Kaunertaler Gletscher 9. März 2011 / Fragwürdig

Kaunertaler Gletscher 9. März 2011 / Fragwürdig

Anfahrt: Ried (Inntal) - Kaunertaler Gletscher (Ochsenalm) ca. 45 Minuten
Wetter: Schön, im Skigebiet ca. -8°C bis 0°C
Schnee: Im Skigebiet ca. 100-200 cm Pulver- oder Hartschnee
Anlagen geöffnet: alle
Wartezeiten: Keine bis max. 1,5 Minuten
Gefallen: Hochalpine Szenerie, Wetter, Südtirol-Panoramablick aus dem Karlesjoch
Nicht gefallen: Enttäuschend langweiliges Skigebiet, dessen banale Anspruchslosigkeit in großem Widerspruch zur aufwändigen, Naturraum beanspruchenden Anfahrtserschließung steht.
Bewertung: :? :? von :D :D :D :D :D :D (wegen "nicht gefallen")

Website: http://www.kaunertaler-gletscher.at/

Pistenplan © http://www.kaunertaler-gletscher.at:
D31_Panorama_Winter_KAUNERTAL_2010_LEGENDE_deut_RZ.jpg



Mein Familien-Skiurlaub im Tiroler Oberinntal ermöglichte mir den Besuch des Skigebiets Kaunertaler Gletscher, für das allein ich mir wohl nie die Mühe gemacht hätte, die Region anzusteuern. Der Kaunertaler Gletscher wurde als letztes der Tiroler Gletscherskigebiete gegen den Protest der Alpenvereine und Umweltschutzverbände erst im Jahr 1980 erschlossen; danach war Schluss. Mit dem Projekt wurden den Kaunertalern damals goldene Zeiten in Lohn und Brot versprochen. Unsere Vermieterin, die Kaunertaler Verwandtschaft hat, berichtete, dass das so nicht eintrat. Viele Kaunertaler Vermieter beklagen nach ihren Worten Zimmerleerstand, denn länger als ein verlängertes Wochenende mag nur ein Teil der Skigäste im Kaunertal bleiben. Den ursprünglichen Sommerskibetrieb am Kaunertaler Gletscher hat man wegen Gletscherschwunds eingestellt. Es gibt nun Frühjahrsski bis Juni, in guten Jahren auch bis Anfang Juli. Unter der Impression des bereits früher besuchten Pitztaler Gletschers war ich gespannt auf sein Kaunertaler Pendant.

Wie auch das Pitztal ist das Kaunertal ein ausgeprägtes, langes Kerbtal mit bäuerlicher Besiedlung, dessen steile, lawinengefährdete Hänge über den gesamten Talverlauf kaum eine Möglichkeit für die Existenz eines erschlossenen Skigebiets lassen. Ab Ried im Inntal zieht sich die weitgehend tempolimitierte Anfahrt eine gute Dreiviertelstunde bis zum Einstieg ins Gletscher-Skigebiet hin. Einziger erwähnenswerter Ort im Kaunertal ist Feichten mit einigen Hotels. Doch selbst von hier sind es noch mehr als 20 Minuten Anfahrt über 17 km Mautstraße per Pkw oder Bus zum Skigebiet - nicht wirklich attraktiv. Ein gutes Stück oberhalb von Feichten hat man im Jahr 1964 den Gepatsch-Stausee ins bis dahin weitgehend unberührte Kaunertal gebaut. Laut Wikipedia dient der Stausee der Stromerzeugung im Kaunertalkraftwerk in Prutz unten im Inntal. Im Winter ist er allerdings weitgehend abgelassen ... wird dann weniger Strom benötigt und produziert? :-?

Die langsame Fahrt ab Feichten auf der kurvenreichen, schmalen, z.T. reparaturbedürftigen Mautstraße zieht sich weiter am langen Stauseebecken entlang und erreicht endlich den Talschluss. Wer hier am Fernergries bzw. am Gepatschhaus auf rund 2000m Höhe in hochalpiner Kulisse endlich das Skigebiet Kaunertaler Gletscher erwartet, wird eines besseren belehrt. Die serpentinenreiche Straße wurde noch weiter hinauf in ein Seitental gebaut, wo die Zubringer-4KSB Ochsenalm erst auf 2150m Höhe startet. Auch hier ist noch nicht Schluss damit, den Individualverkehr in sensible, hochalpine Bereiche zu schaufeln. Die Mautstraße wurde bis zur Skigebiets-Mittelstation Weißsee auf 2750m Höhe hinauf gebaut. Sie wird selbst im Winter bis hier oben geräumt, und es gibt hier direkt am Gletscher große Parkflächen - für mich eine nicht zeitgemäße Disneyland-Impression. 8O Das Kaunertaler Skigebiet ist mein erstes in 35-40 Jahren Alpinski, in dem ich mich wegen der übermäßigen Inanspruchnahme sehr abgelegenen, hochalpinen Geländes zum Zweck des mechanisierten Skisports deplaziert fühle und den Anlass meines Besuchs - Skifahren - in Frage stelle. Irgendwo gelten ethische Erschließungslimits, irgendwo gehören Autos und Pistenskifahrer abseits besiedelter Gebiete ganz einfach nicht hin. Das wurde hier missachtet.

Ich parke mein Auto also an der "Talstation" Ochsenalm auf 2150m Höhe und fahre mit der 2700m langen 4KSB Ochsenalmbahn hinauf zur Station Weißsee. Angesichts der aufwändigen Anfahrtserschließung ohne Berücksichtigung von Naturschutzprioritäten erwarte ich hier oben nun wenigstens ein hochattraktives Skigebiet, das seines Gleichen sucht. Doch weit gefehlt. Ab der Station Weißsee auf 2750m Höhe erschließen fünf Schlepplifte ein Terrain zwischen flach und ganz flach, für das selbst die Pistenfarbe blau zum Teil noch geschönt ist. Die 8EUB Karlesjoch (Bj. 2008), die den mit 3107m höchsten Punkt des Skigebiets Kaunertaler Gletscher erschließt, besitzt laut Pistenplan als einzige Anlage immerhin eine rote und eine schwarze Abfahrt. Doch selbst diese entpuppen sich beim Fahren als real blau mit ein oder zwei kurzen Steilstücken zum Beschleunigen. Das war's dann auch schon. Der Rest ist Kinderskischulgelände mit ~30 km Anfahrtsweg aus dem Inntal - der vom Skiangebot her mit Abstand unattraktivste der vier erschlossenen Tiroler Gletscher. Für ein derart anspruchsloses, langweiliges Skigebiet hat man also die einzigartige Abgeschiedenheit eines kompletten inneralpinen Gletscher-Hochtals vernichtet. Prost Mahlzeit. Wie das hier im Sommer ist, wenn auch noch nervtötender Motorradlärm durchs Hochtal brüllt, will ich gar nicht erst wissen. Einzige Glanzpunkte meines Skitages bleiben die übergreifende Hochgebirgsimpression und der tolle Blick aus dem Karlesjoch ins Langtauferer Tal und über halb Südtirol bis zur Berninagruppe.

Am Kaunertaler Gletscher ist die zusätzliche Erschließung der 3526m hohen Weißseespitze mit Seilbahnanlagen projektiert. Ich drücke ausnahmsweise die Daumen, dass dieses Projekt nicht durchkommt. Als Alpinskifan bin ich grundsätzlich weder gegen lifttechnische Verbindungs-Erschließungen noch gegen Neuerschließungen, wo diese infrastrukturell Sinn machen und keine besonders sensiblen Bereiche beeinträchtigen. Aber in der Abgeschiedenheit des Kaunertaler Gletschers empfinde ich Neuerschließungen im Stil von 1975 im Jahr 2011 als nicht mehr zeitgemäß.

Fazit:

Auf die Gefahr hin, vom Forum zerrissen zu werden: :biggrin: Das Skigebiet Kaunertaler Gletscher schlage ich (als meine persönliche Premiere) wegen seiner Unverhältnismäßigkeit zwischen Banalität der Abfahrten und übermäßig aufwändiger Anfahrtserschließung als Tiroler Skigebiets-Renaturierungs-Großprojekt vor. Soll man den Betrieb meinetwegen noch 10 Jahre laufen lassen, aber dann ist's damit auch gut. Die Mautstraße gilt es im Rahmen eines solchen Projekts gleich mit zu beseitigen, um den Zustand vor 1980 wieder herzustellen. Täler wie das Kaunertal werden im Jahr 2011 für andere Tourismusarten benötigt als mechanisierten Alpinskisport, wenn sie für letzteren keine optimalen Voraussetzungen mitbringen. Der Begriff des "sanften Tourismus" wird oft von Öko-Fundamentalisten missbraucht, um ihre Ideologie auf nicht wirklich schützenswertes Terrain anzuwenden, aber ins Kaunertal passt er. MTB, Bergsteigen, Klettern, Schneeschuhlaufen, Skitouren - so etwas gehört (aus meiner Sicht) dorthin. Läge der Kaunertaler Gletscher nicht 30 km weit abgelegen in einem sensiblen Hochtalbereich, sondern (fast) direkt überm Inntal, würde ich die Situation anders beurteilen.

Wer im Raum Kaunertal Alpinski fahren möchte, sollte lieber nach Fendels hoch über dem Taleingang fahren. Dort macht Skifahren mehr Spaß. Modernisierungspläne und einen Plan für die Skigebietsausweitung bis nach Vergötschen im Kaunertal gibt es allerdings auch dort.


Fotos:

Staudamm des Gepatschspeichers auf ca. 1900m Höhe. Die Mautstraße führt über die Dammkrone auf die talaufwärts gesehene rechte Seite des Stausees.
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Gepatschspeicher, im Winter zu zwei Dritteln abgelassen. Die schmale Mautstraße (Tempo 30) zieht sich am rechten Ufer entlang und folgt den Seitental-Einschnitten. Die Straße am linken Ufer war bei meinem Besuch gesperrt und zugeschneit. Hinten rechts die Weißseespitze, unter der sich ein Teil des Gletscherskigebiets befindet.
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Talschluss des Kaunertals: Fernergrieß auf ca. 1950m Höhe nach ca. 15 Minuten Mautstraße. Nein, hier ist das Skigebiet Kaunertaler Gletscher noch nicht. Außerhalb des Bildausschnitts führt die Mautstraße weiter ins Seitental nach rechts oben. Keine Ahnung, warum man das Seitental 1980 per Straße statt per Seilbahn erschlossen hat.
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Mautstraße auf 2100m. Hinten erkennt man bereits die 4KSB Ochsenalm.
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Talstation 4KSB Ochsenalm, 2150m. Sehr, sehr hoch gelegen für die Tal(!)station eines Skigebiets.
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Mittelstation 4KSB Ochsenalm. Der Fahrgast steigt nicht aus, sondern lässt den Sessel durch die Station fahren. Insgesamt ist die 4KSB über beide Sektionen 2700m lang.
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Station Weißsee. Parkplätze im hochalpinen Gelände auf 2750m, ohne dass es sich um eine Passtraße handelt. So etwas will ich hier oben nicht sehen.
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SCHL Nörderjoch 1. Klassische DM-Gitterportalstützen, viel zu leichte Schusspiste.
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SCHL Nörderjoch 1 mit Weißseespitze, die leider viel von ihrer früheren Gletscherpracht eingebüßt hat.
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SCHL Nörderjoch 2. Noch eine arg leichte Piste, diesmal allerdings direkt unter einem Gletscherabbruch. Oberhalb gab es mal den SCHL Nörderjoch 3, der um 1999 nach nur 2 Jahren Existenz wegen unerwartet starker Gletscherbewegung demontiert werden musste.
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DoppelSCHL Weißseeferner, 2000m lang und im unteren Teil flach wie das Nordpolareis. Oben leichte, unten viel zu leichte Schusspiste. Daher unlohnend.
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DM-Gitterportalstützenwald des Doppelschlepplifts Weißseeferner. Der Steilhang hinten ist der einzige Lichtblick beim ansonsten extrem flachen Trassenverlauf.
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Trasse DoppelSCHL Weißseeferner.
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SCHL Falgin, eine Wopfner-Anlage. 545m Langeweile - was für ein sinnloser Hang. Da sind sogar Skihänge im Harz interessanter. ;-)
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8EUB Karlesjoch (Leitner) von 2008. Ersetzte eine Sesselbahn und einen Schlepplift.
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8EUB Karlesjoch. Die präparierte Spur unter der Seilbahntrasse soll eine schwarze Piste sein. Der reine Anblick genügt, um das zu widerlegen. Die Piste ist eher blau mit einem Beschleunigungs-Zwischen-Steilhang.
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Trasse 8EUB Karlesjoch mit Gabelung schwarze/rote Piste (beide sind real blau).
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Großartiger Blick aus dem Karlesjoch ins Südtiroler Langtauferer Tal und weit über die Ostalpen.
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Zoom Berninagruppe.
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Zoom Skigebiet Maseben in Melag im Langtauferer Tal. Eine DSB, ein Schlepplift.
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Noch ein Zoom aus dem Karlesjoch: Das weiße Dreick unterhalb der Bildmitte ist ein Stück Reschensee. Knapp rechts oberhalb der Bildmitte am flachen Hang das Reschener Skigebiet Schöneben. Am Bildrand links müssten die Anlagen des Skigebiets Haideralm von St. Valentin sichtbar sein, ich erkenne dort aber nichts.
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Oberer Teil der Talabfahrt Ochsenalm. Die Talabfahrt ist nicht viel interessanter als das Gletscherskigebiet - einfach zu flach und zu glattgebügelt. Vermittelt wenig Fahrspaß.
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Hab's mit großem Interesse gelesen, da ich ja auch schon diverse Berichte vom Kauni hier gepostet hab. Ich kann dir nicht mal groß widersprechen, offenbar gehen die Vorlieben hier einfach ziemlich auseinander. :D

Ich persönlich mag den Kauni eigentlich ganz gern, obwohl - objektiv aufgezählt - natürlich auch Nachteile da sind, die ich aber eh umgehe bzw. die mich nicht sonderlich stören.
Was ich als Nachteile empfinde:
- Im Hochwinter zu schattig (drum entweder November oder April/Mai)
- Langer SL Weißseeferner mit kurzem interessanten Pistenstück
- das Restaurant könnten's mal umbauen

Was ich als positiv empfinde, bzw. weshalb ich hinfahre:
- Anfahrt durch das Kaunertal mit nur einem Ort und der anschließenden spektakulären Mautstraße gefällt mir erheblich besser als das ewige Gegurke durch gefühlte 20 Ortschaften im Pitz- oder Zillertal (und mal ehrlich, wer fährt denn auf der Kaunertaler Gletscherstraße mit Tempo 30 hoch?? :D Da würd ich's auch doof finden)
- im Gegensatz zu Tux & Pitz "Ski à pied" bis zum Auto, keine Tunnelbahn, kein ewiges Warten und mehrfaches Umsteigen an irgendwelchen Funitels
- Daß die Wiesjaggl-Abfahrt jetzt nur noch Freeride ist, gefällt mir ebenfalls sehr gut... die ist nämlich richtig geil!
 
(und mal ehrlich, wer fährt denn auf der Kaunertaler Gletscherstraße mit Tempo 30 hoch?? Da würd ich's auch doof finden)

Brüller!!!!! Du fährst zu oft bei mir mit.... :mrgreen:
 
Also...
Ich mag den Kaunertaler, eines meiner Favouriten! Aber ich kann die "Pistenfahrer" da voll und ganz verstehen. Im Oktober wenn Ochsenalm I auf ist, kann man da einmal hinfahren, wenn man gerne Ski fährt oder im Mai noch mal als Abschluß, aber sonst bietet er da weniger als andere Gletscher ganz klar! Hier ausem Allgäu wollen die "Pistenfahrer" meißt immer auf den Pitztaler, weil er Pisten-technisch einfach attraktiver ist!

Aber: Park top! Meißt wenig Leute/Anfänger, viele "Artgenossen" (Freestyler/Freerider), Off-Pist möglichkeiten (wobei noch nie wirklich gefahren), das mit dem Auto gefällt mir auch...Rucksack im Auto eben zum Auto gehen und ne Brotzeit machen. Rucksack im Park ist halt einfach scheiße.

Also ich teile da eig. alle Meinungen. Für die "normalen" unaktrattiv, aber auf den 2. und 3. Blick, gerade wenn man nicht nur Pisten fährt, ziemlich weit oben auf meiner Liste!

Neuerschließungen? Welche meint ihr? Weißseespitze oder Gondel vom Fernergries? Das 1. nur, wenns da oben nen Sommer-Park gibt, ala Zermatt, der so lang es geht geöffnet ist. Beim 2. wäre ich sofort dafür, gerade wegen den Freeridemöglichkeiten!!

just my two cents...

P.S. Nur an dem See ist doch Geschwindigkeitsbegrenzung. Wenn ich nicht Student wäre und nen Diesel-Kombi da hoch scheuchen müsste, wäre das noch mal nen dickes Plus :D
 
Da ich früher sehr oft im Kaunertal war kann ich mich an sehr viele Lawinen über der Straße erinnern. Ab und an fährt man halt an ein paar "Mauern" vorbei.

Oftmals wechselte auch die Straßenseite am Stausee. Morgens rechts rauf, Nachmittags links runter. In einer Woche musste man sogar über eine Schotterpiste im Stausee fahren :D Das waren noch Zeiten :lol:
 
Das mitm Stausee und 30 ist mir beim ersten Mal auch erst aufm Rückweg aufgefallen ;)
Beim ersten Mal war ich glaub zu schnell ;) Straße macht Laune, aber die Motorräder sind natürlich schon heftig im Sommer. Ähnlich am Hahntennjoch.
 
Den Kaunertaler Gletscher finde ich auch recht langweilig.
Einen Tag am Saisonstart und am Saisonende ist aber immer mal möglich alle paar Jahre.

Ansonsten bietet das Skigebiet nur flache Pisten, relativ wenig Gelände (verglichen mit vielen anderen Skigebieten, vergleichen mit den Skigebieten in der USA ist das Gelände zum Freeriden absolut lächerlich hier und außerdem ist sehr viel sehr flach und damit für mich langweilig). Aber das sieht man ja sofort auf der Pistenkarte oder in den Berichten hier im Forum.

Zur Anfahrt: finde ich nicht so problematisch. Nach Livigno, St. Moritz oder auf den Gletscher in Sölden (vor Öffnung des Winterskigebietes) fährt man auch relativ lange aus dem Voralpenraum Stuttgart :wink: trotzdem lohnt es sich - vielleicht im Gegensatz zum Kaunertal. Will man in der Vor- und Nachsaison skifahren - so ist das dann halt manchmal wenn man Abwechslung möchte!
 
beatle schrieb:
Ansonsten bietet das Skigebiet nur flache Pisten, relativ wenig Gelände (verglichen mit vielen anderen Skigebieten, vergleichen mit den Skigebieten in der USA ist das Gelände zum Freeriden absolut lächerlich hier und außerdem ist sehr viel sehr flach und damit für mich langweilig). Aber das sieht man ja sofort auf der Pistenkarte oder in den Berichten hier im Forum.

Nehme mal an das beziehst du auf direkte vom Lift erreichbare Routen mit Abfahrten direkt zum Lift?
Wiesseejaggl geht übrigens auch so gut wie ohne Laufen.
 
Es gibt genau zwei Gründe für den Kaunertaler:

- Park (immer gut präpariert, geiles Opening)
- Freeride ( :surprised: :surprised: :surprised: )

Das wars dann auch. :D
 
molotov schrieb:
beatle schrieb:
Ansonsten bietet das Skigebiet nur flache Pisten, relativ wenig Gelände (verglichen mit vielen anderen Skigebieten, vergleichen mit den Skigebieten in der USA ist das Gelände zum Freeriden absolut lächerlich hier und außerdem ist sehr viel sehr flach und damit für mich langweilig). Aber das sieht man ja sofort auf der Pistenkarte oder in den Berichten hier im Forum.

Nehme mal an das beziehst du auf direkte vom Lift erreichbare Routen mit Abfahrten direkt zum Lift?
Wiesseejaggl geht übrigens auch so gut wie ohne Laufen.

Direktes Slackcountry ist selbstverständlich ziemlich lahm - gibt ja unterhalb der Lifte nur flache Hänge. Aber sobald man mal 20-30 Minuten weiterkrabbelt, eröffnen sich einem absolut phantastische 2000hm-Abfahrten.

Wo wir gerade vom Thema sprechen: http://www.freeskiers.net/portal/Magazin/Salomon-Freeride-Tipp-Kaunertaler-Gletscher.html

:D
 
axisofjustice schrieb:
Es gibt genau zwei Gründe für den Kaunertaler:

- Park (immer gut präpariert, geiles Opening)
- Freeride ( :surprised: :surprised: :surprised: )

Das wars dann auch. :D

Kann es denn noch mehr Argumente für ein Schigebiet geben :?: :lach:
 
2 Stück fallen mir da noch ein ;)

1. Gute Geografische Lage = Schneesicher ;) Wenn es halt mal schneit, schneit es gleich mind. 30cm, damit es zum freeriden au taugt.

2. Kaum Leute, die dir die Tracks wegnehmen ;)

Das 2. passt da glaub ich besser als das 1.
 
Ja ich meinte die direkten Abfahrten ohne Hiken.
Vergleicht man das direkt erreichbare Gelände etwa mit dem Arlberg, so ist es sehr schwach, da wenig und flach.

Klar ist aber auch, das mit Hiken super Hänge erreicht werden können.
Trotzdem halte ich die Möglichkeiten in vielen anderen Skigebieten für ähnlich gut oder besser und spannender. (Arlberg, Verbier,...)
 
Schon, aber der Arlberg oder Verbier sollte jetzt auch nicht unbedingt die Referenz für ein Gebiet wie das Kaunertal sein. ;)

Mit ein bisschen hiken (ohne Touring-Ausrüstung, also einfach nur ein bisschen kraxeln) kann man jedenfalls Gebiete erreichen, die durchaus mit den anderen Tiroler Gletschern mithalten können.
 
Im Herbst und Spät-Frühling ist der Kaunertaler Gletscher doch perfekt. Vor allem wenn die anderen schon/noch geschlossen haben.
Und wenn man mit dem Wohnmobil kommt und direkt am Pistenrand übernachten kann, dann ist der lange (aber schöne) Anfahrtsweg sowieso zweitrangig!
 
Ironischerweise öffnet der Kaunertaler-Gletscher im Herbst aufgrund fehlender Beschneiung meist als letzter Gletscher seine Lifte!
 
Waren heut am Kaunertaler Gletscher. Nach 3 Tagen Sturm und massenhaft Neuschnee endlich wieder geöffnet.

War einfach nur GENIAL. Echte 80 cm Neuschnee.

Außerhalb leider noch sehr/zu gefährlich. 2 Boarder wurden im
Bereich Weisse - außerhalbdes gesicherten Schiraum verschüttet.

Einfach nur ein Traumtag am schönsten Gletscher Tirols. :D :D :D Die
Die 1000 Höhenmeter Abfahrt Karles - Oxenalm ist mit dern neuen Gondelbahn noch besser und viel schneller zu erreichen wie noch vor 2 Jahren.
Mit dem Neuschneezuwachs warten noch viele Gletscher und Freeridetage am Kaunertaler Gletscher. Gott sei dank ist der Kauni nicht so überfüllt wie Stubai und co.

Ps. Kaunertal war aufgrund der neuen Schneeanlage diese Saison schon seit 18. Séptember geöffnet.. :D
 
werd mich morgen wieder mal auf dem weg ins kaunertal begeben, weit weg von den total überfüllten pisten anderswo :)
 
Hier ein paar bilder vom letzten samstag.
Momentan sind einfach top bedingungen oben, bis ochsenalmbahm 2 gibts auch noch powderruns und los war einfach nichts. Insgesamt waren um die 10 freerider oben und auch auf den pisten war nichts los. Momentan sind sie auch grad an der monsterpipe am bauen, 6m hoch soll das ding werden!!!

pics shot with gopro :)





 
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