Wooly schrieb:
judyclt schrieb:
Beim Schäumen gehe ich mit, aber eine individuelle Sohle ist eigentlich unumgänglich, wenn's gescheit werden soll. Beschwerdefrei kann man auch ohne fahren, aber nicht wirklich effizient mit vernüftigem Stand und Kraftübertragung.
Halte ich ebenso für komplett erfunden. Es mag für dich so sein, und für Gletscher natürlich nur die selbstentworfen-handgeschöpfte Custom-Sohle aus selbstgeschältem Kork ... aber so sehr mir leid tut das sagen zu müssen, ich und viele meiner Freunde, zu größten Teil gute bis sehr gute Skifahrer, fahren in gut passenden 08/15 Skischuhen Saison für Saison, mit mehr als genug Stand und Kraftübertragung.
Vielleicht brauchen durchschnittliche Skifahrer wie ich einfach besseres Material? Ich habe schon immer gesagt, mein Skifahren besteht zu 50% aus dem Ski, zu 65% aus den Schuhen und lediglich der Rest ist jahrelanges Training und Erfahrung.
Andererseits hat das Fahrkönnen genau nichts mit Gewicht und Größe zu tun. Für einen fetten Kronleuchter brauchst Du halt einen anderen Dübel als für einen Lampenschirm aus Papier.
Hätte ich mich nicht über 10 Jahre mit blauen Zehennägeln, Blasen am Knöchel und schmerzenden Füßen geplagt, dann wäre ich nie so tief in die Materie eingestiegen. Hätte ich in einem Fachgeschäft DEN passenden Schuh von der Stange bekommen, mit dem ich beschwerdefrei fahren kann, wäre ich nie auf die Idee gekommen, an den Schuhen selbst herum zu schrauben.
Wooly schrieb:
Ich bin 10 Jahre lang Rennen gefahren, ich weiß wie sich enge harte Rennschalen anfühlen ... aber (fast) kein Mensch braucht das zum normalen Skifahren, genauso wenig wie irgendwelche fancy Einlegesohlen.
Ich weiß jetzt nicht, wieso Du hier mit Deiner Erfahrung aus Skirennen prahlst und was das mit dem Thema zu tun hat. Außerdem habe ich vor ein paar Beiträgen noch deutlich gemacht, dass gerade die Schale an meinem Schuh eben KEINE knüppelharte Rennschale ist, die man nur auf dem Dehngeräte drücken oder durch Fräsen bearbeiten kann. Zudem fahren die meisten Freizeit-Wintersportler eben gerade KEINE Rennen, daher sind DEINE Erfahrungen noch weniger auf die Allgemeinheit übertragbar als meine.
Wooly schrieb:
Ich weiß, das manche Leute mit schwierigen Füßen echt einen Bootfitter brauchen, und jeder kann ja soviel Geld in seinen persönlichen heiligen Graal am Fuß stecken wie es will ...
Solche Diskussionen richten sich an Mitleser, die Fragen oder Probleme haben. Wer mit seinem Material zufrieden ist und damit klar kommt, der muss dies wegen so einer Diskussion nicht in Frage stellen.
Wooly schrieb:
aber hört auf, den Leuten zu erzählen, das man ohne nicht vernünftig Skifahren kann.
Jeder so, wie er mag. Bei meinen früheren Schuhen hatte ich nach wenigen Skitagen abgesehen von den beschriebenen Problemen einen merklichen Kontrollverlust, weil der Fuß im Schuh keinen ausreichenden Halt mehr hatte und der Ski ein deutliches seitliches Spiel hatte, ohne dass sich am Fuß etwas tat. Profis wie Du können damit natürlich viel besser umgehen. Aber solche Rennfahrer sind unter der Masse der Freizeitfahrer eher die Ausnahme. Ich bevorzuge daher einen Schuh, bei dem es praktisch kein Spiel gibt. Auch nicht am Ende eines Skiurlaubs.
Wooly schrieb:
Und wer das mit "normalen" Füßen & Schuhen nicht kann, der hat fast immer kein Problem mit seinen Schuhen sondern mit Fahrtechnik & verkrampfter Muskulatur ... aber kaufen ist ja immer viel geiler als üben ...
Ich habe viele Stunden mit Skilehrern trainiert. Teilweise in der Gruppe, teilweise im Privatunterricht. Auch jetzt nehme ich immer noch ab und an Privatstunden, wenn ich mich weiter verbessern möchte.
Was hast Du eigentlich für ein Problem?