Kraftübertragung bei Förderer

Fachforum für Seilbahntechnik: Technische Diskussionen zu Kuppelsystemen, Steuerungen, Seilrechnung und Innovationen im Seilbahnbau.
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seilbahner
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Kraftübertragung bei Förderer

Beitrag von seilbahner »

Der Willi war letztes Jahr als Monteur bei uns. Wir haben ja die alte kuppelbare Steinmähder aus Lech gekauft und wieder aufgebaut.
Der Franz war dann im Winter einige male bei uns weil wir ziemlich probleme mit den Kettenförderern haben.
Probiers mal beim Leitner. Da bin ich im Sommer.
Die brauchen immer gute Monteure und Montageleiter!
Da bekommst Du eher einen Job.

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Alpi
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Beitrag von Alpi »

An den neuen Leitner Bahnen werden die Reifenförderer nicht mehr mit Keilriemen angetrieben, sondern mit Zahnrädern!
Was sind die Vorteile und wird das nur bei EUB gemacht?
seilbahner
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Beitrag von seilbahner »

Nein, nicht ganz.
Es werden nur im Umlauf hinten im Bogen Zahnräder verwendet, da im schnellen bereich vorne raus der Verschleiss zu gross wäre ohne ausreichende schmierung.
Der vorteil ist, die laufruhe, kein gequietsche und kein schlupf und auch keine sich umund ausdrehenden keilriemen, bzw. komplizierte keilriemen ablenkungen um den bogen rum.
Das system wurde von Poma übernommen und ist vollkommen ausgereift und wird bei allen KUppelbaren Bahnen verwendet.
Die regelstrecke hängt auch an den Zahnrädern.
Ich bin von dem System absolut überzeugt.
Ihr habt es ja bei der Hochalmbahn!!
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Alpi
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Beitrag von Alpi »

seilbahner hat geschrieben: Ihr habt es ja bei der Hochalmbahn!!
Danke!
Da hab ichs ja auch gesehen! :lol:
Also Poma hat das schon länger?
Die Wartung ist dann auch einfacher, denn das blöde Keilriemen spannen gehört nicht zu meinen Lieblingsarbeiten!
seilbahner
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Beitrag von seilbahner »

Ich weiss nicht wie lange es bei Poma schon so gebaut wird, aber Leitner hatte es vor 3 Jahren das erste mal in einigen Testbahnen und da hat es sich gleich bewährt.
Übrigens brauchst Du bei den leitner Bahnen die Keilriemen nicht spannen.
Eure BLs sagten letztes Jahr, dass sie bei der Spieleck noch nie einen keilriemen geechselt haben. Wenn beim Leitner einer oder ein Paar locker werden, dann musst Du sie Tauschen. und das ist nach ca. 6 Jahren das erste mal der Fall.
Bei der Konkurrenz ist das ganz anders und auch wesentlich aufwändiger.
Das ist wiederum ein Leitner vorteil!
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GMD
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Beitrag von GMD »

Am Besten für die Kraftübertragung im Umlauf geeignet waren meiner Meinung nach die Gelenkwellen, die Garaventa beim MCS-System verwendete.
Probably waking up
seilbahner
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Beitrag von seilbahner »

Ich habe dieses System noch nie gesehen, kenne es aber vom hörensagen.
Aber da hat es ja an jedem Förderrad ein Getriebe,oder?
Und ich bin nicht unbedingt der Freund von vielen Getrieben.
Viele Getriebe, viel verschleiss.
Und so ein Zahnrad läuft eine ewigkeit.
Bei dauertests in der Firma haben wir 10 Jahre dauerlauf mit last simuliert und nur gerungsten verschleiss Festgestellt.
Geräuschentwicklung ist auch gleich null.
Und bei unserer Girakbahn haben wir Wahnsinnsprobleme mit den Getrieben für den gesammten Kettenantrieb, das ist zwar ein anderes System, aber je weniger desto lieber und verfügbarer ist die Bahn.
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PHB
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Beitrag von PHB »

seilbahner hat geschrieben: Und bei unserer Girakbahn haben wir Wahnsinnsprobleme mit den Getrieben für den gesammten Kettenantrieb, das ist zwar ein anderes System, aber je weniger desto lieber und verfügbarer ist die Bahn.
ste den Salat

Ganz genau! Bei den ganzen Winkelgetrieben in einer Girak KSB. Da braucht nurmal ein falsches Fett/Öl neikommen und dazu ne kalte nacht. Dann haste den Salat. Im schlimmsten Fall musst das Getriebe auswechseln. Da is nen Reifenförderer mit Zahnriemen schon besser.
Der Moment des Genusses ist kurz, der wahre Genuss ist seine Erinnerung, welche er hinterlässt.
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Beitrag von seilbahner »

Wir hatten im ersten winter bei unserer Ex Steinmähder Girak 7!!!!! Getriebeschäden am berg bei der Umlenkspann und wissen bis heute nicht warum. Es sind immer die 2 Gleichen von 5 Getrieben ohne vorwarnung kollabiert.
Ich habe jetzt ein stärkeres mit Titanzahnrädern gebautes getriebe entwickeln lassen und das hat geholfen. Im letzten Winter ist nur eines verreckt.
Das werde ich jetzt noch optimieren mit dem Umbau der Förderkette und dann hoffe ich es ist ruhe.

Übrigens gibt es im Umlauf keine Zahnriemen, da sich Zahnriemen nicht ablenken lassen, sondern nur Keilriemen und da ist baubedingt ein hoher verschleiss und eine etwas unangenehme Geräuschentwicklung vorprogrammiert.
Daher finde ich die Becoritzahnräder von Poma/Leitner wirklich eine Super sache.
Ich muss aber dazusagen, dass Doppelmayr wie Leitner in jedem sektor gute sowie schlechte sachen hat und man es wie in allen anderen sachen nicht jedem rechtmachen kann. Siehe Automobilbau.
Ich hätte auch gerne bei unseren leitner Anlagen oftmals Teile die ich bei DM besser finde.Aber es ist auch umgekehrt so.
Zu Beispiel sind die Leiner Getriebe erste Sahne.
Was bei uns wiederum kritisch zu sehen ist sind das Finish und die Detailverarbeitung.
Aber das ginge ewig weiter.
Ich hoffe Du verstehst was ich damit meine!

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GMD
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Beitrag von GMD »

Soviel ich weiss, waren das gekapselte Getriebe. Sicher bin ich mir aber nicht.
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PHB
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Beitrag von PHB »

**
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PHB
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Beitrag von PHB »

So ich hab mal grade nen kollegen Angerufen, der sagt, dass er früher nur Schäden in den Getrieben hatte, weil der Kettenförderer haakte. Und zu anfang wegen irgend einem Fett, welches eingefroren ist undihm daduch fast alle Getriebe beim Anfahren Schrottete.
Zuletzt geändert von PHB am 24.08.2010 - 12:36, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitrag von seilbahner »

Danke für die Info, siehst Du mann kann sich ja auch auf normale Weise unterhalten. Ist doch viel angenehmer, oder?
Das mit dem fett war uns schon klar, und das die Kette hakte ist auch ein verdacht gewesen.
Wir haben nach dem 2. getriebeschaden die Kett komplett ausgebaut, gereinigt mit Gleitöl eingeölt und die Kettenführung erweitert.... alles immer in der Nacht, hat aber auch nicht viel gebracht.
Inzwischen liegt mein Verdacht auch an den Fahrgästen, da wir extrem viele Anfänger haben und die beim Aussteigen die Sessel oft blockieren und das geht gewaltig auf die getriebe.
Ist zwar eine Magnetkupplung am ersten Getriebe vorm Kardan, aber die ist nicht schnell genug.
Jetzt aber geht es ganz gut mit den strken Getrieben. Wir verkürzen jetzt die Kette im Ausstiegsbereich noch und dann muu es mal gehen.
in der Talstation haben wir ja nur 2 Stück und die machen null Probleme.
Oben hängt auch noch die abspannung mit dran und die trägt sicher auch noch dzu bei.
Wenn Du sonst noch irgendwelche interessanten Infos vom Liftwart hast bitte ich darum.
Sag ihm auch noch schöne grüsse.
Aber die anderen Giraks am Arlberg machen doch auch keine Probleme, oder?
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Alpi
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Beitrag von Alpi »

seilbahner hat geschrieben: Bei der Konkurrenz ist das ganz anders und auch wesentlich aufwändiger.
Das ist wiederum ein Leitner vorteil!
Davon kann ich ein Lied singen! :evil:
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PHB
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Beitrag von PHB »

Ich denke die machen keine Probleme. Einen darf er mir jetzt vermessen :D Ja,ja der Hansi...... (Er is überingens an meinem Seilbahnwahn schuld :twisted: )
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Michael Meier
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Beitrag von Michael Meier »

@seilbahner: Versuche doch mal den Ausstiegsbereich weiter nach hinten zu versetzten. Da wo sich die Leute am Sessel abstossen entsteht immer die Grösste Zugkraft auf die Kette. Ist eure Kette aussen geführt so wie bei den ganz alten Girak Anlagen oder schon Innenseitig??
seilbahner
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Beitrag von seilbahner »

Sie lauft Gegenläufig an der Innenseite der Gehängestange.
Leider darf ich den ausstieg nicht versetzen, da der Bereich genau laut BO Seil vorgeschriben ist.
Aber wir andern die Kette so, dass die Skifahrer dann noch aif den Reifenförderen sind wenn sie aussteigen und der leere Sessel dann von der Kette übernommen wird.
Im moment überschneidet sich die Kette mit den Reifen um ca. 8 Reifen, und um 7 Reifen verkürze ich die Kette.
Ich hoffe das geht.
Hast Du ein paar Bilder von anderen Girak Ketten?

Michael Meier
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Beitrag von Michael Meier »

Genau das Meinte ich. Allerdings musst du Aufpassen wenn die Sessel noch auf den Reifen sind kann es durchaus sein dass die Friktionsplatte (Noch solche aus Stahl??) durchrutscht wenn sich die Leute beim aussteigen abstossen. Folge davon die Verzögerungsüberwachung der Station spricht an. Bahn stellt ab. Grrrrrrrr. :evil: Ganze runde mit 0.3m/s überbrückt fahren. D.H. Reifen muss immer perfekt gepumpt sein, Die Friktionsplatten (aus Kunsstoff) nie zu lange an der Sonne lassen. Falls sich die Reifen mit Stellschrauben nach unten oder oben nachstellen lassen immer leicht stärker angeziehen wie die Restlichen. Allerdings folge davon die Lager der Reifen werden viel schneller zu muuss.
seilbahner
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Beitrag von seilbahner »

Ja wir haben die aus Stahl und die problematik beim aussteigen mit dem Durchrutschen ist mir auch bewusst.
es ist sicher ein Risiko, aber wie ginge es besser?
Kennst Du ähnliche Fälle, die so ein problem so behoben haben?
Ich kann die Gesammten Reifenförderer nach unten stellen und das wollte ich auch so um 5 mm tun und auch den Luftdruck um 05 bar in dem bereich erhöhen.
Wie gesagt kennst Du eine ähnliche problematik und um Bilder wäre ich Dir dankbar.
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Beitrag von flo »

Als Laie kenne ich mich zwar nicht aus, aber könnte man den Rückstoß der sich abstoßenden Skifahrer nicht durch einen steileren Ausstieg zumindest etwas verringern?
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Beitrag von PHB »

Das könnte gehen. Aber dann legen sich wahrscheinlich die Anfänger immer nur hin. Deswegen lieber nur eine sanfte rampe
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Michael Meier
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Beitrag von Michael Meier »

Das gleiche Problem hatten etliche weitere Bahnen auch. Auf der Klewenalp ist diesen Winter an der Niegelnagelneuen 4KSB die Förderkette gerissen. :( Von Roll hatte das Problem so gelöst, dass bis zu hinters Reifen sind und nur kurz das Stück am Umlauf Kettenförderer. Somit ist der Ausstieg immer da wo noch die Reifen sind. Die Refenfördere sind auf einer art Ziehharmonika Gefedert um eine Bestmögliche Haftung zu erzeugen. Friktionsplatten aus Kunsstoff sind gut. Allerdings immer Garagieren über den Sommer sonst werden sie Spröde und brechen. Fotos öööööhhhhm in Basel meinte ich ja.
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Beitrag von PHB »

Das wird wohl kaum dort umzusetzen zu sein. Überleg mal, was da dann alles umgebaut und zugekauft werden muss!!!
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Beitrag von seilbahner »

Der Umbau ist für mich kein problem. Werde das im Herbst in angriff nehmen. Aber wenn Du noch ein paar ähnliche Bahnen oder erfahrungen hörst oder kennst, dann gib mir bitte bescheid.
Die Rampe lässt sich nicht ändern, da das von der Seilbahnbehörde genau vorgegeben ist wie der ausstieg auszusehen hat und wenn man Ihn verändert verfällt die konzession und auch die versicherung.
Du darfst ja an Deinem Auto auch nicht irgendwelche veränderungen vornehmen! :wink:
Ich werde auf alle Fälle die Kette soweit kürzen, dass sich die Reifen mit der Kette nur noch um 2 Reifen überschneiden und die Förderer absenken, dann bin ich mit den Fahrgästen auf den Reibradförderern und nicht mehr auf der Kette.

in der ersten Saison ist uns Ostrn im Tal die Kette gerissen(siehe Pannenbericht Rossalmbahn)
war aber bruch eines Kettenschlosses(Materialfehler).
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Zuletzt geändert von PHB am 24.08.2010 - 12:37, insgesamt 1-mal geändert.
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