Arlberg, 19. 02 - 26. 02 2005 - Fotoreportage

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Gletscherfloh
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Arlberg, 19. 02 - 26. 02 2005 - Fotoreportage

Beitrag von Gletscherfloh »

Ziel unseres Hochwinter-Urlaubs war diesmal der Arlberg. Als Ort für das Wohnquartier wählten wir Pettneu, ca. 7 km östlich von St. Anton. Pettneu liegt etwas abseits vom Trubel, gleichzeitig aber nah genug um alle Skimöglichkeiten des Arlbergs ohne grossen Aufwand (Skibus alle 15 min) nutzen zu können. Zudem hat Pettneu am Lavenar/Bränd ein eigenes kleines Skigebiet, das unsere Anforderungen (brauchbare Skimöglichkeiten mit Wenig-Los-Garantie) zu erfüllen schien. Zusätzliches Zuckerl von Pettneu ist das Arlberg-Aktiv-Zentrum, ein Hallenbad mit Dampfbädern, Saunas, Solarium und diesen ganzen Wellness-Schnickschnack.

Ich poste zunächst mal ein paar allgemeine Informationen und berichte dann jeweils in Block zu den einzelnen von uns besuchten Skigebieten. Im Zentrum unseres Urlaubs stand generell stressfreies Erholen im Schnee sowie für mich speziell möglichst interessante Varianten/Tourenabfahrten abseits der Pisten.

Anreise: Mit Eurocity von Wien über Salzburg - Rosenheim - Innsbruck nach St. Anton, Abfahrt 7h30 Ankunft St. Anton 13:49, dann mit Postbus weiter nach Pettneu-Kirche und zu Fuss 5min zur Ferienwohnung.

Blick vom Parkplatz vor der Ferienwohnung nach Osten zur Eisenspitze (2859m).

Bild



Wetter: die ersten 2 Tage brachten bedecktes bis stark bewölktes Wetter mit unergiebigen Schneefällen (unter 1 cm in Pettneu, ca. 3 cm am Berg), ab Tag 3 leicht bewölkt bis annähernd wolkenlos

Temperatur: ganztägig frostig (am Berg extrem mit Temperaturen bis -15 Grad morgens), tagsüber im Tal südseitig leichtes Tauwetter

Schneehöhen:

in Pettneu 50cm - 120 cm (gegen Ende der Woche im Tal auf 40cm abnehmend)

St. Anton: 100 (90cm) - 300 (280) cm, am Galzig 211 cm laut digitaler Anzeige an der Galzig-Talstation, auf der Rendl-Seite etwas weniger Schnee als am Galzig

Stuben: 200-300 cm

Lech/Zürs: 150-250cm

Geöffnete Anlagen/Pisten: Soweit zu überblicken war, alle Bahnen und Lifte geöffnet, ebenso alle Pisten und offiziellen Skirouten (z.B. Langer Zug in Lech etc.).

Lawinenlagebericht: anfangs Stufe 3 (erheblich), später auf 2 (mäßig) sinkend. Aufgrund der grösseren Schneehöhe deutlich günstigere Lawinenbedingungen (i.S. von geringerer Gefahr) als in den inneralpinen Lagen.

Nun zu den einzelnen Berichten. Ich beginne mit Pettneu, wo wir aufgrund des schlechten Wetters die ersten beiden Tage verbracht haben.

Pettneu - Skigebiet Lavenar/Bränd

Panoramakarte des Skigebiets:


Bild


Aufgrund des schlechten Wetters machten wir zunächst in Pettneu keine Fotos. Das haben wir dann erst am Freitag Nachmittag bei Schönwetter nachgeholt. Das Skigebiet Pettneu hat eigene Liftkarten/-preise. Wir verwendeten zunächst klassische Punktekarten (o.k., ganz klassisch waren die nicht, da tauglich für digitales Zutrittssystem). Allerdings gilt der (natürlich teurere) Arlberg-Skipass auch in Pettneu (was durchaus praktisch sein kann).

Das Skigebiet ist - wie schon am Panorama zu ersehen - sehr klein und besteht aus einem kurzen Zubringer (ESL - kultisch) zum Berghotel Lavenar (= "Mittelstation") und einem SL (plus Übungslift) sowie einem DSL oben. Sowohl SL und DSL erschliessen relativ steile Pisten in Wald-/Almgelände.

Der ESL Pettneu-Lavenar:

Bild

Skigebiet Pettneu-Lavenar Gesamtüberblick (fotografiert von der gegenüberliegenden Talseite). Die Hauptpiste ist die breite Schneise die sich von links oben schräg durch den Wald zu dem gelben Gebäude (Berghotel Lavenar) zieht. Der DSB geht oberhalb davon rauf ca. zur Waldgrenze.

Bild


Gleicher Ausblick im "Zoom" (Digicam Made in China :oops: )

Bild


Blick von einer der drei Pisten des SL ins Stanzertal:

Bild

Das Lift- und Pistenangebot von Pettneu ist natürlich beschränkt und der Ort stellt sich selbst ehrlicherweise als "Der kleine Arlberg" dar. Trotzdem hat uns allen das Gebiet sehr gut gefallen, es eignet sich besonders für Anfänger und Familien. Hervorzuheben ist der sehr geringe Andrang. Wartezeiten an den Liften waren nicht vorhanden (der ESL und die DSB liefen zumeist leer), die Pisten waren dementsprechend auch sehr gering frequentiert. Durch den geringen Andrang hielten sich die gut präparierten Pisten den ganzen Tag (ganz im Gegenteil zu den zentralen Pisten in St. Anton, die naturgemäß ab dem späten Vormittag sehr zerfahren waren).

Varianten- bzw. Tiefschneeabfahrten gibt es prinzipiell auch im Pettneuer Skigebiet, doch waren diese wegen eines dünnen, nicht tragfähigen Harschdeckels (Südseite !) nicht lohnend zu fahren.

Fazit Skigebiet Pettneu:

Gefallen: Pistenpräparierung, Restaurant/Berghotel Lavenar,
nette Talabfahrt fast direkt zur Ferienwohnung, Abfahrt von der Ferienwohnung zur Talstation ESL,

Nicht gefallen: Tiefschnee durch Harschdeckel "zerstört", DSB Bränd sehr langsam (was sich bei der doch beträchtlichen Länge bemerkbar macht)

Die Vorfreude auf die grossen Arlberggebiete war daher dementsprechend gross, als am 3. Tag das Wetter vielversprechend begann.


Blick von der Bushaltestelle Pettneu Richtung Galzig:

Bild

Der Bericht über St. Anton/Galzig/Stuben folgt in Kürze. Daran anschliessend sind dann St. Anton/Rendl sowie Zürs/Lech dran (ich brauch jetzt erstmal ne kurze Pause :wink: ). Neben Pisten- und Liftberichten werde ich mich bei allen drei Gebieten auf jeweils unternommene arlbergtypische Varianten-/Tourenabfahrten konzentrieren.

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Gletscherfloh
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Beitrag von Gletscherfloh »

Nun gehts gleich weiter mit St. Anton. Wie erwähnt gehen von Pettneu alle 15 min (beginnend um ca. 8h00) Skibusse (Gelenksbusse, gross genug um Drängeleien zu vermeiden) nach St. Anton. Die direkte Linie führt zur 8EUB (Leitner) Nasserein-Bahn (dort kann man dann gegebenfalls umsteigen auf die anderen Skibuslinien). Wir waren am 1. St. Anton-Tag etwas spät dran und erst kurz nach 10h00 an der Talstation. Die Wartezeiten hielten sich dennoch in Grenzen und betrugen so in etwa 10min (ohne Gedränge). Die Bahn ist angenehm schnell, in knapp 6 min (offiziell 5,5 min) ist man oben auf den Gampen und kann die Weitläufigkeit des Skigebietes erahnen:

Bild

Besonders gut gefallen haben uns die Talabfahrten am frühen Morgen/Vormittag. Frisch präpariert und daher perfekt zu fahren und unten bei den Dorfwiesen immer mit frischer Kunstschneeauflage (sehr schön zu fahren aufgrund der extremen Nachtkälte).

Zurück hinauf gehts dann entweder mit der 4KSB Gampen

Bild



oder direkt zum Galzig mit der klassischen Pendelbahn (ursprüngliches Baujahr 1937)

Bild

als Verbindungslift zwischen Galzig-Talstation und Nasserein-EUB-Talstation bietet sich der 4SB Fang an, der zudem die steilen Schlusshänge der WM 2001 bedient

Bild

Apropos WM. Die Herrenabfahrt ist auch eine der Haupt-Talabfahrten. Besonders beeindruckend ist der Tiefblick nach Osten ins Stanzertal (die Fahrt mit der Nassereinbahn vermittelt gleichzeitig auch einen schönen Eindrück über den Verlauf und die Steilheit dieser WM-Piste).

Bild

Berühmt ist St. Anton natürlich für die Valluga, der klassische Skiberg Österreichs (und der Alpen) wohl schlechthin.

Bild

Wir entschlossen uns allerdings zunächst mal runter nach Stuben zu fahren. Hauptsächlich wegen der erwarteten Winteridylle dort und der erhofften Tiefschneehänge an der berühmten Albona (die das Kunststück zusammenbringt gleichzeitig berühmt und doch irgendwie ein "Geheimtip" zu sein).

Wie zu sehen ist, wurden wir von Stuben nicht enttäuscht:

Bild

An der Albona selbst gibt es zwar nur 3 2SBs (der untere mit Förderband), die allerdings gewaltige Hänge erschliessen (der weite Albona-Nordhang bietet 1000 HM). Für Liftfreaks interessant sind die SBs wegen ihrer Stahlnetzsicherungen. Stahlnetzsicherung nahe Bergstation Albona I gegen Valfager-3KSB.

Bild

Blick vom Restaurant bei der "Mittelstation" zur Albona 2SB 2-Bergstation

Bild

Trotzdem der letzte grössere Neuschneefall bereits vor etwas einer Woche erfolgt war, fand sich dann tatsächlich an der Albona noch etwas vom kostbarsten Gut des Winters, nämlich unverspurter, lockerer Pulverschnee. Und zwar in der sogenannten "Mulde direkt" unterhalb des Albonagrats (zu erreichen mit der Albonagratbahn, die "hinter" dem Berg selbst ist).

Die dort gefundenen noch unverspurten weissen Flecken stellten sich jedoch allsbald als trügerisch heraus. Der viele Schnee war nämlich extrem locker (was ja an sich begrüssenswert wäre) und durch das tiefe Einsinken waren leider schon bei den ersten Schwüngen allzu deutlich Felsen zu spüren. Aber auch im teilverspurten Tiefschnee kam noch genug Powder-Feeling auf. Bereits nach den ersten Schwüngen war mein Eindruck, dass sich allein dafür die Reise gelohnt hat.

Da Alpinforumsmitglied Schischorsch regelmässig Albona-Berichte mit tollen Fotos schreibt, verzichte ich hier auf weitere Fotos von der Albona.

Nur noch soviel. Der Ausblick auf den Flexenpass liess bereits die Vorfreude auf Zürs/Lech ansteigen.

Bild

Aber zunächst musste noch der lange Heimweg über Alpe Rauz-Valfager-Steissbachtal-Gampen angetreten werden, wobei die Piste durchs Steissbachtal leider hoffnungslos überfüllt war und dementsprechend auch im miserablen Zustand. Beim Blick vom Gampen zur gegenüberliegenden Rendl-Skigebiet entschied ich dann, zunächst dieses Gebiet zu besuchen und den Ausflug nach Zürs noch um einen Tag zu verschieben:

Bild

Fazit:

Gefallen: Landschaft, Wetter, Schneehöhe in Stuben, Tiefschnee in Stuben (Albona), Talabfahrt Gampen-St. Anton am frühen Vormittag

Nicht Gefallen: Hauptpisten Galzig/Gampen überfüllt und dadurch in schlechtem Zustand, wenige (und daher überfüllte) Restaurants bzw. weitgehend Selbstbedienungsrestaurants (ist Geschmackssache, ich mag sowas weniger)

Wartezeiten wie erwähnt ca. 10 Min. Nassereinbahn, ca. 10 min Feldherrnhügellift, ca. 10 min Rückbringer-SL Alpe Rauz-3 KSB Valfager, ca. 5 min 4SB Mattun, sonst keine nennenswerten Wartezeiten

Die weiteren Berichte (Rendl/Rossfallalpe/Malfontal und Zürs/Stierloch/Lech) folgen in Kürze.
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k2k
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Beitrag von k2k »

Toller Bericht bis hierher, kenne selbst den Arlberg nur mit den meist schlechten Schneeverhältnissen vom Saisonstart. Insofern schön zu sehen, daß der Ruf des Schneelochs scheinbar doch berechtigt ist ;-)
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Beitrag von Gletscherfloh »

Weiter gehts mit dem Rendl-Skigebiet. Das "jüngste" Gebiet von St. Anton und meines Erachtens sträflicherweise (oder vielleicht auch glücklicherweise) von vielen kaum beachtet. Seit der Erschliessung in den 70er Jahren (genaues Jahr ist mir jetzt leider entfallen) wurde es mit den Riffl I und Riffl II deutlich erweitert und mittlerweile auch (teil-)modernisiert (z.B. 6KSB Gampberg). Das Besondere an dem Gebiet ist zum einen der generell geringe Besucherandrand und zum anderen die Möglichkeit zu grossen Varianten/Tourenabfahrten weit ausserhalb der eigentlichen offiziellen Skigebietsgrenzen (also im gänzlich unverbauten hochalpinen Gelände).

Erreicht wird die Talstation der mittlerweile in die Jahre gekommenen 6UB Rendl von der Galzig-Talstation mit dem "Rendl-Direkt", einem System das aus Seilliften und Förderbändern besteht:

Bild

Die Auffahrt mit den charakteristischen gelben Gondeln (mit Zug- und Tragseil) dauert 12 min. Hier bei der Einfahrt in die Bergstation am Brandkreuz, ca. 2030m):

Bild

Von der Bergstation hat man bereits einen guten Überblick über das Lift- und Pistenangebot des Rendl. Hier der Blick nach Süden. Im Vordergrund die 2SB Maass und Übungslift (bedient einen Funpark für Snowboarder), im Hintergrund 2 SB Riffl 1.

Bild

Blickt man vom Restaurant nach Norden sieht man die moderne 6KSB Gampberg, Ausgangspunkt für beliebte Variantenabfahrten in den Hinteren Rendl oder zu den Gstansböden. Aufgrund der leichten Erreichbarkeit dieser Varianten waren diese allerdings schon überaus stark verspurt.

Bild

Lohnender sind die mittlerweile wieder älteren 2SBs Riffl I und Riffl II. Hier die Talstation Riffl I:


Bild

Riffel I und deren Fortsetzung Riffel II führen hinauf direkt in die Riffelscharte, 2645m. Dort steht eine "Absperrung" mit Durchlass und eine Hinweis, dass dahinter die offiziellen Skigebietsgrenzen verlassen werden. Die Riffelscharte bietet einen eindrucksvollen Blick in die Geländekammer "Hinteres Rendl", ein traumhaftes Tiefschneegelände:

Bild

Zusätzlich bietet die Riffelscharte auch noch einen Aufstieg über die Vordere Rendlspitze über den sogenannten Arlberger Winter-Klettersteig zur Rossfallscharte. Aber zunächst gings unspektakulär ein Stück die offizielle, markierte Skiroute entlang der Riffel II 2SB zurück und dann eine kurze Hangquerung auf der Suche nach Tiefschnee:

Bild

Zunächst schien noch alles sehr stark verspurt (Blick hinunter zur Bergstation Riffel 2SB I):

Bild

Schlussendlich gabs doch noch unverspurten Tiefschnee und das entsprechende "Markierungsverhalten" konnte einsetzen:

Bild


Im Anschluss an diese ersten Orientierungsversuche gings dann zur Variante Rossfallalpe, die einen zunächst kleinen Aufstieg von ca. 10 min zur Voraussetzung hatte (rot = Abfahrt, pink = Aufstieg):

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Die Abfahrt führte dann durch die weitläufigen und weitgehend unverspurten Hänge (Platz für alle Tiefschneefreaks war da genug)oberhalb der Rossfallalpe runter in den Talboden des Moostales. Dort gabs einen Ziehweg talauswärts und den Wermutstropfen: 30 Minuten Wiederaufstieg (zum Glück schön ausgetreten) zur offiziellen Piste "Maass", die zur Talsation der 2 SB Maass führte.

.... Fortsetzung folgt morgen ....
Zuletzt geändert von Gletscherfloh am 28.02.2005 - 22:31, insgesamt 1-mal geändert.
crusher
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Beitrag von crusher »

Gletscherfloh hat geschrieben:Weiter gehts mit dem Rendl-Skigebiet. Schlussendlich gabs doch noch unverspurten Tiefschnee und das entsprechende "Markierungsverhalten" konnte einsetzen:

Bild


Im Anschluss an diese ersten Orientierungsversuche gings dann zur Variante Rossfallalpe, die einen zunächst kleinen Aufstieg von ca. 10 min zur Voraussetzung hatte (rot = Abfahrt, pink = Aufstieg):

Bild


.... Fortsetzung folgt morgen ....
Klasse Bericht bisher, aber deinen Tiefschnee Geheimtip willst du uns vorenthalten (Bild funktioniert nicht)? :D :D :D

Top-Bericht, wie gesagt!
Skischorsch
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Beitrag von Skischorsch »

Wow, toller Bericht!! Bin schon ganz gespannt auf die Bilder von Lech/Zürs und von der Tour Rossfallaple.(Hier soll ja später mal die Verbindung nach Kappl hin). Kannst ruhig noch ein paar Bilder aus Stuben rein tun. :lol:
Habe mal die Tour (schwarze Linie) in eine Karte eingezeichnet.
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gernot
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Beitrag von gernot »

lawinengefahr?

gelände ist ja doch eher steil
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Beitrag von Gletscherfloh »

Zunächst mal sorry für die fehlerhaften Fotos (Webspace übergegangen). Ich werde mich alsbald darum kümmern.

@k2k: Schneeloch Arlberg: Heuer sind ja einige Starkschneefälle am Arlberg vorbeigegangen (dafür gabs im Osten Österreichs ja extreme Schneefälle). Zudem ist beim letzten Starkniederschlag die Schneefallgrenze ca. 1 Tag bei knapp 2000 m gelegen. Dass trotzdem auch in den Orten einigermassen viel Schnee liegt bestätigt das Bild des Schneelochs Arlberg auch und gerade unter "ungünstigen" Bedingungen einmal mehr.

@schischorsch: Danke für die Karte mit der eingezeichneten Route. Allerdings ist deine Route etwas zu optimistisch. Man kann leider erst ca. 200 Hm niedriger vom Skigebiet zu den Hängen des Rossfallkars rüberqueren. Da gibts ein charakteristisches schartenartiges "Loch" in den gratartigen Felsköpfen, die von der Mitterkarspitze runterziehen. Bei guter Sicht ist dieser harmlose Zugang nicht zu verfehlen (natürlich nicht zuletzt aufgrund der Trippelspuren) und bereits bei der Auffahrt mit der 2SB Riffel I gut zu sehen. Die beste Karte hierfür ist die AV Karte Verwall (Mittleres Blatt), 1 : 25000. Auf der kommt auch die skifahrerische Qualität dieser Hänge bereits deutlich zum Vorschein.

Zur geplanten Verbindung nach Kappl werde ich im Arlberg-News-Topic was schreiben und entsprechende Fotos posten. Diese Verbindung würde ja auch das hintere Malfontal durchqueren, das ich ja ebenfalls durchfahren bin und ich daher davon Fotos habe. Zusätzlich habe ich aus früherer Zeit noch ein Foto vom Lattejoch oberhalb Kappl (höchster erschlossener Punkt des Kappler Skigebiets) in Richtung der betroffenen Hänge/Geländekammer.

Bei der Auswahl dieser Variantenabfahrten habe ich mich übrigens von dem sehr empfehlenswerten Büchlein "Abseits der Piste ... rund um den Arlberg" (gibts auch in Englisch) vom Berg- und Skiführer Andy Thurner (kostet ca. 22 Euro) leiten lassen. Alle Variantenabfahrten von denen ich hier berichte (also Stierloch, Rossfallalpe, Malfontal) werden darin als mittelschwer angegeben (persönlich denke ich, dass die Rossfallalpe durchaus auch ein "leicht" verdienen könnte).

@gernot: zur Lawinengefahr: Wie ganz oben angeführt, wurde vom LWD anfangs die Lawinenwarnstufe 3 und später dann 2 ausgeschrieben, wobei das Arlberggebiet (neben Lechtaler- und Kitzbühler Alpen) extra als Gebiet mit aufgrund der größeren Schneemächtigkeit günstigeren Schneedeckenstabilität angeführt wurde (im Gegensatz zu den schneeärmeren inneralpinen Gebieten, wo dann ja tatsächlich auch einige - leider z.T. fatale - Lawinenunglücke zu verzeichnen waren). Die Variante Rossfallalpe ist west- bis südwestexponiert. Also in einer grundsätzlich günstigen Exposition, gleichzeitig ist die Hangneigung nicht allzu steil (sieht man auf der 1 : 50000er nicht so gut, auf der 1 : 25000er kommt das deutlicher raus). Hält man sich eher links Richtung Rossfallalphütte kann man sogar bis in den Talgrund auf dann sanft geneigte Hänge kommen. Hält man sich rechts sind die letzten Hänge ins Moostal runter doch eher steil und ggf. lawinös, wie auch an der typischen Vegetation (Erlensträucher und so ein Zeugs) zu erkennen ist.

Zusätzliche Angaben zur Lawinengefahr (mit wie ich hoffe interessanten Fotos) gibts dann gleich im Anschluss bei dem Bericht über die Malfon-Tour.
Pete
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Beitrag von Pete »

schöner bericht!!! endlich auch mal bilder aus pettneu. hatte immer schon mal überlegt en abtecher für ein tag von st. anton dahin zu machen, aber irgendwie hats mich dann doch nie richtig überzeugt.
wie ist denn die tour bei der rossfallscharte sonst so? Schwer den richtigen weg zu finden? fährt man bis runter ins moostal oder quert man vorher rechts rüber richtung maassbahn?

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Gletscherfloh
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Beitrag von Gletscherfloh »

Nach kurzer Pause also nun wieder weiter mit dem Bericht. Aufgrund der günstigen Verhältnisse habe ich mich für die Varianten-/Tourenabfahrt Hinterer Rendl/Rendlscharte/Malfontal nach Pettneu entschieden. Natürlich spielte auch die Tatsache, dass wir in Pettneu wohnten, eine grosse Rolle für diese Entscheidung (zudem fahr ich nach dem Skifahren nur sehr ungern mit dem Skibus!).
Im erwähnten Skiguide schreibt der Autor über diese Tour: "Traumhafte lange Abfahrt über ein unberührtes Gebirgstal". Klingt ja vielversprechend, oder ?
Technische Details: Länge 9,5 km (inkl. Aufstieg hab ich auf der Karte 11,4 km abgemessen), HU: 1350m

Ins Rendlskigebiet gings wieder mit der bewährten Methode. Also mit Ski von der Ferienwohnung zur Talstation ESL Pettneu (Skibusstation), dann mit Skibus (8h45) nach Nasserein, rauf zum Gampen und die perfekt präparierte (und zu dieser frühen Tageszeit leeren) Piste 21 ("Grün-St. Anton") runter zur Galzig-Talstation. Von dort mit Rendl-direkt zur Rendlbahn. Wartezeiten gabs keine. Am Rendl zählte ich wohl zu den ersten paar Dutzend Skifahrern des Tages. Daher gabs auch eine perfekt präparierte (im letzten Teil mit nettem frischen Kunstschnee) Zubringerpiste (R4 "Maass") zur Talstation Riffel I. Um knapp vor 10h00 stand ich dann also an der Bergstation Riffel II = Riffelscharte.

Hier der Kartenüberblick über die bevorstehende Abfahrt (die letzten paar Km raus nach Pettneu musste ich aus Platzgründen abschneiden):

Bild


Von der Riffelscharte gings gleich recht steil (und stark verspurt, da dies auch eine beliebte Variantenabfahrt runter nach St. Anton ist) ins hintere "Hintere Rendl". Hier der Blick zurück zum Gampberggrat und zur Riffelscharte (links, schon etwas verdeckt):

Bild

Nach dieser kurzen Abfahrt folgte der Aufstieg, der zwar mühsam war, aber immerhin auch wärmend, was bei der extremen Kälte (um -14, die DigiCam hat ab hier dann einen zeitlich begrenzten Kältestreik eingelegt) auch notwendig war. Die Punkterln sind Leute, die sich dank besserer Kondition, schon einiges an Vorsprung erarbeitet haben. Die Scharte in der Bildmitte ist die Rendlscharte, 2551, das Aufstiegsziel.

Bild

Bild

Anfangs ging ich noch mit Fellen. Die liessen mich allerdings mit ihrer kälte- und altersbedingt fehlenden Klebefähigkeit alsbald im Stich, sodass ich mich, die Skier tragend, keuchend zu Fuss den Berg hochquälen musste (zum Glück hab ich keine Pistenskischuhe). Nach ca. 45 min war die Plackerei zu Ende und ich stand in der Scharte (und in der Sonne).

Ungefähr so wäre der Ausblick von der Rendlscharte gewesen (das Foto hab ich ca. 300 Hm unterhalb aufgenommen, da erst nach längererm Sonneneinfluss die chinesische DigiCam ihren Kältestreik beendet hatte). Der Blick geht rüber zum Lattejoch, dem höchsten Punkt des Kappler Skigebiets (4KSB Ablittkopf). Theoretisch könnte man darauf Kappler Skifahrer sehen, die zur dortigen - sehr schönen - Lattenabfahrt trippeln.

Bild

Die Abfahrt von der Rendlscharte begann gleich vielversprechend. Nicht weniger als drei Richtungen standen zur Auswal: links, gerade, rechts (orographisch gesehen). Ich entschied mich für links und nach kurzer Querung gabs bereits die ersten Schwünge im steilen, unverspurten Tiefschnee. Weiter links über ein Kuppe querend kam dann noch schöneres Skigelände. Hier ein Blick zurück:

Bild

Die Schneeverhältnisse waren hervorragend, wenn auch nicht so extrem pulvrig wie an der Albona. Dies wird an folgendem Bild deutlich. Klar zu ersehen sind die blockartigen Brüche beim Abschwung. Ein deutlicher Hinweis auf windverfrachteten Schnee, im Prinzip ein - harmloses - Schneebrett.

Bild

Auf alle Fälle habe ich daraufhin bei der Wahl der Abfahrtsspur versucht die steileren, muldenartigen Hangvertiefungen zu vermeiden. Das Bild gibt einen kleinen Eindruck der Weitläufigkeit des Geländes. Der Teil umfasst ca. ein Drittel des oberen Teils der Abfahrt.

Bild

Schön waren auch die Blicke auf schon vorhandene Spuren bzw. auf andere markierende Skifahrer (diese Gruppe hat oben an der Scharte den rechten "Weg" gewählt):

Bild

Beeindruckende Auskunft über die Mächtigkeit der Schneedecke durch Einwehung gaben diese älteren Schneebrettanrisse (zu bedenken ist, dass wir uns hier in der mittleren Verwallgruppe befinden, einem im Prinzip "schneeärmeren" Teil des Gebietes):

Bild

Bild

Weiter gings - in hübscher Fahrt - durch den nun flacheren Karboden des Mitterkars (Blick zurück gegen Rendlscharte):

Bild

Allerdings stand ein wirklich heikles Stück noch bevor. Nämlich die steilen Hänge von der Karschulter des Mitterkars runter in den Talboden des Malfontals. Diese Hänge sind allein aufgrund ihrer Steilheit mitunter gefährlich lawinös und ausserdem von muldenartigen Rinnen durchzogen.

Bild

Einmal unten (heil) angekommen, eröffnet sich der Blick ins sogenannte Hinter(ge)birg, der inneren Geländekammer des Malfontals. Dies wäre in etwa das zu erschliessende Gebiet für die Skiverbindung Kappl-Rendl.

Bild

Hier sieht man auch nochmal die Steilheit der letzten Hänge vom Mitterkar runter in den Talboden. Nichts für unsichere Verhältnisse !

Bild

Die im Skiguide angesprochene eindrucksvolle Unberührtheit dieses Tals bestätigt sich mit jedem Blick. Hier der Riffler (beherrschender Berg v.a. vom Landecker Becken aus):

Bild

Nun gings gemächlich im Talboden weiter.

Bild

Vorbei an der idyllisch verschneiten Materialseilbahn zur Edmund Graf Hütte (im Winter/Frühjar geschlossen). Dieses Bild hab ich extra für die Liftfreaks unter Euch geschossen:

Bild

Etwas weiter unten nahm ich mir dann die Zeit für eine kleine Pause (in Österreich sind die Hagan fast sowas wie die Standard-Tourenski, die Fritschi Diamir, hier in der freeride Variante mit Stopper haben seit geraumer Zeit die wirklich grauslichen alten Silvretta Tourenbindungen verdrängt, den Schweizern ist mit der Bindung ein tatsächlich grosser Wurf gelungen):

Bild

Weiter gings dann im immer enger werdenden Tal:


Bild

Die ersten Häuser von Pettneu erreicht man schliesslich ungefähr beim Wellness Aktivzentrum Arlberg. Von dort warens dann noch 10 min bis zur ESL Talstation. Mit dem gings gleich rauf zum Lavenar, schliesslich musste ich zumindest noch ein paar wenige Fotos von dem Pettneuer Skigebiet bei Schönwetter machen.

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Beitrag von Gletscherfloh »

@pete:

bei guter Sicht ist die Rossfall-Tour ganz einfach zu finden. Wie gesagt, sieht man den Übergang/Durchgang (kurzer Aufstieg, Treppeln oder Ski tragen, deutlich gespurt) schon von der Riffel I. Man fährt dann runter bis in den Boden des Moostals (je weiter links haltend umso einfacher und flacher). Dann folgt man dem Ziehweg. Es gibt 2 Möglichkeiten: Weiter bis man zur Talabfahrt nach St. Anton trifft (kurzer Gegenanstieg notwendig), oder rechtzeitig (nicht zu verfehlen, Spur und Weg zweigt rechts ansteigend ab) aufsteigen (ca. 30 min, evtl. auch weniger, hab vergessen auf die Uhr zu schauen) bis man auf ein Flachstück der Piste R4 "Maass" trifft. Dann wenige hundert Meter der Piste entlang zum 2SB Maass.
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Beitrag von Gletscherfloh »

Nach Organisation von webspace kanns nun mit dem Bericht weitergehen. Am Donnerstag (24. 2.) gings nach Zürs. Ganz gletscherflohuntypisch diesmal mit dem PKW (natürlich nur mitfahrenderweise :wink: ).

Zu unserer Überraschung gabs selbst kurz nach 10h00 keine Parkplatzprobleme in Zürs:



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Zunächst gings mit der kultischen Trittkopfbahn rauf (keine Wartezeiten)

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Der Ausblick auf Hasenfluh und die Züser Täli Piste sowie den Tiefschneevarianten Guggis-Sattel und Flexenmähder liess Vorfreude aufkommen.

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Auch der Tiefblick auf Zürs bot eine traumhafte Winterlandschaft

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Zürs und Zürser Osthänge mit 4KSB Zürsersee und 4KSB Seekopf

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Nach der Abfahrt vom Trittkopf bot der SB Übungshang die Verbindung zum 4 KSB Hexenboden.

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Unser Ziel war das Madloch-Joch um von dort die klassische Variantenabfahrt Stierloch zu fahren. Zunächst hiess es jedoch am Nadelöhr 2SB Madloch etwas zu warten (Wartezeit 22min, durch unser verspätetes Losfahren kamen wir offenbar in den Schwung der vormittäglichen "Weisser Ring-Fahrer" aus Lech).

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Vom Gewusel der Bergstation ging es dann gleich direkt links weg in die Querung zur Variantenabfahrt Stierloch:

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Die Querung war recht unproblematisch und wenig anstrengend (mein snowbordender Begleiter war allerdings ganz anderer Meinung :wink: )

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Nach wenigen Minuten erreichten wir die steilen Hänge (Lieferig) oberhalb des Stierlochjochs. Blick über Stierlochjoch zum Spullerschafberg (links, 2679m) und zum berühmten Mehlsack (Heliskiing ! 2652m).

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Beeindruckend der Tiefblick zum Spullersee (Stausee). In der Bildmitte am Horizont der Rätikon. Rechts vorne tief verschneit die Brazer Staffel und dahinter die Ravensburger Hütte (im Winter nicht geöffnet).

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Blick nach links zu den Tiefschneehängen an der Roggalspitze, dahinter der Kaltenberg, berühmter Stubener Skiberg.

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Nach den ersten Abfahrtshängen gabs eine kleine Rast am Stierlochjoch:

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Blick zurück auf die Tiefschneehänge unter der Roggalspitze:

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Blick nach Norden zum Skigebiet oberhalb von Zug (2 SB Zugerberg, 8KSB Sitzheizung Steinmähder, rechts Kriegerhorn). Die 2 SB Zugerberg war unser nächstes Ziel, welches wir durch die Abfahrt durchs Stierloch (beeindruckende Landschaft, umgeben von Steilflanken, nur bei ganz sicheren Verhältnissen !) erreichten.

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In Zug erreichten wir also das Lecher Skigebiet. Überraschend waren für uns die wenigen Leute am 2 SB Zugerberg mit dem wir den Balmengrat erreichten (Seillift als Verbindung Richtung Kriegerhorn und Abfahrt Richtung Lech).

Panoramablick nach Süden Richtung Zürser Skigebiet Westflanke vom Zugerberg (von links: Roggspitze, 2746m, Valluga, 2811m, Trittkopf, 2720m):

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Wir fuhren dann runter zur 8KSB Sitzheizung-Steinmähder (schön dekadent) und rauf zur Zuger Hochlicht.

Ideale Tiefschneehänge unterhalb der Juppenspitze:

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Der Rüfikopf war dann unser nächstes Ziel:

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Über die schönen Hänge im zentralen Bereich des Lecher Skigebietes gings runter über Oberlech zur Waldabfahrt nach Lech.

Waldabfahrt mit Blick auf Rüfikopf

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Blick auf Lech von den Skihängen an den Schlegelkopfbahnen

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Überraschenderweise ganz ohne Wartezeit gings dann mit einer der beiden Rüfikopfbahnen rauf zum Rüfikopf:

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Von dort gings dann (den "Weissen Ring" schliessend) über SL Schüttboden (endlich ein guter, alter SL !!) zur 6KSB Trittkopf.

Blick auf Roggspitze und Valluga von der Schüttbodenabfahrt (über die Nordflanke der Valluga geht die Variante Valluga-Pazieltal-Trittalpe als inoffizielle Skiverbindung St. Anton - Zürs).

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Blick zu den schönen Hängen am Hexenboden und Trittkopf:

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Mit Erreichen des Hexenbodens war somit der "Weisse Ring" geschlossen.
gernot
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Beitrag von gernot »

toller bericht!
tolle bilder!

wie oft warst du schon am arlberg?
dem bericht nach kennst du dich dort sehr gut aus
crazy_chris
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Beitrag von crazy_chris »

Ich danke dir für diesen tollen Bilder !!!! :D
*lassenmeinherzhöherschlagen*
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gerrit
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Beitrag von gerrit »

Auch ich möchte mich dem allgemeinen Dank anschließen, sind tolle Bilder von vielen Varianten, die ich auch schon befahren habe. Das erwähnte Buch ist für Variantenfahrer am Arlberg wirklich eine große Hilfe.

ad Silvrettabindung: Also ich bin immer noch ein Fan dieser Bindung (auch wenn ich auf meinen neuen Geländeschiern schon die Fritschi Diamir Freeride montiert habe), aber die Silvrettabindung hatte neben den Nachteilen des umständlichen Handlings beim An und Abschnallen bzw. beim Umstellen Aufstieg auf Abfahrt den Vorteil, daß man sie ohne jedes Werkzeug nur mit den am Fangriemen eingebauten Hilfsmitteln auf verschiedene Schugrößen einstellen konnte.

ad "gletscherflohuntypisches Auto(mit)fahren": ich hoffe, es hat nicht allzu weh getan... :lol:

ad. Tourenabfahrt nach Pettneu: Ist wirklich ein tolles Erlebnis, sowohl skifahrerisch alsauch landschaftlich, wegen dem doch längeren Aufstieg ist diese Abfahrt auch nicht so schnell verspurt wie viele andere Varianten am Arlberg, ich blicke deshalb dem möglichen Zusammenschluß mit Kappl mit eher gemischen Gefühlen entgegen (wobei ich mir noch keine Gedanken über die Trassierungen gemacht habe und daher nicht weiß, wieviel von dem Tourengebiet man dafür benötigt.

Eine sehr hübsche und nicht so oft befahrene Variante ist die Abfahrt von der Albona nach Süden (gute Schneeverhältnisse vorausgesetzt) zum Rasthaus Verwall.

Ad Stierloch: Auch das ist eine landschaftlich tolle Route, allerdings stark frequentiert. Vor Jahren ist dort ein Bekannter von mir bei einem Lawinenunglück ums Leben gekommen, er war schon ein Arlberg-Veteran, ist in immer der gleichen Gruppe schon seit Jahren immer mit dem gleichen Skilehrer unterwegs gewesen, und einmal ist es dann passiert. Auch das Fahren mit Profis schließt derartige Unglücke eben nicht aus.
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jul
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Beitrag von jul »

Die Variante "Rossfallalpe" bin ich auch schon öfters gefahren, ist ganz nett..

Vielen Dank für den tollen Bericht aus einem meiner Lieblingsschigebiete :gut:
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Gletscherfloh
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Beitrag von Gletscherfloh »

Zunächst mal Danke für Euer Lob !

@gernot: Ist ja eigentlich eine Schande für mich, aber das war mein erster (winterlicher) Besuch am Arlberg (im Sommer 2001 war ich auf Kurzbesuch in St. Anton - immerhin hab ich so noch den alten Bahnhof in Aktion gesehen :wink: ). Ich muss gestehen ich hatte früher viele (negative) Vorurteile bezüglich der Arlbergregion, v.a. galt sie für mich als zu "versnobt". Und später hab ich regelrecht eine Abneigung gegen große Skigebiete entwickelt (wohl aufgrund der Negativbeispiele Ischgl und Sölden). Die Vorurteile sind nun revidiert. In der Tat war ich angenehm überrascht von der Atmosphäre dort. Internationales Flair (viele Engländer, Nordamerikaner, Franzosen, etc.) gepaart mit sportlichem Ambiente (ich hatte den Eindruck jeder 3. läuft mit Lawinenpieps, z.T. sogar LawinenAirbags herum ...). Das schönste war, dass überhaupt nichts von Ballermann zu sehen war. Trotz obiger Vorteile hab ich natürlich seit Kindheitstagen alle Berichte über den Arlberg verschlungen und den alten Rob-Tillard-Skiguide "Ski Arlberg" kannte ich beinahe auswendig. Zusammen mit Kartenstudium und dem erwähnten Variantenguide von A. Thurner hatte ich daher bereits ein modellhaftes Bild im Kopf. War dann spannend dieses mit der Realität zu konfrontieren (und tw. zu revidieren). Zudem stand z.B. die Malfon-Tour auf meiner Wunschliste seit ich in den 80er Jahren auf dem Lattejoch stand und die traumhaften Hänge sah.

@gerrit: Die Autofahrt nach Zürs hab ich sogar regelrecht genossen, war einfach eindrucksvoll aufgrund der ausgefrästen Strasse über Arlberg/Flexenpass (bin auch kein ideologischer Autohasser).

Die Silvrettabindung hab ich früher eigentlich auch sehr geschätzt (v.a. wegen des Namens ...). Ich hatte immer nur Angst, dass sie einmal tatsächlich aufgehen würde und ich dann die Ski zu Fuss runter tragen müsste (diesen Bindungsschlitten hab ich selbst zu Hause im Trockenen nur mühseligst wieder in die Bindung gebracht). Zu "hassen" hab ich die Bindung allerdings erst gelernt, als meine Frau eine Silvretta bekam ...

Bezüglich der Liftverbindung Kappl - Rendl gehts mir so ähnlich. Einerseits wär es (v.a. für die Kappler) eine enorme Aufwertung. Andererseits täts mir leid um die hervorragenden Varianten- und Tourenmöglichkeiten dort. Die würden tw. "zerstört" (innerstes Malfontal, Rossfall) bzw. zumindest in ihrer "Ursprünglichkeit"/alpinem Charakter beeinträchtigt (Mitterkar).

Die Tour von der Albona nach Süden zum Rasthaus Verwall hätte mich auch sehr interessiert. Allerdings erschien mir das von der Orientierung/Lagebeurteilung etc. nicht so eindeutig. Generell reizt mich an der Albona noch einiges, insb. die Abfahrten nach Langen, Maroiköpfe, Kaltenberg etc. Stuben erscheint mir überhaupt als ein Ort ganz nach meinen Vorlieben ....

Das mit deinem Bekannten ist eine tragische Sache. Ich erinner mich an einige Unglücksnachrichten, gerade von der Gegend dieser Variantenabfahrt. Solche Unglücke zeigen immer wieder, dass das Restrisiko nicht wirklich kalkulierbar ist ...

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gerrit
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Beitrag von gerrit »

Gletscherfloh hat geschrieben:Zunächst mal Danke für Euer Lob !
Die Silvrettabindung hab ich früher eigentlich auch sehr geschätzt (v.a. wegen des Namens ...). Ich hatte immer nur Angst, dass sie einmal tatsächlich aufgehen würde und ich dann die Ski zu Fuss runter tragen müsste (diesen Bindungsschlitten hab ich selbst zu Hause im Trockenen nur mühseligst wieder in die Bindung gebracht). Zu "hassen" hab ich die Bindung allerdings erst gelernt, als meine Frau eine Silvretta bekam ...
Der Bindungsschlitten geht auch im Gelände rein, günstig ist es allerdings, wenn man eine feste Unterlage hat (also keinen meterhoren Pulverschnee, da hatten wir wirklich einmal leichte Probleme damit.

Bezüglich der Arlberg-Klientel: Vor allem die St. Antoner Seite wird eher von "wirklichen" Skifahrern bevölkert, in Lech und Zürs sind schon viele "Reiche und Schöne", Stuben ist auch eher sportlich-gemütlich orientiert.
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Beitrag von jul »

Die Abfahrt von der Albona zum Gh. Verwall ist die sogenannte "Maroi"-Route. Wenn wer nährere Details will kann ich meinen Vater fragen, der kennt eigentlich so gut wie jede Route bzw. Variante am Arlberg gut.
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Gletscherfloh
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Beitrag von Gletscherfloh »

@Jul, hat Dein Vater einschlägige Fotos ? Wäre toll, wenn du evtl. ein paar davon posten könntest.
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gerrit
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Beitrag von gerrit »

Orientierung Maroi Skiroute: Ich bin die Route bei meinem letzten Arlbergaufenthalt 2 x gefahren, das erste Mal mit einem einheimischen Bekannten, das zweite Mal alleine (bzw. in unserer Gruppe, nur ohne "Führer"). Ich war mir eigentlich ziemlich sicher, den Weg ohne Probleme wiederzufinden, muß aber zugeben, daß wir uns dann doch (gerade an einer heiklen Stelle knapp vor dem Talboden) ziemlich unsicher geworden sind, zusammen mit im Vergleich zur ersten Befahrung höheren Temperaturen und dem steilen Gelände vor dem Talboden ist uns dann durchaus etwas mulmig geworden. Normalerweise finde ich mich im Gelände ganz gut zurecht, aber wahrscheinlich hab ich bei der Erstbefahrung einfach nicht genug aufgepaßt gehabt. Wir sind dann zwar ohne Probleme hinuntergekommen, haben aber doch ein bißchen "gezittert" (Einzeln Fahren und so ...). Fotos hätt ich auch, aber leider alles noch Dias, und das ist so umständlich mit dem Einscannen.
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Beitrag von jul »

@gletscherfloh: Bilder hat er so weit ich weiß keine, leider..
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Schnee
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Beitrag von Schnee »

Zur möglichen Lawinengefahr der Variante Rossfall vgl. die Berichte über
Lawinenunfälle in Österreich 2000/01:

25. Februar 2001
Rendl Skigebiet, Rossfall, Gemeinde St. Anton, Tirol
5 Beteiligte, 2 erfasst, 2 verletzt
Zwei Erwachsene und drei Kinder verließen um ca. 13.15 Uhr beim Sessellift „Riffl I“ die Piste und querten ca. 500 m in südliche Richtung. Von einer Kuppe wollten sie zu Fuß zu einer weiteren, ca. 200 m entfernten Geländekante gehen, um von dort zur „Rossfallalpe“ abzufahren. Um die Kante zu erreichen, musste die Gruppe einen ca. 35° steilen SW-Hang queren, wobei die Kinder in der bestehenden Spur vorausgingen. Als sie sich in der Hangmitte befanden, löste sich ca. 50 m oberhalb ein ca. 60 m breites Schneebrett und riss zwei Kinder mit. Ein Kind blieb nach ca. 150 m schockiert auf der Schneeoberfläche liegen. Das zweite, total verschüttete Kind konnte mit einem Skistock zufällig geortet und nach kurzer Zeit von den Schneemassen befreit werden. Es war bei Bewußtsein und nur leicht verletzt. Am Einsatz beteiligten sich zwei Hubschrauber.

9. Jänner 2001
Rendl Skigebiet, Gemeinde St. Anton, Tirol
2 Beteiligte, 1 erfasst, unverletzt
Gegen 14.15 Uhr verließen zwei Personen bei der Bergstation der Riffl I Bahn den organisierten Skiraum und querten einen NW-Hang unterhalb der Vorderen Rendlspitze auf einer Seehöhe von 2450 m. Beide Personen waren mit einem LVS-Gerät ausgerüstet. Der erste befand sich ca. 50 m auf einen 35-40° steilen Geländerücken. Beim Nachkommen der Partnerin löste sich ca. 20 m oberhalb dieser ein Schneebrett mit einer Breite von ca. 30 m. Die Anrisshöhe betrug bis 70 cm. Die Frau wurde ca. 100 m mitgerissen und verschüttet. Der Begleiter fuhr sofort zum Lawinenauslauf, wo er die nicht gänzlich verschüttete Begleiterin ausgraben konnte. Sie blieb unverletzt.
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Beitrag von Gletscherfloh »

@schnee, vielen Dank, dass du dir die Mühe gemacht hast und alte Unfallberichte finden konntest. Unfall Nr. 2 dürfte tatsächlich in dem Eck unterhalb der Vord. Rendlspitze passiert sein, wo ich diese Fotos der Hangquerung und den Tiefblick runter zur Bergstation Riffl II geschossen habe. Die Hänge dort steilen sich zu den Felsen rauf beträchlich auf, zudem wird da - aufgrund der lokalen Topographie - einiges an Triebschnee abgelagert. In der Tat waren in dem Eck jede Menge alter Schneebrettanrisse sowie -ablagerungen.

Wie heikel die Situation selbst bei generell guten Verhältnissen wie derzeit sein kann, zeigt folgender Unfallbericht aus einem direkten Nachbartal des Moostals/Rendlgebiet:

(aus ORF-on/Tirol, 2.3.05)

Tourengruppe von Lawine teils verschüttet
Bei einer Skitour in der Verwallgruppe bei St. Anton am Arlberg sind am Dienstag drei Mitglieder einer deutschen Gruppe teils vollständig von einer Lawine verschüttet worden, sie blieben unverletzt.
Mittwoch, 02.03.05

Dank Lawinenairbag rasch geortet
Sie konnten durch Lawinenairbags rasch geortet und von Kameraden ausgegraben werden. Ein Hubschrauber flog die verunglückten Deutschen ins Tal.

Von Skilehrer geführte Gruppe
Die von einem Skilehrer aus St. Anton geführte Gruppe war zur 2.571 Meter hohen Wildebene unterwegs. Alle Tourengeher waren mit Lawinenverschütteten-Geräten, Schaufeln, Sonden und bis auf ein Gruppenmitglied mit Lawinenairbags ausgerüstet. Von der Wildebene fuhren sie in den im oberen Bereich in einen 40 Grad steilen Südosthang ein.

200 Meter breite Schneebrettlawine
Der Skilehrer fuhr als erster und ließ die restlichen Personen in Sicherheitsabständen nachkommen. In einer Höhe von 2.400 Metern ging eine 200 Meter breite Schneebrettlawine ab. Der Skilehrer (39) und drei Gruppenmitglieder aus Weßling (Deutschland) wurden mitgerissen. Die restlichen drei Personen standen noch oberhalb des Hanges und wurden nicht mitgerissen.



Zwei wurden vollständig verschüttet
Der Skilehrer und ein Gruppenmitglied (68) wurden vollständig verschüttet. Ihr Lawinenairbag war jedoch von außerhalb ersichtlich, wodurch sie rasch geborgen werden konnten. Ein weiteres Gruppenmitglied (26) wurde lediglich bis zur Hüfte verschüttet und konnte sich selbst befreien. Ein 60-Jähriger wurde am weitesten mitgerissen, blieb jedoch ständig auf der Oberfläche der Schneemassen und unverletzt.

Der Rettungshubschrauber flog die drei mitgerissenen Gruppenmitglieder ins Tal nach St. Anton. Der Skilehrer fuhr mit dem Rest der Gruppe mit Skiern ab.
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Beitrag von mic »

...in jedem Fall ein außergewöhnlicher Bericht! Echt Klasse, besonders die Rendltour! :tach:

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