Geschichte
Der Schlepplift war die einzige mit hoher Seilführung in Ludesch errichtete Liftanlage.
Der Skilift wurde vom Ludescher Unternehmer Gebhard Welte 1971 gebraucht in Lech gekauft. Dort war dieser Skilift als Schlegelkopflift (auch Großschlepplift Schlegelkopf) seit 10. Februar 1940 in Betrieb und wurde anlässlich einer Erneuerung der Anlage abgebaut. Die Schiliftanlage wurde von der Fa. Doppelmayr nach dem Patent von Ernst Constam gebaut. Es war dies die erste Skilift-Anlage in Lech. Die ursprünglichen Torbogenstützen aus Holz wurden bereits in Lech durch Torbogenstützen aus Eisen ersetzt.
Der 1971 (evtl. falsche Jahresangabe) wieder in Ludesch aufgebaute Skilift mit kurzen T-Bügeln wurde 1983 auf Langbügler und damit Selbstbedienung umgestellt. 1973 wurde die Jausenstation neben der Talstation des Skiliftes gebaut. 1998 wurde der Skilift Bovel verkauft, abgebaut und komplett am Baikalsee in Russland wieder aufgebaut.
Technik
Der Schlepplift verband eine Talstation auf 752 m ü. A. mit der Bergstation auf 992 m ü. A.
Erstinbetriebnahme in Lech: 1939
Inbetriebnahme in Ludesch: Dezember 1971
Letzte Betriebssaison: 1997/1998
Abgebaut: Frühjahr 1998 (verkauft nach Russland)
Type: Doppelmayr Umlauf-Schlepplift Typ B
Seilhöhe in der Talstation: 756 m
Seilhöhe in der Bergstation: 996 m
Höhenunterschied: 240 m
Betriebslänge/Schlepplänge (= schräge Länge): 815 m
Seillänge (endlos Förderseil): 1792 m
Seildurchmesser: 22 mm, Gleichschlag verzinkt, 42-drähtig
Seilscheibendurchmesser Bergstation: 2 m
Stützen: 6 Torbogenstützen
Rollenbatterien: Doppelmayr BP
Mittlere Steigung: 17,17°
Spanneinrichtung: Bergstation (Spanngewicht)
Antriebsstation: Talstation
Antrieb: elektrisch
Motor: Schleifringläufermotor
Antriebsleistung (Motor): 140 PS (rund 130 kW)
Getriebe: Eisenbeiß KV 55 direkt auf Seilscheibe wirkend
Fahrtrichtung: im Uhrzeigersinn
Schleppgehängetype: Doppelmayr IIM/10/22
Schleppgehänge Anzahl: 62, Endausbau: 85
Fassungsvermögen Fahrbetriebsmittel: 2 Personen (2-SL)
Nennfahrgeschwindigkeit 3,2 m/s
Fahrtzeit: ca. 4 ½ Minuten
größte Förderleistung je Stunde und Richtung: 798 Personen, Endausbau: 1093 Personen.