Skilifte am Oberalppass (CH): Komplette Geschichte 1949-2007
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Skilifte am Oberalppass (CH): Komplette Geschichte 1949-2007
Vorbemerkung / Edit Januar 2007: Der Beginn dieses Topics enthält vor allem Vermutungen - das "Fleisch am Knochen" steht ein paar Postings weiter unten, direkter Link hier.
------------ Beginn der Nachforschungen im Oktober 2006 ------------
Ich hatte anhand alter Postkarten (siehe z.B. hier) schon immer den Verdacht, dass es vor der Erstellung des heutigen WSO-Skiliftes am Oberalppass (Sedrun) zwei verschiedene GMD-Schlepper gab.
Eine Tour entlang der Skiliftstrecken brachte heute die Beweise: Die Mastensockel sind zwar schwer auffindbar, aber sie lassen klar auf zwei verschiedene Strecken schliessen.
Der Originallift von 1959 führte mitten durch das Tal, das heute - falls gewalzt - ein extrem schönes Carvingtal ist. Wir sagen jeweils "durchs Täli?", wenn wir uns für eine der Abfahrtsstrecken vom Calmut gen Alpsu entscheiden.
Der neuere Lift führte weiter rechts hoch; heute ist noch deutlich die Streckenführung im oberen Teil sichtbar, da man seinerzeit mit ein wenig Handarbeit eine Trasse mit gestapelten Steinen herrichtete.
Es ist noch unbekannt, wann der "rechte" Schlepper gebaut wurde gebaut wurde und ob Material des ersten Liftes verwendet wurde. Ich hab mir aber einige mögliche Quellen nennen lassen... mal schauen.
Mehr zur Geschichte des Liftes sowie alle heutigen Bilder sind auf skiliftfotos.ch abrufbar.
------------ Beginn der Nachforschungen im Oktober 2006 ------------
Ich hatte anhand alter Postkarten (siehe z.B. hier) schon immer den Verdacht, dass es vor der Erstellung des heutigen WSO-Skiliftes am Oberalppass (Sedrun) zwei verschiedene GMD-Schlepper gab.
Eine Tour entlang der Skiliftstrecken brachte heute die Beweise: Die Mastensockel sind zwar schwer auffindbar, aber sie lassen klar auf zwei verschiedene Strecken schliessen.
Der Originallift von 1959 führte mitten durch das Tal, das heute - falls gewalzt - ein extrem schönes Carvingtal ist. Wir sagen jeweils "durchs Täli?", wenn wir uns für eine der Abfahrtsstrecken vom Calmut gen Alpsu entscheiden.
Der neuere Lift führte weiter rechts hoch; heute ist noch deutlich die Streckenführung im oberen Teil sichtbar, da man seinerzeit mit ein wenig Handarbeit eine Trasse mit gestapelten Steinen herrichtete.
Es ist noch unbekannt, wann der "rechte" Schlepper gebaut wurde gebaut wurde und ob Material des ersten Liftes verwendet wurde. Ich hab mir aber einige mögliche Quellen nennen lassen... mal schauen.
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Zuletzt geändert von wso am 08.01.2007 - 02:32, insgesamt 4-mal geändert.
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Ich habe auf einer alten Videocassette noch ein Video von Pfingsten 1986 (17. Mai) gefunden. Sozusagen "a tribute to the old GMD lift"... damals hatte es recht viel Schnee - aber der Lift war natürlich leider nicht in Betrieb. Hier das Video auf skiliftfotos.ch (WMV, 8 MB - direkter Link zum WMV) - am Schluss sieht man noch kurz Dieni ohne Sesselbahn.
Weitere antike Videos aus dem Sedruner Skigebiet sind auch in dieser Galerie zu finden.
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Nun kommt etwas Licht in die Angelegenheit: Ich habe soeben mit Fidel Monn telefoniert. Dessen Frau ist eine Schwester der Gebrüder Venzin aus Selva, die den Lift 1959 aufgestellt und betrieben hatten.
Laut Fidel habe Placi Soliva vom Restaurant Passhöhe den Venzins immer wieder gesagt "Jungs, der Lift steht doch mitten auf der Abfahrtspiste, macht da mal was!" - Einige Jahre nach 1959 sei der Lift dann im "Eigenbau" verschoben worden; Maurerarbeiten seien selbst gemacht worden, man habe aber einen Vermesser bestellt.
Da die Anzahl der Stützen unterschiedlich ist, kann ich mir nicht vorstellen, dass GMD da nicht beteiligt war... dass die Venzins aber ziemliche "Self Made Men" waren, darauf deutet auch die Aussage Fidel Monns hin, dass Stiafen Venzin bis zum Schluss 1982 (Verkauf der Anlage an die Bergbahnen Sedrun) immer an der Kasse gesessen sei (ab und zu unterstützt von seiner Schwester Culastia) und Benedetg stets das Pistenfahrzeug gefahren habe.
Genaue Jahreszahlen wusste Fidel nicht, es darf aber angenommen werden, dass die Versetzung des Liftes irgendwann zwischen 1960 und 1970 stattgefunden haben muss.
Auf Satellitenfotos sieht man übrigens schön die Überresten der alten Skilift-Trassen!
- Bild 1
- Bild 2
- Bild 3
Inzwischen habe ich noch diese Postkarte bekommen, auf der die alte Bergstation gut zu sehen ist. Die gesamte Alpsu-Galerie ist hier.
Interessant ist übrigens auch dieses Bild des allerersten Skiliftes in Sedrun anno 1947... was das wohl für Gehänge waren? (Übersichtsaufnahme hier)
Laut Fidel habe Placi Soliva vom Restaurant Passhöhe den Venzins immer wieder gesagt "Jungs, der Lift steht doch mitten auf der Abfahrtspiste, macht da mal was!" - Einige Jahre nach 1959 sei der Lift dann im "Eigenbau" verschoben worden; Maurerarbeiten seien selbst gemacht worden, man habe aber einen Vermesser bestellt.
Da die Anzahl der Stützen unterschiedlich ist, kann ich mir nicht vorstellen, dass GMD da nicht beteiligt war... dass die Venzins aber ziemliche "Self Made Men" waren, darauf deutet auch die Aussage Fidel Monns hin, dass Stiafen Venzin bis zum Schluss 1982 (Verkauf der Anlage an die Bergbahnen Sedrun) immer an der Kasse gesessen sei (ab und zu unterstützt von seiner Schwester Culastia) und Benedetg stets das Pistenfahrzeug gefahren habe.
Genaue Jahreszahlen wusste Fidel nicht, es darf aber angenommen werden, dass die Versetzung des Liftes irgendwann zwischen 1960 und 1970 stattgefunden haben muss.
Auf Satellitenfotos sieht man übrigens schön die Überresten der alten Skilift-Trassen!
- Bild 1
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Inzwischen habe ich noch diese Postkarte bekommen, auf der die alte Bergstation gut zu sehen ist. Die gesamte Alpsu-Galerie ist hier.
Interessant ist übrigens auch dieses Bild des allerersten Skiliftes in Sedrun anno 1947... was das wohl für Gehänge waren? (Übersichtsaufnahme hier)
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@stabele:
Danke WSO: Der Lift hatte aber eine ziemlich komische Einstiegstützte.
Was am Wort verschoben hast du nicht verstanden?wso hat geschrieben: macht da mal was!" - Einige Jahre nach 1959 sei der Lift dann im "Eigenbau" verschoben worden; Maurerarbeiten seien selbst gemacht worden, man habe aber einen Vermesser bestellt.
Danke WSO: Der Lift hatte aber eine ziemlich komische Einstiegstützte.
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@Stabele: Der Lift war alt, die Kapazität zu gering - daher wurde er 1987 durch einen WSO-Lift ersetzt.
@MM: Ja, da hast du recht. Die Einstiegsstütze des "neuen" Liftes (also der zweiten, versetzten Müller-Anlage) konnte je nach Schneehöhe angepasst werden, wie man hier schön sieht. Weshalb die Batterie hier fehlt, weiss ich allerdings auch nicht... diese Stütze war ganz schön gross - damals rechnete man jeden Winter noch mit soviel Schnee wie 1999... Erstaunlich war beim ersten Lift von 1959 auch der grosse Abstand zwischen Talstation und 1. Stütze sowie der zweitletzten und letzten Stütze.
Habe gerade noch diese alte Postkarte gefunden; Detail daraus hier.
Übrigens: "Alpsu" scheint ein relativ neues Wort zu sein und ist eine sprachlich seltsame "Einromanisierung" von "Oberalp". Der Oberalppass heisse romanisch korrekt "Cuolm d'Ursera" (wörtlich: Urserenberg), so wurde er von den Einheimischen früher genannt, teils heute noch. Und so ist er übrigens auch auf der Landeskarte eingezeichnet.
@MM: Ja, da hast du recht. Die Einstiegsstütze des "neuen" Liftes (also der zweiten, versetzten Müller-Anlage) konnte je nach Schneehöhe angepasst werden, wie man hier schön sieht. Weshalb die Batterie hier fehlt, weiss ich allerdings auch nicht... diese Stütze war ganz schön gross - damals rechnete man jeden Winter noch mit soviel Schnee wie 1999... Erstaunlich war beim ersten Lift von 1959 auch der grosse Abstand zwischen Talstation und 1. Stütze sowie der zweitletzten und letzten Stütze.
Habe gerade noch diese alte Postkarte gefunden; Detail daraus hier.
Übrigens: "Alpsu" scheint ein relativ neues Wort zu sein und ist eine sprachlich seltsame "Einromanisierung" von "Oberalp". Der Oberalppass heisse romanisch korrekt "Cuolm d'Ursera" (wörtlich: Urserenberg), so wurde er von den Einheimischen früher genannt, teils heute noch. Und so ist er übrigens auch auf der Landeskarte eingezeichnet.
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Mirco
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--gelöscht, da unnütziger Beitrag--
Zuletzt geändert von Mirco am 23.03.2008 - 12:50, insgesamt 1-mal geändert.
Ob eine Sache gelingt, erfährst du nicht, wenn du darüber nachdenkst, sondern wenn du es ausprobierst.
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- wso
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Die hab ich erst grad ergänzt... keine Ahnung, was das für ein Ding ist. Alfred Decurtins' Frau spaziert hier mehrmals täglich durch (er hat den Skilift aufgestellt, lebt aber leider nicht mehr), ich versuche mal, über sie was rauszufinden.
EDIT: Ich hab kurz mit ihr telefoniert, sieht wohnt eh grad 3 Minuten von hier... wenn sie was findet, darf ich nachher kurz vorbeischauen. Sie erinnert sich vor allem an den "handschuhfressenden" Seillift - das kam wie aus der Kanone geschossen
Es gab übrigens schon 1942 einen reinen Seil-Skilift in Sedrun, wie hier nachzulesen ist (Text der Tujetscher Heimatkunde, Romanisch) - auf einem sogenannten "Idiotenhügel" am Dorfausgang von Sedrun gegen Disentis (Gegend Niriel, wo 1949 auch der Lift stand, von dem es Bilder gibt). Der Lift trug den Übernamen "Kleidertrockner" (wörtlich "Apparat, um Kleider zum Trocknen dran aufzuhängen").
Wenn ich mehr Infos habe, mache ich dann ein neues Topic auf.
EDIT: Ich hab kurz mit ihr telefoniert, sieht wohnt eh grad 3 Minuten von hier... wenn sie was findet, darf ich nachher kurz vorbeischauen. Sie erinnert sich vor allem an den "handschuhfressenden" Seillift - das kam wie aus der Kanone geschossen
Es gab übrigens schon 1942 einen reinen Seil-Skilift in Sedrun, wie hier nachzulesen ist (Text der Tujetscher Heimatkunde, Romanisch) - auf einem sogenannten "Idiotenhügel" am Dorfausgang von Sedrun gegen Disentis (Gegend Niriel, wo 1949 auch der Lift stand, von dem es Bilder gibt). Der Lift trug den Übernamen "Kleidertrockner" (wörtlich "Apparat, um Kleider zum Trocknen dran aufzuhängen").
Wenn ich mehr Infos habe, mache ich dann ein neues Topic auf.
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Wie versprochen... viel substantiell Neues hab ich zwar nicht rausgefunden, aber einmal versucht, alles in einen Text zu giessen:
>> Neues Topic "Bergbahngeschichte Sedrun (CH): Die ersten einfachen Lifte"
>> Neues Topic "Bergbahngeschichte Sedrun (CH): Die ersten einfachen Lifte"
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Die Geschichte der Skiliftanlagen am Oberalppass hat sich nach einem Besuch im Tujetscher Gemeindearchiv nun wesentlich aufgehellt - Danke an Tarcisi Hendry für die Suche nach den Dokumenten.
Bisher konnt man in Chroniken lesen, dass 1951 ein nicht sehr funktionstüchtiger Seillift am Oberalppass stand sowie ab 1959 der erste fixe Bügellift. Beides scheint gemäss den vorliegenden Dokumenten nicht zu stimmen. Korrekt wäre 1955 und 1960.
Alle Erkenntnisse, die hier mit Originaldokumenten belegt sind:
- Die Furka-Oberalp-Bahn will 1949 einen Skilift am Oberalppass erstellen; dazu kam es nie.
- Skischulleiter Alfred Decurtins (der schon 1947 den ersten Tellerlift im Dorf erstellt hatte - alles dazu in diesemTopic) und Felici Monn lassen 1955 einen "Trainerlift" von Skima des Typs "Stemag" auf dem Alpsu bauen - die Anlage funktionierte aber offenbar nie richtig; ob wegen der Kälte oder wegen Fehlmanipulationen, werden wir wohl nie wissen. Die Folge war ein Rechtsstreit mit der Firma Skima, den am Schluss Anwälte ausfochten. Skima entfernte gar einmal den Motor, weil die Sedruner die Rechnung nicht zahlen wollten. Aus den Dokumenten kann man zumindest schliessen, dass es die beiden mit den notwendigen Bewilligungen nicht so ernst nahmen.
- Ob im Jahre 1951 schon ein Skilift auf dem Pass existierte, wie einige Quellen sagen, bleibt derzeit unklar. Die Geschichten rund um den angeblichen Skilift von 1951 passen jedenfalls haargenau zu jenem Lift, der laut den Quellen 1955 aufgestellt wurde.
- Hier und auf den folgenden Bildern ist dazu wohl erstmals ein Skima-Prospekt im Web zu sehen - die Anlage "Stemag" (genannt "Volksskilift") ist reichlich seltsam - wenn ich mich recht erinnere, funktionierte der Skilift "Figeller" in Wengen früher nach einem ähnlichen Prinzip (nur zwei Fahrer werden pro Fahrt hochgezogen, dann gleitet der Schleppapparat zurück zum Start) - kann das jemand bestätigen?
- Interessant ist in diesem Zusammenhang die Verbindung zum Tebru-Topic; Theo Brunner arbeitete ja offenbar später bei der Firma Skima. Nun ist zumindest klar, dass er sie nicht gegründet hat - in zumindest leitender Position war dort 1955 vermutlich ein gewisser J.G. von Arx. Firmensitz war "Zürich 11, Murhaldenweg 16". Theo Brunner entwickelte seinerzeit in Oetwil noch die spätere WSO-Technologie, bevor er sich mit Walter Städeli überwarf.
- 1958 - zwei Jahre nach der Eröffnung der Sesselbahn Cungieri - interessierten sich Benedetg und Fidel Venzin aus Selva um eine Konzession für eine Sesselbahn auf den Calmut. Die Gemeinde erteilt die Bewilligung, das Projekt scheitert aber an Ungenauigkeiten in der Planung. Die Sesselbahn - bereits von GMD geplant - hätte bis auf den Calmutgipfel geführt, quasi also die Strecke des heutigen WSO-Skiliftes bedient. Offenbar musste das Eidg. Post-und Eisenbahndepartement nach bereits erfolgtem Baubeginn im Sommer 1959 eingreifen... auch hier zeigte sich wieder, dass Bergler damals oft eine interessante Auslegung von Vorschriften hatten.
- Interessant sind Akten, welche belegen, dass die Sesselbahn Cungieri in den ersten Betriebsjahren Defizite einfuhr und sich gegen eine weitere Konkurrenz wehrte; Venzins wollten aber ihrerseits nicht mit Cungieri zusammenarbeiten.
- Lustig ist hierbei vor allem die aufmunternde Bemerkung des Kantons, es sei wegen des Landschaftsschutzes leider nicht möglich, die Anlage bis ganz auf den Gipfel zu bauen, doch dies sei durchaus als Vorteil zu sehen - die Skifahrer würden sich beim Schlussaufstieg zum Gipfel aufwärmen, was zu weniger Verletzungen führe... - Übrigens gab es scheinbar auch ein Konzessionsgesuch aus Andermatt.
- Nachdem Venzins eingesehen haben, dass das mit der Sesselbahn eine Nummer zu gross ist, versuchen sie es 1959 mit einem Skiliftprojekt, dass glatt durchkommt. Das Geld haben sie laut mündlichen Quellen aus den USA: Fidel Venzin gelangte urplötzlich zu rund 100'000 Franke, da irgend ein anderer (nicht mit ihm bekannter/verwandter) Fidel Venzin aus den USA beschlossen hatte, sein Vermögen einem anderen Fidel Venzin in der Schweiz zu vermachen (wo er seine Wurzeln hatte), mangels anderer Verwandten...
- Die Bewilligung für den Skilift wird am 14. März 1960 erteilt, die Anlage im Sommer 1960 durch GMD erstellt und am 13. Dezember 1960 abgenommen - bei schon anderthalb Metern Schneehöhe!
- Schon 1961 will man den Skilift bis auf den Gipfel verlängern, das Begehren wird aber abgelehnt.
- Ein weiterer Anlauf um Verlängerung kommt 1965 durch - man entscheidet sich für eine leichte Verschiebung nach rechts. Laut mündlichen Quellen spielte dabei die Hauptrolle, dass der Lift von 1960 sozusagen mitten auf der Piste stand.
- Die Anlage wird im Sommer 1966 durch GMD komplett neu gebaut, die Förderleistung beträgt nunmehr 800 Personen pro Stunde. Am 23. November 1966 wird der Skilift abgenommen - er sollte immerhin bis 1987 stehen.
- 1971 wollen auch die Ski- und Sessellifte Sedrun-Rueras einen Skilift am Oberalppass bauen, die Gemeinde erteilt dafür aber keine Bewilligung.
- 1982 verkaufen die Venzins den Skilift an die Bergbahnen Sedrun. Auch die Furka-Oberalp-Bahn hat sich dafür interessiert. Fidel war schon vorher aus der Gesellschaft ausgestiegen und ins Lugnez umgezogen. Benedetg verübte später Selbstmord. 1983 montieren die Bergbahnen Sedrun zuerst mal neue Borer-Gehänge BSG77 an den Lift und lassen ihn so noch fünf Saisons laufen.
- 1987 erhalten die Bergbahnen die Bewilligung für den Abriss des GMD-Liftes und einen Neubau bis auf den Gipfel. Die Arbeiten werden im Sommer 1987 erledigt; am 5. Dezember 1987 geht der heute noch stehende Städeli-Lift mit der Kapazität von 1200 Personen pro Stunde in Betrieb.
Auf skiliftfotos.ch findet ihr alles rund um die Skilifte am Oberalppass:
- Originaldokumente (vor allem Briefe und Bewilligungen) aus dem Gemeindearchiv Tujetsch
- Skima-Prospekt
- GMD-Pläne
- Postkarten aus den 1960er-Jahren
- Fotos aus den 1980er-Jahren und von heute
- Bilder vom Abriss der GMD-Lifte und des WSO-Neubaus
- Satellitenfotos mit den Trassen aller Anlagen
- Fotos vom Herbst 2006 mit den noch sichtbaren Überresten der Müller-Lifte
- Betriebsanleitungen von WSO und Borer zum heutigen Lift
Viel Spass!
Bisher konnt man in Chroniken lesen, dass 1951 ein nicht sehr funktionstüchtiger Seillift am Oberalppass stand sowie ab 1959 der erste fixe Bügellift. Beides scheint gemäss den vorliegenden Dokumenten nicht zu stimmen. Korrekt wäre 1955 und 1960.
Alle Erkenntnisse, die hier mit Originaldokumenten belegt sind:
- Die Furka-Oberalp-Bahn will 1949 einen Skilift am Oberalppass erstellen; dazu kam es nie.
- Skischulleiter Alfred Decurtins (der schon 1947 den ersten Tellerlift im Dorf erstellt hatte - alles dazu in diesemTopic) und Felici Monn lassen 1955 einen "Trainerlift" von Skima des Typs "Stemag" auf dem Alpsu bauen - die Anlage funktionierte aber offenbar nie richtig; ob wegen der Kälte oder wegen Fehlmanipulationen, werden wir wohl nie wissen. Die Folge war ein Rechtsstreit mit der Firma Skima, den am Schluss Anwälte ausfochten. Skima entfernte gar einmal den Motor, weil die Sedruner die Rechnung nicht zahlen wollten. Aus den Dokumenten kann man zumindest schliessen, dass es die beiden mit den notwendigen Bewilligungen nicht so ernst nahmen.
- Ob im Jahre 1951 schon ein Skilift auf dem Pass existierte, wie einige Quellen sagen, bleibt derzeit unklar. Die Geschichten rund um den angeblichen Skilift von 1951 passen jedenfalls haargenau zu jenem Lift, der laut den Quellen 1955 aufgestellt wurde.
- Hier und auf den folgenden Bildern ist dazu wohl erstmals ein Skima-Prospekt im Web zu sehen - die Anlage "Stemag" (genannt "Volksskilift") ist reichlich seltsam - wenn ich mich recht erinnere, funktionierte der Skilift "Figeller" in Wengen früher nach einem ähnlichen Prinzip (nur zwei Fahrer werden pro Fahrt hochgezogen, dann gleitet der Schleppapparat zurück zum Start) - kann das jemand bestätigen?
- Interessant ist in diesem Zusammenhang die Verbindung zum Tebru-Topic; Theo Brunner arbeitete ja offenbar später bei der Firma Skima. Nun ist zumindest klar, dass er sie nicht gegründet hat - in zumindest leitender Position war dort 1955 vermutlich ein gewisser J.G. von Arx. Firmensitz war "Zürich 11, Murhaldenweg 16". Theo Brunner entwickelte seinerzeit in Oetwil noch die spätere WSO-Technologie, bevor er sich mit Walter Städeli überwarf.
- 1958 - zwei Jahre nach der Eröffnung der Sesselbahn Cungieri - interessierten sich Benedetg und Fidel Venzin aus Selva um eine Konzession für eine Sesselbahn auf den Calmut. Die Gemeinde erteilt die Bewilligung, das Projekt scheitert aber an Ungenauigkeiten in der Planung. Die Sesselbahn - bereits von GMD geplant - hätte bis auf den Calmutgipfel geführt, quasi also die Strecke des heutigen WSO-Skiliftes bedient. Offenbar musste das Eidg. Post-und Eisenbahndepartement nach bereits erfolgtem Baubeginn im Sommer 1959 eingreifen... auch hier zeigte sich wieder, dass Bergler damals oft eine interessante Auslegung von Vorschriften hatten.
- Interessant sind Akten, welche belegen, dass die Sesselbahn Cungieri in den ersten Betriebsjahren Defizite einfuhr und sich gegen eine weitere Konkurrenz wehrte; Venzins wollten aber ihrerseits nicht mit Cungieri zusammenarbeiten.
- Lustig ist hierbei vor allem die aufmunternde Bemerkung des Kantons, es sei wegen des Landschaftsschutzes leider nicht möglich, die Anlage bis ganz auf den Gipfel zu bauen, doch dies sei durchaus als Vorteil zu sehen - die Skifahrer würden sich beim Schlussaufstieg zum Gipfel aufwärmen, was zu weniger Verletzungen führe... - Übrigens gab es scheinbar auch ein Konzessionsgesuch aus Andermatt.
- Nachdem Venzins eingesehen haben, dass das mit der Sesselbahn eine Nummer zu gross ist, versuchen sie es 1959 mit einem Skiliftprojekt, dass glatt durchkommt. Das Geld haben sie laut mündlichen Quellen aus den USA: Fidel Venzin gelangte urplötzlich zu rund 100'000 Franke, da irgend ein anderer (nicht mit ihm bekannter/verwandter) Fidel Venzin aus den USA beschlossen hatte, sein Vermögen einem anderen Fidel Venzin in der Schweiz zu vermachen (wo er seine Wurzeln hatte), mangels anderer Verwandten...
- Die Bewilligung für den Skilift wird am 14. März 1960 erteilt, die Anlage im Sommer 1960 durch GMD erstellt und am 13. Dezember 1960 abgenommen - bei schon anderthalb Metern Schneehöhe!
- Schon 1961 will man den Skilift bis auf den Gipfel verlängern, das Begehren wird aber abgelehnt.
- Ein weiterer Anlauf um Verlängerung kommt 1965 durch - man entscheidet sich für eine leichte Verschiebung nach rechts. Laut mündlichen Quellen spielte dabei die Hauptrolle, dass der Lift von 1960 sozusagen mitten auf der Piste stand.
- Die Anlage wird im Sommer 1966 durch GMD komplett neu gebaut, die Förderleistung beträgt nunmehr 800 Personen pro Stunde. Am 23. November 1966 wird der Skilift abgenommen - er sollte immerhin bis 1987 stehen.
- 1971 wollen auch die Ski- und Sessellifte Sedrun-Rueras einen Skilift am Oberalppass bauen, die Gemeinde erteilt dafür aber keine Bewilligung.
- 1982 verkaufen die Venzins den Skilift an die Bergbahnen Sedrun. Auch die Furka-Oberalp-Bahn hat sich dafür interessiert. Fidel war schon vorher aus der Gesellschaft ausgestiegen und ins Lugnez umgezogen. Benedetg verübte später Selbstmord. 1983 montieren die Bergbahnen Sedrun zuerst mal neue Borer-Gehänge BSG77 an den Lift und lassen ihn so noch fünf Saisons laufen.
- 1987 erhalten die Bergbahnen die Bewilligung für den Abriss des GMD-Liftes und einen Neubau bis auf den Gipfel. Die Arbeiten werden im Sommer 1987 erledigt; am 5. Dezember 1987 geht der heute noch stehende Städeli-Lift mit der Kapazität von 1200 Personen pro Stunde in Betrieb.
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- Postkarten aus den 1960er-Jahren
- Fotos aus den 1980er-Jahren und von heute
- Bilder vom Abriss der GMD-Lifte und des WSO-Neubaus
- Satellitenfotos mit den Trassen aller Anlagen
- Fotos vom Herbst 2006 mit den noch sichtbaren Überresten der Müller-Lifte
- Betriebsanleitungen von WSO und Borer zum heutigen Lift
Viel Spass!
Zuletzt geändert von wso am 12.02.2007 - 19:54, insgesamt 1-mal geändert.
Bilder von Skiliften und anderen Seilbahnen: http://www.skiliftfotos.ch
... und andere Geschichten gibt es auf Instagram, früher auf X/Twitter (neu @andijacomet.bsky.social) und im Blog.
- Meine Reportagen aus Kleinskigebieten: klein-skigebiete.ch
- Meine Webcams in und um Sedrun: sedruncam.ch
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Michael Meier
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@WSO: Danke für die Info: Damit währe der Schweizer Lizensnehmer für Skilifte von Stemag gelöst.
Stemag steht für Steirische Geräte und Maschinenbau AG in Graz. Diese baute ab den 50er Jahren Baukasten Skilifte vom Pendelskilifte (Dito deinem Prospekt) bis hin zum kompletten Bügelliften mit den Charakteristischen breiten Portalstützen welche immer genau gleich hoch waren. Bis spät in die 70er Jahre bauten sie zusammen noch mit Borer Grosse Bügel und Tellerlifte mit Schräg-T Stützen. Von deinem Skilift auf dem Prospekt waren in der Schweiz auch einige am Start. In Deutschland und Österreich sind sogar noch welche in Betrieb. Ganz einfache Lifte mit Stern Dreick Start. Abstellung nach der erfolgten fahrt erfolgte über einen Knoten am Seil. Waren immer nur 2 Bügel motiert für 2 oder mit Teller 4 Leuten. Fahrgeschwindikeit war bis 10m/s.
Der Stemag. Ein Begriff für jeden Skiliftfan.
In Deutschland vertrieb die Lifte meinen informationen nach DM.
Stemag steht für Steirische Geräte und Maschinenbau AG in Graz. Diese baute ab den 50er Jahren Baukasten Skilifte vom Pendelskilifte (Dito deinem Prospekt) bis hin zum kompletten Bügelliften mit den Charakteristischen breiten Portalstützen welche immer genau gleich hoch waren. Bis spät in die 70er Jahre bauten sie zusammen noch mit Borer Grosse Bügel und Tellerlifte mit Schräg-T Stützen. Von deinem Skilift auf dem Prospekt waren in der Schweiz auch einige am Start. In Deutschland und Österreich sind sogar noch welche in Betrieb. Ganz einfache Lifte mit Stern Dreick Start. Abstellung nach der erfolgten fahrt erfolgte über einen Knoten am Seil. Waren immer nur 2 Bügel motiert für 2 oder mit Teller 4 Leuten. Fahrgeschwindikeit war bis 10m/s.
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- wso
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Zum Thema Skima hab ich hier noch was ausgegraben, Quelle: Internationale Berg- und Seilbahnrundschau / Revue des télépheriques 3/1967. Und da war auch ein Inserat der Firma WITO ("vorm. Dolomitenwerk") aus Lienz drin... auch wenn das OT ist, solche Gehänge hab ich nie im Leben zuvor gesehen!
Und noch ein Beitrag zur Sedruner Liftgeschichte:
- Video vom Januar 1992 (mit inzwischen abgerissenen Skiliften)
- Video vom Sommer 1994 (Bau Sesselbahn Dieni-Milez)
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Michael Meier
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Ich hab hier noch was zum Thema "Stemag" / "Skima-Trainer": Diese Postkarte bzw. das Detail daraus deuten darauf hin, dass früher auch am Figeller-Hang in Wengen so ein Teil stand, und zwar noch bis in die 1990er-Jahre, wenn ich mich richtig erinnere. Jedenfalls sieht der Start genau so aus wie hier auf dem Prospekt in der Alpsu-Galerie.
Man musste sich da recht festhalten, um nicht davongespickt zu werden - gerade für AnfängerInnen eher schwierig. Vielleicht erinnert sich ja jemand an den alten Figeller-Lift oder hat sogar Bilder davon... wäre interessant zu erfahren, ob das wirklich auch so ein "Skima-Star" war, der in Sedrun so grosse technische und juristische Probleme bereitet hat. Hier auch ein Bild von etwas, das mich an meine paar Kindheitsskitage in Wengen erinnert.
Inzwischen habe ich übrigens auf skiliftfotos.ch weitere Nostalgie-Fotos aus Sedrun ergänzt, passend zu diesem Topic auch vom Oberalppass, u.a. ein Foto mit noch unlackierten GMD-Portalmasten von 1961.
Auch interessant: Bild des Pony-Liftes, der früher am noch unverbauten Hang neben dem Café Dulezi stand (zwischen Sedrun und Camischolas). Schon im zarten Alter von 10 Monaten brachte man mich kaum weg von Skiliften...
Man musste sich da recht festhalten, um nicht davongespickt zu werden - gerade für AnfängerInnen eher schwierig. Vielleicht erinnert sich ja jemand an den alten Figeller-Lift oder hat sogar Bilder davon... wäre interessant zu erfahren, ob das wirklich auch so ein "Skima-Star" war, der in Sedrun so grosse technische und juristische Probleme bereitet hat. Hier auch ein Bild von etwas, das mich an meine paar Kindheitsskitage in Wengen erinnert.
Inzwischen habe ich übrigens auf skiliftfotos.ch weitere Nostalgie-Fotos aus Sedrun ergänzt, passend zu diesem Topic auch vom Oberalppass, u.a. ein Foto mit noch unlackierten GMD-Portalmasten von 1961.
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