VIP-Gondel im Hochzillertal

Um wieviel würde eine Tageskarte zb. im hier betrachteten Hochzillertal günstiger bzw. teurer werden, wenn auf neuartige Werbeformen (VIP Gondel, Werbeautos im Schnee...) gesetzt bzw. verzichtet wird?

Martymieze hat zahlreiche rhetorische Fragen gestellt, so wie dies in einem Gemeinderat auch passiert. Da fehlt mir jedoch die konkrete Substanz. Also: Um viele Euro werde ich als Skigast entlastet?

(Die Frage könnte man andersherum natürlich auch an BMW/Audi etc. stellen...)

Es mag viele geben, denen Werbung im Skigebiet nicht stört. Also jene -um bei Martymieze zu bleiben- die ein Skigebiet wie Werbefernsehen betrachten können. Anderen gelingt es weniger gut, neue zusätzliche Werbeformen über sich ergehen zu lassen. Womit langfristig auch das Image des Skisports in den betreffenden Regionen leiden dürfte.

Also, konkret: Um wie viel wird der Tagesskipass günstiger? (Vorausgesetzt dass die zusätzlichen Einnahmen überhaupt an den Kunden weitergegeben werden...).
Die überschlägige Rechnung dürfte sehr einfach sein:
Theoretischer Kundenvorteil:= Zusatzeinnahmen durch neuartige Werbeformen "geteilt durch" Anzahl der Skigäste mal deren Tage im Skigebiet.
 
Ich denke, da wird der rein finanzielle Aspekt von solchen Aktionen hoffnungslos überschätzt.

Die Rechnung bzw. der Deal bei BMW wird so aussehen: "wir spendieren euch eine gezeitete Touristen"renn"strecke mit Videoaufzeichnung und dürfen dafür ein paar von unseren Autos an prominenten Stellen plazieren. Ihr profitiert von einer neuen Attraktion und dem Imagetransfer von einem Premiumhersteller und spart Geld durch unsere PR. Wir erreichen dafür Menschen, die sonst von unserer Werbung nichts mitbekommen, verstärken unser sportliches Image und schlagen unserem Hauptkonkurrenten ein Schnippchen, der ein Vielfaches von unserem Etat in klassische Sportsponsoring-Fernsehwerbung mit immensen Streuverlusten steckt."

Wie es bei Bandenwerbung auf der Piste aussieht, weiß ich nicht. Da gibt es vermutlich direkte Zahlungen, aber bei den immensen Streuverlusten und der eher geringen Anzahl der Betrachter kann es nicht so viel sein.
 
Eine etwaige Vergünstigung des Skipasspreises herausgegriffen betrachtet wird sich meinem Empfinden nach wenn überhaupt - vermutlich allerhöchstens in homöopathischen Dosen bewegen. Die entstehenden Mehrkosten für das beworbene Produkt dürften da wesentlich größer sein.
Im Gesamten betrachtet wird durch Werbung jedenfalls keine Vergünstigung für den Kunden erreicht. Der Sinn von Werbung ist ja, dass damit (vom Hersteller und der Werberanche) Geld verdient wird.
Somit spricht meines Erachtens viel für Produkte, die nicht oder nur wenig aktiv beworben werden. So kann ein größerer Teil des Kaufpreises in die Produktqualität fließen.
 
3303 schrieb:
Somit spricht meines Erachtens viel für Produkte, die nicht oder nur wenig aktiv beworben werden. So kann ein größerer Teil des Kaufpreises in die Produktqualität fließen.
Andererseits wird auch kein besonderer Ruf aufgebaut, was Qualität und Zuverlässigkeit angeht - die Erwartungen sind viel niedriger als an einen Premiumhersteller und man kann gerade an der Qualität und QS sparen.

Es kann aber durchaus so klappen wie du beschreibst - nubert ist so ein Beispiel. Aber auch die werben viel in Zeitschriften (was aber immer noch deutlich günstiger kommt als der Vertriebsweg über den Einzelhandel incl. Großflächenmärkte. Werbung lässt sich eben nicht so einfach vom Vertrieb trennen und keine sichtbare Werbung kann durchaus bedeuten, dass trotzdem mehr für den Vertrieb ausgegeben wird als für Entwicklung und Herstellung eines Produkts).
 
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