Wie versprochen nun noch eine erste kurze Zusammenfassung betreffend der Geschichte am "Nordhang", auch bekannt als "Firstalmlift" oder "Untere Firstalm-Stümpflingsattel-Lift".
Errichtet wurde die Nordhangbahn (ESL) 1954 von dem damaligen Firstalmwirt und -eigentümer "Herr Kirchberger", einem Sägewerksbesitzer aus Schliersee.
Am 05.06.1961 wurde der Sessellift von Andrä Bachler, Landwirt und als der "Vater" des Bichlalmschigebiets bekannt, von Herrn Kirchberger um 10.000 DM gekauft. Dort, auf der Bichlalm, nun als Sessellift Hochetzkogel, ersetzte er einen 1959 errichteten Stemag Pendelschlepplift und führte als zweite Sektion ab der Bergstation des Sessellift Bichlalm bergauf, welcher wiederum 1958 an Stelle einer „Kleinseilbahn“ errichtet wurde. Inbetriebnahme auf der Bichlalm war 1962 und man hatte eine Förderleistung von 240 p/h erreichen können. Im Jahr 1971 erfolgte der Verkauf der Bahnen und Lifte und somit die Eingliederung in die Bergbahn AG Kitzbühel. Bereits 1973 wurde der Sessellift Hochetzkogel durch einen Kurvenschlepplift ersetzt. Ende 2005 wurde der Betrieb auf der Bichlalm endgültig eingestellt, da die Betriebserlaubnis des Bichlalmsessellift erloschen ist.
Noch einige Daten zu dem Sessellift Hochetzkogel:
Höhe Talstation: 1595 m
Höhe Bergstation: 1709 m
Horizontale Länge: 300 m
Zurück an den Spitzingsee. Nachdem die Nordhangbahn 1961 demontiert und auf der Bichlalm wiederaufgebaut wurde, errichtete der Firstalmwirt den noch heute bestehenden Nordhanglift, welcher sich, so es scheint, noch immer in Familienbesitz befindet. Um hier nun weiter schreiben zu können, steht noch der Kontakt mit der Familie Leitner (aktueller Besitzer) aus, welche im Kirchbergerhof wohnen. Ich bin gespannt auf den Zusammenhang ...
Für ihr Engagement auch an dieser Stelle herzlichen Dank an die Bergbahnen Kitzbühel und Ihren ehemaligen Betriebsleiter von der Bichlalm welche all unsere Erwartungen übertroffen haben.
Die historischen Fotos des Ab- und Aufbaus können voraussichtlich erst mit Erscheinen der Chronik veröffentlicht werden.
Auch angekündigt, noch kurz etwas zu den Besitzverhältnissen am Spitzingsee.
Nach ersten Informationen scheint es so, dass der Ing. Karl Winterholler als Besitzer und Betreiber des Elektrizitätswerk Spitzingsee auch der Konstrukteur, Besitzer und Betreiber des Stümpflingsessellifts, errichtet 1949, war. Auch betrieben hat er die von Polig errichtete Josefstalbahn. Die Suttenbahn, errichtet 1954, auch ein Produkt von den E-Werken Winterhollers, wurde von seiner Frau "Dr. Marianne Winterholler" betrieben. Nach dem Konkurs, der Elektrizitätswerke Spitzingsee gingen bis auf die Suttenbahn, welche Frau Winterholler besaß, alle Bahnen und Lifte an eine Bank. Vermutlich geschah dies 1969 oder früher und ging in der Bergbahn AG Schliersee Spitzingsee auf (Aktionäre - 25,05 % Makrtgemeinde Schliersee - 42 % Bayr. Hypotheken und Welchsel Bank), welche auch den Lyralift errichteten. Daher scheint auch die Ausnahme her zu rühren, dass der Lyralift von Doppelmayr errichtet wurde und nicht wie alle anderen Anlagen von PHB bzw. Polig. 1977 oder 1978 wurde die Stümpflingbahn und weitere Lifte dann wieder von der Sutten KG zurück gekauft. Unter anderem wurde wohl auch die Taubensteinbahn AG übernommen und am 02.03.1990 durch den Sohn "Peter Winterholler" die Bergbahnbetriebe Spitzingsee GmbH gegründet, bis diese im Jahr 2003 Insolvenz anmelden musste. Somit ging das Familienunternehmen nach über 50 Jahren in der Schörghuber Gruppe auf.
Gespannt, wie angekündigt, sind wir nun ob ich/wir Herrn Peter Winterholler besuchen können ...