Die Südlichen Alpen ... welch ein Traum stets

...das trockene Klima, die zurückhaltende Vegetatino, ein ganz eigenes Licht, weite Distanzen, kein Wirtshaus mit klebrigen Biertischen und Gösser-Fahnen ... *g*
Bin letzten September mit dem Radl hochgekurbelt. An einem Tag je Woche ist man glücklicherweise tatsächlich befreit von den das Tal einstaubenden Horden an aufdrehenden Motorrädern, schaukelnden Caravans und Kolonnen an grosse-Freiheit-entdeckenden SUVs-fahren aus der Großstadt.
So aber kann jeder die Natur genießen, im Flow sein Ding machen...
Auf die Handy Kartenapp hatte ich am Abend zuvro bei Pasta und Wein den Trassenverlauf der zwei Tellerlifte aus französischen IGN Karten übertragen. Dennoch ergab sich eine durchaus kniffelige Spurensuche für den zweiten längeren Lift, denn es wurden in der Tat sämtliche größeren Teile entfernt. Aus dem Gletscheis apert hingegen viel Kleinkram aus, vom Abfall der damalgen Jahre wie zB. Getränkedosen, bei denen die Verschlusslasche noch ganz von der Dose abging (in IT bis 1990er Jahre?), und allerlei Ausrüstungs- und Kleidungsteile aus Plastik und Metall. Im Ggs. zu Stelvio oder Tiroler Gletschern jedoch erstaunlich wenig. Wohl weil die Publikumsfrequenz weit weniger intensiv war, als auf den erfogreicheren "Gletschern".
Vom Handlift (siehe Ansichtskarten weiter untern) fand sich im steileren Gelände noch recht intakt den Holzmast mit den Armaturen dran. Es gab sogar zwei Sektionen, tiefer hinabreichend als der von Cervino dokumentierte Nachfolger-Schlepplift.
Was mich heute gerne (unt mit einigem Wehmut) begeistert an alten Aufnahem vom realen LIftbetrieb, war der grosse geniale Einsatz lokal entwickelter Ideen und Arbeitsweisen, hart aber wohl noch sehr frei und das eigene Glück realisierend. Ich stelle mir vor, wie motiviert die Leute von vor Ort damals waren, diese gemeinsame Leistung zu vollbringen, wie das gemeinsam zelebriert wurde im kleinen und grossen. Dass auch dies zu einer vividen Talgemeinschaft beitrug.