Kramsacher Sonnwendjochbahn startet durch
Nach der Sommersaison 2003 stand die Kramsacher Sonnwendjochbahn still. Die Alpbacher Bergbahnen sorgen nun für eine Liftrenaissance.
Pläne für einen Neubau der Liftanlagen hatten sich im Vorjahr zerschlagen. Neuer Besitzer wurden die Alpbacher Bergbahnen. "Wir haben für Verbindlichkeiten und Gesellschaftsanteile 350.000 Euro bezahlt", zeigt Geschäftsführer Peter Hausberger auf. Die Alpbacher stehen auch zu einem Versprechen. "Wir haben von einem Sommerbetrieb geredet und das auch eingehalten. Ab Freitag, 17. Juni, fährt die Bahn", stellt Hausberger fest.
Rund 170.000 Euro wurden in den vergangenen Monaten investiert. Monatelang waren sechs bis acht Mann mit der Revitalisierung der Anlage, die Wanderer in eine Höhe von 1800 Metern bringt, beschäftigt.
Die bereits demontierten Sessel des Lifts, der im Jahr 1968 errichtet und im Jahr 1984 umgebaut wurde, sind wieder an Ort und Stelle. Das Seil musste gekürzt und die Enden neu verbunden werden, beim Kassa- und Lagergebäude war für eine neue Überdachung zu sorgen. Natürlich kam es auch zu einer technischen Überprüfung des Lifts.
"Ich verstehe, dass immer wieder die Frage nach einer neuen Bahn auftaucht", sagt der Geschäftsführer der Alpbacher Bergbahnen, die Anlagen in Alpbach und Reith betreiben und nun auch den Sprung nach Kramsach gewagt haben. Hausberger lässt sich ein Türchen offen. "Wenn sich der Sommerbetrieb gut entwickelt und die Wirtschaftlichkeit passt, verschließen wir uns einem Neubau einer Sommerbahn nicht. Eine Ganzjahresbahn dürfte momentan finanziell nicht verkraftbar sein, da wir auch mit dem Neubau der Pöglbahn in Alpbach beschäftigt sind", heißt es in der Geschäftsführung.
Sollte aber ein Investor im Zug des Thermenbaus 50 Prozent der Investitionskosten übernehmen, könnte auch über einen Ganzjahresbetrieb nachgedacht werden. "Davon war in Kramsach nicht nur einmal die Rede", meint Peter Hausberger.
Für Kramsach sind dies positive Signale. Mit dem Alpbacher Geschäftsführer setzten sich am Dienstag Alpenvereinsvertreter, Bergwacht, die Ortsausschüsse von Kramsach und Münster sowie die Besitzer und Pächter von Bergrestaurants und Almen an einen Tisch. Themen waren die Beschilderung und die Erhaltung der Wanderwege im Rofan.
Fix ist eine Kombikarte mit der Rofanseilbahn in Maurach am Achensee. "Wir machen uns auch über einen Bustransfer zum Achensee Gedanken. Ausgereift ist dieses Projekt aber noch nicht", informiert Hausberger.