Regierung gibt zwei Drittel der deutschen Skigebiete verlore

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Petz
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Re: Regierung gibt zwei Drittel der deutschen Skigebiete ver

Beitrag von Petz »

j-d-s hat geschrieben:Selbst wenn man bis Mitte Januar nicht gut Skifahren kann - oder wegen mir auch gar nicht - ist das nicht das Ende des Skifahrens überhaupt.
Dafür müsste man dann aber unbedingt die Schulweihnachtsferien zumindest kürzen und einen Teil ins Frühjahr verschieben weil sonst die Familien als sicherlich einer der Hauptumsatzträger fehlten; solch eine Einbuße wär meiner Ansicht nach dann auch für größere Destinationen überlebensgefährlich.
Petz setzt seine Aktivitäten mit Ende Juni 2020 stark zurück. Ich bleibe aber bis auf weiteres in Ausnahmefällen und per PN für Fragen, Hilfe beim Modellbau etc. noch aktiv.

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ski-chrigel
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Re: Regierung gibt zwei Drittel der deutschen Skigebiete ver

Beitrag von ski-chrigel »

Ich bin ja früher auch skigefahren, aber als ich gesehen habe, wie sich der Skisport im Hinblick auf die exzessive Beschneiung immer mehr pervertiert, habe ich die logische Konsequenz gezogen und bin auf andere Sportarten umgestiegen.
Logischer wäre, wenn Du nicht aufgehört hättest, sondern nur noch in den Skigebieten fahren würdest, wo es nur Naturschnee gibt. Die haben es am nötigsten, Kundschaft zu haben. Ich wohne in einem, in dem es grad mal zwei Kanonen für punktuelle Beschneiung gibt und dennoch seit Ende November durchgehen offen hatte - in diesem "Winter"!
Meine Berichte findet man seit 23.11.23 in einem anderen Forum
j-d-s
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Re: Regierung gibt zwei Drittel der deutschen Skigebiete ver

Beitrag von j-d-s »

Man kann auch einfach Offpiste fahren, das ist 100% Naturschnee. Auf ner präparierten Piste unbedingt Naturschnee haben zu wollen ist objektiv nicht begründbar, weil völliger Blödsinn. Genauso wie Leute die nur und ausschließlich Bio-Produkte essen wollen o.ä.
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McMaf
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Re: Regierung gibt zwei Drittel der deutschen Skigebiete ver

Beitrag von McMaf »

Mal ne ganz andere Frage, ohne mich groß in das Thema eingelesen zu haben:

Was interessiert es die Bundesregierung und irgendwelche Parteien eigentlich welche Skigebiete wie sinvoll betrieben werden? Meines Wissens sind die Skigebiete in Deutschland nicht in staatlicher Hand. Und somit bleibt es den lokalen Unternehmern oder meinetwegen den Gemeinden überlassen, eine Antwort auf diese Fragen zu finden.
Für mich ist das eine Sache mit der sich die Regierung einfach nicht beschäftigen muss.
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Re: Regierung gibt zwei Drittel der deutschen Skigebiete ver

Beitrag von j-d-s »

Tourismus ist in einigen Gegenden ein bedeutender Wirtschaftsfaktor, der für Wohlstand und Arbeitsplätze sorgt. Das ist definitiv im Interesse der Regierung, auch wenn das in Deutschland eher die Länder betrifft.
jbb-thr
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Re: Regierung gibt zwei Drittel der deutschen Skigebiete ver

Beitrag von jbb-thr »

j-d-s hat geschrieben:Man kann auch einfach Offpiste fahren, das ist 100% Naturschnee. Auf ner präparierten Piste unbedingt Naturschnee haben zu wollen ist objektiv nicht begründbar, weil völliger Blödsinn. Genauso wie Leute die nur und ausschließlich Bio-Produkte essen wollen o.ä.
das ist mal ein Statement; kurz, knackig und exakt. (auch wenn ich Dein CH-Gebashe; Dein "Rucksack ist besser als jede Hütte"; etc. .. 15 Bsp. einfüg ... nicht so mag) -->
weltklasse und *unterschreib* :wink:
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Re: Bürger geben zwei Drittel der deutschen Regierung verlor

Beitrag von Seilbahnfreund »

ThomasK hat geschrieben:
Seilbahnfreund hat geschrieben:Bayern glaubt an seine Skigebiete:
Einen Moment! Zwischen den Zeilen lesen!

Hier geht es um die Seilbahnförderung und NICHT um die Förderung beim Bau von Schneekanonen oder Beschneiungsseen. Im übrigen betont Aigner explizit den Sommerbetrieb! Ein Wink mit dem Zaunpfahl an die Tourismusindustrie, umzudenken.
Im aktuellen Programm wurden auch Beschneiungsanlagen gefördert und ich denke im neuen auch. Hier mal der Bericht von der Sudelfeld Förderung:
http://www.sueddeutsche.de/bayern/bergb ... -1.2613120
Die Waldkopfbahn wurde gefördert, hat, glaube ich, aber keinen Sommerbetrieb.
In Oberjoch wurden drei neue Sesselbahnen gefördert, davon hat eine eventuell Sommerbetrieb, die restlichen nicht.
Das habe ich jetzt in 5 Minuten gefunden, gibt sicherlich noch mehr Dokumente wo Bayern ausschließlich den Skitourismus gefördert hat.
Auf dem Feldberg hat die klamme Stadt St. Blasien Millionen in eine neue Sesselbahn investiert, die nur im Winter läuft. Die machen das ja sicherlich nicht nur aus Spaß und Freude...
Ja, es gab, gibt und wird schlechte Winter geben, aber auch normale und Schneereiche. Von daher glaube ich kaum, dass ich meine Ski in den nächsten 20/25 Jahren ins Museum stellen muss.
ThomasK
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Re: Regierung gibt zwei Drittel der deutschen Skigebiete ver

Beitrag von ThomasK »

ski-chrigel hat geschrieben:
Ich bin ja früher auch skigefahren, aber als ich gesehen habe, wie sich der Skisport im Hinblick auf die exzessive Beschneiung immer mehr pervertiert, habe ich die logische Konsequenz gezogen und bin auf andere Sportarten umgestiegen.
Logischer wäre, wenn Du nicht aufgehört hättest, sondern nur noch in den Skigebieten fahren würdest, wo es nur Naturschnee gibt. Die haben es am nötigsten, Kundschaft zu haben. Ich wohne in einem, in dem es grad mal zwei Kanonen für punktuelle Beschneiung gibt und dennoch seit Ende November durchgehen offen hatte - in diesem "Winter"!

Ich gebe dir absolut Recht.

Genauso war es auch ursprünglich gedacht gewesen: Man fährt auf Naturschnee und punktuell an wenigen ausgesetzten Stellen hilft man mit Schneekanonen nach.

Aber mit der Salamitaktik hat man dann peu a peu damit angefangen in etlichen Skigebieten alles auf Kunstschnee umzustellen. Schutzwälder wurden abgeholzt um Platz für Beschneiungsseen zu schaffen und neue Abfahrten in die Wälder geschlagen, um die Investitionen wieder hereinzuholen.


McMaf hat geschrieben:Mal ne ganz andere Frage, ohne mich groß in das Thema eingelesen zu haben:

Was interessiert es die Bundesregierung und irgendwelche Parteien eigentlich welche Skigebiete wie sinvoll betrieben werden? Meines Wissens sind die Skigebiete in Deutschland nicht in staatlicher Hand. Und somit bleibt es den lokalen Unternehmern oder meinetwegen den Gemeinden überlassen, eine Antwort auf diese Fragen zu finden.
Für mich ist das eine Sache mit der sich die Regierung einfach nicht beschäftigen muss.


Teilweise sind auch Landes- und Bundesgesetze betroffen.

Beispielsweise will man am Riedberger Horn ein Skigebiet ausbauen, welches nach der Ausbaustufe in der Alpenschutz Zone C läge.

Das kann keineswegs das Unternehmen und die Kommune alleine entscheiden. Da müssen auch Bund und Land in die Entscheidungsfindung miteinbezogen werden, selbst wenn der Steuerzahler keinen einzigen € investiert.

Ich persönlich würde den Ausbau nur genehmigen, wenn keine neue Piste erschlossen würde und zugleich ein Sommerbetrieb angeboten würde. Als Vorbild würde ich die Verbindung Arosa - Lenzerheide ansehen. Die Seilbahn wurde auch nur unter der Auflage genehmigt, dass keine neue Piste gebaut wird und zugleich auch im Sommer gefahren wird.
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Re: Regierung gibt zwei Drittel der deutschen Skigebiete ver

Beitrag von gernot »

passend zum thema

https://www.researchgate.net/publicatio ... talpenraum

Die Signale für die Zukunft des Skitourismus sind zwar regional differenziert, jedoch
recht klar: Die Zahl der schneesicheren Skigebiete wird sich im Laufe der nächsten Jah rzehnte deutlich verringern (zuerst am Alpenrand) und zu massiven Steigerungen beim
Beschneiungsbedarf und dem damit verbundenen Ressourcenbedarf führen. Der Klimawandel wird somit den Strukturwandel im Skitourismus noch beschleunigen. Skigebiete,
die heute robust und gut aufgestellt sind, könnten von dieser Entwicklung möglicherweise
sogar profitieren, während Skigebiete, die heute schon mit Problemen zu kämpfen haben,
schneller an den Rand der Existenz gedrängt werden. Aus diesen Gründen sind Entscheidungsträger im Tourismus, aber auch in der Politik, gefordert, sich mit den möglichen
Folgen des Klimawandels auf den Skitourismus in ihrer Region auseinanderzusetzen.

das gejammere seitens der seilbahnwirtschaft bestätigt (leider) diese ergebnisse

http://www.salzburg.com/nachrichten/sal ... on-178014/
Ohne die Kunstschneebänder wäre an Skifahren nicht zu denken. Allein im Snow Space Flachau machen die Kosten für die künstliche Beschneiung pro Jahr vier Millionen Euro aus. Veronika Scheffer, Präsidentin der Region Ski amadé, rechnet vor: "90 Prozent unserer Pistenflächen, in Summe 684 Kilometer, können maschinell beschneit werden. 4500 Beschneiungsgeräte stehen zur Verfügung. Jeder Kubikmeter Schnee kommt auf 3,50 Euro. Die Beschneiungskosten pro Skiticket machen 6,93 Euro aus. Unser Erlös pro Skitag liegt bei 28,87 Euro. Das bedeutet: Ein Viertel des Verkaufserlöses wird für die maschinelle Beschneiung aufgewendet."

Würde da nicht ein "Schnee-Cent" Sinn machen? Dass also all jene, die von der Beschneiung profitieren, auch ihren Obolus leisten? In erster Linie die Hotellerie? Scheffer winkt ab: "Die Hotellerie befindet sich in einer schwierigen Lage."

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Re: Regierung gibt zwei Drittel der deutschen Skigebiete ver

Beitrag von Seilbahnfreund »

Bayern förderte bisher mit 36 Millionen Euro:
http://www.sueddeutsche.de/bayern/klima ... -1.2861013
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Re: Regierung gibt zwei Drittel der deutschen Skigebiete ver

Beitrag von gfm49 »

McMaf hat geschrieben:Für mich ist das eine Sache mit der sich die Regierung einfach nicht beschäftigen muss.
Die Bundesregierung hat auf eine parlamentarische Anfrage der Grünen geantwortet. Dazu ist sie verpflichtet, auch wenn die Anfrage noch so großer Quatsch sein sollte. Die Arbeitskraft, die in unseren Ministerien für die Beantwortung solcher Anfragen ver(sch)wendet wird, könnte sicherlich sinnvoller eingesetzt werden. Aber das Fragerecht ist nun mal eine der Grundlagen der parlamentarischen Demokratie.
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Re: Regierung gibt zwei Drittel der deutschen Skigebiete ver

Beitrag von McMaf »

Ist mir schon klar. Das richtete sich auch eher als Kritik an solch unsinnige Anfragen.
Hier übrigens das komplette Dokument: http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/18/074/1807474.pdf
An den Antworten kann man ja auch bereits erkennen, dass vieles überhaupt nicht in den Bereich der Bundesregierung fällt. Einen praktischen Nutzen hat diese Anfrage meiner Meinung nach jedenfalls nicht und dient mehr der Distinktion denn der parlamentarischen Kontrolle.
Daves hat es zu Beginn ja schon geschrieben wie das zu bewerten ist.
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Re: Regierung gibt zwei Drittel der deutschen Skigebiete ver

Beitrag von schmidti »

Hier noch ein paar Reaktionen von Liftbetreibern aus dem Sauerland: Wintersport: Streit über den Schnee von morgen
Saison 25/26: 2× Ischgl, 1× Kappl, Stubai, Zillertal Arena
Saison 20/21: 3× Patscherkofel, 2× Skiwelt, Zillertal Arena, 1× Hochfügen-Hochzillertal, Hintertux, Kühtai, Mayrhofen, Pitztal, SFL, Sölden, Stubai
Saison 18/19: 2× Hochfügen-Hochzillertal / 1× Hintertux, Ischgl, Kappl, Nauders, Pitztal, SFL / 0,5× Bergeralm, Hochgurgl, Schlick, Sölden
Saison 17/18: 5× Sölden / 2× Hintertux, Hochfügen-Hochzillertal, Ischgl / 1× Muttereralm, Pitztal / 0,5x Zillertal 3000, Zillertal Arena
Saison 16/17: 5× Sölden / 3× Hintertux, Zillertal Arena / 2× Ischgl, Pitztal, Stubai / 1× Gurgl, Hochzeiger, Hochzillertal, Kaunertal, Mayrhofen, Nauders, Saalbach, SFL, Skijuwel, Skiwelt
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Re: Regierung gibt zwei Drittel der deutschen Skigebiete ver

Beitrag von extremecarver »

Also in genug Orten wird die Hotellerie sowie generell lokale Wirtschaft zur Kasse gebeten. Wenn nicht gibts halt gleich mal eine Betriebsprüfung und so weiter. Kenne da 2 Unternehmer in unterschiedlichen Skigebieten die so zur Kasse gebeten wurden - obwohl deren Unternehmen rein gar nichts mit dem Skibetrieb zu tun hat. Das bezieht sich halt auf die Bananenrepublik Österreich - aber in Bayern wird es sicher auch so laufen in ein paar Gemeinden.
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Re: Regierung gibt zwei Drittel der deutschen Skigebiete ver

Beitrag von gfm49 »

extremecarver hat geschrieben:Also in genug Orten wird die Hotellerie sowie generell lokale Wirtschaft zur Kasse gebeten. Wenn nicht gibts halt gleich mal eine Betriebsprüfung und so weiter. Kenne da 2 Unternehmer in unterschiedlichen Skigebieten die so zur Kasse gebeten wurden - obwohl deren Unternehmen rein gar nichts mit dem Skibetrieb zu tun hat. Das bezieht sich halt auf die Bananenrepublik Österreich - aber in Bayern wird es sicher auch so laufen in ein paar Gemeinden.
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