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Pitztaler Gletscher: Wildspitzbahn für Skifahrer gesperrt

Reiner Unfug, denn ein Gletscher mit Skigebiet bleibt sogar länger erhalten und länger größer als einer ohne. Denn da baut die Bergbahngesellschaft dann Schneekanonen und vermattet im Sommer.

Die sollten sich lieber mal für den Beitrag zum Erhalt der Gletscher bei den Bergbahnen bedanken, eigentlich stünde ihnen dafür ein Beitrag aus Steuermitteln zu.
 
j-d-s schrieb:
Reiner Unfug, denn ein Gletscher mit Skigebiet bleibt sogar länger erhalten und länger größer als einer ohne. Denn da baut die Bergbahngesellschaft dann Schneekanonen und vermattet im Sommer.

Die sollten sich lieber mal für den Beitrag zum Erhalt der Gletscher bei den Bergbahnen bedanken, eigentlich stünde ihnen dafür ein Beitrag aus Steuermitteln zu.

Er ist wieder da🤣🤔
 
Das Bild vom Gletscher am Hinteren Brunnenkogel (glaub ich zumindest) passt nicht zum Bericht über die Verbindung Ötztal/Pitztal :?
 
Nicht wirklich. Außerdem klingt es in dem engl. Artikel so, als wären die Bauarbeiten für die Verbindung schon im Gange, was mWn falsch ist (aber bei den Pitztalern weiß man ja nie ;-) ).
 
Emilius3557 schrieb:
Die Pitztaler schaffen es auch im Herbst 2019 sich gekonnt in den Medien zu platzieren... :wink:

Umgepflügter Gletscher: Massive Eingriffe für den Skibetrieb

Nun sogar auf der DAV-Startwebsite die gleichen Bilder um gegen den Zusammenschluss zu trommeln (was inhaltlich wenig miteinander zu tun hat - man könnte natürlich argumentieren: "So wird es dann auch auf dem Karlesferner/Hangenden Ferner aussehen, wenn die Pisten dort kommen"):

https://www.alpenverein.de/
https://www.alpenverein.de/natur/pitztaler-gletscher-droht-der-ausbau_aid_33959.html


Wie sollen denn die Spalten ansonsten gestopft werden? Manuell per Schneeschaufel?
Die Pitztaler haben allerdings vielleicht in der Vergangenheit zu viele Dinge unternommen, die sie jetzt "auf den Kieker" der Umweltverbände bringen. Dennoch sollte man überall möglichst mit dem gleichen Maß messen, meine ich. Gegen den Zusammenschluss gibt es genügend Argumente (es gibt auch eine Reihe von Pro-Argumenten, klar), da braucht es nicht mit Nebenbaustellen Stimmung zu machen.

Schneekanonen oder Depotschnee - und zuschütten. Also ich muss dem Alpenverein hier zustimmen. Sie haben auf Ihrer Seite schon getrennt, dass hier die Spalten wegen Ziehweg zugebaggert werden. Zudem dass der Skiweg planiert wird. Das erste Bild finde ich schockierend. Zum zweiten muss man sagen, dass hier die Pitztaler gegen Gesetze gehandelt haben. Und da müssen sie jetzt durch.

Es ist schon befremdlich, wie sich unsere Gesellschaft über die Klima- und Umweltsünden eines Trump oder Bolsonaro aufregen, aber wie wir mit unseren Gletschern umgehen ist keinen Deut besser.
 
Das Thema wird doch wieder übertrieben gehyped. Schaut euch mal nicht vergletscherte Pisten in der Einschneiphase an. Zwar arbeiten wir da nicht mit Baggern sondern nur mit Bullys, aber das Schlachtfeld ist ähnlich wie auf dem besagten Bild vom Pitztal. In Parks oder den USA sieht es sogar genauso aus. Wenn danach mal ordentlich drüber gefräst wurde, sieht kein Mensch mehr, was dort los war. Am Gletscher wird schon seit vielen vielen Jahren gebaggert und erstaunlicherweise schadet das den Gletschern dennoch nicht. Oder hat schonmal jemand eine Gletscherpiste gesehen, die aufgrund der Baggerei tiefer als der umliegende unberührte Gletscher liegt? Das ist alles nur Social-Media geschuldete Stimmungsmache der Pflanzenfresser....
 
Ich finds ja schade dass die Bahn wieder läuft. So leer wie letztes Jahr während der Sperrung im Januar wars sonst nie. Komischerweise hat dass selbst die meisten Freerider vertrieben - obwohl von denen ja eh kaum jemand die Wildspitzbahn benutzt. Im März/April bei Neuschnee wars dann zig mal voller abseits wie im Jänner oder Dezember. Das hatte schon Schweizer Verhältnisse da während der Sperrung im Dezember und Januar (also Weihnachten keine Ahnung - aber halt außerhalb der Ferienzeiten).

Ein größeres Eigentor als die Sperrung hätte man sich nicht schießen können aus betriebswirtschaftlicher Sicht...
 
Diese Art der Spaltenstopfung muss am Pitztaler vermutlich "schon immer" (zumindest seitdem man kein Stroh mehr verwendet und zumindest nach wärmeren Sommern) gemacht werden, weil es sonst ja gar nicht machbar wäre, die Piste von der EUB/GUB zu öffnen.. Ok, am Hintertuxer hat man hier und da halt mal Sprengstoff statt Bagger genommen..
 
starli schrieb:
am Hintertuxer hat man hier und da halt mal Sprengstoff statt Bagger genommen..

Sölden damals und heute.

soeldeneis.jpg
IMG_2425.jpg


Schlepper.jpg
IMG_2429.jpg
 
Schneekanonen oder Depotschnee - und zuschütten. Also ich muss dem Alpenverein hier zustimmen. Sie haben auf Ihrer Seite schon getrennt, dass hier die Spalten wegen Ziehweg zugebaggert werden. Zudem dass der Skiweg planiert wird. Das erste Bild finde ich schockierend. Zum zweiten muss man sagen, dass hier die Pitztaler gegen Gesetze gehandelt haben. Und da müssen sie jetzt durch.

Es ist schon befremdlich, wie sich unsere Gesellschaft über die Klima- und Umweltsünden eines Trump oder Bolsonaro aufregen, aber wie wir mit unseren Gletschern umgehen ist keinen Deut besser.

Ich weiß nicht, ob Kunstschneeproduktion zum Spaltenstopfen jetzt besser ist als mit dem Bagger Firnbereiche zu bewegen? Der Depotschnee muss auch mit den Walzen erst zusammengetragen werden.

Ja, die Ziehweg-Baumaßnahme am Gipfelgrat ohne Baugenehmigung bzw. die Missachtung des Baustopps finde ich auch nicht in Ordnung und fand es gerecht und konsequent, dass die Bahn etliche Monate lang, u.a. in der Herbst-Hochsaison stillgelegt wurde.

Deinem letzten Punkt kann ich leider nicht zustimmen, denn die Dimension ist eine völlig andere (die globalen Auswirkungen im Übrigen ebenfalls). Die Tropenwaldzerstörung betrifft, grob geschätzt, auch anteilig sehr viel mehr dieser Waldflächen als Gletscherflächen in den Alpen touristisch erschlossen und genutzt werden. Ich bin mir wohl bewusst, dass Gletscherskilauf negative Umweltauswirkungen hat, man schaue sich bloß die Menge an Müll an, die man auf aperen Ski-Gletschern findet (krisu kann hierzu Dutzende recht aktuelle Bilder liefern) und in irgendeiner Form landet dieses Material dann in Kleinstform in den natürlichen Kreisläufen (Mikroplastik...). Auch die Geotextilien für die Abdeckung von Schneedepots bzw. Eisflächen führen zu Umweltverschmutzung (auf einer Konferenz in Innsbruck jüngst dazu ein Poster gesehen), denn diese Fließe zersetzen sich in mehr oder weniger große Plastikrückstände, die per Wind teilweise weit entfernt von den Skipisten getragen werden. Von den Sünden der Vergangenheit (Salzen, Ölfässer...) brauchen wir nicht erst zu reden.
Daher finde ich es gut, dass die Erschließung von Gletschern für touristische Zwecke beschränkt wird und bleibt (z.B. durch Schutzgebiete wie Nationaparks, durch raumordnerische Festlegungen wie die Tiroler Ruhegebiete...) und deswegen sehe ich die Zusammenschlusspläne Pitztal-Sölden ja seit Jahren eher kritisch, aber auf den bereits erschlossenen "Wirtschaftsflächen" der heutigen, bestehenden Gletscherskigebiete müssen wir mit gewissen Eingriffen meiner Ansicht nach leben. Oder man hätte die Erschließung damals gar nicht erst genehmigen dürfen und nur Gletscher erschließen, die ohne jede Bearbeitung skifahrerisch zu nutzen sind. Dies träfe aber nicht einmal auf die allermeisten Winterskipisten zu.
 
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