehr tollen Projekt (dein Avatar).
Wenn sich nun die Bahnbauer alle noch solche tolle Stationen bauen würden, die Preise wären noch höher.

Da kann ich dir nur Zustimmen. Mein Entwurf zeigt ja nur, mas möglich wäre, wenn jemand nicht unbedingt aufs Geld schaut. Das meine Arbeit aus Geldgründen nie realisierbar wäre, ist mir auch klar.

Andererseits gibts Gebiete, wie z.B. Hochfügen, die sehr wohl interessante Architektur bezahlen.
Und ich fahr lieber in einem gut durchdachten Gebäude, wo die Wege passen, und ich nicht wie in Zell-am-Ziller, oder am Stubaier einmal im Kreisrum und dann hoch und runter stehen muss.

Deswegen gefällt mir auch die Talstation der Steinplatte so gut, da die verschiedenen Zonen dort echt gut geregelt sind.

Aber zurück zum Thema.

Beispiel Oberaudorf-Hocheck: Es gibt viele Leute gibt, die gerne mal nur einen Tag fahren, und die geben lieber 16,50€ aus als fast das Doppelte. Gerade für Familien ist das eine enorme Kostenersparnis.
Für ein paar Stunden reicht mir auch eine 4SB mit 3 Schleppern und eigentlich nur einer Piste. Das Problem dort ist mittlerweile nur, dass die Richtig überlaufen werden.
 
bin gespannt was los sein wird, wenn orte wie kitzbühel,gosau,semmering,... aufgrund der warmen temperaturen keinen schnee mehr haben und oder keinen produzieren können.
 
Af schrieb:
Mein Entwurf zeigt ja nur, mas möglich wäre, wenn jemand nicht unbedingt aufs Geld schaut. Das meine Arbeit aus Geldgründen nie realisierbar wäre, ist mir auch klar.

Ist mir schon klar. Da wo ich meist unterwegs bin, wird auf schöne Gebäude teilweise auch noch Wert gelegt. Die Tendenz ist aber leider sinkend. Wenn ich allerdings vor die Wahl gestellt werde, entweder kein Skibetrieb mehr, oder dann halt alles Uni - G, ich würde den Skibetrieb mit Uni - G vorziehen. So ist da halt.
 
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