Sommer-Attraktionismus
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- billyray
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Sommer-Attraktionismus
Ich habe das Gefühl, dass die Tourmismusorte - inbesondere, aber nicht nur Fiss/Serfaus - im Sommer so ein bisschen vergessen, wo eigentlich ihre Kernkompetenzen liegen. Sommerrodelbahnen, "Fisser Flieger", Erlebnispfade - schön und gut. Aber fährt denn wirklich jemand nach Fiss, weil es da den Fisser Flitzer gibt? (Forenmitglieder mal ausgenommen.)
Am Ende fahren die Leute doch immer noch in die Berge, weil sie auf die Berge wollen. Solche Spielereien sind dann nice-to-have, und dienen vielleicht dazu, sich gegenüber anderen Orten abzugrenzen, aber ob es das wert ist?
Nachdem sie 5 Mio. Euro für die neueste Attraktion ausgegeben haben, drehen sich die Tourismusverbände/Bergbahnen dann nämlich um und weinen darüber, dass sie ja nicht genug Geld haben, um das Wegenetz zu erhalten und dass die Alpenvereine da ja nun doch die viiiel kompetenteren Ansprechpartner wären. So werden dann ganze Wege aufgelassen, und wo mal ein Fahrweg angelegt ist, wird der Steig eh geschliffen, damit er nicht mehr unterhalten werden muss.
Kurz: Kernkompetenzen kommen zu kurz, während Randkompetenzen bis ins Lächerliche übersteigert werden.
Außerdem: wenn ich in SFL von irgendeinem Gipfel käme und dann kämen mir auf halbem Weg Leute auf diesen Stehrollern entgegen, würde ich mir echt vera****t vorkommen.
(Andererseits - bin ich vielleicht auch nur ein Outdoor-Snob...)
Am Ende fahren die Leute doch immer noch in die Berge, weil sie auf die Berge wollen. Solche Spielereien sind dann nice-to-have, und dienen vielleicht dazu, sich gegenüber anderen Orten abzugrenzen, aber ob es das wert ist?
Nachdem sie 5 Mio. Euro für die neueste Attraktion ausgegeben haben, drehen sich die Tourismusverbände/Bergbahnen dann nämlich um und weinen darüber, dass sie ja nicht genug Geld haben, um das Wegenetz zu erhalten und dass die Alpenvereine da ja nun doch die viiiel kompetenteren Ansprechpartner wären. So werden dann ganze Wege aufgelassen, und wo mal ein Fahrweg angelegt ist, wird der Steig eh geschliffen, damit er nicht mehr unterhalten werden muss.
Kurz: Kernkompetenzen kommen zu kurz, während Randkompetenzen bis ins Lächerliche übersteigert werden.
Außerdem: wenn ich in SFL von irgendeinem Gipfel käme und dann kämen mir auf halbem Weg Leute auf diesen Stehrollern entgegen, würde ich mir echt vera****t vorkommen.
(Andererseits - bin ich vielleicht auch nur ein Outdoor-Snob...)
Zuletzt geändert von billyray am 04.08.2006 - 09:25, insgesamt 1-mal geändert.
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Emilius3557
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Hochinteressante Diskussion. Was sind denn egtl die Erfolgsfaktoren im Sommertourismus? "Natur", "Landschaft" etc. sicherlich. Die meisten Gäste geben als Aktivität auch "Wandern" oder "Spazierengehen" an. Das Problem der Touristiker ist aber speziell bei Tagesgästen, dass diese, wie wir alle aus eigener Erfahrung wissen, egtl kein oder sehr wenig Geld in der Region lassen. Für die Bergbahnen ist im Sommer das Problem gegeben, dass sie ihre Hochleistungsanlagen nie genügend auslasten. Dazu braucht es Wiederholungsfahrer (teure Tageskarten), die bekommt man aber nur mit Attraktionen wie eben erlebnisreichen Sommerrodelbahnen, MTB-Downhillstrecken etc.
Eine der Stärken des Alpentourismus ist seine Zweisaisonalität und ich sehe kein großes Problem darin, wenn versucht wird, diese weiterhin zu erhalten. Im Zuge der Climate change-Diskussion müsste man sogar bestrebt sein, von der übergroßen Winterabhängigkeit etwas weg zu kommen, weshalb die SFLler-Bemühungen egtl gewürdigt gehörten. Würde mich Wunder nehmen, inwieweit sie damit Erfolg haben (Bergbahnumsätze Sommer, Übernachtungen etc.). Im Rahmen bleiben sollte es natürlich insgesamt schon. Dass solche Attraktionspunkte bisweilen ein Riesenquatsch sind - geschenkt! Im Tourismus ist das Vieles, die Sitzheizung in der KSB zum Beispiel. Ich brauche sie nicht - aber wenn in meinem Skigebiet deswegen mehr Gäste kommen - her damit!
Der Wegeunterhalt ist wieder eine etwas andere Frage. Hier haben die paradoxe Situation, dass die von den Bergbahnen teilweise ungern gesehenen Alpenvereine (im Winter wg Verhinderungstaktiken) im Sommer doch bitteschön die Wanderwege auf Gipfel und zu Hütte zu unterhalten haben. Da haben sich in den letzten Jahrzehnten die Destinationen recht schadlos an den Ehrenämtlern gehalten, finde ich und wenig gezahlt für viel Profit. Insofern sind staatliche Zahlungen an die AVs durchaus gerechtfertigt.
Eine der Stärken des Alpentourismus ist seine Zweisaisonalität und ich sehe kein großes Problem darin, wenn versucht wird, diese weiterhin zu erhalten. Im Zuge der Climate change-Diskussion müsste man sogar bestrebt sein, von der übergroßen Winterabhängigkeit etwas weg zu kommen, weshalb die SFLler-Bemühungen egtl gewürdigt gehörten. Würde mich Wunder nehmen, inwieweit sie damit Erfolg haben (Bergbahnumsätze Sommer, Übernachtungen etc.). Im Rahmen bleiben sollte es natürlich insgesamt schon. Dass solche Attraktionspunkte bisweilen ein Riesenquatsch sind - geschenkt! Im Tourismus ist das Vieles, die Sitzheizung in der KSB zum Beispiel. Ich brauche sie nicht - aber wenn in meinem Skigebiet deswegen mehr Gäste kommen - her damit!
Der Wegeunterhalt ist wieder eine etwas andere Frage. Hier haben die paradoxe Situation, dass die von den Bergbahnen teilweise ungern gesehenen Alpenvereine (im Winter wg Verhinderungstaktiken) im Sommer doch bitteschön die Wanderwege auf Gipfel und zu Hütte zu unterhalten haben. Da haben sich in den letzten Jahrzehnten die Destinationen recht schadlos an den Ehrenämtlern gehalten, finde ich und wenig gezahlt für viel Profit. Insofern sind staatliche Zahlungen an die AVs durchaus gerechtfertigt.
- mic
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Der Erfolg gibt ihnen nicht ganz unrecht:
Quelle: http://portal.tirol.com/wirtschaft/ober ... 9/index.do
Da wir den Sommer in SFL recht gut kennen kann ich dazu sicher etwas beitragen:
Die "Attraktionen" finden lediglich auf die Möseralm und den Komperdell statt. Am Schönjoch oder Lazid ist vom "Rummel" gar nicht zu spüren. Man kann also seine Furgler-, Hexensee oder "Urgtaltour" nach wie vor ungestört unternehmen.
Die "Natur kann ich mir holen" sobald ich mich 5 Minuten von der Möseralm oder Komperdell entfernt habe.
Ein Punkt möchte ich noch anfügen. Zehn Seilbahnen im Sommerbetrieb, jede Menge Bergrestaurants, eine Sommerrodelbahn bedeutet auch ARBEIT für Leute die sich im Sommer nach etwas anderem umsehen müssten. Abgesehen von den Hotels und Pensionen die in jedem Fall besser bebucht sind!
Ich bin der Meinung durch solche Attraktionen kommt gar nichts zu kurz, es wird nur oben noch was draufgelegt.
Jeder muß entscheiden wie oder mit was er Urlaub definiert und das Beste für sich heraussuchen.
Bericht zur Rodelbahn übrigens hier:
http://www.alpinforum.com/forum/viewtop ... ht=flitzer
Nur wenige Gewinner im Sommertourismus
So untypisch wie heuer war der Sommer im Oberland noch nie. Paznaun und Stanzertal haben wegen der Naturkatastrophe kräftig verloren.
Die schlechte Nachricht zuerst: Wie erwartet müssen die Tourismusverbände Paznaun und St. Anton ein kräftiges Minus einstecken. Mit der Naturkatastrophe vom 22./23. August war die Saison in den betroffenen Orten großteils zu Ende.
In der jüngsten Landesstatistik sind die Nächtigungsziffern von 1. Mai bis 30. September ausgewiesen. In diesem Zeitraum hat der TVB Paznaun (Galtür, Ischgl, Kappl, See und Pians) 302.000 Nächtigungen erzielt. Das ist ein Minus von 16,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der TVB St. Anton am Arlberg fuhr ein Minus von 14,2 Prozent ein.
Oberland-Sieger ist Sölden mit 298.900 Nächtigungen - ein Plus von 2,3 Prozent. Dahinter liegt Serfaus mit 223.000 Übernachtungen, ein Minus von 1,3 Prozent. Den dritten Stockerlplatz eroberte Längenfeld: 216.000 Nächtigungen, trotz Aqua Dome allerdings ein Minus von 0,7 Prozent.
Platz vier geht an Lermoos, 186.000 Nächtigungen, plus 0,6 Prozent.
Nauders muss ein Minus von 4,9 Prozent einstecken, Fiss steht mit plus 4,1 Prozent auf der Seite der wenigen Gewinner.
Die Fisser haben im Sommer den Flitzer eröffnet. Die Investition hat sich gelohnt. "Mit 70.000 Fahrten hat der Flitzer unsere Erwartungen übertroffen", sagt Seilbahn-Geschäftsführer Alois Geiger, "wir sind überzeugt, diese Attraktion ist ein Impuls für unseren Tourismus."
Quelle: http://portal.tirol.com/wirtschaft/ober ... 9/index.do
Da wir den Sommer in SFL recht gut kennen kann ich dazu sicher etwas beitragen:
Die "Attraktionen" finden lediglich auf die Möseralm und den Komperdell statt. Am Schönjoch oder Lazid ist vom "Rummel" gar nicht zu spüren. Man kann also seine Furgler-, Hexensee oder "Urgtaltour" nach wie vor ungestört unternehmen.
Die "Natur kann ich mir holen" sobald ich mich 5 Minuten von der Möseralm oder Komperdell entfernt habe.
Ein Punkt möchte ich noch anfügen. Zehn Seilbahnen im Sommerbetrieb, jede Menge Bergrestaurants, eine Sommerrodelbahn bedeutet auch ARBEIT für Leute die sich im Sommer nach etwas anderem umsehen müssten. Abgesehen von den Hotels und Pensionen die in jedem Fall besser bebucht sind!
Ich bin der Meinung durch solche Attraktionen kommt gar nichts zu kurz, es wird nur oben noch was draufgelegt.
Jeder muß entscheiden wie oder mit was er Urlaub definiert und das Beste für sich heraussuchen.
Bericht zur Rodelbahn übrigens hier:
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- TPD
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Also in einigen Gebieten der Schweiz ist eine Sommertageskarte fast oder sogar günstiger als eine Retourfahrt.Dazu braucht es Wiederholungsfahrer (teure Tageskarten)
Und z.B in Villars / Gryon gibt es in diesem Sommer gar keine Einzelfahrten mehr da die Gästekarte nur 8 sFr. (Saison 35 sFr.) kostet. Und bei welchen Bergbahnen in der Schweiz kann man für 8 sFr. eine einfache Fahrt lösen ?
Gäste, die in Villars/Gryon übernachten kriegen die Gästekarte sogar gratis.
Die Gästekarte der Saison Sommer 2006 gilt auf folgenden Attraktionen:
- Bahn zwischen Gryon-Villars-Bretaye
- Bus Villars-Barboleusaz-Solalex (Bemerkung: Wenn ich mich richtig erinnere müssen Besitzer eines GA's zwischen Barboleusaz und Solalex ein Alpinticket lösen.)
- Télécabine de Barboleuse aux Chaux
- Bus Gryon-Alpes des Chaux
- Centre des sports: Eisbahn, Schwimmbad, Tennis
- Gryon Parc: mini-golf, Dampfeisenbahn
- Tennis de Gryon
https://www.skichablais.net, seit 20 Jahren über Bergbahnen der Region Chablais und Umgebung.
- billyray
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Versteht mich nicht falsch: Ich glaube ja auch, dass Fisser Flitzer, Flieger, wasauchimmer durchaus Wettbewerbsvorteile für Fiss bieten - gegenüber Nauders, Fendels, Kappl. Ich fürchte nur, dass dabei langsam, aber sicher das Gespür verloren geht für den Wettbewerb mit mit Mallorca, Dubai, Florenz, London, Phuket und Kapstadt (und dem Phantasialand und dem Heide-Park Soltau).
Und bei diesem Paradigmenwechsel scheint mir das Segment, das bisher den Kern der Touristen ausgemacht hat - also die gemäßigten bis sportlichen Bergwanderer - vernachlässigt zu werden, nach dem Motto: Ach, die kommen schon eh. Und ich wäre mir nicht so sicher, ob sie das in zehn, fünfzehn Jahren wirklich noch tun, wenn wir dann einen hochgerüsteten Freizeitpark Alpen haben und der ursprüngliche USP "Berge" in der Kommunikation weiter in den Hintergrund rücken sollte.
(Allein schon die Tatsache, dass man immer das Gefühl vermittelt bekommt, die Wegediskussion sei ein eigenes Ding für sich und hätte gar nichts mit der Tourismuswirtschaft zu tun, ist bezeichnend. Ich möchte mal sehen, was da passieren würde, wenn die AV plötzlich jegliche Anstrengungen einstellen würden.)
Und eins noch: Ich hab mich jetzt an SFL aufgehängt, weil es da wirklich extrem auffällt - aber im Prinzip findet das ja auch andernorts statt. Wenn man sich beispielsweise die Sommerprospekte der Mayrhofner Bergbahnen ansieht, dann findet man einen eigenen Prospekt für die Kletterer am Knorren (hochspezialisierte Zielgruppe), während die interessanten Bergwanderungen zur Ahornspitze oder zum Rastkogel (breite Zielgruppe) ganz knapp am Rand des allgemeinen Sommerplans abgehandelt werden...
Und bei diesem Paradigmenwechsel scheint mir das Segment, das bisher den Kern der Touristen ausgemacht hat - also die gemäßigten bis sportlichen Bergwanderer - vernachlässigt zu werden, nach dem Motto: Ach, die kommen schon eh. Und ich wäre mir nicht so sicher, ob sie das in zehn, fünfzehn Jahren wirklich noch tun, wenn wir dann einen hochgerüsteten Freizeitpark Alpen haben und der ursprüngliche USP "Berge" in der Kommunikation weiter in den Hintergrund rücken sollte.
(Allein schon die Tatsache, dass man immer das Gefühl vermittelt bekommt, die Wegediskussion sei ein eigenes Ding für sich und hätte gar nichts mit der Tourismuswirtschaft zu tun, ist bezeichnend. Ich möchte mal sehen, was da passieren würde, wenn die AV plötzlich jegliche Anstrengungen einstellen würden.)
Und eins noch: Ich hab mich jetzt an SFL aufgehängt, weil es da wirklich extrem auffällt - aber im Prinzip findet das ja auch andernorts statt. Wenn man sich beispielsweise die Sommerprospekte der Mayrhofner Bergbahnen ansieht, dann findet man einen eigenen Prospekt für die Kletterer am Knorren (hochspezialisierte Zielgruppe), während die interessanten Bergwanderungen zur Ahornspitze oder zum Rastkogel (breite Zielgruppe) ganz knapp am Rand des allgemeinen Sommerplans abgehandelt werden...
- McMaf
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Wie schon im SFL-Topic geschrieben, stimme ich billyray bei den Sommerattraktionen volkommen zu. Für mich wäre das nichts und ich finde es übertrieben. Aber noch schlimmer ist diese Verunstaltung und Ausschlachtung der Berge ja eigentlich im Winter, wenn man es mal objektiv betrachtet.
Denn meinst du nicht, wenn irgendwelche Tourengeher im Winter von einem Berg gewedelt kommen, und dann sehen wie die Touristenmassen mit kuppelbaren Sesselbahnen auf den Berg geschaufelt werden, dass sich die Tourengeher nicht genauso vera****t vorkommen?
Als jemand, der selber gerne diese modernen Beförderungsmittel in Anspruch nimmt, kann ich nicht wirklich viel gegen diese neue Art des Sommertourismus einwenden. Ohne Sesselbahnen, Schlepplifte und Einseilumlaufbahnen, würde ich die Alpen wohl nur aus Erzählungen und Reportagen von National Geographic kennen.
Außerdem: wenn ich in SFL von irgendeinem Gipfel käme und dann kämen mir auf halbem Weg Leute auf diesen Stehrollern entgegen, würde ich mir echt vera****t vorkommen.
Denn meinst du nicht, wenn irgendwelche Tourengeher im Winter von einem Berg gewedelt kommen, und dann sehen wie die Touristenmassen mit kuppelbaren Sesselbahnen auf den Berg geschaufelt werden, dass sich die Tourengeher nicht genauso vera****t vorkommen?
Als jemand, der selber gerne diese modernen Beförderungsmittel in Anspruch nimmt, kann ich nicht wirklich viel gegen diese neue Art des Sommertourismus einwenden. Ohne Sesselbahnen, Schlepplifte und Einseilumlaufbahnen, würde ich die Alpen wohl nur aus Erzählungen und Reportagen von National Geographic kennen.
- baeckerbursch
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Ich glaube auf der Alpspitze sind 1/3 aller Benutzer im Sommer diese hochspezialisierte Zielgruppe. So etwas rechnet sich schon!Wenn man sich beispielsweise die Sommerprospekte der Mayrhofner Bergbahnen ansieht, dann findet man einen eigenen Prospekt für die Kletterer am Knorren (hochspezialisierte Zielgruppe),
Und sind wir doch mal ehrlich:
Wenn ich schöne Natur sehen will, wandere ich nicht z.B. von der Alpspitze zum Kreuzeck.
Schaut doch mal die Bilder von Ischgl im Sommer an
- Jens
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Meiner Meinung gibt es sowohl für den, ich nenn ihn hier mal Freizeitparktourismus, genauso eine Zielgruppe wie für den ursprünglicheren Wandertourismus.
Um heute den Sommertourismus anzukurbeln reicht für die jüngere Zielgruppe inkl. Familien ein gutes Wanderwegenetz durch eine intakte Natur nicht mehr aus, man muss Attraktionen à la Freizeitpark bieten, nicht umsonst boomen Freizeitparks, Centerparks und so weiter. Jetzt setzen einige wie Fiss und Serfaus neben ihren Wanderwegen halt auch auf solche Attraktionen und werben auch damit um ihr dadurch definiertes Zielpublikum, welches wohl auch zahlreich bucht.
Daneben gbit es aber auch Destinationen, die das Wanderwegenetz in Intakter Natur anbieten. Auch hier kommen Gäste, wobei der normale Somemrtourismus (wandern) aber zumidnest bei der jüngeren Generation nicht mehr so gefragt ist.
Meiner Meinung nach ist das eine Strategie den Sommertourismus in den Bergen für die jüngere Generation attraktiver zu machen und dabei muss man sich heute von den Standardangeboten abheben und eben auch solche Attraktionen bieten.
Deshalb bin ich der Meinung, das jeder Ort das für sich entscheidne muss wie er seine Zukunft gestalten will. Und es kann ja jeder Gast selbst entscheiden welche Destination er anfährt.
Um heute den Sommertourismus anzukurbeln reicht für die jüngere Zielgruppe inkl. Familien ein gutes Wanderwegenetz durch eine intakte Natur nicht mehr aus, man muss Attraktionen à la Freizeitpark bieten, nicht umsonst boomen Freizeitparks, Centerparks und so weiter. Jetzt setzen einige wie Fiss und Serfaus neben ihren Wanderwegen halt auch auf solche Attraktionen und werben auch damit um ihr dadurch definiertes Zielpublikum, welches wohl auch zahlreich bucht.
Daneben gbit es aber auch Destinationen, die das Wanderwegenetz in Intakter Natur anbieten. Auch hier kommen Gäste, wobei der normale Somemrtourismus (wandern) aber zumidnest bei der jüngeren Generation nicht mehr so gefragt ist.
Meiner Meinung nach ist das eine Strategie den Sommertourismus in den Bergen für die jüngere Generation attraktiver zu machen und dabei muss man sich heute von den Standardangeboten abheben und eben auch solche Attraktionen bieten.
Deshalb bin ich der Meinung, das jeder Ort das für sich entscheidne muss wie er seine Zukunft gestalten will. Und es kann ja jeder Gast selbst entscheiden welche Destination er anfährt.
- Nuno
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So sehe ich dass auch. Die Gefahr liegt nur da, dass bald jedes Dorf sein Flizter haben möchte, genauso wie im Winter jedes Dorf sein Skischaukel oder 6KSB-BSH/Telemix mit Cinema (Weltneuheit) haben möchte. Das Sonderangebot wird zum Standardangebot, und jede Menge EU- und lokalsubventionen fliessen zur jeder Dorf zum Achterbahn- und KSB-bauen, weil die Nachbarn auch schon einer haben und sonst Arbeitsplätze verloren gehen. Vielleicht gelingt es die wenigen original-dörfer denn um zu werben mit ihrem SpeziellangeboteJens hat geschrieben:Meiner Meinung nach ist das eine Strategie den Sommertourismus in den Bergen für die jüngere Generation attraktiver zu machen und dabei muss man sich heute von den Standardangeboten abheben und eben auch solche Attraktionen bieten.
Deshalb bin ich der Meinung, das jeder Ort das für sich entscheidne muss wie er seine Zukunft gestalten will. Und es kann ja jeder Gast selbst entscheiden welche Destination er anfährt.
- snowflat
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Folgender Text sprich für sich:
Und gegen "Winter-Attraktionismus" hat ja anscheinend keiner was ... oder etwa doch???
Vom Wintertourismus alleine können Bergbahnen, Hoteliers etc. nicht überleben, auch wenn er den Löwenanteil ausmacht. Und die letzten Jahre/Jahrzehnte haben gezeigt, dass bei mangelndem Angebot im Sommer die Gästezahlen zurückgehen. Die Regionen, die diesen "Sommer-Attraktionismus" mitgehen - ich denke hier gerade an SFL - hat Ihnen mit Erfolg rechtgegben. Im Text wird hier auch Imst genannt, die mit ihrem Outdoorprogrammen auf der Erfolgsspur sind. Warum stellt man diese Entwicklungen in Frage, wenn sie erfolgreich sind? Klar mag es ein ungewöhnliches Bild sein, wenn einem die Stehroller entgegenkommen. Aber das ist halt eine bequeme Art, die Natur zu entdecken. Und wenn die Nachfrage da ist, dadurch Gäste kommen dann hat man doch alles richtig gemacht. Wenn man diese Entwicklungen im Sommertourismus für falsch oder inakzeptabel hält, frage ich mich, warum ihr Skifahren geht und Euch an modernsten Aufstiegsanlagen ergözt. Denn diese Entwicklung wird ja nicht in Abrede gestellt„Preisdumping ist der falsche Weg”
Hohe Angebotsqualität soll den Sommer-Tourismus nachhaltig stärken – sind Dumpingpreise kontraproduktiv?
Eine vom Management Center Innsbruck (MCI Tourismus) veröffentliche Zukunftsstudie über den Tiroler Sommertourismus sorgt für Aufregung. Darin wird vor allem an der Angebots- und Imagepolitik Kritik geübt. VP-Tourismussprecher Hannes Staggl entgegnet, man solle den Sommertourismus nicht schlecht reden und warnt vor voreiligen Schlüssen. Die einmalige Natur verkörpert das touristische Potenzial der Region. Laut MCI-Studie wird dieses Potenzial jedoch nicht entsprechend genutzt.
Die einmalige Natur verkörpert das touristische Potenzial der Region. Laut MCI-Studie wird dieses Potenzial jedoch nicht entsprechend genutzt.
Eine jüngst veröffentlichte Studie des MCI Tourismus zum Thema „Zukunft des Alpinen Tourismus 2020 – Potenziale und Chancen für Tirol” bescheinigt dem regionalen Sommertourismus zwar sehr gute Voraussetzungen, allerdings würden diese nicht ausreichend genutzt. So bestünde vor allem an den Erfolgsfaktoren „Angebot” und „Image” dringender Handlungsbedarf, da diese in Zukunft immer mehr an Bedeutung gewinnen würden. Wirtschaftskammer-Präsident Jürgen Bodenseer bekräftigt diese Ergebnisse und meint: „Es gibt klare Anzeichen für Nächtigungsrückgänge in diesem Sommer und damit eine Fortsetzung der negativen Sommer-Entwicklung bei den Nächtigungen seit 15 Jahren”.
KEINE KATERSTIMMUNG. Anderer Meinung ist der Imster Wirtschaftsbund-LA und VP- Tourismussprecher Hannes Staggl. „Im Sommer verzeichnen wir immerhin 17 Millionen Nächtigungen, im Winter sind es 25 Millionen. Das ist auch im Sommer ein Top-Wert für Tirol, auf den wir stolz sein können. Das letzte, was wir jetzt brauchen können, ist eine Katerstimmung bei den Sommertouristikern. Diese ist alles andere, als angebracht”, erklärt Staggl. Trotzdem sei es auch seiner Meinung nach wichtig, die Kräfte der Tourismuswerbung zu bündeln. Der Winter sei mit seinem klar kommunizierbaren Wintersportangebot viel leichter zu verkaufen, für den Sommertourismus sei dies schwieriger. Die aktuelle Tourismusstudie schätzt Staggl dabei als einen wichtigen Meilenstein bei der Weiterentwicklung des Sommerangebotes ein.
ZUKUNFTSCHANCEN. Ebenfalls keinen Grund zur Beunruhigung sieht Reinhold Werth, Geschäftsführer des Tourismusverbandes Tiroler Oberland und Kaunertal. „Vor allem im Hotelbereich wird in der Region sehr gute Arbeit geleistet. Dadurch, und aufgrund der ausgezeichneten Bedingungen am Kaunertaler Gletscher, verzeichneten wir im Juni dieses Jahres einen klaren Zuwachs an Nächtigungen von rund 16 Prozent”, erklärt Werth. Chancen für die Zukunft sieht er vor allem durch eine weitere Steigerung der Programmqualität. So soll vor allem das „Natur-, Wander- und Bergerlebnis” – wo bereits beste natürliche Voraussetzungen vorhanden sind – betont werden. Zwar hätten auch preisaggressive Strategien ihre marktwirtschaftliche Berechtigung, jedoch „nützt irgendwann auch ein günstiger Preis nichts mehr, wenn die Qualität nicht stimmt”, meint Werth.
MIEMING. Ähnlich sieht dies auch Hubert Trenkwalder, Geschäftsführer des Tourismusverbandes Mieminger Plateau und Fernpass Seen und glaubt, dass langfristig gesehen nur beste Qualität zu einem guten Preis zum Erfolg führen kann. „Preisdumping führt zwar kurzfristig zu einer hohen Auslastung, langfristig gesehen ist dies aber keine zukunftsträchtige Strategie”, erklärt Trenkwalder. Für den Sommertourismus sieht er jedenfalls ein enormes Wachstumspotential. „Der Gast muss die Natur erleben können”, erläutert Trenkwalder. Gerne verweist er auch auf die guten Nächtigungszahlen im Juni und begründet diese vor allem durch die ausgezeichneten Wetterverhältnisse in der zweiten Junihälfte, sowie durch den „gesunden Gästemix”.
TIROL WEST. Ein leichtes Plus gegenüber dem Vorjahr konnte auch beim TVB Westtirol verzeichnet werden. Mit einem Zuwachs von 2,2 Prozent bei den Nächtigungen zeigte man sich hier zufrieden. „Mit Dumpingpreisen sehen wir uns in der Region wenig konfrontiert”, erklärt Ingrid Wohlfahrter, Geschäftsführerin des TVB Tirol West, stellt die Betriebwirtschaftlichkeit einer Niedrigstpreispolitik jedoch in Frage. Weniger positiv zeigt sich die Situation in der Region Imst-Gurgltal, welche nach dem letztjährigen Nächtigungsminus auch heuer mit einem zahlenmäßigen Rückgang in den Sommer gestartet ist. „Hier muss aber berücksichtigt werden, dass heuer zwei Vier-Stern-Häuser, die immer sehr gut gebucht waren, wegen einer Betriebsschließung wegfallen”, erklärt Alexandra Flür, Geschäftsführerin des TVB Imst-Gurgltal die Situation.
IMST. Im Juni war zwar ein leichtes Nächtigungsplus von 1,7 Prozent zu verzeichnen, allerdings erkennt Flür auch in der Marktpositionierung Tirols im Sommertourismus ein Problem: „Im Winter gibt es ein klares Thema: Schifahren. Im Sommer fehlt es an einem solchen. Viele Gäste haben ein sehr verschwommenes Bild, was ihnen unser Land im Sommer bieten kann.” In Imst setzt man daher auf eine Positionierung als Outdoor-Mekka. „Wir haben unser Outdoor- Programm in den letzten Jahren sehr gut ausgebaut und werden dies auch weiterhin tun”, erklärt Flür. Von Preisdumping hält auch sie nichts: „Dumpingpreise sind absolut das Schlechteste, was man tun kann und schaden dem gesamten Tiroler Tourismus. Wer einmal damit anfängt, wird sehr lange brauchen, um aus der Billig-Schublade wieder herauszukommen.”
Kanada - 29.01.2017 bis 10.02.2017
Du kannst Dir Glück nicht kaufen. Aber Du kannst skifahren gehen und das ist ziemlich dasselbe!
Du kannst Dir Glück nicht kaufen. Aber Du kannst skifahren gehen und das ist ziemlich dasselbe!
- k2k
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Daß man mit derartigen Attraktionen offensichtlich punkten kann ist unbestritten, ich denke da sind wir uns einig. Imst wurde als Beispiel genannt, da steht ein ziemlich erfolgreicher Alpine Coaster der sogar mich schon dorthin gelockt hat. Aber ich glaube darum ging es b'ray gar nicht, wenn ich den Beitrag von oben so lese. Die Frage scheint eher zu sein, ob die erfolgreiche Strategie auch wünschenswert ist, vom Standpunkt des Natur-/Landschaftsliebhabers und Bergwanderers aus gesehen. Und das kann man sehr wohl diskutieren, denn da besteht ja bekanntlich ein uralter Interessenskonflikt, der immer wieder dann auch öffentlich zum Tragen kommt wenn die Alpenvereine mal wieder medial wirksam gegen eine Neuerschließung wettern.
Ich persönlich denke auch, man muß das so gut es geht trennen und allen Interessensgruppen ihre Bereiche lassen, erst recht wenn es wirtschaftlich sinnvoll und erfolgreich ist. Wenn man in einem hocherschlossenen Skigebiet wie z.B. SFL solche Coaster erstellt und die Leute auf Rollern rumfahren lässt dann soll das wegen mir so sein, so lange es noch ein paar andere Ecken gibt wo ich hinfahren kann wenn ich das nicht sehen will. Nicht so toll würde ich es finden, wenn solche Attraktionen in weitgehend unberührte oder bisher unerschlossene Gebiete gebaut würden. Aber angenommen, Ischgl würde jetzt nen Hangglider auf die planierte und remodellierte Idalpe klatschen, so würde ich darüber zwar vielleicht innerlich den Kopf schütteln, weil mich persönlich sowas überhaupt nicht anspricht, aber wirklich stören würde es mich nicht.
Ich persönlich denke auch, man muß das so gut es geht trennen und allen Interessensgruppen ihre Bereiche lassen, erst recht wenn es wirtschaftlich sinnvoll und erfolgreich ist. Wenn man in einem hocherschlossenen Skigebiet wie z.B. SFL solche Coaster erstellt und die Leute auf Rollern rumfahren lässt dann soll das wegen mir so sein, so lange es noch ein paar andere Ecken gibt wo ich hinfahren kann wenn ich das nicht sehen will. Nicht so toll würde ich es finden, wenn solche Attraktionen in weitgehend unberührte oder bisher unerschlossene Gebiete gebaut würden. Aber angenommen, Ischgl würde jetzt nen Hangglider auf die planierte und remodellierte Idalpe klatschen, so würde ich darüber zwar vielleicht innerlich den Kopf schütteln, weil mich persönlich sowas überhaupt nicht anspricht, aber wirklich stören würde es mich nicht.
"Seilbahnen sind komplexe technische Systeme. Sie sind Werke innovativen vielschichtigen Schaffens und bilden ein spannungsvolles Zusammenspiel technischer und wirtschaftlicher, politischer, sozio-kultureller und landschaftlicher Faktoren." (Schweizerisches Bundesamt für Kultur)
- mic
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tirol.comSölden: Sommerzahlen gehen in Richtung Keller
Dramatische Zahlen bekamen Söldens Vermieter präsentiert. Winter hui, Sommer pfui: tiefe Einbrüche bei den Nächtigungen.
Christian Pult hatte am Freitagabend keine guten Nachrichten für die Vermieter in der Tourismushochburg Sölden. Zwischen dem Jahr 1997 und dem Jahr 2005 sanken die Nächtigungszahlen in der Ötztaler Tourismusmetropole von 395.000 auf 294.000. Das entspricht einem Rückgang von nicht weniger als 25 Prozent binnen acht Jahren.
Keine Trendwende
Auch der diesjährige Sommer dürfte keine Trendwende eingeleitet haben. Im Gegenteil: Bis Ende Juli gab es im Vergleich zum Vorjahr ein erneutes Minus von 5,3 Prozent, im August dürfte der Rückgang zwischen satten zehn und 15 Prozent liegen.
Für den Tourismus-Ortsauschussobmann schrillen damit die Alarmglocken: "Die Schuld auf das schlechte Wetter, die Fußball-WM, oder die wirtschaftliche Lage der Herkunftsländer zu schieben, ist als Ausrede zu billig. Denn all diese Vo-raussetzungen haben unsere Mitbewerber auch."
Positivbeispiel Fiss
Zum Vergleich präsentiert Pult die Nächtigungszahlen von Fiss, wo es im selben Vergleichszeitraum einen Zuwachs von 22 Prozent gab. Demnächst soll auf dem Obergrichtler Sonnenplateau sogar die 400.000er-Grenze durchbrochen werden.
Pult: "Ich habe das Gefühl, dass es bei uns am Wollen krankt. Eigentlich wären alle gefordert, ihren Beitrag zu einer Verbesserung der derzeitigen Misere zu leisten. Bezeichnend ist aber alleine die Teilnahme an dieser Zusammenkunft, bei der genügend Sessel leer und zudem wichtige Personen fern geblieben sind!"
Nun seien in Sölden Ideen gefragt. Ansätze gibt es.
-
Hägar
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Im Sommer ist das an vielen Orten ein Problem.
Habe das anderswo schon geschrieben.
Entweder braucht es eine Top - Aussicht, oder dann halt sonst was für die Unterhaltung. Wegen dem Seilbahnfahren alleine kommen die wenigsten Leute.
- Trottinet (wie heisst das in Deutschland ?)
- Erlebnispark
- See
- Themenwege (Tiere, Pflanzen, Natur)
- Rodelbahnen
- Bastelprogramme für Kinder
- Bergbahnen im Sommer gratis (Arosa, Davos hat auch was, gibt alle Jahre mehr)
- usw
Sölden und SFL sind nach mir 2 total gegensätzliche Sommerorte.
Die Sommerzahlen von Ischgl wären auch interessant. Hier müsste nach meinen Einschätzungen der Trend ähnlich sein wie in Sölden. Ich war da 2x im September. Das war eine Geisterstadt. Viele Biker die den ganzen Tag mit der Bahn hoch, und mit dem Bike runtergefahren sind (gibt auch ein paar andere, und jedem das was Spass macht).
Ich war in Sölden und in Fiss Serfaus im Sommer schon am Wandern.
Und hier hat Fiss / Serfaus nach mir die Nase vorne. Auch kann ich mir vorstellen, dass Biker in SFL auch besser dran sind als in Sölden (bin aber kein Bike - Experte, und es wird sicher Ausnahmen geben).
Eine Bemerkung kann ich mir nun nicht verkneifen, und es ist nicht mal gross OT
In Fiss und Serfaus kann der Erfolg sicher nicht wegen Nostalgiebahnen sein. Auch die hässlichen Uni-G stören dort offenbar nur eine Handvoll Leute. Im Sommer sind die Gäste älter und betagter (Groseltern) als im Winter. Und die sind am liebsten in einer Gondelbahn. Das ist nun einfach so. Und der Spielpark erledigt den Rest. Eltern geht es im Urlaub besser, wenn es den Kinder sauwohl ist. Und das ist halt leider mit Spiel- und Erlebnisparks besser umzusetzen als mit Nostalgiebahnen. Und wenn es den Kinder super gefällt. dann wollen die in einem Jahr da wieder hin. Ich habe selber auch Kinder, und bei uns war das so. Da brauchte es das eine oder andere Machtwort, sonst wären wir alle Jahre am gleichen Ort gewesen.
SFL wird vermutlich auch keine Eintagesfliege sein, da bin ich mir sicher.
So, nun halte ich die Klappe.
Einen schönen Herbst
Habe das anderswo schon geschrieben.
Entweder braucht es eine Top - Aussicht, oder dann halt sonst was für die Unterhaltung. Wegen dem Seilbahnfahren alleine kommen die wenigsten Leute.
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- Bastelprogramme für Kinder
- Bergbahnen im Sommer gratis (Arosa, Davos hat auch was, gibt alle Jahre mehr)
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Sölden und SFL sind nach mir 2 total gegensätzliche Sommerorte.
Die Sommerzahlen von Ischgl wären auch interessant. Hier müsste nach meinen Einschätzungen der Trend ähnlich sein wie in Sölden. Ich war da 2x im September. Das war eine Geisterstadt. Viele Biker die den ganzen Tag mit der Bahn hoch, und mit dem Bike runtergefahren sind (gibt auch ein paar andere, und jedem das was Spass macht).
Ich war in Sölden und in Fiss Serfaus im Sommer schon am Wandern.
Und hier hat Fiss / Serfaus nach mir die Nase vorne. Auch kann ich mir vorstellen, dass Biker in SFL auch besser dran sind als in Sölden (bin aber kein Bike - Experte, und es wird sicher Ausnahmen geben).
Eine Bemerkung kann ich mir nun nicht verkneifen, und es ist nicht mal gross OT
In Fiss und Serfaus kann der Erfolg sicher nicht wegen Nostalgiebahnen sein. Auch die hässlichen Uni-G stören dort offenbar nur eine Handvoll Leute. Im Sommer sind die Gäste älter und betagter (Groseltern) als im Winter. Und die sind am liebsten in einer Gondelbahn. Das ist nun einfach so. Und der Spielpark erledigt den Rest. Eltern geht es im Urlaub besser, wenn es den Kinder sauwohl ist. Und das ist halt leider mit Spiel- und Erlebnisparks besser umzusetzen als mit Nostalgiebahnen. Und wenn es den Kinder super gefällt. dann wollen die in einem Jahr da wieder hin. Ich habe selber auch Kinder, und bei uns war das so. Da brauchte es das eine oder andere Machtwort, sonst wären wir alle Jahre am gleichen Ort gewesen.
SFL wird vermutlich auch keine Eintagesfliege sein, da bin ich mir sicher.
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- billyray
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Ich glaube, ich möchte meine Thesen noch einmal ganz deutlich formulieren:
Manche Orte vernachlässigen das Marketing und die Infrastruktur für ihre klassischen Gäste zugunsten aufwändiger Attraktionen.
Soll heißen: In Regionen wie SFL findet eine einseitige Neuausrichtung statt, bei der riskiert - oder in Kauf genommen - wird, dass die bisherige Klientel mittelfristig abgeschreckt wird und sich anderweitig orientiert. Das halte ich für eine riskante Strategie. (Dass es mir persönlich nicht sonderlich gefällt, ist eine andere Sache.)
Aufwändige Attraktionen sind nur solange ein Vorteil im Wettbewerb zwischen den alpinen Regionen, bis sie weit verbreitet sind. Dadurch entsteht ein kurzfristig ein scheinbarer Druck zur "Aufholjagd".
Dass es in SFL derzeit bergauf geht, beweist bisher nur, dass es zumindest kurzfristig Sinn macht, sich durch Innovationen von seinen regionalen Mittbewerbern abzusetzen. Wenn jetzt alle auf denselben Zug aufspringen, wird sich das ganz sicher schnell nivellieren - aber für jeden weiteren Nachmacher wird der Zugewinn geringer ausfallen.
Die klassische Urlauber-Motivation des Bergwanderns wird vielerorts im Marketing bzw. in der vorhandenen Infrastruktur trivialisiert und/oder radikalisiert, wodurch ihm die Möglichkeit der breiten Ansprache genommen wird.
Einerseits werden überall Steige aufgelassen, sobald ein Fahrweg auch nur in eine ähnliche Richtung gebaut wird, Varianten von Bergwegen "gesundgeschrumpft", und Orte wie Zell am Ziller vermarkten "Wellness-Wandern"; andererseits konzentriert sich die Kommunikation der Tourismusorte zunehmend auch auf die "extremeren" Zielgruppen wie Kletterer und Fernwanderer. Marketingmaßnahmen für den "gemäßigten Berggeher" sind praktisch nicht mehr anzutreffen. Das mag gut erforschte Gründe haben; es scheint mir aber eher so, als würde einfach davon ausgehen, als müsse man für diese Zielgruppe nichts tun, da sie ohnehin weiterhin kommen würde.
Manche Orte vernachlässigen das Marketing und die Infrastruktur für ihre klassischen Gäste zugunsten aufwändiger Attraktionen.
Soll heißen: In Regionen wie SFL findet eine einseitige Neuausrichtung statt, bei der riskiert - oder in Kauf genommen - wird, dass die bisherige Klientel mittelfristig abgeschreckt wird und sich anderweitig orientiert. Das halte ich für eine riskante Strategie. (Dass es mir persönlich nicht sonderlich gefällt, ist eine andere Sache.)
Aufwändige Attraktionen sind nur solange ein Vorteil im Wettbewerb zwischen den alpinen Regionen, bis sie weit verbreitet sind. Dadurch entsteht ein kurzfristig ein scheinbarer Druck zur "Aufholjagd".
Dass es in SFL derzeit bergauf geht, beweist bisher nur, dass es zumindest kurzfristig Sinn macht, sich durch Innovationen von seinen regionalen Mittbewerbern abzusetzen. Wenn jetzt alle auf denselben Zug aufspringen, wird sich das ganz sicher schnell nivellieren - aber für jeden weiteren Nachmacher wird der Zugewinn geringer ausfallen.
Die klassische Urlauber-Motivation des Bergwanderns wird vielerorts im Marketing bzw. in der vorhandenen Infrastruktur trivialisiert und/oder radikalisiert, wodurch ihm die Möglichkeit der breiten Ansprache genommen wird.
Einerseits werden überall Steige aufgelassen, sobald ein Fahrweg auch nur in eine ähnliche Richtung gebaut wird, Varianten von Bergwegen "gesundgeschrumpft", und Orte wie Zell am Ziller vermarkten "Wellness-Wandern"; andererseits konzentriert sich die Kommunikation der Tourismusorte zunehmend auch auf die "extremeren" Zielgruppen wie Kletterer und Fernwanderer. Marketingmaßnahmen für den "gemäßigten Berggeher" sind praktisch nicht mehr anzutreffen. Das mag gut erforschte Gründe haben; es scheint mir aber eher so, als würde einfach davon ausgehen, als müsse man für diese Zielgruppe nichts tun, da sie ohnehin weiterhin kommen würde.
- Chasseral
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Die Winter-Hochburgen, die im Sommer Hotels schliessen, haben im Sommer mit Sicherheit ein immer stärkeres Problem und werden es nicht ansatzweise schaffen, ihre Infrastruktur auszunutzen. Die müssen einfach voll auf den Winter setzen. Die brauchen dann wohl auch keine Sommer-Attraktionen. Da geht - wie Hägar geschriebenhat - am ehesten noch Velo-Transport mit der ohnehin vorhandenen Bahn, sofern Abfahrtsrouten vorhanden sind, ohne dass dies viel Aufwand kostet. Ansonsten ist es wohl nur wichtig, dass es viele verschiedene Orte mit unterschiedlichen Sommer-Strategien gibt, denn es gibt verschiedene Zielgruppen - und zwangsläufig auch verschiedene Bewertungen der einzelnen Sommer-Konzepte. Man kann noch nicht einmall bestimmte Personen den Zielgruppen zuordnen. Ich selbst gehöre zum Beispiel bereits 3 verschiedenen Zielgruppen an:
1. Suchen nach sportlicher Herausfporderung. Auf dem Tripp bin ich, wenn ich alleine oder mit gleichgesinnten unterwegs bin. Da suche ich nach interessanten Gelegenheiten für Natursport - im Gebirge in erster Linie Bergsteigen, Klettern und Velo-Fahren. Die sonstige Infrastruktur ist mir dan eher egal, allerdings würde ich mich dabei aber ungern ständig in einer "kompletterschlossenen" Welt aufhalten, die mit Seilbahnstützen, Bergresataurants und ähnlichem zugepflastert ist. Allerdings nehme ich eine Sommerrodelbahn oder eine Trottinet-Abfahrt oder sowas gerne "im Vorbeigehen" mit.
2. Urlaub mit Partner. Wenn ich mit meiner Frau unterwegs bin, suche ich den gemäßigten Bergsport und da ist es mir besonders wichtig, dass ich möglichst wenig mit hocherschlossenen Bergen und Freizeitpark-Quatsch konfrontiert bin.
3. Urlaub mit Kindern. Wenn ich mit der kompletten Familie unterwegs bin, dann ist es sehr wichtig, dass es die ein- oder andere Attraktion aus der Reihe, die Hägar genannt hat, gibt. In Regionen, wo es sowas nicht gibt, würde ich vermutlich nicht fahren. Hier ist mir dann auch die Erschließung wieder egal. So ein fieser Flitzer
und ein kindgerechter Themenwanderweg sind dann schon mal ein Grund, dort die Ferien zu verbringen.
Das sind jetzt 3 Zielgruppen, denen ich mich zugehörig fühle - und dann gibt es noch diejenigen, die mir (zumindest noch) eher fremd sind. Hier ein Beispiel:
4. Die älteren Semester, die gerne überall mit der Bahn hochfahren und ansonsten eher mit wenig zufrieden sind, solange es grosse Essensportionen zu billigen Preisen gibt - und schöne Postkartenmotive für die Lieben daheim.
Als Fazit nochmal ganz ohne Zynismus: Jeder Urlaubsort muss sich überlegen, wie er sich im Spannungsfeld dieser Anforderungen positioniert. Allen kann er es nicht recht machen. Die (durch den Winter) vorhandene Infrastruktur, die geographische Struktur, die Verkehrsanbindung (Tagesgäste?) und andere Effekte sorgen dafür, dass hier nicht jeder die gleichen Voraussetzungen hat und eine eigene Entwicklung anstrebt. Und das ist gut so. Deshalb kann man hier nur sehr schwer sagen, ob eine Toursmusdestination hier klug oder unklug handelt. Man kann lediglich beurteilen, ob das nach dem eigenen Geschmack ist oder nicht.
1. Suchen nach sportlicher Herausfporderung. Auf dem Tripp bin ich, wenn ich alleine oder mit gleichgesinnten unterwegs bin. Da suche ich nach interessanten Gelegenheiten für Natursport - im Gebirge in erster Linie Bergsteigen, Klettern und Velo-Fahren. Die sonstige Infrastruktur ist mir dan eher egal, allerdings würde ich mich dabei aber ungern ständig in einer "kompletterschlossenen" Welt aufhalten, die mit Seilbahnstützen, Bergresataurants und ähnlichem zugepflastert ist. Allerdings nehme ich eine Sommerrodelbahn oder eine Trottinet-Abfahrt oder sowas gerne "im Vorbeigehen" mit.
2. Urlaub mit Partner. Wenn ich mit meiner Frau unterwegs bin, suche ich den gemäßigten Bergsport und da ist es mir besonders wichtig, dass ich möglichst wenig mit hocherschlossenen Bergen und Freizeitpark-Quatsch konfrontiert bin.
3. Urlaub mit Kindern. Wenn ich mit der kompletten Familie unterwegs bin, dann ist es sehr wichtig, dass es die ein- oder andere Attraktion aus der Reihe, die Hägar genannt hat, gibt. In Regionen, wo es sowas nicht gibt, würde ich vermutlich nicht fahren. Hier ist mir dann auch die Erschließung wieder egal. So ein fieser Flitzer
Das sind jetzt 3 Zielgruppen, denen ich mich zugehörig fühle - und dann gibt es noch diejenigen, die mir (zumindest noch) eher fremd sind. Hier ein Beispiel:
4. Die älteren Semester, die gerne überall mit der Bahn hochfahren und ansonsten eher mit wenig zufrieden sind, solange es grosse Essensportionen zu billigen Preisen gibt - und schöne Postkartenmotive für die Lieben daheim.
Als Fazit nochmal ganz ohne Zynismus: Jeder Urlaubsort muss sich überlegen, wie er sich im Spannungsfeld dieser Anforderungen positioniert. Allen kann er es nicht recht machen. Die (durch den Winter) vorhandene Infrastruktur, die geographische Struktur, die Verkehrsanbindung (Tagesgäste?) und andere Effekte sorgen dafür, dass hier nicht jeder die gleichen Voraussetzungen hat und eine eigene Entwicklung anstrebt. Und das ist gut so. Deshalb kann man hier nur sehr schwer sagen, ob eine Toursmusdestination hier klug oder unklug handelt. Man kann lediglich beurteilen, ob das nach dem eigenen Geschmack ist oder nicht.
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@billyray: Das mit dem Verdrängungswettbewerb und den nur vorübergehenden Vorteilen ist in der Tat ein Problem, weil es den Gesamtmarkt schädigt, In der Konsolidierungsphase haben alle Marktteilnehmer nämlich höhere Kosten als vorher, ohne dass dem grössere Einnahmen gegenüberstehen. Ist bei der Skiinfrastruktur genauso - auch wenn es sich verrückt anhört: Wenn alle Skigebiete einen niedrigen Standard hätten (nur DSB und SL, wenig Beschneiung), ginge es den Unternehmen besser als wenn alle nur KSBen und Vollbeschneiung haben. Man sehe sich nur die Unternehmensbilanzen aus den 80ern und von heute an. Ich meine hier allerdings den Durchshcnitt und nicht einzelne Unternehmen. Es gibt überall Gewinner und Verlierer. Aber so ist die Situation und Alternativen gibt es keine. Es gibt nur "mitziehen" oder "verlieren" (zumindest im Winter).
Aber die andere Sichtweise: Das ist eben Markt! Und Markt in Verbindung mit Fortschritt schafft neue Perspektiven. Das ist das Positive. Und wer mit den Sommerattraktionen schnell und erfolgreich ist, darf sich halt nicht darauf ausruhen, sondern muss sein Angebot weiter ausbauen und verändern, wenn er diese Gästeklientel behalten will. Ausserdem habe ich keine Angst, dass du in 10 Jahren Slalom laufen musst, um die durch die ganzen fiesen Flitzer und Werbetafeln für Events durchzuschlängeln. 90% des Alpenraumes (schätzungsweise) sind immer noch sehr naturnah und mit einem guten Wanderwegenetz durchzogen - daran wird sich auch in Zukunft nichts ändern.
Aber die andere Sichtweise: Das ist eben Markt! Und Markt in Verbindung mit Fortschritt schafft neue Perspektiven. Das ist das Positive. Und wer mit den Sommerattraktionen schnell und erfolgreich ist, darf sich halt nicht darauf ausruhen, sondern muss sein Angebot weiter ausbauen und verändern, wenn er diese Gästeklientel behalten will. Ausserdem habe ich keine Angst, dass du in 10 Jahren Slalom laufen musst, um die durch die ganzen fiesen Flitzer und Werbetafeln für Events durchzuschlängeln. 90% des Alpenraumes (schätzungsweise) sind immer noch sehr naturnah und mit einem guten Wanderwegenetz durchzogen - daran wird sich auch in Zukunft nichts ändern.
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Das habe ich jetzt mal bewusst ignoriert um es nicht zu verkomplizieren. Aber das trifft in meinem Fall besonders auf den Familienurlaub zu: Wenn es in den Bergen keine Attraktionen gäbe, dann führe ich mit den Kindern ausschliesslich ans Meer.GMD hat geschrieben:Man darf dabei auch nicht vergessen, dass die Bergorte nur einer der vielen Anbieter auf dem Tourismusmarkt sind. Die klassischen Badeferien sind immer noch eine mächtige Konkurrenz!
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Hägar
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Ist natürlich schon so, dass nicht jede gute Idee beliebig kopiert werden kann. Das regelt der Markt dann gnadenlos.
Im Berner Oberland ein Wort zu den Rodelbahnen.
Reihenfolge wird nicht stimmen.
Rellerli, Kandersteg, Pfingsteg, Heimwehfluh (nur ganz klein).
Vielleicht habe ich noch eine vergessen.
Diese 4 genannten sind im Berner Oberland relativ gleichmässig verteilt.
Wenn jetzt noch 10 gebaut würden, dann werden die meisten rote Zahlen schreiben. Aber mit den 4 Anlagen wird es sicher schwarze Zahlen geben. Es kann auch sein, dass das Rodeln in 20 Jahren durch was ganz verrücktes abgelöst wird. Und dann werden die Karten neu gemischt. Das ist der Markt.
Ein gutes Beispiel für mich sind die Konzerte auf der Idalpe. Ganz am Anfang wurde das für eine ganz kurze Zeit sogar noch belächelt. Es ist nach mir ein Erfolg. Wie lange noch weiss niemand. In der Zwischenzeit werden solche Konzerte mit mässigen Erfolg kopiert, und ich bin mir sicher, das das auf tiefem Nievau (nicht die Musik) stagniert oder sagor zurückgeht.
Nun leicht OT.
In der Schweiz gab es vor 10 - 15 Jahren im Sommer eine Handvoll Festivals (nenne mal den Gurten als eines der bekannteren) Inzwischen gibt es in der Schweiz eigentlich an jedem Wochenende etwas in der Art. Und seit diesem Jahr sind die Besucherzahlen an den allermeisten Anlässen erstmals zurückgegangen. Sogar der Gurten hatte etwas weniger Leute.
Das war eigentlich vorauszusehen. Die etablierten Anlässe werden sicher überleben. Die kleinen Kopien werden sicher zT. wieder verschwinden.
Was Ischgl mit der Musik wird wohl Serfaus und Fiss mit den Spielpark werden. Um die habe ich keine Angst. Wie Chasseral schon sagte, "Stillstand ist Rückschritt" Es wird wie bei den Bahnen und der Beschneiung ein Alpines Wettrüsten geben. Entweder macht eine Unternehmung mit, oder Sie lässt es bleiben. Zwischendrinn gibt es auch noch ein paar Erfolgreiche. Was dann in 10 oder 20 Jahren dabei rauskommt, ich weiss es auch nicht. Warten wir ab.
Soviel aber noch. Wer nichts probiert, gewinnt auch nie etwas. Mit dem Kopf durch die Wand ist nicht gefragt. Aber wenn es nach den zahlreichen Pessimisten gehen würde, dann wäre es wenigstens für mich auch nicht mehr so lustig auf dieser Welt.
Es gibt ein sicheres Mittel, nie in den Konkurs zu gehen. Auf keinen Fall etwas bauen, kaufen, versuchen.
Zum Glück sind nicht alle so, wir würden noch mit selbergeschnitzen Skis zu Fuss die Hänge hochlaufen. Ist jetzt etwas übertrieben, das gebe ich zu, aber etwas wahres ist halt doch dran.
Das Mittelmehr wurde auch schon angesprochen. Die geben sich auch alle Mühe, die Leute anzulocken. Die sind im gleichen Boot wie die Ferienorte und die Bahnen. Aber das würde jetzt hier den rahmen sprengen.
Im Berner Oberland ein Wort zu den Rodelbahnen.
Reihenfolge wird nicht stimmen.
Rellerli, Kandersteg, Pfingsteg, Heimwehfluh (nur ganz klein).
Vielleicht habe ich noch eine vergessen.
Diese 4 genannten sind im Berner Oberland relativ gleichmässig verteilt.
Wenn jetzt noch 10 gebaut würden, dann werden die meisten rote Zahlen schreiben. Aber mit den 4 Anlagen wird es sicher schwarze Zahlen geben. Es kann auch sein, dass das Rodeln in 20 Jahren durch was ganz verrücktes abgelöst wird. Und dann werden die Karten neu gemischt. Das ist der Markt.
Ein gutes Beispiel für mich sind die Konzerte auf der Idalpe. Ganz am Anfang wurde das für eine ganz kurze Zeit sogar noch belächelt. Es ist nach mir ein Erfolg. Wie lange noch weiss niemand. In der Zwischenzeit werden solche Konzerte mit mässigen Erfolg kopiert, und ich bin mir sicher, das das auf tiefem Nievau (nicht die Musik) stagniert oder sagor zurückgeht.
Nun leicht OT.
In der Schweiz gab es vor 10 - 15 Jahren im Sommer eine Handvoll Festivals (nenne mal den Gurten als eines der bekannteren) Inzwischen gibt es in der Schweiz eigentlich an jedem Wochenende etwas in der Art. Und seit diesem Jahr sind die Besucherzahlen an den allermeisten Anlässen erstmals zurückgegangen. Sogar der Gurten hatte etwas weniger Leute.
Das war eigentlich vorauszusehen. Die etablierten Anlässe werden sicher überleben. Die kleinen Kopien werden sicher zT. wieder verschwinden.
Was Ischgl mit der Musik wird wohl Serfaus und Fiss mit den Spielpark werden. Um die habe ich keine Angst. Wie Chasseral schon sagte, "Stillstand ist Rückschritt" Es wird wie bei den Bahnen und der Beschneiung ein Alpines Wettrüsten geben. Entweder macht eine Unternehmung mit, oder Sie lässt es bleiben. Zwischendrinn gibt es auch noch ein paar Erfolgreiche. Was dann in 10 oder 20 Jahren dabei rauskommt, ich weiss es auch nicht. Warten wir ab.
Soviel aber noch. Wer nichts probiert, gewinnt auch nie etwas. Mit dem Kopf durch die Wand ist nicht gefragt. Aber wenn es nach den zahlreichen Pessimisten gehen würde, dann wäre es wenigstens für mich auch nicht mehr so lustig auf dieser Welt.
Es gibt ein sicheres Mittel, nie in den Konkurs zu gehen. Auf keinen Fall etwas bauen, kaufen, versuchen.
Zum Glück sind nicht alle so, wir würden noch mit selbergeschnitzen Skis zu Fuss die Hänge hochlaufen. Ist jetzt etwas übertrieben, das gebe ich zu, aber etwas wahres ist halt doch dran.
Das Mittelmehr wurde auch schon angesprochen. Die geben sich auch alle Mühe, die Leute anzulocken. Die sind im gleichen Boot wie die Ferienorte und die Bahnen. Aber das würde jetzt hier den rahmen sprengen.
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das halte ich für ein Gerücht. Es hat eine mehrschichtige Ausrichtung stattgefunden! Eine Erweiterung der Zielgruppen.Manche Orte vernachlässigen das Marketing und die Infrastruktur für ihre klassischen Gäste zugunsten aufwändiger Attraktionen. In Regionen wie SFL findet eine einseitige Neuausrichtung statt
Ansonsten kann ich Hägar und Chasseral nur zustimmen. Außer das ein Publikum in Sommer älter und betagter ist. Die Funparkausrichtung zielt gerade auf die Jüngeren ab!
Vielleicht sieht man einige Sachen auch anders wenn man kleine Kinder hat die unterhalten werden wollen!
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Ja, das hast Du.Vielleicht habe ich noch eine vergessen.
Auf dem Glacier3000 wird zur Zeit ein ganzjahres Coaster gebaut. Und mit 931 Meter ist es wohl die längste Anlage im Berner Oberland.
Ok. Diese Anlage steht zwar nicht mehr im Berner Oberland. Aber der Glacier hat doch noch eine gewisse Bedeutung für das Oberland
Klar wird dies der Markt entscheiden. Aber bei einem Open-Air hat man meistens eine provisorische Infrastruktur die nach dem Anlass wieder demontiert wird. Hingegen eine Rodelbahn ist fix und wenn das Unternehmen pleite geht hat man entweder eine Ruine oder das Zeugs muss auf Staatskosten zurückgebaut werden.Das war eigentlich vorauszusehen. Die etablierten Anlässe werden sicher überleben. Die kleinen Kopien werden sicher zT. wieder verschwinden.
https://www.skichablais.net, seit 20 Jahren über Bergbahnen der Region Chablais und Umgebung.
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Mit den älteren Leuten habe ich mich etwas unglücklich ausgedrückt. Das ist mein Fehler.mic hat geschrieben:das halte ich für ein Gerücht. Es hat eine mehrschichtige Ausrichtung stattgefunden! Eine Erweiterung der Zielgruppen.Manche Orte vernachlässigen das Marketing und die Infrastruktur für ihre klassischen Gäste zugunsten aufwändiger Attraktionen. In Regionen wie SFL findet eine einseitige Neuausrichtung statt
Ansonsten kann ich Hägar und Chasseral nur zustimmen. Außer das ein Publikum in Sommer älter und betagter ist. Die Funparkausrichtung zielt gerade auf die Jüngeren ab!
Vielleicht sieht man einige Sachen auch anders wenn man kleine Kinder hat die unterhalten werden wollen!
Ich denke da an die Omas und Opas, die kommen halt im Sommer eher noch mit Ihren Kinder und Grosskindern auch mit in den Urlaub. Im Winter ist das etwas weniger der Fall. Auch ist es so, dass im Sommer mehr Leute im Ruhestand unterwegs sind als im Winter. Ich denke da an die ganzen Busreisen. Ist nicht die grosse Masse wie im Winter, aber ich meine damit, das im Sommer etwas mehr Senioren kommen als im Winter. Im Winter gehen die Senioren allerdings in der grossen Masse der Beruftstätigen eher unter.
Und wenn die Senioren alleine in den Urlaub fahren, dann wählen die Ihre Ziel nach anderen Gesichtspunkten aus. Chasseral hat das sehr treffend beschrieben.
Und noch was. Die Kinder von heute sind die Gäste von Morgen. Das wurde schon in vielen anderen Branchen bemerkt.
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Ich denke die Angebote wie sie z.B. Fiss bietet, sind in erster Linie nicht als Konkurenz zu den alpinen Mitbewerbern zu sehen, sondern zu anderen Standorten. Wer seinen Urlaub der Berge wegen in den Alpen verbring lässt sich in den wenigsten Fällen von diesen Dingen anziehen. Aber die typische junge Spassgesellschaft, zu der ich mich auch in gewissem Maße zähle, würde sonst garnicht in die Alpen fahren. Orte wie Ischgl können im Sommer nicht einfach ein ganz anderes Puplikum ansprechen als im Winter. Die gesammte Infrastruktur ist auf eine bstimmte Zielgruppe ausgerichtet. Im Winter kommt die (auch) zum Schifahren, und im Sommer braucht man genau dafür einen Ersatz. Bergbahnen reichen da nicht, da müssen Dinge die in Richtung Erlebnisspark gehen. Und sind wir mal ehrlich, würden wir nicht alle gern mal bei genialem Alpenpanorama Achterbahn fahren?
Also Ischgl baut endlich den Mountain Glider.
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- starli
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Nun wäre es vermutlich auch interessant, wie die anderen Teile im Ötztal im Vergleich abschneiden. Längenfeld mit seiner Therme wird seit 1997 sicherlich eine größere Steigung haben, auch in Ötz ists in den letzten Jahren im Sommer immer voller geworden.
Vielleicht fährt der Sommerurlauber im Ötztal einfach nur nicht mehr so tief hinein, sondern bleibt weiter vorne?
Desweiteren hat Sölden sicher auch Einbußen in der Verschlechterung des Sommerskibetriebs. Und: Sölden hat eine der (die?) kürzesten Sommer-Saisonen, was die Betriebszeiten der Seilbahnen angeht.
Vielleicht fährt der Sommerurlauber im Ötztal einfach nur nicht mehr so tief hinein, sondern bleibt weiter vorne?
Desweiteren hat Sölden sicher auch Einbußen in der Verschlechterung des Sommerskibetriebs. Und: Sölden hat eine der (die?) kürzesten Sommer-Saisonen, was die Betriebszeiten der Seilbahnen angeht.
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So ganz stimmt das nicht....haben in Fiss mit älteren Leuten gesprochen, und die waren vom Fisser Flieger und Flitzer begeistert....Sind sogar selber gefahren, und waren heilfroh, dass endlich auch mal Familien mit Kindern zu sehen sind. Weiters Richtet man sich in SFL in mehrere Richtungen aus....Wellness, Familien Urlaub, Bergwandern(abseits der Bergbahnen für die Fortgeschrittenen...) und Genussurlaub....einfach in der Sonne liegen, und geniesen....billyray hat geschrieben:Ich glaube, ich möchte meine Thesen noch einmal ganz deutlich formulieren:
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Soll heißen: In Regionen wie SFL findet eine einseitige Neuausrichtung statt, bei der riskiert - oder in Kauf genommen - wird, dass die bisherige Klientel mittelfristig abgeschreckt wird und sich anderweitig orientiert.
Wie gesagt, in Zeiten rückläufigen Wintertourismus, werden auf dauer nur die überleben, die einer grösseren Gästeschicht etwas bieten, oder wi in Ischgl, alles auf eine Karte setzen, und im Sommer fast komplett ausgestorben sind.
2011: HtPgWmSflSjZaSwHfAbHfHtSjKiKiKiKiHtSöSöSö
2012: HtSöSöSwZaWmWsRoSwRoRoAlHtRoAhStjRoSö
2013: KrIsRaWmRkBxAbAbAbAbAbRaRoTx
2014: MkRo
2015: KiSpRoRoRoZu
2016: RaClRoHtSö
2017: RaLaWsJoTx
2018: ClRaLaBaSwAlRaBaLaMuRaRa
2019: RaLaLaRaRaLaRaTx - Corona shutdown
2020: AlSwPeSwSwSwZ3AxTx
2021: LaRa
2022: RoRaLaRa
2012: HtSöSöSwZaWmWsRoSwRoRoAlHtRoAhStjRoSö
2013: KrIsRaWmRkBxAbAbAbAbAbRaRoTx
2014: MkRo
2015: KiSpRoRoRoZu
2016: RaClRoHtSö
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