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Tschiertschen 2021/22

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Heute fiel meine Wahl mal auf Tschiertschen, da die Temperaturen relativ tief waren und ich mir auch weniger Andrang in dem nicht so bekannten Gebiet erwartet habe. 9:30h war der Parkplatz schon recht gut gefüllt, der "Skibus" kam relativ zügig. An der Talstation war der Andrang noch überschaubar, Peak war erst gegen 11h, wo man aber auch nur ca 3min warten musste. Der untere Sessel ist kuppelbar und bietet recht viele Varianten. Piste 1 ist recht abwechslungsreich und endet in einem schönen roten Hang (Piste 3), danach kommt man auf einer Traverse zurück zum Lift, die teilweise eng durch's Dorf geht, fand ich irgendwie noch witzig. Piste 9 hat auch noch einen netten Hang, danach geht's mit einem Ziehweg zurück zur Traverse. Bei Piste 8 hatte ich den Eindruck, dass der Pistenplan nicht korrekt ist, am Beginn der Piste 9 war links nur ein Winterwanderweg bergauf, der dann auf die eigentliche Piste 8 führt. Die zwei roten Pisten (2,3) waren auch gut. Nur teilweise etwas bröckelig und unten im Wald ab und Zweige und Tannen. Muss wohl recht gestürmt haben. Danach bin ich weiter zum oberen Sessel. Der ist fix, aber immerhin mit Laufband, die Fahrtzeit ist mit 7min noch ok. Hier waren auch noch ein paar Varianten mehr präpariert als auf dem Pistenplan dargestellt. Danach habe ich mich an den Gürgaletsch-SL gewagt, der ist etwas anstrengend zu fahren. Die Liftspur war teilweise unruhig und es gab immer mal wieder Schneeverwehungen. Aber dafür entschädigt das hochalpine Panorama. Offen war nur die rote Piste. Die war am Anfang etwas bröckelig, hatte aber auch gute Stücke, wo der Wind den Pulver schön auf die Piste verteilt hat. Weiter unten war die Rega im Einsatz, dort hat wohl ein Skifahrer den Abflug aus der Kurve gemacht. Nach der Kurve führt die Piste eher flach aus dem Seitental heraus, ist aber noch beeindruckend mit der Felswand rechts. Zum Abschluss ging es dann noch zum Jochalp SL. Die blaue Piste hat am Anfang einen Gegenanstieg, an dem ich verhungert bin, aber danach hat mir die Piste gut gefallen. Der Jochalp SL ist angenehmer zu fahren als Gürgaletsch. Oben links herum ist auch relativ flach und es hatte ziemlich viel Gegenwind. Das Restaurant Jochalp ist zu, aber man hat von dort oben immerhin einen guten Blick auf Lenzerheide und Stätzerhorn. Die rote Piste war vom Einstieg besser, vom Schnee her etwas härter, da durch den Wind etwas abgeblasen. Die harte Unterlage war aber auch sehr griffig, daher kein Problem. Am Ende bin ich dann direkt zum Parkplatz gefahren. Die Piste war wahrscheinlich nicht offen, aber da es recht pulvrig war, bin ich mehr oder weniger querfeldein gefahren. Alles in allem hat mir das wirklich gut gefallen und heute waren auch die Bedingungen top. Für einen sonnigen Samstag in der Hauptsaison haben sich die Warteschlangen an den Liften echt in Grenzen gehalten. Wegen der begrenzten Anzahl Parkplätze kann das Skigebiet auch nicht annähernd so massenweise gestürmt werden wie A-L. Ich hätte mich vermutlich auch nicht gelangweilt, wenn ich den ganzen Tag lang geblieben wäre, bin dann aber am Nachmittag nochmal weiter nach Brambrüesch, um mir das auch noch mal anzuschauen.
 

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Nach dem heutigen Vormittag auf dem Pizol habe ich nach Tschiertschen gewechselt. Ich musste mich beeilen, fährt doch der Parkplatzbus nur bis 13.30 Uhr. Aber zur Not wäre der Fussmarsch auch noch erträglich. Ich konnte direkt neben dem Bus parkieren und er fuhr auch sofort los, als ich eingestiegen bin. Der Chauffeur muss sich an Tagen wie heute auch langweilen. Und kein Wunder, dass das Skigebiet Ende Woche bereits schliessen wird, wenn so wenig los ist wie heute.
Die Pisten sind allesamt in überraschend sehr gutem Zustand. Nur vereinzelt ein paar härtere/eisige Stellen und ganz selten auch mal ein wenig Dreck. Das hatte ich nach den obigen Berichten nicht erwartet, aber es hatte ja ab und an mal wieder ein paar cm geschneit.
Überraschend auch wie abwechslungsreich das hier ist. Ich hatte eigentlich erwartet, dass ich bei meinem Erstbesuch bald mal alles abgefahren hätte und dann ein spätes Zmittag einnehmen würde. Doch es wurde mir bis 16.30 Uhr nicht langweilig, sodass ich durchfuhr. Und das obwohl die Pisten bis auf wenige Abschnitte eigentlich überhaupt nicht kompatibel mit meinem Fahrstil sind. So für einen halben Tag werde ich es bei guter Schneelage sicher wieder mal besuchen. Allerdings auch erst wieder gegen Ende der Saison, sonst dürfte dies hier arg schattig sein. Selbst an einem 7.März war bald nach 15 Uhr alles mehr oder weniger im Schatten.
Unangenehm aufgefallen ist mir, wie unfreundlich die Mitarbeiter sind. Ich grüsste und bedankte mich fürs Bügelreichen, da kam nichts zurück. Auch nicht, als ich zwei mal witzelte, er müsse für mich nicht extra aufstehen. Und selbst als ich bei der letzten Fahrt kurz nach 16.15 Uhr an der Bergstation den Sessel selber aufklappte, erntete ich lediglich einen verdutzten Blick. Vielleicht sind die ja dort alle taubstumm... ;-)

Um 13.25 Uhr besteige ich also die KSB Waldstafel:
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Als erstes fahre ich die Piste 1/10 nochmal zurück ins Tal:
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Härzig, wie sie sich am Ende durchs Dorf schlängelt. Hoffentlich hat es hier nie viele Leute...
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Die 4SB Hüenerchöpf ist lahm. Schade, konnten sie hier nicht das Geld aufbringen, auch eine KSB zu bauen.
sheridan schrieb:
Der ist fix, aber immerhin mit Laufband,
Das Laufband liegt seitlich entfernt und stattdessen ist dort eine dicke Eis-/Schneeschicht. Ist wohl ausgefallen und da hat man es kurzerhand entfernt.
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Von der Bergstation hat man einen schönen Blick auf den "Candela" ;-) und ins Rheintal
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Das Trassee des Gürgaletsch-SL ist beeindruckend steil. Und man muss aufpassen, hat es unterwegs doch einen giften Stein, der aus dem Schnee schaut. Ich habe aber sowieso die zwar auch erst einjährigen Skier angeschnallt, die schon einen heftigen, irreparablen Schaden haben.
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Zuerst fahre ich die schwarze Piste 7, auf der man wunderbar zum Aroser Weisshorn blickt.
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Gehe ich richtig in der Annahme, dass dieses Zwischenstück nie präpariert wird? Ist ja total quer zum steilen Hang. Es liegt auch sehr wenig Schnee hier.
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Nach der zweiten SL-Bergfahrt nehme ich die rote. Nett, aber auch nicht ganz überzeugend mit ihren scharfen Kurven und dem flachen Stück am Schluss.
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Danach fahre ich die 2 und die 3. Beide gefallen mir recht gut.
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Blick zum Churer Joch (Jochalp) mit dem Vorab im Hintergrund:
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Und nach Chur:
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Vom Churer Joch ginge es weiter nach Parpan. Sehr schade, dass dieses Skigebiet nicht an die Lenzerheide angeschlossen wurde.
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Nach 1:40h habe ich nun also alle Pistenvarianten abgefahren. Die verbleibende rund 1 1/4 Stunde mache ich also Wiederholungen. Kurz vor 16.30 Uhr heisst es dann also zurück zum Parkplatz fahren. Auch heute ist hierfür nichts präpariert.
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Nett, dieses Skigebiet, aber auch nicht mehr. Für mehr als einen halben Tag möchte ich hier nicht sein. Und es wundert mich auch nicht, dass es nicht rentiert. Ein Zusammenschluss mit Arosa-Lenzerheide wäre wohl der einzige Ausweg.
 
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