• Willkommen im neuen Alpinforum!

    Das Alpinforum ist erfolgreich auf die neue Forensoftware XenForo umgezogen. Benutzerkonten und Foreninhalte wurden übernommen, sodass ihr euch wie gewohnt anmelden könnt.

    Schaut euch gerne um und probiert die neuen Funktionen aus. Solltet ihr Fehler oder Unstimmigkeiten entdecken, meldet sie bitte im entsprechenden Thema.

    Alle Informationen zur Migration und zum neuen Forum findet ihr hier:

    Zur ausführlichen Ankündigung

    Viel Spaß im neuen Alpinforum!

    Euer Alpinforum-Team

Sommerskigebiet am Col Someiller

So, ein kleines Update zum Thema - das alte Gebäude am Col de Sommeiller (Hotel d´Ambin) wurde abgerissen, hier ein paar Bilder aus dem Sommer 2oo5:

cds05_1.jpg

cds05_2.jpg

cds05_3.jpg

cds05_4.jpg
[/img]
 
Und das Ganze nochmal im Herbst:

cds05_5.jpg

cds05_6.jpg

cds05_7.jpg
 
Hast du überhaupt so viel Geld um das ganze Gebiet abzukaufen ? ;-)

Als reines Winterskigebiet in der Tat - sehr interesannt.

Denke aber, die bauen das ab und die Liste der LSAP wird länger.

Off-topic: Ich habe noch nie irgendeine Werbung für Skigebiete in frankreich gesehen im deutschen Fernsehen - Ihr schon mal?
Off-Topic ende.
 
Nein, wobei ich mich auch nicht für die Skifahrerei interessiere.
 
wow - wenn das der Sommeiller ist, dann hätte es da ja ewig viel Möglichkeiten zur Erweiterung gegeben ...

.. wer zeichnet jetzt die Lifte ein? :-)
 
Hallo, habe mich endlich 'mal angemeldet. Aber zum Thema.

Am 17. Juli 2006 war ich auf dem Sommeiller-Paß. Motorisiert, ein Bild gibt es hier, wie man sieht, ist es kein Geländewagen und 11cm Bodenfreiheit würde ich auch nicht als überdurchschnittlich bezeichnen. :wink:
Wie schon weiter oben erwähnt, findet am letzten Juni-Wochenende immer die Stella Alpina(Motorradtreffen, zu dem auch schon mal über Tausend Motorräder/Leute zusammenkommen) statt, deswegen wird zu dieser Zeit auch die Straße auf den Colle Sommeiller etwas in Ordnung gebracht. Da wird mit Bagger und Planierraupe die Straße von den in den Monaten davor runtergepurzelten Steinen/Felsbrocken "gereinigt" und der "Fahrbahnbelag" wieder etwas eingeebnet. Der Straßenzustand ist dann so einigermaßen gut, deswegen kann man in den ersten Juliwochen auch mit einem normalen PKW den Paß erreichen. Überflüssig zu erwähnen, daß dazu Schottererfahrung mit 'nem normalen PKW erforderlich sind(ich fand dieses Jahr übrigens den Parpaillon-Tunnel schlimmer als den Sommeiller-Paß).

Zu den Höhen: Der auf dem Paß befindliche Lac Sommeiller liegt ungefähr auf 2991m oder 2993m Höhe, damit würde ich auch die Paßhöhe mit 2991m angeben. Streng genommen gibt es übrigens einen westl. und einen östl. Sommeiller-Paß. Für die Straße ist der westl. Paß maßgebend. Das mittlerweile vollständig beseitigte Rif. Ambin wurde meist mit 3008m angegeben, was ich für nicht ganz korrekt halte, da es nur wenige Meter höher als der Parkplatz lag.
Südöstl. vom Parkplatz/See ist der Steilhang, den man mittlerweile nur noch mit wirklich guten 4x4 erreicht, dort oben sind auch die Gebetsfahnen und dort beträgt die Höhe 3030m oder vielleicht etwas mehr, aber alle Angaben von >3050m sind meiner Meinung nach unrealistisch.

Zum ehemaligen Rifugio: Sozusagen als Erinnerung stehen jetzt etwas unterhalb vom Paß Informationstafeln, auf denen wird etwas gesagt zum Hüttenbau und zum Sommerskigebiet. Intelligenterweise habe ich jetzt den Zettel nicht parat, auf dem ich mir da einige Angaben notiert habe. Wenn ich mich aber recht erinnere, dann ist das Sommerskigebiet(und demzufolge auch die Liftanlage und das Rifugio) 1963 eingerichtet worden, aber schon 1964(vielleicht auch erst 1968???) zerstörte eine Lawine das Rifugio.

Zu den höchsten Straßen in Europa/Alpen:
Die Straße in der Sierra Nevada auf den Pico del Veleta ist mittlerweile für Kraftfahrzeuge gesperrt(ab ungefähr 2600m Höhe).
Die Straße auf den Mt. Chaberton(3131m) ist mittlerweile seit ungefähr 10 Jahren gesperrt, technisch gesehen ist die alte ital. Miltärstraße auch mit zweispurigen Fahrzeugen nur noch bis auf eine Höhe von ca. 1850m befahrbar, selbst mit leichten Motorrädern ist die Passage des Abschnittes unterhalb von Grange Quagliet kaum möglich; aber wie gesagt, die Chaberton-Straße ist gesperrt(ab den Häusern von Pra Claud auf 1589m).
Deswegen bleibt die sehr steile Straße z. Trincerone(3020m) die höchste Alpenstraße für zweispurige Fahreuge, aber mittlerweile ist auch diese Straße gesperrt(wurde mir vor Ort zu verstehen gegeben). Demzufolge wäre der Colle Sommeiller wohl mittlerweile der höchste legal anfahrbare Punkt in den Alpen(wahrscheinlich sogar in Europa, seit der Sperrung in der Sierra Nevada), zumindest für zweispurige (Kraft-)Fahrzeuge.

Rajiv
 
Zur Trincerone bin 2002 mal hochgefahren, da war die Straße noch bis fast oben offen, lediglich 100m vor dem Gipfel stand ein Fahrverbotsschild. Dazu muss man sagen, dass speziell in Italien auch immer noch ein gewisser Unterschied zwischen ernstgemeinten und nicht ernst gemeinten Verkehrsschildern besteht. Früher konnte man angeblich bis zum Livrio hochfahren, wie das bei dem Gletscher gegangen sein soll, ist mir allerdings nicht ganze klar - vermutlich ein Weg quer über Eis, aber der Wartungsaufwand wär schon ennorm (Spalten etc). Dann wäre das aber vermutlich die einzige Gletscherstraße der Alpen gewesen.
 
So, hier noch ein paar Bilder vom selben Tag, war übrigens gegen 18Uhr oder 19Uhr.

Bild mit Blick in Richtung Süden:



Blick in Richtung Südosten, der Suzuki steht auf dem höchsten anfahrbaren Punkt(die Auffahrt sieht man auch im Bild, sie ist sehr steil; die früher vorhandene leichtere Auffahrt zu diesem Punkt wurde mittlerweile beseitigt)


Rajiv
 
Ja, das stimmt, daß ein "normales" Fahrverbotsschild in Italien eigentlich als Haftungsausschluß und nicht als wirkliches Fahrverbot anzusehen ist.
Aber mir wurde diesen Sommer gesagt, daß die Straße jetzt wirklich gesperrt sei(bin mir nicht sicher, ob sie nun wirklich gesperrt ist).

So, noch ein Bild, schließlich muß der Suzuki ja wieder 'runter:


Rajiv
 
Rajiv schrieb:
Überflüssig zu erwähnen, daß dazu Schottererfahrung mit 'nem normalen PKW erforderlich sind(ich fand dieses Jahr übrigens den Parpaillon-Tunnel schlimmer als den Sommeiller-Paß).

Heißt das, daß der Parpaillon südseitig wieder befahrbar ist? Oder bist du die Nordseite wieder runter?

Letztes Jahr waren auf der Südseite einige Arbeiten an der Straße bzw. einige Straßenteile abgerutscht, so daß es unmöglich gewesen wäre, weiter hinauf zu fahren ..

.. Bilder siehe hier
 
Wir sind am 18. Juli 2006 die Parpaillon-Strecke gefahren.
In Nord-Süd-Richtung. Die Straße war durchgehend befahrbar, allerdings war die Nordrampe in einem merklich schlechteren Zustand als 1996 und die Südrampe war deutlich schlechter zu befahren als 1996. Allerdings haben die 11cm Bodenfreiheit trotzdem gereicht; da wir aber auf der Nordrampe ca. 2km(ziemlich genau an der Cabane des Ecuelles) unterhalb vom Tunnelportal den linken Hinterreifen durch einen spitzen Stein in der Lauffläche "entlüftet" hatten, mußte ich mit dem Notrad weiterfahren(deswegen hatten wir da also nicht mehr durchgehend die 11cm sondern stellenweise nur ca. 8cm Bodenfreiheit), was bei der Ausfahrt aus dem Tunnel an der Schwelle des Südportales zu einer "gepflegten Grundberührung" führte. Ansonsten war die Südrampe befahrbar, die holprigen Stellen sind mir jetzt verständlich, wenn da vor einem Jahr es quasi die Straße gar nicht mehr gab.
Ansonsten war es die abenteuerlichste Schotterfahrt seit langer Zeit(vielleicht sogar seit 1995 auf der Ligurischen Grenzkammstraße, mit dem gleichen Auto und auch noch in Richtung vom Tendapaß zum Boariapaß hinauf und weiter bis zum Tanarellopaß); hatte vorher nur ein einziges Mal einen Reifen eingebüßt(war mit dem gleichen Auto{fahre Schotter nur mit dem einen Fahrzeug :D } bei der Abfahrt vom Colle Ciarbonet 1996 oder 1997). Reifen eingebüßt, "Grundberührung" am Südportal und auf der Südrampe(einige hundert Meter Wegentfernung unterhalb der obersten Kehre) dann auch noch 'ne Schafherde auf der Straße. Na ja, seither habe ich auch 'ne international gültige Schaf-Hüte-Berechtigung. :)
Im Jahr 1996 bin ich jedenfalls wesentlich "besser" über den Parpaillon gekommen(war in gleicher Fahrtrichtung, also von Nordwesten nach Südosten). Dort wo auf deinen Fotos das Sperrschild zu sehen ist, da geht links ein Weg(ist eigentlich der Wanderweg GR56 bzw. GR6) am Bach "Ruisseau de Parpaillon" entlang, den man mit Kfz. bis zur Cabane du Petit Parpaillon befahren kann, wunderschöne Wiese. :wink:

Bild vom 18. 07. 2006 am Nordportal, Notrad sieht man nicht(kann man nur ahnen).

Rajiv
 
@Rajiv: Verstehe ich das richtig, das der "normale" Weg auf den Fahnenhügel (links am Hügel vorbei und auf der Rückseite hoch) nicht mehr existiert? Wenn ja, war ein Grund erkennbar? Lawine?

Zum Sommeiller:

Am 18.9 war ich am Sommeiller "zu Gange" - nachdem mir am Morgen zuerst meine Digicam verreckt ist, hatte ich schon "sehr gute" Laune. Ab ca. 2.600m lag eine leichte Schneedecke, in der letzten Serpentine vor dem Paß (2.935m lt. GPS) war dann "Schluß mit lustig", es lagen ca. 30cm Schnee. Auf Grund des recht schmalen Weges und da ich alleine unterwegs war, wollte ich mich auf keine Experimente einlassen und habe es an dieser Stelle gut sein lassen. Es war eindeutig zu spät im Jahr, an den vorherigen Tagen hatte es schon ordentlich geschneit. Ich habe ein paar Aufnahmen mit einer Einwegkamera gemacht (in der Not frißt der Gerbil auch Fliegenfilet), sobald die Bilder entwickelt sind, stelle ich sie hier ein. Nächstes Jahr bin ich früher da...

Zum Parpaillon:

Den hatte ich am 17.9 unter die Räder genommen, Befahrung problemlos (von Süden nach Norden), am Tunnel traf ich eine Gruppe belgischer Pocket-Bike-Fahrer (!!!), die hatten einen Heidenspaß da oben. Für einen Geländewagen ist der Parpaillon deutlich einfacher bzw. entspannter zu befahren, die Bodenwellen stören nicht und große Steine liegen auch keine. Ich empfand ihn als "unspannender" als den Sommeiller, auch wenn landschaftlich sehr schön. Makabres Detail am Rande: auf der Nordrampe fand ich zuerst ein sterbendes und dann ein bereits längere Zeit (weil bereits aufgeblähtes) totes Schaf. Maaahlzeit! :?
 
Am 18. September schon Schnee auf der Sommeiller-Straße, da hat der "Winter" aber dieses Jahr recht zeitig zugeschlagen; man muß zwar immer damit rechnen, daß um diese Zeit auch in den Westalpen schon ordentlich Schnee gefallen ist, aber in manchen Jahren hat es um diese Zeit doch schon völlig schneefrei geklappt, na ja, man ärgert sich trotzdem.
Da ich ja ohnehin keine Chance gehabt hätte zu den "tibetischen Gebetsfahnen" zu gelangen, habe ich es nicht versucht; aber die 4x4 die auf den Bildern zu sehen sind, die haben es versucht und nur der Suzuki hat es geschafft. Wenn ich die 4x4-Fahrer richtig verstanden habe, dann hat nicht eine Lawine die Auffahrt zerstört, sondern ganz bewußt der Bagger(was wahrscheinlich eher 'ne Planierraupe war und/oder 'nen Radlader), nämlich genau der Bautrupp, der die Sommeiller-Straße Ende Juni immer instandsetzt. Keine Ahnung, warum die das gemacht haben. Vielleicht hat es da irgendeinen Vorfall gegeben?

Zum Parpaillon: Aus 4x4-Sicht hast du da schon recht, aber aus der Sicht des 11cm-Bodenfreiheit-Lenkers sieht die "Straße" an manchen (schwierigeren) Stellen etwas anders aus, deswegen mein subjektiver Eindruck von diesem Jahr. Ich gebe dir aber vollkommen Recht, wenn du sagst, daß es mit 'nem Fahrzeug mit ordentlicher Bodenfreiheit relativ problemlos zu machen ist(du kannst doch etliche Passagen zügig und problemlos fahren, wo ich mir überlegen muß, wie ich die Rinne jetzt durchfahre, ohne irgendwo aufzusetzen). Den Sommeiller fand ich dieses Jahr übrigens auch deswegen einfacher(für "normale" Autos) als den Parpaillon, da wir den Sommeiller recht kurz nach den "Straßenpflegearbeiten"(für die Stella Alpina) befuhren. Ende August würde ich schätzen, wäre ich mit meinem Fuhrpark da nicht mehr bis auf die Paßhöhe gekommen.

Rajiv
 
Ich versuche jetzt 'mal die Auffahrt zu den Fahnen am Sommeiller zu erklären. Hoffentlich wird mein Geschreibsel einigermaßen verständlich, na ja, fang'mer'mal'an:

Auf dem Bild wo der Suzuki oben bei den Fahnen steht(und die zwei Jungs sich links von den Fahnen die Abfahrt ansehen), erkennt man rechts vom Suzuki eine steile "senkrechte" Fahrspur(die in dem dunkleren Teil des Hanges); diese Spur ist sehr steil und schwierig zu bewältigen(der Suzuki hat es auch nicht beim ersten Mal geschafft, da zu wenig Schwung bei einer "Schlüsselstelle" ziemlich genau in der Mitte des Steilhanges{man erkennt eine dunklere Stelle in der rechten Spurrille, dort ist die Traktion am geringsten}); diese steile Fahrspur ist mittlerweile wohl die einzige Möglichkeit hinauf zu den Fahnen zu kommen, bis zum Anfangspunkt(dort wo der Hang von hell auf dunkel wechselt) dieser steilen Fahrspur kann man aber mit "normalen" Geländewagen noch fahren.

Rajiv
 
Die direkte Strecke auf der "Vorderseite" des Fahnenhügels (also da, wo man draufschaut, wenn man das ehemalige Gebäude im Rücken hat), sind wir im Sommer 2005 gefahren, da der "reguläre" Weg noch mit Schnee bedeckt war.

Ein paar Impressionen dieser Tour gibts auf der Seite eines Freundes: http://www.jungtechnik.de/galerie/sommeiller05/index.html
 
Dann würde ich jetzt mal sagen, daß ihr 2005 auch schon den steilen Abschnitt hochgefahren seid; die Jungs die ich dieses Jahr oben getroffen habe, waren schon etliche Male in den letzten ca. 10 Jahren oben und meinten, daß es noch eine leichtere Serpentinen-Variante früher gegeben hätte, die man mit jedem Geländewagen problemlos fahren konnte. Keine Ahnung, wie das ausgesehen hat.
Für diese letzten Höhenmeter bin ich nicht der Spezialist, da mir schon 1996 klar war, daß ich zu den Fahnen nicht mit meinem 4x2 fahren kann.

Rajiv
 
Zurück
Oben