Liftbetreiber pfeifen auf Einheimische

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PB_300_Polar
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Liftbetreiber pfeifen auf Einheimische

Beitrag von PB_300_Polar »

Quelle:
http://www.tirol.com/wirtschaft/innsbruck/6388/index.do

Liftbetreiber pfeifen auf Einheimische
Einheimische bringen den Skigebieten zu wenig Geld in die Kassen.

Auch wenn noch genug Schnee auf den Pisten liegt, werden die Lifte geschlossen.
Bild: Fasser

Seit Jahren schalten Tirols Liftbetreiber ihre Anlagen erst Anfang Mai aus. Heuer sieht das ganz anders aus.

Schneekanonen machen es möglich: Die Vorfreude auf den Schnee lässt schon im November die Kassen klingeln. Am Ende der Saison sind die Touristen skimüde, und die Anlagen für Einheimische offen zu halten, ist unrentabel.

"Gäste schauen heute oft ins Internet, sehen, dass nicht alle Lifte in Betrieb sind - und bleiben zuhause. Deshalb sperren wir am 17. April", sagt Erich Haslwanter von den Kühtaier Bergbahnen.

In Kitzbühel hat sich die Saison ebenfalls in Richtung Herbst verschoben. Georg Hechenberger von den Kitzbühler Bergbahnen nutzte die Vorfreude auf den Schnee: "Wir haben viel in Beschneiungsanlagen investiert, um früher in die Saison starten zu können. So haben wir bis zu zwei Wochen länger offen - aber eben nicht am Ende der Saison."

Dabei ist die Schneelage noch immer ausgezeichnet. 120 Zentimeter am Hahnenkamm und 150 am Arlberg sind mehr als ausreichend. "Auch wenn wir noch viel Schnee haben, ist das Wetter im Frühjahr eine Lotterie. Ski gefahren wird nur noch bei gutem Wetter. Deshalb schließen wir die Lifte," meinte Hechenberger.

Mit Highlights am Ende der Saison sichert sich Ischgl Touristen bis Mai, wo heuer unter anderem Alanis Morrisette auftreten wird. "Tiroler Skigäste allein bringen nicht genug Geld in die Kassen, um den Betrieb rentabel weiter zu führen. Wir versuchen trotzdem, jedem den Winterspaß bis zum letzten Tag zu ermöglichen", sagt Hannes Parth (Ischgler Bergbahnen).

Gewinner sind die Tourengeher: Sie können sich auf unbefahrenen Pisten freuen.




29.03.2005
Der Schnee kommt.....

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trincerone
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Beitrag von trincerone »

Mal abgesehen davon, dass es natürlich gute wirtschaftliche Gründe für das Verhalten gibt, ist es ja irgendwo rein objektiv ziemlich albern, in der schneearmen Jahreszeit für viel Geld Schnee technisch (künstlich) zu erzeugen, und den Gratisschnee ungenutzt tauen zu lassen.
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Stefan
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Beitrag von Stefan »

wie mans nimmt - ab ostern gehen die fahrgastzahlen rapide nach unten, im herbst/frühwinter hingegen will alles skifahren. ist zwar krank - aber so ist der mensch...
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trincerone
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Beitrag von trincerone »

Das mein ich ja genau: wirtschaftlich ist klar, warum, aber mal unabhängig davon ist die reine Vorstellung Schnee zu erzeugen, wenn man ihn Gratis haben kann, schon etwas befremdlich.

Stell Euch man würde im März den Atlantik heizen, damit man früher baden kann.... :?
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Af
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Beitrag von Af »

trincerone hat geschrieben: Stell Euch man würde im März den Atlantik heizen, damit man früher baden kann.... :?
Hmmmm, ist ne gute Idee, musst mal den Touristikern der betroffenen Länder vorschlagen. :D
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Beitrag von gernot »

mich wundert's eigentlich nicht dass ein großteil der schifahrer im november wollen und im april/mai nicht mehr.
november ist in großen teilen ö und d nebelig, die tage sind kurz zumeist ist es nasskalt d.h man kann im freien so gut wie keine sportart sinnvoll betreiben.

einzige ausnahme: schi fahren soferne genug schnee liegt

im april/mai sind die tage schon sehr lang, zumeist ist es warm genug um zu laufen, rad zu fahren etc.

dass da die motivation nicht mehr allzu groß ist schi zufahren kann ich nachvollziehen, noch dazu wo pisten schifahren ja auch einiges kostet.
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Beitrag von br403 »

Aber auch gerade im November ist es oft noch schlecht mit dem Schnee, ausser auf den Gletschern geht doch da nichts, und selbst da oft nur mit Kunstschnee. Ich habe meine Skisaison eigentlich auf Februar / März gelegt, da um diese Zeit meistens der beste Schnee ist.

br403
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starli2
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Beitrag von starli2 »

Im Herbst/Frühwinter machst dir die Ski wg. den vielen Steinen kaputt, und im Frühjahr machst dir deine Muskeln und Knochen hin, wg. des tiefen Sulz :)

Dafür muß man im Frühjahr wenigstens (meistens) nicht so sehr frieren ..

Also April ist mir schon 100x lieber als November .. aber prinzipiell bin ich hinsichtlich "Lieblingsjahreszeit" mittlerweile von Frühjahr auf Winter umgestiegen - außer das heurige Frühjahr wird schneemäßig wieder so gut wie letztes :)
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Gletscherfloh
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Beitrag von Gletscherfloh »

Offensichtlich haben sich die Präferenzen der Skifahrer in den letzen Jahren tatsächlich verschoben. Auch viele Skifahrer ziehts im April schon in den Süden zum Badeurlaub, dank günstigen Flugpreisen ja auch längst kein Problem mehr. Dass das Angebot allerdings - aus einzelwirtschaftlicher Perspektive zwar durchaus verständlich - mit einer weiteren Angebotsbeschränkung (früher Saisonschluss trotz guter Schneelage) reagiert, kann sich aber als Boomerang erweisen. Dadurch wird tendenziell ja der Frühjahrsmarkt kampflos den Sonnenurlaubs-Destinationen überlassen (und die gewinnen ja auch im Hochwinter bereits Marktanteile). Ich kann mir nicht vorstellen, dass mit konzertierten Marketingaktionen (die natürlich für jedes einzelne der Skigebiete allein zu kostspielig wären) die Nachfrage nicht doch wieder angekurbelt werden könnte (gibt doch genug Touristiker, die sich sonst immer für besonders schlau und innovativ halten ....)

Aber letztendlich kanns mir (fast) gleich sein. Solange doch noch genug Skigebiete die Nische Frühjahrsskifahrer bedienen, freue ich mich über die tollen Verhältnisse, geniesse die Sonne und den traumhaften Firnschnee, den ich mit nur wenigen anderen teilen muss ... (Rummel mag ich sowieso nicht).

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starli2
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Beitrag von starli2 »

Also St.Anton, Sölden und Ischgl - da ist - zumindestens an den Wochenenden, wo ich da war - auch Ende April noch viel los ...

Nachdem heuer ja etliche früher aufhören (Kühtai, Kitzbühel, Obergurgl) - müßte es ja in Sölden und Ischgl um den 1. Mai noch voller werden?
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MN
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Beitrag von MN »

Ein wirklich guter Artikel aus dem Kitzbüheler Anzeiger zum Thema Saisonschluss:
Sonnenschilauf bei Traumwetter und “Niemand” geht hin?

Kitzbühel

Nach wie vor wird “Sonnenschilauf” nicht zwingend mit unserer Region verbunden. Derzeit perfekte Pistenbedingungen und Gnadenwetter locken nur noch Wenige auf die Berge.


Die allermeisten “Tourismustheoretiker” schreien nach Saisonverlängerung (um jeden Preis) und fordern die Bergbahnen auf, ihre Lifte bis zum Letzten offen zu halten.
Faktum ist, dass der Sportler viel früher in der neuen Jahreszeit ankommt als so manchem Theoretiker lieb ist. Denn bereits im Herbst drängt es die “Brettlhungrigen” auf die Pisten. Im Spätwinter jedoch denkt man schon an Tennis, Radfahren, Golfen und anderes mehr.
Vergleicht man nun die Betriebsöffnungszeiten der Bergbahnen in der Region zeigt sich die Bergbahn AG Kitzbühel als rühmliche Ausnahme. Keine Bahn öffnete ihre Anlagen früher (auch Ischgl war heuer eine Woche später in Betrieb) und keine hält diese länger offen.
Seit 20. November - so früh wie seit den 1970er Jahren nicht mehr - konnte die BAG, dank technisch perfekt beschneiter Pisten, die Schiläufer anlocken und wird damit auch mit einem neuen Rekordergebnis belohnt werden.
Nach 147 Betriebstagen schließt das Unternehmen am 17. April ihre Liftanlagen und punktet auch hier gegenüber der regionalen Konkurrenz (mit Ausnahme Steinplatte haben bereits sämtliche Liftbetreiber ihre Anlagen seit 3. April geschlossen).
“Es sind nicht betriebswirtschaftliche, sondern wohlmeinende Überlegungen vorallem gegenüber unseren Ganzjahreskartenbesitzern, die uns zu diesem Angebot bewegen” zeigen sich die Vorstände Manfred Filzer und Georg Hechenberger übereinstimmend.

Die Zahlen verdeutlichen

Die Zahlen sprechen zudem eine klare Sprache. Zählt die Bergbahn AG an Spitzentagen bis zu 29.000 Gäste, sind es am Montag dieser Woche gerademal 2.000, die das zweifelsohne Traumangebot noch nutzen wollen.
Waren in der Osterwoche noch sensationell gute Ergebnisse mit durchschnittlich 7.000 Sonnenschiläufern am Tag möglich, ist ab dieser Woche ein Schnitt von nicht wesentlich mehr als 1.000 Gästen zu erwarten. Dabei reicht diese Zahl längst nicht mehr aus, um die täglichen Betriebskosten (23.000 Euro: komplette Schisafari offen) hereinzuspielen.
Dieses Zahlenwerk ist zudem nur bei guter PR-Arbeit und zielstrebiger Produktwerbung auf den Märkten erzielbar.
“Daher wollen wir so früh wie möglich in den Winter starten und auf hohem Niveau bis Ostern marschieren, um dann je nach Bedingungen den Betrieb einzustellen,” ziehen die Bergbahnverantwortlichen ein schlüssiges Fazit.
Dabei mehr als verwunderlich, dass die allermeisten Beherbergungsbetriebe oft schon kurz nach Ostern ihre Zimmerbetten abziehen und die Türen schließen. Offensichtlich ist der Sonnenschilauf nur für so manchen Bergbahnbetreiber ein Thema. Mit Sicherheit jedoch kein Geschäft, wie die Zahlen und die Einstellung der Bettenburglobby offenkundig beweisen.
Auch Kitzbühel Tourismus bewirbt mit einer Mailnewsletter (vom 31. März) die Stadt als Ort der Wanderer, Nordic-Walker, Radler und Golfer. Jedoch nicht mit einer Silbe den Sonnenschilauf, der sich derzeit von seiner allerschönsten Seite zeigen mag.
Die ehrliche Schlussfolger-ung: ... aber eben nur für Insider tauglich. Und selbige werden mit einem herrlichen Erlebnis der ganz anderen Art und einer gesunden Gesichtsfarbe belohnt.
Also sind doch die "Kunden" selber am im Gegensatz zum letzten Jahr früheren Saisonschluss schuld oder?
Gruß MN

A fool in a high position is like a man on the top of a high mountain;
everything appears small to him and he appears small to everybody.
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Kris
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Beitrag von Kris »

Im frühjahr lifteln? Hm. Die pisten sind braun, der ganze gatsch kommt zum vorschein. Die tonnen an plastikstangen, absperrnetzen fallen umsomehr auf.

Das frühjahr ist die beste jahreszeit für skitouren. Im t-shirts gehts rauf, um elf sollte man oben sein, die abfahrt auf zunächst auf wunderbar leicht aufgefirnten hängen bei hoher sonne und warmer luft. Man kann steilste rinnen fahren, die im hochwinter off-limits sind. In der höhe ist die schneebedeckung noch vollständig, das panorama winterlich. Weiter dem tal zu bleiben meist schneebrücken, die man mit listigkeit zu suchen hat, wie ein spiel. Und ab und an ein paar meter kuschelgras...rutscht auch gut. Komischerweise findet sich aber meist irgendwo ein durchgehendes schneeband. Es macht einfach nur spass. Dann ein kühles bier mit blick auf den berg von dem man gerade abgefahren ist...
Aber ohjeh, das ist ja alles quasi gratis, man kann nicht mit mit tausenden anderen einen skipass kaufen, und muss sogar selber rauflaufen. Bäääh.
>> Die unaufhaltsame Industrialisierung des Skiraums führt zu Banalisierung und somit zum Verlust der magischen Skisportfreude<<
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Beitrag von fettiz »

Aber warum macht man dann nicht ein eingeschränktes Angebot - Bergbahn plus 5 Lifte für sagen wir mal 25 € oder so ähnlich. Dann wäre doch allen geholfen.
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Downhill
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Beitrag von Downhill »

fettiz hat geschrieben:Aber warum macht man dann nicht ein eingeschränktes Angebot - Bergbahn plus 5 Lifte für sagen wir mal 25 € oder so ähnlich. Dann wäre doch allen geholfen.
Wird doch auch in vielen Gebieten so gemacht, z.B. Alta Badia lässt momentan nur noch den Teil fuer die Sellarunde laufen, und dass am Arlberg-Saisonfinale noch 100% der Pisten und Lifte offen sein werden halt ich jetzt auch fuer unwahrscheinlich...
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Beitrag von Bogner »

Kitzbühel hat in der letzten Woche auch nur noch den Steinbergkogel in Betrieb (Fleckalm Zubringer, Maierl 3 und Steinbergkogellifte) und nochmal ermäßigte Liftpreise. Vor einigen Jahren noch hatten die diese Lifte bis 1.Mai geöffnet, hat sich aber scheinbar nicht rentiert, Schnee ist zu der Zeit meistens noch genug. Ich versteh´s auch nicht ganz dass die meisten Leute lieber bei -10°C und wenig Sonnenstunden im Früh- und Hochwinter fahren, als bei warmen Verhältnissen mit Sonne auf allen Hängen den ganzen Tag...
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lanschi
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Beitrag von lanschi »

Ich versteh die Leute auch nicht. Das eingeschränkte Angebot zu Saisonschluss wird aber wohl auch kaum zum Ziel führen - für 5 Liftanlagen fährt dann halt auch kein deutscher Tagesgast mehr her! Manche Skigebiete öffnen gar nur mehr einen Lift - und das interessiert mich dann nicht mal mehr mit der Saisonkarte!!

Potential hätte das Frühjahr ja allemal, aber das hatten wir ja schon oft (u.a. im Gletscher-Topic oft besprochen).

Es wäre natürlich betriebswirtschaftlich zu überlegen, ob man denn im Spätherbst gar nicht oder nur wenig beschneit und dafür später öffnet (man spart sich so die immensen Beschneiungskosten), dafür aber später schließt und so vielleicht das Minus zu Saisonende deckt...
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Beitrag von Jens »

lanschi hat geschrieben:...Es wäre natürlich betriebswirtschaftlich zu überlegen, ob man denn im Spätherbst gar nicht oder nur wenig beschneit und dafür später öffnet (man spart sich so die immensen Beschneiungskosten), dafür aber später schließt und so vielleicht das Minus zu Saisonende deckt...
Wie soll das funktionieren. Zur Zeit wo die Nachfrage am größten ist nicht aufmachen und dann wo nur wenige kommen, ein Minus decken. Und wenns dann noch blöd läuft hat man zur Hauptsaison an Weihnachten seine Kunstschneepiste noch nicht fertig und es kommt dann auch keiner.
Wenn halt keine Nachfrage da ist, wird sich das Angebot dem halt anpassen, denn vom Draufzahlen überlebt keiner.
Dann muss halt der der Skifahren gehen will mit dem geringeren Angebot auskommen, man kann ja seine Skiurlaube so einplanen, dass es immer noch genügend Abwechslung gibt, sprich die Skigebiet so einplanen, das man die länger geöffneten am Ende der Saison besucht.
Tiefschnee muss gewalzt sein

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Beitrag von trincerone »

Interessant ist, dass oftmals ausgerechnet die Schigebiete, denen es wirtschaftlich nicht so gut geht, relativ lange offen haben. Entweder die haben ohnehin konstantere Zahlen (eben konstant auf einem niedrigeren Niveau) oder die brauchen wirklich jeden Gast, wobei es sich auch dann nicht lohnt draufzuzahlen. Ich mein ünrigens jetzt nicht Kitzbühel. ABer bei den Gletschern sieht man das: Kaunertal und Tonale z.B. im Vergleich zu, Stubaier oder Pitztaler.

Frühjahrsschilauf lohnt nach meiner Erfahrung nur auf Gletschern und dann erst im Mai. Als Ersatz dessen, was in den 70ern Sommerschilauf war (hat sich halt etwas zeitlich verschoben). In gewöhnlichen Schigebieten ist für mich quasi mit der ersten Märzwoche Schluss, dann stimmen nach meiner Erfahrung die Bedingungen nicht mehr. In Gebieten mit weniger Präparation und weniger Gästen geht es manchmal etwas länger gut.

Touren sind von dieser Überlegung ausgenommen, wobei man auch Anfang April in 3500m Höhe Bruchharsch finden kann, wie ich hörte... ;)
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Beitrag von Gletscherfloh »

trincerone hat geschrieben:Frühjahrsschilauf lohnt nach meiner Erfahrung nur auf Gletschern und dann erst im Mai. Als Ersatz dessen, was in den 70ern Sommerschilauf war (hat sich halt etwas zeitlich verschoben). In gewöhnlichen Schigebieten ist für mich quasi mit der ersten Märzwoche Schluss, dann stimmen nach meiner Erfahrung die Bedingungen nicht mehr. In Gebieten mit weniger Präparation und weniger Gästen geht es manchmal etwas länger gut.

Touren sind von dieser Überlegung ausgenommen, wobei man auch Anfang April in 3500m Höhe Bruchharsch finden kann, wie ich hörte... ;)
Hm, damit legst du dir aber selbst ein recht enges Zeitfenster auf. Gerade im März hängt es zumal von der jeweiligen Wettersituation ab. Da kann man durchaus auch in Gebieten unter 2000m bei entsprechender Witterung noch Pulverschnee auf und abseits der Piste finden. Der heurige Winter war ja wieder mal so ein typisches Beispiel für einen "durchwachsenen": Zu Weihnachten und tw. im Jänner kaum Schnee, während Anfang/Mitte März fast überall mehr als genug (und auch guter) Schnee lag.

Nichtsdestotrotz sinds halt schon auch zwei "unterschiedliche" Formen des Skilaufens, wobei ich für mich gar nicht entscheiden kann, was mir persönlich besser gefällt. Ich find an sich sogar tiefe Sulzpisten recht angenehm zu fahren. Gerade z.B. "wilde" Buckelpisten finde ich für meine lädierten Knie schonender bei Sulz als im Hochwinter, wenn die Buckeln oft recht hart sind. Aber das ist eben Geschmackssache.

Bezüglich Bruchharsch in grossen Höhen im Frühling: Den findet man leider viel zu oft. Ich bin mal einen traumhaften Gletscherhang (Zahnjoch-Vadret da Fenga, Silvretta) Ende April mit Spitzkehren "runtergefahren", weil ich kein anderes Rezept für den Bruchharsch fand ...
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Beitrag von Olli »

lanschi hat geschrieben:Es wäre natürlich betriebswirtschaftlich zu überlegen, ob man denn im Spätherbst gar nicht oder nur wenig beschneit und dafür später öffnet (man spart sich so die immensen Beschneiungskosten), dafür aber später schließt und so vielleicht das Minus zu Saisonende deckt...
Das kann aber betriebswirtschaftlich auch fatale Folgen haben

Die Leute, (außer die unmittelbar im Ort oder in der Region wohnen) werden sich sicher nicht dort eine Saisonkarte kaufen, sondern in den Schigebieten, die früh aufsperren.
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trincerone
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Beitrag von trincerone »

@gletscherfloh: kommt sowieso immer drauf an, worauf man WErt legt. Ich mag zugegebenermaßen auch die Stimmung im Hochwinter lieber. Ich hatte dieses Jahr im Hochwinter excellente Schneebedingungen nach Neuschnee an Weihnachten in Italien. Toller Pulverschnee auch in Höhen von 1500m (außer Alagna, da wars Wind verblasen und Sonnen aus geapert, aber die Schneequlität hat trptzdem gestimmt, nur die Quantität nicht). Ramsau Anfang März war aufgrund der Neuschneefälle und der extrem tiefen Temperaturen von der Qualität auch besser als sonst um diese Zeit erlebt. Allerdings hats auch schon nach zwei Sonnentagen deutliche Verschelechterungen gegeben in Form von ersten Harscherscheinungen in südlichen Lagen. Dazu waren sämtliche Talabfahrten im Raum Schladming höllisch vereist, wobei ich nicht weiß, wie die Betreiber das bei den Mengen NEuschnee und den tiefen Temperaturen geschafft haben.

Später im März und im April habe ich in 15 Jahren noch nie guten Schnee gehabt (wenn auch durch aus mal viel Schnee). Mag sein, dass es sporadisch anders ist, ich habs noch nicht erlebt. Das liegt aber auch daran, dass ich sehr pulver fixiert bin... ;) Jetzt in Alagna war der Schnee eine Katastrophe: Sulz und Bruchharsch: mag ich gar nicht. Dafür muss man ja schifahren können, um das zu meistern... ;)

Im Mai auf Gletscher hats dann wieder z.T. schönen Firnschnee, das macht richtig Spaß.

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