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Wintersportchronik LKR Miesbach

uwater schrieb:
Mit Hilfe der dort recherchierten und bereits vorhanden Daten ist unter anderem auch folgender Excel-File entstanden, welcher die Datenbank von Emilius auf den Landrkreis Miesbach einschränkt sowie mit den Besitzverhältnisse erweitert. Dies soll als Basis für die angekündigte Wintersportchronik (http://www.alpinforum.com/forum/viewtopic.php?f=32&t=41059), betreffend den LKR MB, dienen. Aktuell bin ich noch dabei, die Daten betreffend das Gemeindegebiet Schliersee zu vervollständigen. Hierfür laufen noch etliche Anfragen, welche, man könnte sagen, einen erbitterten Kampf gegen das Ignorieren darstellen. (Unterstützen und ergänzen ist erwünscht! Zur Unterstützung befindet sich in einigen Zellen ein rotes Dreieck welches auf ein Kommentar mit weiteren Informationen sowie Quellangaben hinweist.)

http://uwater.alfahosting.org/alpin/chronikmb/DatenbankSchliersee_07.xls
Also wegen des Gipfellifts am Schliersberg oben: wer ist da die Quelle, in den Listen kann ich ihn nicht finden. Ich war da bereits, habe lange gesucht und mit mehreren Angestellten gesprochen: kein Lift bekannt. Die Schneise rechts im Wald ist von der ehemaligen Schipiste.

Lift am Westufer der Schliersees: in meinen Kompasskarten aus unterschiedlichen Jahren ist jeweils ein langer Lift auf dieser Wiese links neben dem Haus eingezeichnet und ein ganz kurzer an der Stelle des Pfanni-Lifts.
 
münchner schrieb:
Also wegen des Gipfellifts am Schliersberg oben: wer ist da die Quelle, in den Listen kann ich ihn nicht finden. Ich war da bereits, habe lange gesucht und mit mehreren Angestellten gesprochen: kein Lift bekannt. Die Schneise rechts im Wald ist von der ehemaligen Schipiste.

Lift am Westufer der Schliersees: in meinen Kompasskarten aus unterschiedlichen Jahren ist jeweils ein langer Lift auf dieser Wiese links neben dem Haus eingezeichnet und ein ganz kurzer an der Stelle des Pfanni-Lifts.

Die Quelle bist du :wink: mit folgender Aussage: (http://www.alpinforum.com/forum/viewtopic.php?p=4711963#p4711963)
münchner schrieb:
Ich habe mich heute bei einem Abstecher auf die Schliersbergalm mit den Betreibern/Besitzern? der Bahn unterhalten. Der Grund dafür war, dass ich vor langer Zeit dort oben ein Schild mit der Aufschrift „Gipfellift“ (oder so ähnlich) entdeckt hatte. Und es ist wohl tatsächlich so (das war zumindest die Aussage), dass es dort oben neben der Bergstation der Bahn einen Lift gegeben haben soll. Allerdings gibt es keine weiteren Informationen zu dem Lift, auch im Netz und hier im Forum habe ich bisher nichts gefunden.
Laut dieser Aussage könnte es so sein, dass es den Lift gegeben hat! Darum hatte ich ihn dann mit aufgenommen. Bei zwei/drei Liften in der Liste ist es so, dass die Existenz nicht sicher gestellt werden konnte, ich sie allerdings weiterführen werde. (Du als Quelle wirst natürlich noch ergänzt)

Betreffend dem Lift am Westufer werde ich nochmal weiter recherchieren, da nun genauer lokalisert. Danke hierfür!

Es gibt nun betreffend dem ESL am Nordhang eine ausführliche Antwort der Bergbahnen Kitzbühel sowie eine ebenso interessante Antwort der Alpenbahnen Spitzingsee über die vergangenen Besitzverhältnise des Gebietes, welche ich demnächst noch zusammengefasst einstelle. Bleibt aktuell richtig spannend, da bald täglich eine neue Antwortmail im Postfach landet. Der spannendste Kontakt steht jedoch noch aus ...
 
uwater schrieb:
Der spannendste Kontakt steht jedoch noch aus ...
Da sind wir sicher alle gespannt....

Ich hatte schon vermutet, dass der Lift auf Grund meiner älteren Aussage eingetragen wurde. :oops: In irgendeinem Bericht hatte ich dazu nochmal ein paar Takte geschrieben, nachdem ich erneut dort oben war und nach dem Lift gesucht hatte.

Und wegen Schliersee Westufer: war ich am Sonntag, ich habe nichts gefunden. Mir scheint das eher ein Fehler in der Karte zu sein.
 
münchner schrieb:
Ich habe auch Neuigkeiten aus dem Tal... in einem alten Buch hat mein Kollege Bilder vom Schigebiet Daiblerfeld in Tegernsee gefunden. Ich reiche das zusammen mit aktuellen Bildern die Tage nach.

Hierzu ein interessanter Hinweis, wo du sicherlich sehr viele Informationen über die Bergbahnen im Tegernseer Tal und den Projekten von Damals erhalten wirst.

:arrow: http://www.tegernseer-tal-verlag.de/content/archiv/register_tegernseer-tal-hefte.pdf

Der Tegernseer Tal Verlag scheint hier schon sehr tief in der Materie geforscht zu haben! (In dem PDF einfach mal nach "Bergbahn" suchen)
 
Danke für den Link, von dem Verlag müsste auch das Buch sein.
 
Wie versprochen nun noch eine erste kurze Zusammenfassung betreffend der Geschichte am "Nordhang", auch bekannt als "Firstalmlift" oder "Untere Firstalm-Stümpflingsattel-Lift".

Errichtet wurde die Nordhangbahn (ESL) 1954 von dem damaligen Firstalmwirt und -eigentümer "Herr Kirchberger", einem Sägewerksbesitzer aus Schliersee.

Am 05.06.1961 wurde der Sessellift von Andrä Bachler, Landwirt und als der "Vater" des Bichlalmschigebiets bekannt, von Herrn Kirchberger um 10.000 DM gekauft. Dort, auf der Bichlalm, nun als Sessellift Hochetzkogel, ersetzte er einen 1959 errichteten Stemag Pendelschlepplift und führte als zweite Sektion ab der Bergstation des Sessellift Bichlalm bergauf, welcher wiederum 1958 an Stelle einer „Kleinseilbahn“ errichtet wurde. Inbetriebnahme auf der Bichlalm war 1962 und man hatte eine Förderleistung von 240 p/h erreichen können. Im Jahr 1971 erfolgte der Verkauf der Bahnen und Lifte und somit die Eingliederung in die Bergbahn AG Kitzbühel. Bereits 1973 wurde der Sessellift Hochetzkogel durch einen Kurvenschlepplift ersetzt. Ende 2005 wurde der Betrieb auf der Bichlalm endgültig eingestellt, da die Betriebserlaubnis des Bichlalmsessellift erloschen ist.

Noch einige Daten zu dem Sessellift Hochetzkogel:
Höhe Talstation: 1595 m
Höhe Bergstation: 1709 m
Horizontale Länge: 300 m

Zurück an den Spitzingsee. Nachdem die Nordhangbahn 1961 demontiert und auf der Bichlalm wiederaufgebaut wurde, errichtete der Firstalmwirt den noch heute bestehenden Nordhanglift, welcher sich, so es scheint, noch immer in Familienbesitz befindet. Um hier nun weiter schreiben zu können, steht noch der Kontakt mit der Familie Leitner (aktueller Besitzer) aus, welche im Kirchbergerhof wohnen. Ich bin gespannt auf den Zusammenhang ...

Für ihr Engagement auch an dieser Stelle herzlichen Dank an die Bergbahnen Kitzbühel und Ihren ehemaligen Betriebsleiter von der Bichlalm welche all unsere Erwartungen übertroffen haben.

Die historischen Fotos des Ab- und Aufbaus können voraussichtlich erst mit Erscheinen der Chronik veröffentlicht werden.


Auch angekündigt, noch kurz etwas zu den Besitzverhältnissen am Spitzingsee.
Nach ersten Informationen scheint es so, dass der Ing. Karl Winterholler als Besitzer und Betreiber des Elektrizitätswerk Spitzingsee auch der Konstrukteur, Besitzer und Betreiber des Stümpflingsessellifts, errichtet 1949, war. Auch betrieben hat er die von Polig errichtete Josefstalbahn. Die Suttenbahn, errichtet 1954, auch ein Produkt von den E-Werken Winterhollers, wurde von seiner Frau "Dr. Marianne Winterholler" betrieben. Nach dem Konkurs, der Elektrizitätswerke Spitzingsee gingen bis auf die Suttenbahn, welche Frau Winterholler besaß, alle Bahnen und Lifte an eine Bank. Vermutlich geschah dies 1969 oder früher und ging in der Bergbahn AG Schliersee Spitzingsee auf (Aktionäre - 25,05 % Makrtgemeinde Schliersee - 42 % Bayr. Hypotheken und Welchsel Bank), welche auch den Lyralift errichteten. Daher scheint auch die Ausnahme her zu rühren, dass der Lyralift von Doppelmayr errichtet wurde und nicht wie alle anderen Anlagen von PHB bzw. Polig. 1977 oder 1978 wurde die Stümpflingbahn und weitere Lifte dann wieder von der Sutten KG zurück gekauft. Unter anderem wurde wohl auch die Taubensteinbahn AG übernommen und am 02.03.1990 durch den Sohn "Peter Winterholler" die Bergbahnbetriebe Spitzingsee GmbH gegründet, bis diese im Jahr 2003 Insolvenz anmelden musste. Somit ging das Familienunternehmen nach über 50 Jahren in der Schörghuber Gruppe auf.

Gespannt, wie angekündigt, sind wir nun ob ich/wir Herrn Peter Winterholler besuchen können ...
 
Hast du mal rausgefunden, wem der kurze Lift zwischen den beiden Firstalmen gehört(e)?
 
Aus dem Gespräch mit Hr. Winterholler geht hervor, dass dieser so wie die beiden Heuss-Anlagen von Schörghuber Senior errichtet wurden. Es gibt jedoch keine Antwort darauf, warum für diesen ein anderer Hersteller gewählt wurde und warum dieser wohl vor den beiden anderen errichtet worden ist.

Im Anschluss gab es eine kurze Betriebspause (ca. 1978 bis 1980). Es folgten dann vermutlich zwei weitere Besitzer und ca. 1997 die endgültige Einstellung des Betriebs.

Aktuell müssten diese den Alpenbahnen zuzuordnen sein, auch wenn sie dies verneinen.
 
kleine Anmerkung, im Bergbahnmuseum in der Kitzbühler Hahnenkammbahn -Bergstation befindet sich ein Bild vom HochetzSessellift ; ( ganz dick eingeschneit ...) ;
und nochwas, auf der Schliersbergalm befand sich früher tatsächlich mal n Seillift, wenn ich so 40 jahre zurückgeh, da war ich mal als ganz kloana Bua ; ( da fuhr noch die ganz alte PB, bzw mit den ganz alten Gondeln ) ;
und wegs Westufer, da war gar nix, das war ein sogenannter laufender Berg, die Züge fuhren auf der gesamten Strecke nur im Schneckentempo ; ein Seillift war vorn am Nordufer beim Prinzenweg - der Wanderweg zum Tegernsee, und am Pfannihang war der kultige Pendellift, der mir so höllisch angst machte ; dazwischen war niemandland ;
und wegs dem SEBA Lift Untere-Obere Firstalm, der stand ja scho seit ich denken kann, der Brecherspitz wurde viel später gebaut, als ich s erste Mal auf der Brecherspitze oben war, baute man grad die Fundamente ; SEBA Lifte warn hauptsächlich Kleinanlagen, -- glaub da gabs keine Anlage mit mehr als max 160 HM ( Schönauerlift am Sudelfeld war einer der größten Schlepp Lifte dieser Firma, und am Ödberg, Ausnahme war die Blomberg DSB ) ;
 
Seid ihr bei euren teilweise sehr umfassenden Recherchen egtl. mal auf detaillierte Pläne gestoßen wie der Hirschberg durch eine "richtige" Bergbahn erschlossen werden sollte, wie es bei Pause 1970 angedeutet aber nicht konkreter ausgeführt wird?

Im selben Buch wird ja allenthalben von der nicht mehr möglichen Erschließung des Rotwandgebietes von Bayrischzell durch Groß- und Kleintiefental gesprochen. Sind euch denn konkretere Pläne bekannt von wo aus diese Erschließung mit welchen Bergabahntypen hätte erfolgen sollen?

Danke vorab für Eure Unterstützung bei der Recherche nach diesen gescheiterten Erschließungsprojekten.
 
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