Wir wissen nicht, was vorhergegangen ist. Darum erübrigt sich jegliche Diskussion über die Ursache für diese rüde Attacke. Aber egal was dazu geführt hat, daneben ist sie auf jeden Fall!
Doch die Hintergründe finde ich spannend, es eröffnet sich hier vielleicht wieder das alte Spannungsfeld zwischen Besucher und Gastgeber. Meistens funktioniert es ja ganz gut. Doch leider gibt es immer wieder Fälle, bei denen es eben nicht klappt. Wenn sich Einheimische gegenüber Gästen abschätzig äussern. Oder wenn mit überrissenen Preisen abgezockt wird. Unfreundlichkeit ist da auch so ein Kapitel. Aber es gibt auch Missetäter auf der Gästeseite. Mitmenschen, die im Urlaub die Sau herauslassen. Die sich völlig daneben benehmen und dann auch noch Kritik an ihrem Verhalten mit eben diesen Sprüchen wie "Beisse nicht die Hand, die dich füttert!" oder "Der Gast ist König." zurückweisen. Da bin ich, obwohl ich im Tourismus tätig war, differenzierter Meinung. Natürlich gelten diese Redensarten im Grundsatz. Doch es gibt Grenzen, und wer diese überschreitet, der verwirkt seinen Gaststatus oder wie man es auch nennen mag. Wenn die fütterende Hand auch um sich schlägt (auch verbal) und der Gast sich überhaupt nicht königlich benimmt ist das der Fall. Die goldene Regel für Touristen sollte meiner Ansicht nach lauten: "Benimm dich so, wie du es von einem Besucher erwarten würdest!". Wer sich daran hält, wird überall und jederzeit ein gern gesehener Gast sein!