Die geradezu erschütternde Vorstellung, einfach mal auf eine Landkarte zu schauen, einen weniger bekannten Ausgangspunkt zu wählen oder gar einen Weg einzuschlagen, den vorher kein Influencer mit Drohnenaufnahmen und dramatischer Musik abgesegnet hat, scheint für viele offenbar nicht mehr zumutbar zu sein.
vVelleicht ist das auch gut so alles. Denn während sich die digitalen Idioten kollektiv an den immer gleichen zehn Hotspots stauen, gibt es nur ein paar Kilometer weiter nach wie vor Täler, Wege und Gipfel, auf denen erstaunlich wenig los ist.
Man sollte also vielleicht dankbar sein für diese bemerkenswerte Orientierungstreue. Solange Millionen Menschen zuverlässig dort auftauchen, wo der Algorithmus sie hibleitet, bleibt für den Rest noch genügend Landschaft übrig.