Anfahrt:
von Banff Spruce Groove Inn nach Mt. Norquay in etwa 20 Minuten
Wetter:
sonnig
Temperatur:
im "normalen Bereich" (-14°C
-> 0°C)
Schneehöhe:
angegeben: 54cm
Schneezustand:
pulver/hart
Geöffnete Anlagen:
alle
Geschlossene Anlagen:
keine
Offene Pisten:
alle, teilweise aber extrem schlechte Bedingungen!
Geschlossene Pisten:
keine
Meisten Gefahren mit:
4KSB Mystic Express
Wenigsten Gefahren mit:
DSB und Förderband (1/0 mal)
Wartezeiten:
Teilweise 2 Minuten, meist jedoch direktes einsteigen möglich
Gefallen:
wetter, pisten ok, lifte mit fußstützen/bügel
Nicht gefallen:
kleines skigebiet, viele kids, schlechter schnee an dsb
Fazit: 3 von 6 Maximalen.
Bericht:
Heute hieß es nach dem entspannten Einschwingen in Nakiska zum ersten mal "richtig" in die Rockies zum Skifahren, Mt. Norquay (Banff) stand auf dem Programm. Nach einem ausgiebigen, typisch canadischem Frühstück (Bacon, Eggs, Würstchen, Pancakes, Toast sowie Bratkartoffeln) in unserem sehr empfehlenswerten Hotel fuhren wir also los in Richtung Talstation, welche in einer Senke knapp 300 Höhenmeter über Banff liegt. Die einzige richtige Serpentinenstraße dieser Tour stand auf dem Programm, und es galt, die Fauna und Flora bei dieser durchaus rasanten Auffahrt bestmöglich zu schonen. Dass die Beschneiung durch die ortsansässigen Oachkatzerl auch in den nächsten Jahren gesichert ist, haben wir dem beherzten Eingreifen des Herrn N aus U zu verdanken. Hoch leben die Oachkatzerl. An der Talstation angekommen waren wir dann kurzzeitig von den Menschenmengen überrascht, bis wir uns wieder ins Gedächtnis riefen, dass ja Wochenende war. Also: Fluggs geparkt, Skischuhe angezogen und dann... ja eigentlich würde jetzt kommen: zur Talstation gelaufen. Nicht aber in Norquay. Ein guter alter Trekker zieht hier einen für den Personentransport ausgelegten Anhänger zum Skiers Drop Off (Ausladeplatz für Busse + sonst. Personentransporter direkt an der Talstation). Das ganze erspart einem den Fußweg von 5 Minuten und war ein für uns vollkommen ungewohntes, aber doch gerne in Anspruch genommenes Feature.
Skipass kaufen, und sogleich fuhren wir nun frohen Mutes die 4SB Cascade Chair von Leitner, um nicht nur durch schieben und Ziehwege zur 4KSB zu gelangen. Nach einer weiteren Sesselliftfahrt mit der 4SB Spirit gelangten wir über durchwegs leichte Hänge zur 4KSB Mystic Express. Dass man auch ohne in Anspruchnahme der beiden 4SB zu dieser kommt, haben wir erst nach der Mittagspause gemerkt. Also die 4SBs noch mitgenommen und einen weiteren Grund für die vielen Skifahrer entdeckt: Hier fand an diesem Tag wohl ein Skirennen (Jugend???) statt. Dass hierfür den GANZEN Tag eine Piste gesperrt werden musste fand nicht bei jedem Teilnehmer der Tour Verständnis.
Weiter also zur 4KSB, welche fast ausschließlich blaue, aber durchwegs interessante Pisten erschließt. Nach einigen Wiederholungsfahrten beschlossen wir, der alten Mueller DSB im vorderen Bereich des Skigebietes einen Besuch abzustatten. Diese erschließt nur unpräparierte Buckelpisten, und auch den höchsten Punkt im ganzen Skigebiet mit einer atemberaubenden Sicht auf die Town of Banff. Bereits bei der Auffahrt mussten wir feststellen, dass bei den Pisten wohl eher "Steine umfahren" als Buckelgenuss vorrang haben würde. Genau so war es dann auch. Trotz der gutgemeinten Ratschläge von 3 Ski Patrol SkiBums hatten wir nach der Abfahrt immensen Materialverschleiß zu beklagen. Es wurde beschlossen, dass man diese Tortur nicht nochmal durchmachen müsste, trotz der diversen steilen Varianten, die an der DSB zur Verfügung standen. Mittags machten wir uns dann auf in das einzige Restaurant am Berg, die Day Lodge. Hier gab es günstig "Canadian Food". Das ganze gut und reichlich. Will heißen: Burger oder Sandwiches. Auch hier war wieder die am Vortag in Nakiska bemerkte Kantinenatmosphäre zu spüren. Noch dazu mussten wir feststellen, dass es in Canada wohl üblich ist, zu Beginn des Skitages erst einmal das gesamte "Handgepäck" (Rucksäcke...) in die Lodge zu schleppen und einen ganzen Tisch damit zu blockieren. Bei dem guten Wetter war es dann aber kein Problem die Terasse als Alternative heranzuziehen. Für die nächsten Tage hatten wir aus diesen "Fehlern" gelernt, und begaben uns meistens in Bedienungsrestaurants, welche gutes Essen normalerweise recht günstig servieren. Mehr dazu in den kommenden Berichten.
Nachmittags fuhren wir abermals die Pisten an der 4KSB ab, und entdeckten doch immer wieder kleine Abzweigungen, welche auf schöne neue "unendeckte" Hänge führten. Zur Präparation der Pisten gibt es eigentlich nicht viel zu sagen, ausser dass Nakiska um Klassen besser war, und in Norquay trotz der Werbung mit best Grooming und Grooming Guarantee etc. nicht sooo gut präpariert war. Gegen 15.30 war es aber sogar den letzten unter uns zu langweilig, die ganze Zeit nur an 3 Liften die immer gleichen Pisten mit fast identischer Anlage (Hangneigung gleich, siehe Panoramakarte) zu fahren, und wir begaben uns zu einem "Absacker" (Cola, Ice Tea) in die Lounge der Daylodge, wo gleichzeitig mit unserem Eintreffen originale amerikanische Apres Ski Musik LIVE dargeboten wurde. Nach unseren Drinks ging es noch zum Shopping und Sightseeing (Sulphur Mountain Gondola, Banff Springs Hotel) nach Banff. Hier fand eigentlich jeder was er suchte, auch wenn es noch so kurios ist. Als Beispiele wären hier Foot Butter sowie die netten Kristallmännchen oder Elchtassen zu nennen... aber das kann man schlecht beschreiben, das muss man gesehen haben
Nachdem es ja am nächsten Tag dann nach Sunshine Village ging wurde der Abend nicht allzu lang, da wir grooooße Erwartungen für Sunshine hatten...
Bilder kommen noch.