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Neuer Sessellift rettete Wintersaison
Positive Bilanz zieht der Geschäftsführer des Reuttener Hahnenkamms. Die Ziele wurden zum Großteil erreicht, weitere Investitionen sind bereits geplant.
HÖFEN (fasi). Mit Ostermontag wurde der Liftbetrieb am Reuttener Hahnenkamm eingestellt - die Wintersaison ist beendet.
Sehr zufrieden über die Auslastung der Lifte zeigt sich Geschäftsführer Wolfgang Moosbrugger: "Zwar konnten wir am 6. Jänner erst verspätet in die Wintersaison starten, aber hohe Gästezahlen im Februar und März haben das fehlende Weihnachtsgeschäft gut aufgefangen." Mit den neu entstandenen Pistenflächen sei der Hahnenkamm nicht nur für Gäste aus dem Allgäu sondern auch für Einheimische wieder attraktiv geworden. "An Spitzentagen waren rund 2500 Personen am Reuttener Hahnenkamm unterwegs", führt Moosbrugger aus.
Schon im Sommer stehen weitere Investitionen auf dem Programm. Vordringlich soll die Beschneiungsanlage erweitert und einige Pistenkorrekturen vorgenommen werden. "Als erstes werden wir die Engstelle zwischen der Cilli-Hütte und der Talstation des Vierersessels entschärfen", erklärt Moosbrugger. Auch der Grat soll in den Sommermonaten maßgeblich verbreitert werden.
Eine Machbarkeitsstudien für einen Wasserspeicher am Berg wurde bereits in Auftrag gegeben. Dieser und die Steigerung der Förderkapazität des Vierersessels von 1400 auf 2000 Personen pro Stunde sollen aber erst im nächsten Jahr folgen.
Die Kosten für die geplanten Erweiterungen der Beschneiungsanlage sowie die Pistenkorrekturen, notwendige Lawinenverbauungen, neue Sessel und eine geplante Parkplatzerweiterung belaufen sich auf rund eine Million Euro. "Wir haben beim Land um eine Impulsförderung angesucht. Ich hoffe, dass diese positiv erledigt wird. Wieviel Geld wir letztlich bekommen, wird sich in Kürze entscheiden", erklärt der Geschäftsführer.
Die anderen Lifte sollen vorübergehend in ihrer derzeitigen Form bestehen bleiben. Moosbrugger: "Zuerst müssen wir Geld verdienen um das Höhenskigebiet Schritt für Schritt umzurüsten und fit zu machen." Erst in ein paar Jahren könne an den Umbau der Gondel gedacht werden.
Quelle: www.tirol.comReuttener Hahnenkamm: Umlaufbahn soll Kapazität steigern
Letzte Pistenkorrekturen am Hahnenkamm sind in Arbeit, die Beschneiung bis ins Tal gesichert. Das nächste Großprojekt soll ein neuer Zubringer sein.
Viel hat sich in den letzten drei Jahren am Hahnenkamm in Höfen getan. Ein neuer kuppelbarer Vierersessellift wurde gebaut, Engstellen entschärft. "Die Pistenkorrekturen waren notwendig, um es auch den weniger geübten Skifahrern leichter zu machen", erklärt der Geschäftsführer der Reuttener Bergbahn, Wolfgang Moosbrugger.
Entlang der Abfahrt werden derzeit letzte Abschnitte verbreitert. Bis zum Winter soll auch die Beschneiungsanlage fertig installiert sein. Moosbrugger: "Dann haben wir 50 Lanzen und fünf Propellerkanonen und sind schneesicher bis ins Tal."
Aber dann, und davon ist Moosbrugger überzeugt, komme man schon in Zugzwang. Die Kapazitäten der beiden Zubringer - Gondel und Doppelsessellift - sind viel zu gering.
"Die Gondel wird 2007 50 Jahre alt. Pro Stunde können wir damit nur 270 Personen auf den Berg befördern, beim Sessellift sind es knapp 800. Das ist zu wenig", sagt Moosbrugger.
Das nächste Großprojekt sei daher sicher eine neue Zubringeranlage. Auf dem Wunschzettel stehe eine 8er-Einseilumlaufbahn. Diese sollte auf der Trasse des Doppelsesselliftes verlaufen. Moosbrugger: "Damit könnten wir den Hirschbach umgehen. Dort bräuchten wir für Notfälle auch noch eine eigene Bergebahn."
Er hält es für realistisch, das auf sieben Millionen Euro geschätzte Vorhaben auch umzusetzen. "Wenn 2006 Verhandlungen geführt werden, könnten wir schon zu Weihnachten 2007 die neue Bahn haben."
In der letzten Wintersaison wurden an guten Tagen 2500 Skifahrer am Hahnenkamm gezählt. Moosbrugger: "Mit 3600 bis 3800 wäre das Skigebiet voll." Ich glaube wir sind auf dem richtigen Weg. Der Reuttener Hahnenkamm holt auf", zeigt sich der Geschäftsführer optimistisch.
Neubau der Bergbahn in Höfen wird konkret
Die Gondelbahn auf den Hahnenkamm feiert nächstes Jahr ihren 50. Geburtstag.
Der Geschäftsführer der Reuttener Bergbahnen verkündet, worauf die Region Reutte sehnsüchtig gewartet hat. Am Hahnenkamm wird es zum Neubau einer Bahn kommen.
Wolfgang Moosbrugger gegenüber der Tiroler Tageszeitung: "Die vier Gesellschafter, die Elektrizitätswerke Reutte, die Raiffeisenbank Reutte, die Sparkasse Reutte und der Tourismusverband Ferienregion Reutte, zeigen eine hohe Bereitschaft Geld für einen Neubau der Bahn in die Hand zu nehmen. Das Gesprächsklima der letzten Wochen war sehr zielorientiert, es wird etwas geschehen."
Zwischen 6 und 8,5 Millionen Euro sollen in die neue Aufstiegshilfe investiert werden. Moosbrugger glaubt, dass die Planung noch heuer abgeschlossen werden kann.
Die Behördenverfahren könnten dann im Jänner 2007 abgewickelt werden. Im selben Jahr würde der Bau realisiert. In wenigen Tagen kommt es schon zu einer Begehung mit Wildbach- und Lawinenverbauung, Geologen, Geotechniker, Projektanten, Biologen und Forstinspektion.
Noch immer sind laut Moosbrugger mehrere Varianten und Zieladressen am Berg - von Sessellift mit Heizung bis zu Achterumlaufgondel - möglich. "Aber wir haben sie inzwischen von ehemals neun auf vier reduziert. Die Entscheidung, welches Projekt umgesetzt wird, fällt in den nächsten Tagen. Alle haben Vor- und Nachteile. Wir müssen das noch gewichten."
Die Reuttener Bergbahn wird im kommenden Winter erstmals auch im Verbund der Regiocard aufscheinen.
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