Sommer 2006 brachte Rekorde
Die Bergbahnen Adelboden AG verzeichneten im Sommer 2006 ein Rekordergebnis. Wegen des schlechten Winters fiel das Gesamtergebnis um 11,3 Prozent tiefer aus als im Vorjahr. Trotzdem resultierte ein kleiner Gewinn.
An der Generalversammlung der Bergbahnen Adelboden AG (Baag) musste ein bescheideneres Geschäftsergebnis ausgewiesen werden. 485 Aktionärinnen und Aktionäre (43,1 Prozent des Aktienkapitals) waren anwesend. Der Verkehrsertrag des Unternehmens fiel wegen des mässigen Wintergeschäftes, trotz neuem Ertragsrekord von 937000 Franken im Sommer 2006, insgesamt bescheidener aus als in den Vorjahren.
Mit den übrigen Erträgen aus dem Verkauf von «Hitangeboten» – Trottinett-, Schlittelbetrieb und dergleichen – resultierte ein Ertrag aus dem Bahnbetrieb von 10,97 Millionen Franken, was einem Rückgang um 11,3 Prozent entspricht. Der Betriebsaufwand konnte um 6,1 Prozent reduziert werden. Der Betriebsgewinn Bahn betrug vor Abschreibungen 3648284 Franken. «Das um 17 Prozent geringere Gästeaufkommen hatte auch Auswirkungen auf das betriebseigene Restaurant Sillerenbühl», gab Verwaltungsratspräsident Emanuel Aellig bekannt. Dieser Ertrag sank um 19,2 Prozent auf 2536276 Franken. Vor Abschreibungen wurde der Gewinn mit 290801 Franken beziffert.
Nach Abschreibungen von 3,6 Millionen Franken wurde noch ein Gesamtgewinn des Unternehmens von 51 Franken ausgewiesen, der auf die neue Rechnung vorgetragen wird.
Verwaltungsrat bestätigt
An der Generalversammlung vom Samstag standen auch die Wahl des Verwaltungsrates sowie dessen Präsidenten auf der Traktandenliste. Nur Bernhard Spori hatte nach 14 Jahren demissioniert. Im Sinne der angestrebten Verkleinerung des Verwaltungsrates wurde der freiwerdende Sitz nicht mehr besetzt. Alle anderen Mitglieder sowie der Präsident Emanuel Aellig wurden für zwei weitere Jahre bestätigt.
Jahresbericht, Jahresrechnung und die Wahlen fielen alle mit «einigen wenigen Gegenstimmen» positiv aus. Diese zeugten vom Unmut, den einige Anwesende wegen der Kündigung des Sillerenbühl-Wirtepaars Lauber noch hegen. Die letztjährige Versammlung hatte wegen der emotional geführten Diskussionen dreieinhalb Stunden gedauert. Die aktuelle brachte Präsident Aellig trotz erneuter Vorwürfe in zwei Stunden durch.
Der Warenertrag im Restaurant Sillerenbühl sank wie erwähnt. «Das ist aber so zu begründen, dass wir gesamthaft weniger Leute transportierten. Der Konsumationsertrag pro Gast blieb gleich», rechtfertigte sich Aellig gegen entsprechende Kritik, dies sei auf den Wirtewechsel zurückzuführen.
Verletzende Giftpfeile
Hansueli Schläppi von den Lenker Bergbahnen engagierte sich gegen die «Emmentaler Liebhaberbühnen-Schau» einzelner Kritiker. «Die hier abgeschossenen Giftpfeile treffen auch mich», erklärte der langjährige Geschäftsführer. «Uns geht es besser als vergleichbaren Betrieben. Ich gratuliere dem von einem Votanten vorhin als Himmelfahrtskommando bezeichneten Baag-Verwaltungsrat zur Kontinuität. Die Skiregion Adelboden muss alles daran setzen, ihren vierten Rang in der Schweiz zu verteidigen. Das geht aber mit diesem andauernden Stänkern kaum.»
Start am 15. Dezember
Die Projekttätigkeit im vergangenen Geschäftsjahr war geprägt durch die Planung der Ersatzanlage Sesselbahn Lavey. «Sie soll zum Winterylüte in Adelboden, am 15. Dezember, dem Betrieb übergeben werden», meinte Direktor Markus Hostettler.
Zum für den Skibetrieb schlechten Winter der vergangenen Saison erklärte er: «Schonungslos wurden die Schwachstellen und immer noch vorhandenen Lücken im Beschneiungssystem aufgezeigt. Entsprechende Massnahmen zur Verbesserung und Effizienzsteigerung der Beschneiung wurden eingeleitet und werden zum Teil bereits auf kommenden Winter wirksam.» So sollen die unterschiedlichen Systeme untereinander verbunden, gemietete Beschneiungsgeräte durch eigene und Provisorien wo immer möglich durch feste Installationen ersetzt werden. Wasserkühlsysteme müssten effizienter gemacht und die Lanzen mit Düsenköpfen für höhere Grenztemperaturen ausgerüstet werden. Im Weiteren sei der Wasserbedarf sicherzustellen.
Bergbahnen Adelboden mit Sommer-Rekordergebnis 2006
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Aus dem heutigen "Berner Oberländer" (Original) - in der Zeitung hats auch ein Bild der in Bau befindlichen Bergstation der KSB Lavey mit den beiden letzten Stützen:
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