Nach dem heutigen
Vormittag auf dem Pizol habe ich nach Tschiertschen gewechselt. Ich musste mich beeilen, fährt doch der Parkplatzbus nur bis 13.30 Uhr. Aber zur Not wäre der Fussmarsch auch noch erträglich. Ich konnte direkt neben dem Bus parkieren und er fuhr auch sofort los, als ich eingestiegen bin. Der Chauffeur muss sich an Tagen wie heute auch langweilen. Und kein Wunder, dass das Skigebiet Ende Woche bereits schliessen wird, wenn so wenig los ist wie heute.
Die Pisten sind allesamt in überraschend sehr gutem Zustand. Nur vereinzelt ein paar härtere/eisige Stellen und ganz selten auch mal ein wenig Dreck. Das hatte ich nach den obigen Berichten nicht erwartet, aber es hatte ja ab und an mal wieder ein paar cm geschneit.
Überraschend auch wie abwechslungsreich das hier ist. Ich hatte eigentlich erwartet, dass ich bei meinem Erstbesuch bald mal alles abgefahren hätte und dann ein spätes Zmittag einnehmen würde. Doch es wurde mir bis 16.30 Uhr nicht langweilig, sodass ich durchfuhr. Und das obwohl die Pisten bis auf wenige Abschnitte eigentlich überhaupt nicht kompatibel mit meinem Fahrstil sind. So für einen halben Tag werde ich es bei guter Schneelage sicher wieder mal besuchen. Allerdings auch erst wieder gegen Ende der Saison, sonst dürfte dies hier arg schattig sein. Selbst an einem 7.März war bald nach 15 Uhr alles mehr oder weniger im Schatten.
Unangenehm aufgefallen ist mir, wie unfreundlich die Mitarbeiter sind. Ich grüsste und bedankte mich fürs Bügelreichen, da kam nichts zurück. Auch nicht, als ich zwei mal witzelte, er müsse für mich nicht extra aufstehen. Und selbst als ich bei der letzten Fahrt kurz nach 16.15 Uhr an der Bergstation den Sessel selber aufklappte, erntete ich lediglich einen verdutzten Blick. Vielleicht sind die ja dort alle taubstumm...
Um 13.25 Uhr besteige ich also die KSB Waldstafel:
Als erstes fahre ich die Piste 1/10 nochmal zurück ins Tal:
Härzig, wie sie sich am Ende durchs Dorf schlängelt. Hoffentlich hat es hier nie viele Leute...
Die 4SB Hüenerchöpf ist lahm. Schade, konnten sie hier nicht das Geld aufbringen, auch eine KSB zu bauen.
sheridan schrieb:
Der ist fix, aber immerhin mit Laufband,
Das Laufband liegt seitlich entfernt und stattdessen ist dort eine dicke Eis-/Schneeschicht. Ist wohl ausgefallen und da hat man es kurzerhand entfernt.
Von der Bergstation hat man einen schönen Blick auf den "Candela"

und ins Rheintal
Das Trassee des Gürgaletsch-SL ist beeindruckend steil. Und man muss aufpassen, hat es unterwegs doch einen giften Stein, der aus dem Schnee schaut. Ich habe aber sowieso die zwar auch erst einjährigen Skier angeschnallt, die schon einen heftigen, irreparablen Schaden haben.
Zuerst fahre ich die schwarze Piste 7, auf der man wunderbar zum Aroser Weisshorn blickt.
Gehe ich richtig in der Annahme, dass dieses Zwischenstück nie präpariert wird? Ist ja total quer zum steilen Hang. Es liegt auch sehr wenig Schnee hier.
Nach der zweiten SL-Bergfahrt nehme ich die rote. Nett, aber auch nicht ganz überzeugend mit ihren scharfen Kurven und dem flachen Stück am Schluss.
Danach fahre ich die 2 und die 3. Beide gefallen mir recht gut.
Blick zum Churer Joch (Jochalp) mit dem Vorab im Hintergrund:
Und nach Chur:
Vom Churer Joch ginge es weiter nach Parpan. Sehr schade, dass dieses Skigebiet nicht an die Lenzerheide angeschlossen wurde.
Nach 1:40h habe ich nun also alle Pistenvarianten abgefahren. Die verbleibende rund 1 1/4 Stunde mache ich also Wiederholungen. Kurz vor 16.30 Uhr heisst es dann also zurück zum Parkplatz fahren. Auch heute ist hierfür nichts präpariert.
Nett, dieses Skigebiet, aber auch nicht mehr. Für mehr als einen halben Tag möchte ich hier nicht sein. Und es wundert mich auch nicht, dass es nicht rentiert. Ein Zusammenschluss mit Arosa-Lenzerheide wäre wohl der einzige Ausweg.