Die Auffahrt auf die italienische Seite des Mt. Blanc Massivs ist kaum mit der auf französischer Seite vergleichbar. In Chamonix ist der Andrang an der Aiguille du Midi Bahn stets immens, dementsprechend ist dort alles durchorganisiert und es geht eher hektisch zur Sache. Das Gegenteil ist an der Talstation der Pt. Helbronner Bahn in Courmayeur (La Palud) der Fall. Während zwar das eigentliche Skigebiet dort am Wochenende spürbar voller wird, sitzen Samstag morgen um 10 Uhr nur ein paar Gestalten im Café della Funiva, dass gegenüber der Gondelstation liegt. Dort wartet man sehr angenehm bei bezahlbaren Preisen auf die nächste Kabine. Im Laufe des Tages, wenn nicht mehr in kurzem Takt gefahren wird, kommt ein Bahnmitarbeiter auch schon mal im Café vorbei und gibt durch, wann es das nächste mal losgeht.
Die Fahrt führt in 3 Sektionen von La Palud (1372m), Pavillion (2130m), Rifugio Torino (3375m) auf die Punta Helbronner (3470 m). Eine der von hieraus möglichen Abfahrten über den Toula Gletscher zurück nach Courmayeur mit einem Höhenunterschied von mehr als 2000m führt grob aus dem Kopf gezeichnet hier entlang:
^^ Diese Route ist aufgrund der Gefahr von Nassschneelawinen im unteren Teil aber nur zu bestimmten Tageszeiten und -wie ich meine- nur unter kundiger Begleitung zu empfehlen.
^^ Blick auf die Trasse der ersten Sektion
^^ Courmayeur, Aosta Tal
^^ Strecke der 2. Sektion
^^Zugseilführung
^^ Auf der Aussichtsplattform Punta Helbronner, Blick Richtung Aiguille du Midi
^^ Mont Blanc. Man beachte die Skispuren auf der Bergflanke im Vordergrund. Laut Bergführer, der dort auch schon runter ist, ist das wesentliche Problem nicht die Abfahrt, sondern der Umstand, dass man keinesfalls stürzen darf, da man dann so bald nicht wieder anhalten würde und ggf. nur noch Püree wäre.
^^ Tiefblick nach Courmayeur, da geht es gleich hin.
^^ Teil der Abfahrt von der Plattform aus.
^^ Dente del Gigante
^^ Matterhorn
^^ Nach dem Einstieg..
^^ ..liegen zur linken die Reste des Schlepplifts Geant I ....
^^ ...wie ich diesem alten Plan entnommen habe. Erhellendes u.a. zum alten Sommerschi Gebiet bei den Herren von Sommerschi.com: http://www.sommerschi.com/forum/viewtop ... &start=106
^^ Man umrundet Grand Flambeau
^^ Blick zurück
^^ Aiguille du Midi
^^ Die berühmte Verbindungsbahn ist bekanntlich im Winter außer Betrieb
^^ Pilone aereo, wie der Italiener sagt.
^^ Treppe und Leiter, die schließlich auf den Gletscher führen.
^^ Die Schneeverhältnisse sind übel. Letzter Schneefall im Dezember, eine x-Mal von der Sonne angetaute und wieder gefrorene Bruchharsch und Eis Kombination. Schwierig zu fahren.
^^ Abfahrt
Im unteren Teil sind allerdings einige Hänge aufgefirnt, hier wird es angenehmer
^^ Hier steigt dafür im Laufe des Tages das Risiko von Nassschneerutschen
^^ In der unteren Traverse knapp oberhalb der italienischen Mt. Blanc Tunnel Station
^^ kurz vor dem Ziel
^^ Zurück im Café bei der Talstation, ein paar Elektrolyte einnehmen
^^ Und das ganze nochmal.
^^ Antrieb der ersten Sektion
^^ kurze (Zwangs)Pause auf der Außenterasse, die zweite Sektion macht gerade noch Mittagspause
^^Blick aus der Gondel der 2. Sektion auf die Abfahrt
^^ 3. Sektion
^^ Blick auf die Abfahrt
^^ diesmal geht es von unten gesehen rechts am Gletscherbruch vorbei..
..und dann weiter Richtung Station Pavillion.
^^ Auch hier schwieriger Bruschharsch.
^^ Diesmal geht es rechts durch den Wald ins Tal, wo es durchaus Steil wird
^^ am Schluss des Steilstücks musste man einen Lawinenabgang queren. Einfach schnell darüberfahren ist wie zu sehen keine Lösung. Die Kamera, die den Sturz abfangen musste tut's glücklicherweise noch.
Das Ganze ist unbedingt zu empfehlen. Meines Erachtens sollte man aber auf fachkundige Führung nicht verzichten, zumindest nicht als Laie. Wenn die Schneeverhältnisse etwas besser sind, d.h. bei einigermaßen frischem Schnee, ergeben sich hier nicht nur einige der eindrucksvollsten, sondern auch skifahrerisch schönsten mir bekannten Abfahrten.