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Ischgl/​Samnaun – Silvretta Arena 2018/19

Seilbahnfreund schrieb:
Hier sind auch schon die Saisonzeiten und Preise 2019/2020:
Geöffnet vom 28.11.2019 bis 03.05.2020
https://www.ischgl.com/de/Active/Active-Winter/Skipasspreise-Betriebszeiten
Ja so eine Scheiße, ich hab’s ja schon mal im Januar hier rein gepostet dass die Saison jetzt erst eine Woche später startet, und zwar zum ersten Advent. Wir haben einige Betten Reservierungen in unserer Stamm Unterkunft dadurch verloren, weil die „Stammgäste Opening“ jetzt mit den „Stammgästen 1. Advent“ kollidieren.

Kann mir gut vorstellen dass wir uns eine neue Destination suchen für unsere Gruppe.

Daumen runter Ischgl!
 
Stäntn schrieb:
Ja so eine Scheiße, ich hab’s ja schon mal im Januar hier rein gepostet dass die Saison jetzt erst eine Woche später startet, und zwar zum ersten Advent. Wir haben einige Betten Reservierungen in unserer Stamm Unterkunft dadurch verloren, weil die „Stammgäste Opening“ jetzt mit den „Stammgästen 1. Advent“ kollidieren.
Si tacuisses .... :wink:
 
schmidti schrieb:
Dann ließ von nun an bitte nur noch bei Facebook mit, die Beiträge dort haben ganz bestimmt einen höheren Wahrheitsgehalt als das, was hier geschrieben wird :lach:

Geht ja weder um Wahrheit noch um Lügen, sondern um Eindrücke, ganz subjektiv.

Man sieht aber auch, z.B. bei der aktuellen Schneesituation in Hintertux wie unterschiedlich der Eindruck von Usern wiedergegeben wird, die immer posten oder selten. Nach dem Motto: Wer viel postet, hat "Recht". Derjenige, der sich selten zu Wort meldet hat schon per se nichts zu sagen. Quantität vor Qualität?

Gruß,
Markman
 
Naja. Ganz so subjektiv ist das nicht. Eine gute Präparierung kann man durchaus nach objektiven Kriterien beurteilen. Nur weil viele Leute das nicht können, sie eine schlechtere Präparierung nicht bemerken oder weil es für sie keine Rolle spielt, ist das noch lange keine subjektive Beurteilung. basti.ethal hat mich drum grad auf diesen Gedanken gebracht: https://www.alpinforum.com/forum/viewtopic.php?p=5204487#p5204487
Es ist definitiv kein subjektiver Eindruck, dass Zermatt es in den letzten Tagen derart perfekt konnte, wie man es in Ischgl praktisch nie antrifft.
 
Nun, markman hatte ja ohnehin nicht direkt von der Präparierung gesprochen, sondern von der Härte der Pisten:

markman schrieb:
komisch, auf Facebook ist dort nichts zu lesen, dass im "gelobten Land" die Pisten ganz schön hart sind bzw. waren. Die sollte doch m.E. nicht gerade besser Skifahren als der User/die User hier?

Harte Pisten sind für mich relativ einfach definierbar: es staubt beim Schwung so gut wie gar nicht auf, man kann den Stock nicht in den Schnee stecken bzw. noch nicht einmal mit der Spitze eine Linie in die Raupenspur ziehen, und es macht das bekannte kratzende Geräusch beim drüber rutschen. Dazu bekommt man mit "älteren" Kanten keinen richtigen Grip. Klar, beim Rutschen ist es kein Problem, da braucht man keinen Kantengriff, deshalb wundert es mich auch nicht, dass schlechtere Skifahrer es eher nicht so sehr merken (solang es nicht zu steil wird). Oder es ist noch simpler und die Leute, die da auf Facebook etwas geschrieben haben, sind die harten Pisten schlichtweg gar nicht gefahren...
Ich verstehe aber auch nicht, wieso das jetzt so wichtig ist, ob es so war oder nicht. Für mich ist das ja kein Kritikpunkt, denn da können die Bergbahnen nun wirklich nichts zu (zumindest jetzt im Frühjahr, bei Kunstschnee schaut es anders aus), und wie beschrieben meide ich die harten Pisten dann einfach so gut es geht. Anhand der Exposition kann man es ja recht gut einschätzen, einzig in Samnaun hätte ich damit gerechnet, dass die Pisten etwas schneller weich werden. Nachdem das nicht der Fall war, bin ich dann eben zum Zeblas ausgewichen, weil es da eigentlich immer Pulverschnee hat, und so war es auch am Mittwoch.
 
Für hart können sie nichts - aber ob es eben ist - oder ruppig dafür halt sehr wohl. Ich war ja im April immer begeistert den Tagen in Zell im Zillertal - weil die bis auf ganz wenige Stücke halt aus dem ärgsten Gatsch (Nachmittags knallt da ja voll die Sonne drauf) immer perfekt plane Pisten gezaubert haben. Mit guten Kanten war es dann einfach perfekt. Es gab zwar auch ein paar Stellen (eh immer dieselben) wo es nicht gut passte - aber ein kurzes Stück kann man sich ja mal auspowern wenns sonst ein harter Teppich ist. Nur als es dann richtig heiß wurde - sprich am 22.04 - da war es dann nicht mehr so gut - und wirklich früh vorbei mit guten Pisten - aber da hats wohl auch Nachts gar nicht mehr gefroren - und nur noch dank Abstahlung angezogen.

Und du kannst ja NeusserGletscher fragen - ich bin eh 90% gecarved, mein linkes Knie erlaubt mir ja eh nicht lange zu driften. Aber es gibt halt carven um wo schnell runter zu kommen, oder tief carvend mit dem Arsch fast im Schnee kratzend und hoher G-Kraft seinen Spaß zu haben. Letzteres war in Ischgl kaum möglich bzw einfach nur mit enormen Krafteinsatz (in Samnaun zu flach, in Ischgl zu schlecht gewalzt - mit Ausnahme Zeblas - nur da ist halt der Steilhang sehr kurz - und war grade eben noch hart genug).

Und @markmann - Fahren auf harten Pisten hat kaum was mit Technik, sondern einfach nur mit gutem Setup (Platte/Bindung/Kanten/Ski) zu tun. Und Kleinigkeiten können da schon viel versauen - ich hatte lange durch ausgeleierte Bindung keinen gescheiten Kantengriff mehr - sprich nach 1-2h nach schleifen wars aus. Jetzt mit neuer (gebrauchter Rennskibindung aber echten Rennskibindungen sind eh unzerstörbar da quasi nur Metall und Plastikfrei) Bindung reicht mir alle 15.000HM einmal kurz mit Diamant nachfahren, alle 45-60K HM 2mal mit Feile, dann Diamant nachziehen. Alle 20-30 Tage (bei mir als Vielfahrer der eh nur bei hartem Schnee fährt) muss halt die Belagskante gemacht werden und evtl auch Seitenwangenhobel mal drüber (was auch nicht lange braucht, nur brauche ich dann immer 5-10min um den Seitenwangenmüll zusammenzukehren - der ist sehr widerspenstig) - was leider ein größerer Aufwand ist. Nur die Seitenkante hat man ja in 1min pro Ski fertig. Die Tage wo die Pisten hart aber auch mit schlechten Kanten gut fahrbar waren und bis 16:00 Uhr durchhielten - ich glaub da hatte ich ein einziges mal in Tirol heuer - in Fendels. (Aber alle 5 Tage in Zermatt/Cervinia). Daher wenn das Setup passt (am FIS GS eh immer, aber da müssen die Pisten dann wirklich sehr gut gewalzt sein, sonst bin ich nach 2-3h k.o.) ist mir harte/eisige Piste eh am liebsten. Nur eben muss sie halt sein.
 
extremecarver schrieb:
Und du kannst ja NeusserGletscher fragen - ich bin eh 90% gecarved, mein linkes Knie erlaubt mir ja eh nicht lange zu driften. Aber es gibt halt carven um wo schnell runter zu kommen, oder tief carvend mit dem Arsch fast im Schnee kratzend und hoher G-Kraft seinen Spaß zu haben. Letzteres war in Ischgl kaum möglich bzw einfach nur mit enormen Krafteinsatz (in Samnaun zu flach, in Ischgl zu schlecht gewalzt - mit Ausnahme Zeblas - nur da ist halt der Steilhang sehr kurz - und war grade eben noch hart genug).
Klar, geht mir ja genauso, am meisten Spaß macht es immer wenn man sich schön in die Kurve legen kann. Wenn ich allerdings nach Ischgl fahre, erwarte ich mittlerweile halt auch keine (durchgängig) gute Präparierung mehr - deshalb auch meine Frage, was du von dem Tag erwartet hast. Bei den unruhigen Verhältnissen kann man halt nicht blind einen Schwung an den anderen setzen (kann man schon, ist nur die Frage wie lang es gut geht), sondern muss mit etwas angezogener Handbremse die Schwünge weiter ausfahren, dann ging es auf einigen Pisten schon noch ganz gut wie ich finde. Klar, von perfekt ist es ein ganzes Stück entfernt, aber was wären denn die Alternativen gewesen? Hintertux wäre eben noch zu weich gewesen, Stubai auch nicht besser als Ischgl, und Kaunertal/Pitztal/Sölden war das Angebot vergleichsweise einfach so klein, dass die Entscheidung bei mir da klar zu Gunsten von Ischgl gefallen ist. Und ich würde es nächstes Jahr wieder genauso machen...
 
Die Entscheidung hätte heißen sollen Hintertux freeriden - da war super Tiefschnee am 01.05 - und mit älterem Brett sogar Talabfahrt Abseits überall möglich. Vor allem wäre mir dann wohl auch klar gewesen am 2 nicht nach Hintertux zu fahren - weil es zu viel Neuschnee war für gute Pisten am 02. Oder halt gar nicht skifahren/boarden sondern mtbiken oder paragliden (die Thermikvorhersage war nicht so gut - aber es war dann gar nicht so schlecht was ich gehört habe im Nachhinein, wobei ich hatte da auch nur ganz oberflächlich geschaut statt genauer die Wetterberichte zu analysieren).
Und ja - ich habe erwartet zumindest halbwegs akzeptable Pisten zu finden - nicht dass alle Pisten gut sind, aber doch zumindest 2-3 steilere okay. Dazu kommt halt auch - rein von den Pisten her taugt es mir eigentlich nur an Gampenbahn/Höllspitzbahn sowie die direkten Abfahrten von der Pardatschgratbahn (Idjoch evlt auch noch - aber da erwarte ich nichtmal am 01.05 wenig genug los für gute Bedingungen). Ich hab doch immer wieder gehört es sei besser geworden in Ischgl mit den Pisten - aber dass war wohl ein Trugschluss. Das war eindeutig mein letztes Mal. Kommt so wie der Stubaier auf meine absolute Ignorierliste was Pistenfahren angeht.

Und im Prinzip macht mir Sölden dann noch deutlich mehr Spaß - auch wenn ich da dann den ganzen Tag nur eine einzige Piste fahre. Damit habe ich ja wiederrum kein Problem wenn es eine steile gut gewalzte Piste mit schnellem Lift gibt reicht mir dass (klar etwas Abwechslung habe ich auch gerne - ist für mich aber eher Zweitrangig.)
 
ski-chrigel schrieb:
Naja. Ganz so subjektiv ist das nicht. Eine gute Präparierung kann man durchaus nach objektiven Kriterien beurteilen. Nur weil viele Leute das nicht können, sie eine schlechtere Präparierung nicht bemerken oder weil es für sie keine Rolle spielt, ist das noch lange keine subjektive Beurteilung. basti.ethal hat mich drum grad auf diesen Gedanken gebracht: https://www.alpinforum.com/forum/viewtopic.php?p=5204487#p5204487
Es ist definitiv kein subjektiver Eindruck, dass Zermatt es in den letzten Tagen derart perfekt konnte, wie man es in Ischgl praktisch nie antrifft.
Wer nur Ischgl als Skigebiet kennt für den sieht jeder Kartoffelacker wie eine perfekt präparierte Piste aus :wink: :wink: :wink:

Ich kann an dieser Stelle die Eindrücke von Extremcarver nur noch einmal bestätigen. Die einzig subjektive Komponente ist halt die, welche Ansprüche man an die Präparation hat und wie jemand Ski fahren möchte. Ich hätte mich nicht getraut, in dem Tempo wie Extremcarver die Pisten herunterzufahren. Nicht, weil ich es nicht kann, sondern weil mir die Gefahr zu groß war, bei der mit Wellen und Brocken übersäten Piste irgendwo mal eine Stelle zu übersehen. Und dass es bei gleichen Bedingungen besser geht zeigen ja die Schweizer, die Luftlinie nur wenige hundert Meter entfernt unter praktisch identischen Bedinungen ein besseres Ergebnis erzielen.

Nur ist es halt leider so wie anderswo auch. Die Masse kriegt es nicht mit, interessiert es nicht und hat oft eh nicht das nötige Fahrkönnen, um überhaupt einen Unterschied zu spüren. Die Bahnen orientieren sich halt am Durchschnitt und minimieren getreu dem Mini-Max Prinzip ihre Kosten, in dem sie halt nur gerade so gründlich präparieren, dass die Masse damit zufrieden ist. Und wer mit auf 08/15 geschliffenen Leihski für den Durchschnittstouristen unterwegs ist, der wird auf einer harten Piste eh nicht carven können oder wollen.

Ich fühle mich dann immer nur ein wenig veräppelt, wenn sie auf ihrem lokalen TV-Kanal von "bestens präparierten Pisten" reden. Vielleicht sollte man den Verantwortlichen mal auf FIS-SL früh morgens die Pisten runterjagen, damit er seine "bestens präparierten Pisten" einmal aus nächster Nähe kennen lernt. :twisted:
 
Ich war natürlich auch am Mittwoch zum Saisonende in Ischgl. Zur Diskussion mit den harten/buckligen Pisten: Ich meide eisige Pisten sowieso, deshalb hat mich die Präparierung in Ischgl kaum gestört. Bin am Vormittag hauptsächlich am Palinkopf und die flacheren in Samnaun gefahren... und die haben mir viel Spaß gemacht. Dann noch die Talabfahrt nach Samnaun und danach waren die Pisten eh alle schön angesulzt (bis auf die ziemlich eisige Schwarze an der Höllspitzbahn). Da es erst relativ spät weich wurde und nachmittags nichts mehr los war, gab es eigentlich keine Buckel und ich konnte bis zum Ende an der Höllbodenbahn sehr schöne Abfahrten machen.
Dass die Talabfahrten so böswillig zerstört wurden fand ich natürlich auch ärgerlich... erwartete es aber schon von den letzten Jahren. Wenn sie schon früh alles abbauen wollen, könnten sie wenigstens am letzten Tag einen vergünstigten Tarif anbieten (ich glaube vor ein paar Jahren war das auch so).

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