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Modellseilbahnen in Sonderanfertigung

Philipp2 schrieb:
3D-CAD-Anfängern kann ich es definitiv nicht empfehlen, viel zu kompliziert. Bin viele Stunden in Kursen gesessen... :machkaputt:

Wobei es da durchaus noch kompliziertere gibt. Im Gegensatz zu Siemens NX finde ich Creo eigentlich ganz gut und benutzerfreundlich.
Von PTC Creo Direct Elements gibt's übrigens auch eine kostenlose, zeitlich unbegrenzt Testversion. Grundsätzlich sind alle Basisfunktionen vorhanden, allerdings fehlen fast sämtliche Schnittstellenparameter. Für Anfänger, die nur etwas konstruierten wollen ohne direkte .step oder ähnliche Ableitungen aber durchaus ganz in Ordnung. Wobei man sich wie von Philipp erwähnt wirklich erstmal richtig einarbeiten muss.
 
Die Sesselbahn ist ja jetzt schon der Hammer! 8O :top: Vor allem die Kombi mit Metallonstruktion und der 3D gedruckten Seilscheibe sieht richtig gut aus!
 
Ich schreib derzeit meine Masterarbeit (über diverse wirtschaftlich-technische Aspekte im Seilbahnbau) und klaub daher grad mein Archiv durch. Dabei hab ich nebenbei auch einiges aus den Modellbauzeiten gefunden, das bisher ungepostet blieb - vielleicht interessierts euch ja ^^
Die alten Modellanlagen gibt es übrigens nicht mehr, die liegen eingemottet am Dachboden - wurden leider draußen stets schneller kaputt, als ich sie reparieren konnte. Dazu fehlte mir dann irgendwann die Zeit... :sniff:
Und leider bin ich - wie so oft - an meinen eigenen, viel zu hoch gesteckten Erwartungen gescheitert.

Februar 2021: Modellschlepplift mit schwebender Abspannung und Habeggerkurve
War eher als Versuchsaufbau geplant und ist dann irgendwie eskaliert xD - hat aber erstaunlich gut funktioniert! Würde das heute alles aus Alu, Stahl und Messing fräsen, wäre dann wohl etwas haltbarer. Wurde im Sommer 2021 demontiert und eingemottet.

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Zwei Videos hab ich auch noch schnell zusammengebastelt:


 
Hier der Vollständigkeit halber noch der Stand des Baufortschritts der weiter oben gezeigten 4-SBF vom Juli 2020, kurz nach der Montage - ca. 2 Wochen später gab es schon die ersten Unwetterschäden.
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Ich musste die Anlage leider noch vor der Inbetriebnahme entfernen, weil das Sommerwetter regelmäßig Schäden angerichtet hat. Nicht wegen des Materials (war eh fast alles aus PETG), sondern wegen der filigranen Teile - die Hagelkörner hätten wohl auch Messingbauteile nicht ganz unbeschadet überstanden. Immerhin hat es damals ja sogar die relativ massive Jägerndorfer-Bahn komplett zerlegt.

Einen Zwillig der Bahn habe ich dann später noch für einen bzw. mit einem Freund gebaut, mit einigen Verbesserungen:
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^^ Auf die Seilscheiben war ich schon sehr stolz, ich glaube sogar, das dürften nach wie vor die detailliertesten sein, die auf dem Modellbaumarkt zu finden sind :3

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Die Fotos sind vom Herrn Kollegen ausgeliehen; von mir stammen nur die Stationen und die Rollenbatterien. Die Stützen hat er selber gebaut.
 
Wunderschöne Anlagen und sehr schade das Dir aus verständlichen Gründen die Zeit fehlt Dich noch damit zu beschäftigen.
Kleine Anmerkungen zu den Schleppliften; ich denke das bei denen eine niedrigere Seilspannung einen ruhigeren Lauf ermöglicht hätte, allerdings ist Deine Habeggerkurve eigentlich nur die "halbe Miete"... ;D
Dies deshalb weil Habegger die schwenkbaren Hebelchen auf denen die Kurvenröllchen montiert sind auch noch mit Zugfedern versehen hatte und die Federn so angepasst justiert waren, daß die Hebel samt Röllchen auch nach innen auswichen wenn eine Klemme passierte.
Leider erkennt man auf dem einzigen Methusalemfoto das ich von dieser Hosenträgerkurve hab, dieses Detail wenn überhaupt dann nur schemenhaft an der Ruhelage der Hebelchen außerhalb des Seilkontaktes.

HabeggerHosenträgerkurvenscheibeBild.jpg
 
Petz schrieb:
Kleine Anmerkungen zu den Schleppliften; ich denke das bei denen eine niedrigere Seilspannung einen ruhigeren Lauf ermöglicht hätte, allerdings ist Deine Habeggerkurve eigentlich nur die "halbe Miete"... ;D
Dies deshalb weil Habegger die schwenkbaren Hebelchen auf denen die Kurvenröllchen montiert sind auch noch mit Zugfedern versehen hatte und die Federn so angepasst justiert waren, daß die Hebel samt Röllchen auch nach innen auswichen wenn eine Klemme passierte.
Leider erkennt man auf dem einzigen Methusalemfoto das ich von dieser Hosenträgerkurve hab, dieses Detail wenn überhaupt dann nur schemenhaft an der Ruhelage der Hebelchen außerhalb des Seilkontaktes.
Die Kurve hat laut Patentschrift mehrere mögliche Ausprägungen, ich hab die einfachste gebaut. Die nächste Stufe wäre mit einer Steuerkulisse zum Ausrichten der Hebelchen, das war mir dann zu filigran. Die Variante mit Federn war wohl eine spätere Lösung. Hier gibts auch Zeichnungen dazu: https://at.espacenet.com/publicationDetails/originalDocument?CC=DE&NR=2223729A1&KC=A1&FT=D&ND=3&date=19731129&DB=de.worldwide.espacenet.com&locale=de_AT
Die Seilspannung war so hoch, weil die Umlenkung irgendwie in der Schwebe bleiben musste - viel niedriger wärs gar nicht mehr gegangen. Bis auf das Geruckel ab und an hat das Ganze tadellos funktioniert. Außerdem war es ja nur ein Versuchsaufbau ;D
Petz schrieb:
Wunderschöne Anlagen und sehr schade das Dir aus verständlichen Gründen die Zeit fehlt Dich noch damit zu beschäftigen.
Ich hab nebenbei schon lange eine Anlage in Arbeit, aber bei dem Tempo dauert das noch 100 Jahre :rolleyes:
Nachdem ich ja mittlerweile in 1:1 baue, wenn auch bisher keine kompletten Anlagen, ist der Modellbau schon fast nervig filigran :lol:
 
Super detaillierte Anlagen, ganz großes Kino. Besonders die schwebende Bergstation gefällt mir :D

Was ist denn der Unterschied zwischen einer Habegger und einer Baco Kurve? Besteht der nur darin, dass beim System Habegger die Nocken der Kurvenscheibe beim Passieren einer Klemme nach innen ausweichen und bei der Baco Kurve nach oben gedrückt werden? Beim System Baco sind diese jedenfalls aus Kunststoff. Habegger hatte bei den klassischen Hosenträgerkurven auch oft schräge Seilrollen verbaut, von den Anlagen gibt es ja noch eine Hand voll wie auf der Engstligenalp oder in Airolo.

Viele Grüße
 
Philipp; ich denke wenn Du die Verankerung der fliegenden Bergstationsumlenkscheibe erhöht ausgeführt hättest sodaß die Abspannseile in schrägem Winkel runter zur Scheibenlagerung führen, wär die Seilspannung verringert möglich gewesen. Sorry aber ich kann da auch nur deshalb so obergscheit daherreden weil mich gerade zwei allerletzte Modellpomas triezen... :wink: :biggrin: :mrgreen:

Nachdem der Espacenetlink streikt hätt ich noch den gefunden:

https://worldwide.espacenet.com/patent/search/family/005844973/publication/DE2223729A1?q=pn%20any%20%22DE2223729%22

@ Tobi ; bei Baco werden durch das speziell geformte "Dachl" auf der Klemmenlageroberseite in der Umlenkscheibe eingesetzte, im Seilkontaktbereich kunststoffummantelte Hartstahlbolzen einige Zentimeter nach oben verschoben um der passierenden Klemme Platz zu machen.

Habegger verwendete hingegen in die Scheibe eingesetzte Schwenkhebel die bei Klemmeneinfahrt durch deren rückseitig zugespitzten Teil zur Seite geschoben wurden.
Habegger´s System hielte ich allerdings für das generell funktionssicherere, da bei Baco ein blockierter Bolzen (wie ja an der Seetalbahn geschehen) zur Seilentgleisung führen kann, was ich bei einem angenommen nur festgegangenen Habeggerhebel eigentlich ausschließen würde.

Irgendjemand hatte mir mal vor Jahrzehnten diese Handskizze geschickt die das System vielleicht bissl besser veranschaulicht:
HabeggerHosenträgerkurvenscheibeSkizze.jpg
 
Petz schrieb:
Philipp; ich denke wenn Du die Verankerung der fliegenden Bergstationsumlenkscheibe erhöht ausgeführt hättest sodaß die Abspannseile in schrägem Winkel runter zur Scheibenlagerung führen, wär die Seilspannung verringert möglich gewesen. Sorry aber ich kann da auch nur deshalb so obergscheit daherreden weil mich gerade zwei allerletzte Modellpomas triezen... :wink: :biggrin: :mrgreen:
Würde ich heute so machen und dazu noch die Länge des Seilfeldes reduzieren, dadurch ergäbe sich ein vertretbarer Durchhang.
Petz schrieb:
@ Tobi ; bei Baco werden durch das speziell geformte "Dachl" auf der Klemmenlageroberseite in der Umlenkscheibe eingesetzte, im Seilkontaktbereich kunststoffummantelte Hartstahlbolzen einige Zentimeter nach oben verschoben um der passierenden Klemme Platz zu machen.
Hartstahl wär mir nicht bekannt, bei der Seetal warens Klötze aus Polyamid-Halbzeug (BASF Ultramid) mit 90 mm Durchmesser. Interessanterweise ist laut BACO die Flächenpressung Seil gegen Klotz im Auflagebreich weit kritischer als die Biegung.
Hier sieht man auch, dass der Hebel recht klein ist, was die Verwendung von Kunststoff überhaupt erst ermöglicht hat:
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Quelle: Betriebsanleitung HEUSS

Bei der Seetal ist es letztendlich ja an der verkehrt eingebauten Kulisse gescheitert, jedoch sehe ich persönlich es als Sicherheitsrisiko, dass an der letzten verbleibenden Sesselbahn Pontresina bis heute keine zusätzlichen Seilfänger nachgerüstet wurden - jene in der Baco-Originalausführung bei der DSB Seetal waren nämlich nicht in der Lage, das Seil zu halten und mussten nachträglich aufwendig verstärkt werden.
Beide Systeme, Baco und Habegger, haben ein gemeinsames Problem: Wenn die Klemme in einem ungünstigen Winkel auf den Klotz bzw. das Röllchen trifft, verspannen sich die Teile, was eine sehr ungünstige Eigendynamik des Gehänges mit sich bringt. Bei Baco wurden deshalb im Auflaufbereich Unterstützungsschienen für die Klemmen montiert, bei Habegger hingegen wurde das Gehänge vermutlich seitlich gegen die Führung gedrückt, bis das Hebelchen wegklappte. Ich kann mir schon vorstellen, dass das auch der Grund für das Ausscheiden Habeggers Systems war. Wenn die Klemme genau im Totpunkt auf das Hebelchen trifft, wird das Gehänge mit großer Kraft seitlich ausgelenkt. Selbst mit Führungen und Steuerkurve muss der Verschleiß immens gewesen sein.
 
Bei Baco hätt ich Kopfschmerzen wenn die Bolzen aus Polyamid bestehen denn sobald sich ein Bolzen beim Hochschieben durch das Klemmendach in ungünstigster Position nur minimal verkantete, bildete sich bereits eine Stufe in der Oberfläche die später zu Troubles führen könnte. Würd ich sowas bauen dann mit HRC60er Bolzen geführt in Bronzebüchsen... :ja:
Habegger hatte meines Wissens nach überhaupt nur den einen Schlepplift auf dem mistigen Foto mit der Kurvenscheibe gebaut und den anscheinend auch recht bald auf Schrägrollenbatterien umgerüstet. Nach meiner Handskizze gibt es auf den eingesetzten Hebeln auch keine aufgesetzten horizontalen Seilrollen; diese würde ich aber in gleitgelagerter Variante (zwecks etwas höherem Drehwiderstand damit sie sich nur dann drehen wenn unbedingt erforderlich) für eine brauchbare Funktion für unabdingbar halten damit sich notfalls die ganze Kurvenscheibe gegenüber dem Seil bewegen könnte.
 
Böse Zungen behaupten, ich hätte bis heute nie eine Anlage komplett fertiggebracht, das möchte ich hiermit vehement zurückweisen. Im Sommer 2021 habe ich für einen Kollegen einen Schlepplift in 1:32 gebaut, der zum Großteil aus gefrästen und verlöteten und/oder verschraubten Messing-, Stahl- und Aluminiumteilen besteht:
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Mehr Fotos gibts im Thread zum MSG Lamingtal. Der Lift ist etwas steiler geworden als geplant, das liegt aber nicht an mir :lach:

Für @gipfelstürmer1 hab ich eine Jahr später ebenfalls eine Anlage errichtet, in gleicher Konstruktion:
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Löten mit einer Herdplatte ohne Thermoschutz plus Mini-Brenner für kritische Stellen funktioniert übrigens hervorragend. Zusammen mit den zusätzlichen Verschraubungen und den teilweise vorhandenen gefrästen Nut-Feder-Verbindungen hält das absolut bombenfest.
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Zu sehen hier ab 04:02:

ich hab mir die Fotos der montierten Bahnen von den Kollegen geborgt, ich bin mir sicher, sie haben nichts dagegen einzuwenden ;)

Petz schrieb:
Bei Baco hätt ich Kopfschmerzen wenn die Bolzen aus Polyamid bestehen denn sobald sich ein Bolzen beim Hochschieben durch das Klemmendach in ungünstigster Position nur minimal verkantete, bildete sich bereits eine Stufe in der Oberfläche die später zu Troubles führen könnte. Würd ich sowas bauen dann mit HRC60er Bolzen geführt in Bronzebüchsen... :ja:
Das und der Verschleiß unten am Seilauflagepunkt sind auch die Gründe, warum diese Bolzen wöchentlich (!) auf Verschleiß zu kontrollieren sind. Bei 90 je Scheibe kein geringer Aufwand.
 
Dickes Kompliment denn genau so gehören als Paradebeispiele langlebige Modellanlagen konzipiert und gebaut... :!: ... nicht nur Metall-, und Maschinenbau vom Allerfeinsten sondern sind bei Dir auch noch ne absolute Augenweide.
Philipp2 schrieb:
Mehr Fotos gibts im Thread zum MSG Lamingtal. Der Lift ist etwas steiler geworden als geplant, das liegt aber nicht an mir :lach:
Das ist genau der Grund warum Freund Niklas bissl zu seinem Verdruß von mir nur dann was bekommt wenn ich vorher eine detailliert bemaßte Trassenskizze ins Haus kriege... :ja: ;D :biggrin: :mrgreen:
 
Die Anlage die du mir vor 5 Jahren gebaut hast fährt heute noch immer einwandfrei. Mir hat leider die enorme Steigung ganz schön viele Probleme im Liftbetrieb gemacht, deswegen wurde die Anlage heuer etwas verkürtzt XD! Anbei ist unter den Bildern auch noch ein gebrauchter KP-Modellseilbahnen Schlepplift zu sehen der an der ex Hochschwablift Trasse zu stehen kommen soll, also Rossmann&KP Lift Nummer 4 bei den LBB :mrgreen: !

Hier noch ein paar Bilder der Bahn an ihrem alten verkürtzten Standort!
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Achtung, Werbung:
Ich mache eigentlich aus diversen Gründen keine Auftragsfertigung für den Modellbau mehr - zu hoher Preisdruck durch die 3D-Drucker-Community, Haftungsrisiko wegen Verwendung als Spielzeug, unendliches Theater mit Herumbetteln bzgl. Rabatten, usw. ...

Da mich heuer einige glaubwürdige Anfragen erreicht haben, mache ich eine Neuauflage (etwa 2 bis 5 Gesamtanlagen, um die Fertigungkosten zu senken) der Anlage Lamingtal mit Brückenantrieb, aber mit Spurweite 90 mm und Doppelbügeln, auf Wunsch auch mit Einsteigstütze.
Spannstation und Stützen wie bei der Anlage Ostalpe (auf Wunsch wäre auch der Pilzantrieb wie bei der Anlage Ostalpe zu haben, aber mit Aufpreis).
Wie oben gepostet in der altbewährten Messingbauweise mit angebauten 3D-Druck-Teilen aus PETG, mit einigen Verbesserungen bzgl. Erscheinungsbild, Witterungsschutz und Lackierung.
Liefertermin 01. November 2026, FCA Incoterms 2020.
Auf Wunsch mit individueller Auslegung auf Basis eines vermessenen Geländeprofils (wie damals bei KP-Modellseilbahnen).

Anzufragen via PN - angeboten und abgerechnet wird über meine Maschinenbaufirma, die Preise sind dementsprechend höher als bei der Plastikdruck-Konkurrenz. Die lange Haltbarkeit der Anlagen und das positive Feedback rechtfertigen die Preisdifferenz.

EDIT: Ich kann für andere Modellbauprojekte auch Messing/Kupfer/Alu-Fräsprofile in sämtlichen Dimensionen herstellen; ist m.M.n. eine nette Arbeit für zwischendurch, wenn mal nicht besonders viel zu tun ist. Messing zu zerspanen macht einfach Spaß :3
 
Ach nett, dass es dir genau so geht mit dem Gebettel um Rabatte oder "warum so teuer??? 3D Drucker xy ist billiger"

Bekomme oft schockierte Antworten auf mein Angebot für meine Sessel aus Messing. Die Leute verstehen nicht wieviel Arbeit es ist einen Sessel aus Messing zu biegen und zu löten. JC hat da mit seinen Kunststoffsesseln schon zum Glück das Hobby Massentauglich gemacht, jedoch verstehen dann einige Kunden nicht warum handgefertigte Sessel deutlich mehr kosten als das Plastik aus China.

Gerade bei neueren 3er und 4er Sesseln sollte der Rahmen halt Symmetrisch sein damit das Modell stimmig ist. 2er Sessel mit Mittelrohr oder auch 3er Sessel der alten Bauart sind da etwas leichter zu bauen da fällt das nicht so extrem auf wenn doch mal ein gebogenes Teil etwas abweicht.
Bei den neueren Sesseln mit Außenrahmen fällts halt zum einen beim Bau auf und optisch nun mal auch.

Aber super Arbeit weiter so!
Die Mischung aus Messing für Tragende Teile/Stabilität und 3D Druck (bei mir aus Resin) für die feineren Details oder die nervtötenden Zurüstteile die keine Stabilität brauchen hat sich bei mir auch durchgesetzt. Sessel bau ich ja nach wie vor noch komplett aus Messing plus bisschen Moosgummi für die Sitzflächen und Schrumpfschlauch für die Fußstützen.
 
4CLD_Gampebahn schrieb:
Gerade bei neueren 3er und 4er Sesseln sollte der Rahmen halt Symmetrisch sein damit das Modell stimmig ist. 2er Sessel mit Mittelrohr oder auch 3er Sessel der alten Bauart sind da etwas leichter zu bauen da fällt das nicht so extrem auf wenn doch mal ein gebogenes Teil etwas abweicht.
Bei den neueren Sesseln mit Außenrahmen fällts halt zum einen beim Bau auf und optisch nun mal auch.
Ich hatte noch nie die Geduld, mehr als 10 Sessel von Hand zu biegen, da stellen sich mir wirklich die Haare auf, daher habe ich deine Fingerfertigkeiten diesbezüglich immer schon bewundert :) Ich hab da im Modellbau einen ganz anderen Ansatz, bei mir wird so viel wie möglich gefräst und gerichtet und dann nach Lötschablone gearbeitet, um ja möglichst wenig vom Augenmaß abhängig zu sein. Hat schon eher was von Massenfertigung, aber gut, das ist auch mein beruflicher Hintergrund :lach:
Hab auch schon mit dem Gedanken gespielt, für Sessel usw. eine ausgemusterte CNC-Drahtbiegemaschine anzuschaffen, aber dafür fehlt mir schlicht der Platz, sowohl im Keller als in der Halle und außerdem würde sich das im Leben nicht rentieren.
Aber super Arbeit weiter so! Die Mischung aus Messing für Tragende Teile/Stabilität und 3D Druck (bei mir aus Resin) für die feineren Details oder die nervtötenden Zurüstteile die keine Stabilität brauchen hat sich bei mir auch durchgesetzt. Sessel bau ich ja nach wie vor noch komplett aus Messing plus bisschen Moosgummi für die Sitzflächen und Schrumpfschlauch für die Fußstützen.
Ich setz auch bei den Seilscheiben auf 3D-Druck; die werden aus ASA oder PETG mehrteilig gedruckt, auf der Drehmaschine überdreht und aufgerieben und anschließend verschraubt. Das Futter ist eine aus TPU gedruckte Keilschnur. Das hat sich ganz ausgezeichnet bewährt, sowohl optisch als auch funktional.
 
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